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Rosazea erkennen und behandeln

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 20. Okt. 2018
Rosazea erkennen: Gerötetes Gesicht

Das Gesicht ist unsere Visitenkarte. Bei der Hautkrankheit Rosazea ist es gerötet und entzündet – Betroffene würden sich am liebsten verstecken. Mit der richtigen Behandlung kann man Rosazea gut in den Griff bekommen. Doch eine wirksame Therapie zu finden braucht Geduld und Disziplin.

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Rosazea kann für Betroffene das Leben zur Hölle machen: Abends geht man mit „normaler“ Haut ins Bett, morgens wacht man mit einem geröteten Gesicht voller Papeln und Pusteln auf. Oft ausgerechnet dann, wenn ein wichtiger Termin ansteht. Wegschminken lassen sich diese Hautentzündungen nur bedingt.

Betroffene fühlen sich im wahrsten Sinne des Wortes in der eigenen Haut nicht mehr wohl, das soziale Leben und das Berufsleben leiden.

Wer an Rosazea leidet, wird schnell in eine Schublade gesteckt: Denn auf den ersten Blick lässt sich häufig nicht unterscheiden, ob es zum Beispiel ein Gläschen Alkohol zu viel oder die Hautkrankheit ist, die das Gesicht und insbesondere die Nase erröten lässt.

Glücklicherweise gibt es gegen alle Stadien der Rosazea mittlerweile wirksame Behandlungsmöglichkeiten. Um diese herauszufinden, brauchen Betroffene neben einem guten Hautarzt jedoch Geduld und Disziplin. Denn Rosazea bleibt ein Leben lang, nur die Symptome lassen sich lindern.

Was ist Rosazea?

Laut dem Be­rufs­ver­band Deut­scher Der­ma­to­lo­gen (BVDD) gibt es in Deutschland rund vier Mil­lio­nen Men­schen mit Rosazea. Bei Rosazea handelt es sich um eine chro­nisch-ent­zünd­li­che Er­kran­kung der Haut. Warum die Krankheit auftritt, ist noch nicht final geklärt. Wissenschaftler vermuten, dass zum einen eine überzogene Immunreaktion die Hautentzündungen hervorrufen kann. Zum anderen könnte auch eine Durchblutungsstörung der Gefäße im Bereich des Gesichtes für die rot „blühenden“ Partien verantwortlich sein. Auch die Vererbung, die Beschaffenheit der Haut (helle Typen sind häufiger betroffen als dunkle) sowie hormonelle Veränderungen befördern eventuell die Rosazea.

Woran erkennt man Rosazea?

Rosazea hat mehrere Stadien: Zuerst zeigen sich Gefäßerweiterung in Form von Rötungen, die zuerst aussehen können wie ein leichter Sonnenbrand. Dieses Stadium kann sich laut Aussagen von Patienten durchaus mehrere Jahre hinziehen.

Später bil­den sich Papeln, Pus­teln und Ei­ter­pi­ckel, teilweise auch schwere Ent­zün­dun­gen. Bei Männern kann sich zusätzlich das Bindegewebe der Nase verdicken. Diese Erscheinung nennt man auch „Rhinophym“ oder im Volksmund abfällig "Säufernase“.

Was kann man gegen Rosazea tun?

Wer Symptome der Rosazea bemerkt, sollte schnell einen Termin beim Hautarzt ausmachen. Selber an der Haut „herumzudoktern“ verschlimmert die Symptome meistens noch.

Eines vorweg: Rosazea ist chronisch, das heißt, mit den bisher zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten lässt sich die Erkrankung nicht komplett besiegen. Je nach Stadium gibt es aber verschiedene Therapien, mit denen die Symptome wirkungsvoll eingedämmt werden können. So kommen im ersten Stadium der Rosazea Medikamente zum Einsatz, welche die Durchblutung regulieren und so die Rötungen lindern. Die Behandlung kann äußerlich durch Salben, aber auch durch die Einnahme spezieller Antibiotika erfolgen. Um rote Äderchen sowie starke Gewebeveränderungen zu eliminieren, kommen mittlerweile auch Laserbehandlungen in Frage.

