Gans zubereiten

Von Katrin Lammers
Aktualisiert am 12. Mär. 2021
© pexels/RODNAE Productions
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Gans ist als klassisches Weihnachtsessen bekannt. Wir finden allerdings, dass sie das ganze Jahr über schmeckt. Wenn Sie Gans zubereiten, gibt es einige Details, die beachtet werden sollten. Wir erklären daher, wie Sie eine Gans braten.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Gans zubereiten – am besten frisch
  2. Gute Tiefkühl-Gänse
  3. Gans vorbereiten
  4. Gans würzen
  5. Wie wird die Haut der Gans knusprig?
  6. Wie lange ist die Garzeit einer Gans?
  7. Gans bei Niedrigtemperatur braten
  8. Welche Temperatur muss eine Gans haben?
  9. Kann Fett gespart werden, wenn Sie Gänsebraten zubereiten?
  10. Das passt zu Gans
  11. Wissen zum Mitnehmen

Egal zu welcher Jahreszeit Sie eine Gans vorbereiten, es gibt einiges zu berücksichtigen. Mit den  EAT SMARTER-Tipps können Sie sich jedoch über zartes Fleisch und knusprige Haut freuen. Und eins vorweg: Die Zubereitung der Gans ist mit den richtigen Tricks gar nicht so schwer. Auch worauf Sie vorab beim Kauf achten sollten, lesen Sie hier.

Gans zubereiten – am besten frisch

Bei guten Züchtern können Sie sich darauf verlassen, dass Ihre Weihnachtsgans nicht zu alt ist: Mehr als neun Monate alte Gänse werden im Backofen zäh. Zu jung soll der Festtagsvogel aber auch nicht sein, denn das bedeutet, dass er schnell gemästet wurde und mehr Fett als Fleisch auf die Waage bringt. Ein typischer Hinweis dafür ist eine sehr weiche Haut. Überhaupt verrät die Haut einiges: Hat sie einen zartrosa Schimmer, ist das ein gutes Zeichen. Zu blasse Haut verrät einen besonders hohen Fettgehalt, zu dunkle ein zu hohes Alter. Auch der Geruch sagt etwas aus: Eine frische Weihnachtsgans riecht typisch und intensiv, aber niemals streng.

Gute Tiefkühl-Gänse

Wer nicht ganz so viel Geld ausgeben möchte, kann seine Weihnachtsgans natürlich auch aus der Tiefkühltruhe kaufen und dabei gute Qualität erhalten. Wichtig sind Herkunft und Sorte: Stammt das Tier von der „Dittmarscher Sorte“ ab, können Sie davon ausgehen, dass Sie eine deutsche Weihnachtsgans kaufen. Gänse aus Ungarn oder Polen kosten zwar deutlich weniger, wurden aber in der Regel gemästet – das Fleisch ist oft minderwertig und der Fettgehalt extrem hoch, was dann natürlich zulasten des Geschmacks und der Figur geht.

Gans vorbereiten

Bevor Sie die Gans zubereiten, müssen Sie nicht allzu viel beachten, da Gänsebraten üblicherweise fertig verarbeitet verkauft wird. 

Sie müssen lediglich die meist im Inneren mitgelieferten Innereien herausholen und das Geflügel gründlich mit kaltem Wasser aus- und abwaschen. 

Gans würzen

Majoran verleiht dem Braten seine charakteristische Würze, indem dieser von innen und außen damit eingerieben wird. Ergänzend sind Salz, Pfeffer, Kümmel und Beifuß passend, wenn Sie Gans zubereiten.

Beifuß wird zudem die Eigenschaft nachgesagt, dass das fettreiche Fleisch der Gans durch ihn bekömmlicher wird. 

Wie wird die Haut der Gans knusprig?

Für eine krosse Haut muss die Gans nach etwa der Hälfte der Garzeit mit Alufolie abgedeckt werden.

Zehn bis 20 Minuten bevor die Gans gar ist, können Sie diese entweder mit Eigensaft, Honigwasser (drei Teile Wasser, ein Teil Honig), Bier oder einer Salzlösung (125 Milliliter Wasser mit einem Teelöffel Salz) übergießen oder bepinseln. 

Achten Sie darauf, dass die Gans nun nicht zu dunkel wird. Das Bepinseln oder Bestreichen kann beliebig oft wiederholt werden.

Zusätzlich gelingt die Haut besonders gut, wenn Sie parallel zum Bestreichen die Ofentemperatur erhöhen und die Ofentür einen Spalt offenlassen, damit die verdampfte Flüssigkeit abziehen kann.

