Neue Studie: Salz doch nicht so ungesund wie bisher angenommen

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 06. Mär. 2019

So lebenswichtig wie Salz für den Körper ist, hat es doch einen ziemlich schlechten Ruf. Wissenschaftler warnen schon seit Jahren vor einem zu hohen Salzkonsum, denn zu viel Salz führe zu Bluthochdruck, Nierenschäden und Schlaganfällen. Eine kanadische Studie belegt nun genau das Gegenteil: Salz ist nicht per se ungesund.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Wie viel Salz ist ungesund?

Ohne Salz kann der Mensch nicht leben. Salz ist wichtig für viele Funktionen des Körpers, wie die Regulierung des Flüssigkeitshaushalts, den Blutdruck und Muskelkontraktionen.

Für viele gehört eine ordentliche Prise Salz zur Mahlzeit einfach dazu. Sei es die Suppe oder das Rührei – was nicht schmeckt, wird nachgesalzt. Auch in vielen verarbeiteten Nahrungsmitteln (z.B. Brot, Käse oder Fertiggerichten) verstecken sich oft große Mengen Salz.

Die WHO empfiehlt, eine Menge von fünf Gramm Salz pro Tag nicht zu überschreiten. Bei den meisten Europäern liegt der tägliche Konsum mit 8 bis 11 Gramm jedoch weit über dem empfohlenen Tagesbedarf (1).

Bis zu 12 Gramm pro Tag erlaubt

Kanadische Forscher haben nun in einer Vergleichsstudie mit 18 Ländern belegt, dass bis zu 12 Gramm Salz am Tag gesundheitlich unbedenklich sind. Hierfür beobachteten die Wissenschaftler acht Jahre lang knapp 100.000 Personen unterschiedlichsten Alters und untersuchten, wie sich der Salzkonsum auf das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko der Teilnehmenden auswirkte.

So ungesund ist Salz gar nicht

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass nicht alle Organe mit gleicher Empfindlichkeit auf Salz reagieren. Zu viel Salz kann zwar tatsächlich Auswirkungen auf den Blutdruck haben und das Schlaganfallrisiko erhöhen, allerdings betrifft dies nur Menschen, die mehr als 12 Gramm Salz am Tag zu sich nehmen. Das ist zum Beispiel in einigen asiatischen Ländern wie China der Fall.

Ein zu geringer Salzkonsum hingegen kann das Risiko eines Herzinfarkts sogar erhöhen. Umgekehrt bedeutet das: Je mehr Salz, desto geringer das Risiko an einem Herzinfarkt zu sterben. Wie so oft gilt aber auch hier: Alles in Maßen. Die empfohlene Menge des Tagesbedarfs von 12 Gramm ist hier ein guter Richtwert.

Nachsalzen erlaubt!

Die Wissenschaftler folgern aus den Ergebnissen ihrer Studie, dass eine Begrenzung der Salzdosis für die meisten Regionen der Welt nicht nötig ist. Die zulässige Dosis von 12 Gramm täglich wird in Europa z.B. nicht überschritten. So ungesund, wie bisher angenommen, ist Salz also gar nicht.

zur Studie

Schreiben Sie einen Kommentar