Hier generelle Empfehlungen zu treffen ist schwer möglich, da bei Rosazea äußere Faktoren, die sogenannten „Trigger“, einen starken Einfluss haben. Triggerfaktoren können Alkohol, Koffein und scharfes Essen ebenso sein wie sommerliche Hitze, Sonneneinstrahlung oder Stress. Herauszufinden, welche Faktoren die eigene Haut zum „Blühen“ bringen, ist ein wichtiger Baustein für die Rosazea-Therapie. Hier kann ein Haut-Tagebuch sehr hilfreich sein, in dem Betroffene notieren, was sie am Tag essen, trinken, wo sie sich bewegen, wie die Wetterbedingungen sind, und schließlich, wie die Haut aussieht. Dieses Tagebuch kann auch Ihrem Hautarzt helfen, die passende Therapie zu finden.

Wichtig zu wissen: Bis Medikamente zur Rosazea-Therapie anschlagen, kann es durchaus 14 Tage dauern. Patienten brauchen also Geduld sowie Disziplin, um Triggerfaktoren zu meiden und die Haut gewissenhaft zu pflegen.

Welchen Einfluss hat die Ernährung auf Rosazea?

Penne all`arrabiata mit einem Glas Rotwein, danach einen Espresso mit Zucker? Bei Rosazea ist diese Kombination keine gute Idee. Denn die Ernährung kann einen Rosazea-Schub auslösen. Welche Lebensmittel einen sogenannten "Flush" verursachen können, ist für jeden Menschen unterschiedlich. Doch generell gilt: Alkohol, scharfes und stark gewürztes Essen sowie heiße Getränke und Suppen fördern die Durchblutung und damit die Rötung des Gesichtes.

Darüber hinaus gibt es Lebensmittel, die Entzündungen im Körper fördern können, zum Beispiel Zucker, Weißmehl und gehärtete Fette. Diese zu meiden, kann sinnvoll sein, doch auch hier gilt: Was bei dem einen Schübe auslösen kann, tangiert die Haut des anderen nicht. Wenn Sie bestimmte Lebensmittel im Verdacht haben, dann kann es hilfreich sein, diese zwei Wochen aus dem Speiseplan zu streichen und zu beobachten, wie die Haut reagiert. 

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Wie pflegt man die Haut bei Rosazea?

Auch die Hautpflege spielt bei Rosazea eine wichtige Rolle. Fettige Cremes sowie das Waschen mit Seife oder parfümhaltigen Flüssigseifen können die Pustel- und Papelbildung verschlimmern. Daher ist es wichtig, zu leichten Pflegeprodukten mit hohem Feuchtigkeitsgehalt und ohne reizende Inhaltsstoffe zu greifen. Eine disziplinierte Reinigung der Haut mit geeigneten Produkten leistet ebenfalls einen großen Beitrag, um sich in seiner Haut wieder wohler zu fühlen. Wichtig: Das Wasser darf weder zu heiß noch zu kalt sein, um die Gefäße nicht unnötig zu reizen. Aus den gleichen Gründen sollte das Gesicht nach der Reinigung nur sanft abgetupft und nicht abgerubbelt werden.

Viele Hautärzte arbeiten mittlerweile eng mit Kosmetikinstituten zusammen, die Ihnen helfen, die richtigen Pflege- und Reinigungsprodukte zu finden. Sich beraten zu lassen, sei es bei der Kosmetikerin oder in der Apotheke, ist in jedem Fall empfehlenswert, denn Produkte aus dem Drogeriemarkt mit dem Prädikat „Sensitiv“ oder „für empfindliche Haut“ erhalten eventuell zu viel Fett. Dieser Rat gilt übrigens auch für Männer, die sich um Hautpflege häufig weniger scheren als Frauen und höchstens mal die Gesichtscreme ihrer Partnerin benutzen – die im Zweifelsfall ebenfalls viel zu fettig ist.

Da Rosazea-Haut häufig sehr empfindlich auf Sonne reagiert, muss ein geeigneter Sonnenschutz her. Hüte und Caps halten die direkte Sonneneinstrahlung ab. Sonnencreme sollte ebenfalls leicht und nicht zu fettig sein – auch hier gibt es mittlerweile leichte Spezialprodukte.

Darf man sich bei Rosazea schminken?

Wie bei den Ratschlägen zur Hautpflege gilt: Make-Up-Produkte bei Rosazea dürfen die Haut nicht reizen und nicht zu viel Fett enthalten.

Doch prinzipiell spricht nichts dagegen, gerötete oder entzündete Hautstellen abzudecken sowie Rouge, Lidschatten und Mascara aufzutragen. Eine Beratung im Kosmetikstudio hilft, passende Produkte sowie den richtigen Make-up- beziehungsweise Concealer-Ton zu finden. Spezielle Produkte mit grünlicher Tönung kaschieren die Rötungen optisch.

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