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Der Good-Food-Blog

Was sagt uns das Mindesthaltbarkeitsdatum?

Von Dr. Alexa Iwan
Aktualisiert am 06. Sep. 2018

Abgelaufene Lebensmittel: Das Problem kennen wir alle! Doch wann ist ein Lebensmittel wirklich abgelaufen und was genau bedeutet eigentlich das Mindesthaltbarkeitsdatum?

Mindesthaltbarkeitsdatum
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Muss das weg...?

Ein voller Kühlschrank ist ja schon etwas Schönes, nicht wahr? Dumm nur, dass die Vorräte in der Regel nie ganz aufgegessen werden, sondern Reste hinterlassen. Und die führen nach ein paar Tagen oder Wochen ganz automatisch zu der Frage: Muss das weg oder kann man das noch essen? Bei uns zuhause diskutieren wir dies gerne, wenn die Milch oder der Joghurt abgelaufen sind.

Ganz klar: Wirklich verdorbene Lebensmittel sollte niemand essen, denn Fäulnisbakterien und Schimmelpilze lösen nicht nur fiese Symptome aus, sondern sind mitunter auch giftig. Das heißt nicht, dass man gleich daran stirbt, aber spaßig ist eine Lebensmittelvergiftung in keiner Weise.

Was sagt uns das Mindesthaltbarkeitsdatum?

Allerdings sind nicht alle Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gleich schlecht. Vieles kann noch sehr lange über dem MHD gegessen werden. Das MHD ist nämlich kein „Verbrauchsdatum“. Letzteres findet sich zum Beispiel auf frischem Hackfleisch und MUSS eingehalten werden. Da gibt es also keine Toleranz.

Beim MHD ist das anders, denn hier liegt die Betonung auf “MINDESTENS” haltbar. Die Verbraucherzentrale Hamburg geht deshalb sehr pragmatisch an die Sache heran. Und genau so sollten Sie es auch tun. 

Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten – was tun?

Wenn das MHD überschritten ist, vertrauen Sie zunächst einmal Ihren Sinnen. Soll heißen: Wenn ein Lebensmittel die Farbe ändert, wenn es schimmelt, wenn es komisch riecht oder wenn es Gase bildet, dann sollte es nicht mehr gegessen werden. Ich würde noch hinzufügen: Wenn das Lebensmittel schmierig wird bzw. einen schmierigen Film auf der Oberfläche bildet (Fleisch, gekochte/geschälte Eier), dann würde ich auch die Finger davon lassen.

Insbesondere was die oben erwähnten Milchprodukte angeht, ist die Beurteilung „gut und nicht mehr gut“ dabei denkbar einfach. Denn sauer gewordene Milch schluckt niemand freiwillig herunter, die spuckt jeder sofort wieder aus.

Solange die Milch also normal schmeckt, können Sie sie trinken – egal, was das MHD sagt. Und der Tester braucht sich nicht sorgen, denn ein Schlückchen saure Milch bringt niemanden um. 

Achtung nur bei H-Milch: Diese verdirbt ohne sauer zu werden, sie wird schleimig-bitter.

Vorsicht bei Schimmel

Vorsicht geboten ist dagegen immer bei sichtbarem Schimmel. Dieser kann weiß, grün oder auch bläulich sein. Schimmel zieht Sporen in die Lebensmittel hinein, die hingegen nicht sichtbar sind. Deshalb reicht es in der Regel nicht aus, einfach nur die schimmligen Stellen abzuschneiden. Hier ist eine komplette Entsorgung der sicherste Weg.

Detaillierte Informationen zur Haltbarkeit und den Verderbnis-Kriterien von rund 30 Lebensmittelgruppen finden Sie übrigens in dieser aktuell veröffentlichten Tabelle der Verbraucherzentrale Hamburg.  

Herzlichst,

Dr. Alexa Iwan
Dipl. Ökotrophologin

 

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Bisherige Kommentare

 
Dass Lebensmittel noch nach dem MHD genießbar sind, mag auf einige Dinge zutreffen (Joghurt z.B. esse ich, seit ich mal einen TV-Bericht gesehen habe, in dem abgelaufenes Joghurt im Labor untersucht wurde und auch nach 3 Monaten noch einwandfrei war, auch noch lange nach dem Ablauf des MHD und es hat mir noch nie geschadet.) Aber wenn es um Wurst oder Käse geht, esse ich nichts mehr nach dem Ablauf des MHD, weil ich schon zu viele Nächte mit Brechdurchfall auf der Toilette verbracht habe, nachdem ich etwas Abgelaufenes gegessen hatte, was noch einwandfrei roch und schmeckte. (Und etwas Anderes als die um mehrere Tage abgelaufene Wurst oder der Käse kam nicht in Frage als Ursache.)

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