Wissenschaftlich geprüft

Diese 5 Lebensmittel sollten Sie nicht einfrieren

Von Marieke Dammann
Aktualisiert am 29. Apr. 2019
© pexels/ rawpixel.com
© pexels/ rawpixel.com

Das Einfrieren von Lebensmitteln ist eine praktische Methode, um Speisen oder Zutaten länger haltbar zu machen. Doch nicht alle Lebensmittel eignen sich für den Tiefkühlschrank. EAT SMARTER verrät, bei welchen Lebensmitteln du lieber darauf verzichten solltest.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Milchprodukte
  2. Weichkäse
  3. Obst und Gemüse mit hohem Wasseranteil
  4. Gelatinehaltige Speisen
  5. Rohe Kartoffeln
  6. Wissen zum Mitnehmen

Sie haben zu viel gekocht, gebacken oder bereiten bewusst mehr vor, um für eine andere Gelegenheit schon etwas im Tiefkühlschrank parat zu haben? Das Einfrieren von Lebensmitteln ist dafür eine hervorragende Methode. 

Wenn Sie allerdings vermeiden möchten, dass Lebensmittel im Anschluss nicht mehr genießbar sind und weggeschmissen werden müssen, sollten Sie bedenken, dass einige Lebensmittel nicht zum Einfrieren geeignet sind.

1. Milchprodukte

Wer Milchprodukte einfriert, wird im Anschluss meist von einer flockigen oder krümeligen Konsistenz überrascht. Das betrifft vor allem Milchprodukte mit einem hohen Fettgehalt. Vollmilch, Sahne, Quark und Co. halten sich aber lange im Kühlschrank und auch das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) heißt nicht zwangsläufig, dass der Inhalt nicht mehr genießbar ist.

Wenn das MHD überschritten sein sollte, vertrauen Sie Ihren Sinnen. Soll heißen: Wenn ein Lebensmittel die Farbe ändert, wenn es schimmelt, wenn es komisch riecht oder wenn es Gase bildet, dann sollte es nicht mehr gegessen werden. Bei Milchprodukten ist es denkbar einfach zu erkennen, ob das Produkt noch gut oder bereits verdorben ist. Denn solange die Milch normal schmeckt, können Sie sie trinken – unabhängig davon, ob das MHD überschritten ist oder nicht.

Merke!
Milchprodukte werden beim Einfrieren flockig oder krümelig. Das gilt insbesondere für Produkte mit hohem Fettgehalt.

Lesen Sie auch: Was sagt uns das Mindesthaltbarkeitsdatum?

2. Weichkäse

Frischkäse flockt, wie auch fetthaltige Milchprodukte, nach dem Auftauen etwas aus, Weichkäse hingegen wird breiig. Daher sind nicht alle Käsesorten geeignet, um im Gefrierfach eingefroren zu werden. Hartkäsesorten können hingegen problemlos tiefgefroren werden. Allerdings geht auch dieser Prozess nicht gänzlich ohne Verluste einher: Der Käse muss etwas an Geschmack einbüßen und kann unter Umständen auch etwas krümelig werden.

Probieren Sie doch stattdessen lieber eines unserer leckeren Frisch- oder Weichkäse-Rezepte, falls Sie zu viel eingekauft haben sollten und vermeiden Sie so, dass die Lebensmittel schlecht und entsorgt werden müssen.

Merke!
Weichkäseprodukte werden nach dem Auftauen breiig, Frischkäse flockt hingegen – somit sollten Sie diese Lebensmittel nicht einfrieren.

3. Obst und Gemüse mit hohem Wasseranteil

Bestimmte Gemüse- und Obstsorten, die einen hohen Wassergehalt haben, sollten lieber nicht eingefroren werden, da sich die Konsistenz nach dem Auftauen verändert. Die Zellstruktur ist häufig nicht so stabil wie bei weniger wasserhaltigem Obst und Gemüse, weshalb sie matschig werden. Hierzu zählen zum Beispiel Gurken, Trauben, Blattsalate, Melonen, Tomaten und Südfrüchte. Spargel lässt sich hingegen trotz seines hohen Wassergehalts gut einfrieren, da er eine stabilere Konsistenz hat.

Falls Sie hingegen schon eine Wassermelone eingefroren haben sollten: Das gefrorene Fruchtfleisch können Sie hervorragend für Smoothies, Sorbets oder Wassereis verwenden, was besonders im Sommer sehr erfrischend schmeckt.

Merke!
Sehr wasserhaltiges Obst und Gemüse eignet sich nicht zum Einfrieren, da sich die Konsistenz nach dem Auftauen verändert und die Lebensmittel matschig werden.

4. Gelatinehaltige Speisen

Produkte, in denen Gelatine zum Einsatz kam, lassen sich leider auch nicht allzu gut einfrieren. Durch das Einfrieren geht die bindende Fähigkeit der Gelatine verloren und die Creme wird daher flüssig.

Deshalb sollten Sie Torten und Speisen mit gelatinehaltigem Pudding oder andere Leckereien, in denen Gelatine verwendet wurde, lieber gekühlt lagern und  innerhalb weniger Tage verzehren.

Merke!
Gelatinehaltige Produkte sollten frisch verzehrt werden, da durch das Einfrieren die Gelatine ihre bindende Fähigkeit verliert und sich die Konsistenz verändert.

5. Rohe Kartoffeln

Rohe Kartoffeln sollten lieber nicht eingefroren werden. Sowohl der Geschmack als auch die Konsistenz verändern sich nach dem Auftauen. Die beliebte Knolle wird süßlich im Geschmack, da sich die Stärke in der Kartoffel bei niedrigen Temperaturen in Zucker verwandelt (1). Außerdem zerstört das Einfrieren die Zellstruktur der Knolle, wodurch Sie nach dem Auftauen glasig und matschig wird. 

Bereits verarbeitete Gerichte mit Kartoffeln lassen sich hingegen ohne Probleme einfrieren (2). Und auch rohe Kartoffeln können Ihnen auch nach mehreren Monaten noch Freude bereiten, sie müssen nur richtig gelagert werden.

Lesen Sie auchResistente Stärke: Abnehmen mit Kartoffeln vom Vortag

Merke!
Rohe Kartoffeln eignen sich nicht zum Einfrieren. Sie werden nach dem Auftauen glasig und matschig und bekommen einen süßen Geschmack.

Wissen zum Mitnehmen

Wasserhaltige Gemüse- und Obstsorten, rohe Kartoffeln, Weich- und Frischkäseprodukte, Milchprodukte und gelatinehaltige Speisen eignen sich nicht zum Einfrieren. Meist verändert sich die Konsistenz und die Lebensmittel werden matschig, glasig oder breiig.

Unter anderem verliert Gelatine ihre bindende Fähigkeit und rohe Kartoffeln erhalten sogar einen anderen Geschmack: nach dem Auftauen schmecken sie süßlich, da sich die Stärke beim Einfrieren in Zucker verwandelt.

Wissenschaftlich geprüft von unseren EAT SMARTER Experten
Schreiben Sie einen Kommentar