Merke!
Die Haut wird besonders knackig, wenn Sie diese 20 Minuten vor dem Garzeitpunkt wiederholt mit Flüssigkeit übergießen oder bepinseln. Öffnen Sie parallel dazu die Ofentür, kann verdampfte Flüssigkeit besser abziehen.

Wie lange ist die Garzeit einer Gans?

Wann eine Gans gar ist, hängt von ihrer Größe ab. Wenn Sie eine Gans zubereiten, können Sie pro Kilogramm Fleisch mit 40 Minuten Bratzeit rechnen. Stechen Sie nach etwa 15 Minuten mehrfach in die Haut, damit das Fett während des Garens abfließen kann. Achten Sie hierbei darauf, nur die Haut und nicht das Fleisch zu treffen. Nach etwa der Hälfte der Zeit sollten Sie die Gans umdrehen.

Bevor die Gans in den Ofen kommt, sollte diese mit der Brust nach unten in eine Bratenpfanne gegeben werden. Übergießen Sie zuvor alles mit etwa 500 Milliliter kochendem Wasser. So kann sie zwei bis drei Stunden bei 220–250 Grad Umluft gebraten werden.

Die Gans sollte schön braun werden, aber nicht schwarz. Bemerken Sie, dass die Gans zu dunkel wird, sollte die Hitze reduziert und die Bratzeit verlängert werden.

Merke!
Pro Kilogramm Gans erhöht sich die Garzeit um 40 Minuten. In der Regel ist sie nach zwei bis drei Stunden bei 220–250 Grad gar.

Gans bei Niedrigtemperatur braten

Die Gans wird besonders zart, wenn Sie diese bei niedriger Hitze garen. Braun wird die Haut hier erst zum Schluss. Bei 120 Grad ist die Bratdauer mit sechs bis acht Stunden allerdings auch doppelt so lang.

Welche Temperatur muss eine Gans haben?

Auch anhand der Temperatur können Sie erkennen, ob Ihre Gans gar ist. Liegt die Kerntemperatur bei 75 bis 80 Grad, ist das Gänsefleisch noch rosa. Ist diese bei 80 bis 85 Grad angekommen, ist die Gans durchgegart.

Kann Fett gespart werden, wenn Sie Gänsebraten zubereiten?

Zugegeben: Fettarm und gut für die Figur ist das saftige Geflügel nicht. 100 Gramm Gänsefleisch bestehen zu 31 Gramm aus Fett und liefern 364 Kalorien. So können beim Gänsebraten schnell mal über 1.000 Kalorien zusammenkommen.

Etwas leichter können Sie Ihr Gericht gestalten, wenn Sie beispielsweise gesunde Beilagen wie gedämpfte Möhren und Blumenkohl servieren.

Wählen Sie als Vorspeise keine Sahnesuppe oder andere sehr fetthaltige Gerichte, sondern lieber einen Salat – zum Beispiel mit Radicchio oder Chicorée. Die vielen Bitterstoffe darin regen die Gallentätigkeit an und der Körper kann das gehaltvolle Essen dadurch besser verdauen. Auch beim Nachtisch kann ein leichtes Dessert zum Abschluss vorteilhaft sein.

Sichtbares Fett schneiden Sie am besten gleich zu Beginn mit einem Messer heraus. Außerdem könne Sie die Gans vor und beim Braten immer wieder anstechen – besonders an Brust und Keulen – damit möglichst viel Fett austreten kann (das geht besonders gut mit einem Schaschlikspieß oder mit den Zinken einer Fleischgabel). Später können Sie das Fett dann mit einem Fettscheidekännchen ganz einfach abgießen oder mit einem flachen Löffel vom Bratfond abnehmen.

Das passt zu Gans

Sehr klassisch können Sie Gänsebraten zubereiten, indem er mit Rotkohl und Knödeln serviert wird. Auch Kartoffeln, Möhren und Rosenkohl sind eine stimmige Ergänzung. 

Viele weitere Kombinationen finden Sie hier:

Wissen zum Mitnehmen

Bevor Sie eine Gans zubereiten, ist es nur notwendig, diese gründlich mit Wasser zu säubern. Die Gans braten können Sie, nachdem diese zum Beispiel mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Beifuß gewürzt wurde.

Bei 220 bis 250 Grad ist das Geflügel nach drei bis vier Stunden fertig gegart. Wer besonders zartes Fleisch möchte, sollte sich jedoch für eine Niedrigtemperatur von etwa 120 Grad entscheiden. Dabei erhöht sich die Garzeit der Gans auf das Doppelte.

Bei 75 bis 80 Grad Kerntemperatur ist das Geflügel gar. Knusprig wird die Haut, wenn Sie diese kurz vor dem Ende der Garzeit mit Flüssigkeit bestreichen, die Hitze hochdrehen und die Backofentür einen Spalt öffnen.

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