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Glücksstoffe im Essen

Die besten Gute-Laune-Lebensmittel

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 06. Sep. 2018

Es ist kein Zufall, dass wir bei Kummer oder schlechter Laune Lust auf bestimmte Lebensmittel bekommen: Gefühle entstehen im Gehirn und werden durch bestimmte Botenstoffe - auch Neurotransmitter genannt - aus der Nahrung gesteuert. Kurz gesagt: Gute Laune kann man essen. EAT SMARTER erklärt das Prinzip und stellt die wirksamsten Fröhlichmacher-Lebensmittel vor.

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Natürlich kann kein Botenstoff unseren akuten Liebeskummer vertreiben oder den Zoff mit dem Chef wegzaubern. Aber bestimmte Neurotransmitter können dafür sorgen, dass wir trotz Kummer oder Stress nicht ganz die Laune verlieren. Zu diesen „Glücksstoffen“ gehören vor allem die Neurotransmitter Serotonin und Dopamin. Dopamin wirkt wie eine natürliche Droge: Es setzt Endorphine frei, die Schmerzen mildern und uns echte Hochgefühle bis hin zur Euphorie bringen. Der Botenstoff ist also zuständig für die kleinen und großen Highlights in unserem Gefühlsleben.
 

Sonnige Stimmung trotz Regen mit Serotonin

Mit dem Stoff Serotonin verhält es sich ein wenig anders: Es trägt dazu bei, dass unsere Stimmung insgesamt und dauerhaft auf einem hohen Level liegt und wir uns allgemein wohl und optimistisch fühlen. Den Zweitnamen „Glückshormon“ trägt der Botenstoff zu Recht: Ist der Serotoninspiegel im Gehirn niedrig, sind wir anfälliger für Stimmungstiefs und Trübsinn. Das kommt nicht ohne Grund in der kalten und dunklen Jahreszeit oder an regnerischen Tagen besonders oft vor, denn die Produktion des Glücksstoffs hängt mit der Intensität des Lichts und den Sonnenstunden pro Tag zusammen.
 

Tryptophan – Baustein zum Glück

Diesen Zusammenhang kann man austricksen: Durch gezielte Ernährung kann man die körpereigene Produktion vom „Glückshormon“ Serotonin ankurbeln. Damit unser Körper Serotonin bilden kann, braucht er als wichtigen Baustoff Tryptophan. Und das steckt in vielen alltäglichen Lebensmitteln. So sind zum Beispiel Käse, Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse und Eier besonders reich an diesem Eiweißstoff. Und sorgen also dafür, dass der Serotoninspiegel auf einem hohen Niveau gehalten wird und wir gut drauf sind.
 

Hitliste: Lebensmittel mit hohem Tryptophangehalt

Lebensmittel (100 g) Tryptophangehalt
Parmesankäse 490 mg
Emmentaler 460 mg
Sojabohnen 450 mg
Cashewkerne 450 mg
Edamer 400 mg
Brie, Camembert 350 mg
Weizenkeime 330 mg
Erdnüsse 320 mg
Sonnenblumenkerne 310 mg
Fleisch (im Durchschnitt) 300 mg
Sesamsamen 290 mg
Fisch (im Durchschnitt) 270 mg
Steinpilze 260 mg
Weizenkleie 250 mg
Linsen 250 mg
Eier 230 mg
Grüne Bohnen 230 mg
Getreide (im Durchschnitt) 180 mg
Kichererbsen 160 mg
 
 

Kohlenhydrate für noch mehr gute Laune

Übrigens: Besonders gut kann der Körper Tryptophan zur Bildung von Serotonin nutzen, wenn wir dazu Kohlenhydrate essen. Schon deshalb ist ein völliger Verzicht auf Zucker – außer für Diabetiker – nicht unbedingt so gesund, wie manche meinen. Ein Stück dunkle Schokolade oder eine Tasse Kakao können tatsächlich aus einem Stimmungstief heraushelfen. Denselben Effekt hat, bei weit weniger Fett, aber auch Trockenobst wie z. B. getrocknete Feigen.
Die smarteste Art, den Tryptophanspeicher aufzufüllen, ist natürlich der Griff zu Lebensmitteln wie Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Naturreis, Getreide, Nüssen und Hülsenfrüchten. Denn darin stecken außer der Kombi von Tryptophan und Kohlenhydraten noch weitere „Glücklichmacher“ wie das pflanzliche Eiweiß Phenylalanin, nervenstärkende B-Vitamine und Magnesium.
 

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Bisherige Kommentare

 
Interessanter Artikel, wäre nie drauf gekommen, dass Parmesan so glücklich macht! Ich denke, es kommt dann doch auf ein Zusammenspiel unterschiedlicher Inhaltsstoffe an. Es gibt da ja sogar Kapseln mit entsprechender Mischung, z.B. von neurolab vital. Was haltet ihr davon?
 
Sehr interessante und umfassende Antwort. Vielen Dank !
 
Dazu sei gesagt, dass durch die Aufnahme obg. Lebensmittel, der Serotoninspiegel nicht unbedingt steigen muss! Es kann auch sein, dass ein Mensch, egal wieviel er wovon isst, das Serotonin nicht speichern kann. Ihm kann ein Rezeptor im Magen fehlen, das die Aufnahme steuert.

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