Espresso

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 13. Mai. 2020

Stark, heiß und schwarz wie die Nacht: So kennt und liebt man den Espresso nicht nur in Italien. Ihn nach dem Essen zu trinken, hat mehr als nur kulinarischen Sinn - warum das so ist und was Espresso alles bewirken kann, verrät Ihnen unsere Warenkunde.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Espresso
  2. Das sollten Sie über Espresso wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  3. Unsere liebsten Espresso-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Espresso?
  5. Espresso: gut zu wissen
  6. Einkaufs- und Küchentipps für Espresso
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  7. Zubereitungstipps für Espresso
  8. Wissen zum Mitnehmen

Espresso...

  • ...verbessert die Verdauung: Nach dem Essen ein oder zwei Espresso – diese italienische Sitte macht tatsächlich Sinn. Denn das Gebräu regt die Verdauung an und sorgt dafür, dass selbst ein üppiges Menü den Magen nicht allzu sehr belastet.
  • ...ist besonders säurearm: Wer Filterkaffee weniger gut verträgt, hat bei Espresso meist mehr Glück. Der Grund: Espresso-Bohnen werden länger geröstet; dabei wird die den Magen reizende Chlorogensäure um bis zu 70 Prozent abgebaut.
  • ...schützt die Arterien: Mit Espresso gegen Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen? Ja, das geht, und zwar erwiesenermaßen: Brasilianische Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Arterienverkalkung umso geringer ist, je mehr Espresso man trinkt. Aber Achtung: Bei Rauchern und auch bei Ex-Rauchern hilft auch Espresso nicht!
  • ...beugt Diabetes vor: Die im Espresso enthaltenen Pflanzenstoffe (Polyphenole) haben mehreren US-amerikanischen Studien zufolge offenbar einen positiven Einfluss auf den Zuckerstoffwechsel und den Insulinhaushalt. Fazit der Forscher: Moderater Espressokonsum (circa 4 Tassen täglich) reduziert das Diabetesrisiko.
  • ...kann bei Kopfweh helfen: Mehrere Studien der letzten Jahre haben ergeben, dass die Kombi von Espresso mit Kopfschmerzmitteln offenbar sehr vielen Kopfschmerz-Patienten Linderung verschafft. Wer vor allem nachts unter Kopfweh leidet, kann den Beschwerden ebenfalls mit Espresso vorbeugen: 1 Tasse hilft in vielen Fällen, fand die Neurologin Dr. Svenja Happe heraus.
  • ...enthält weniger Reizstoffe: Auch durch das spezielle Brühverfahren hat Espresso im Vergleich zu üblichem Kaffee einen Vorteil. Weil man das Wasser mit hohem Druck sozusagen in einem Rutsch durch das Pulver presst, lösen sich weniger Reiz- und Bitterstoffe beim Zubereiten.
  • ...in Maßen genießen: Zwar gilt Espresso neuesten Studien zufolge als günstig für ein langes Leben. Dabei gilt aber als Faustregel, nur etwa 4 Tassen täglich zu trinken. Eine ältere Studie der Europäischen Lebensmittel- kommission Efsa bestätigt das.
  • ...Co2-Bilanz: * Mit einem Emissionswert von über 260 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Espresso schlecht. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen. * Die CO2-Bilanz für dieses Lebensmittel wurde anhand von Vergleichswerten ermittelt.

Das sollten Sie über Espresso wissen

Zumindest in Italien gilt: Ein Espresso geht immer. Zu fast jeder Tages- oder Nachtzeit kommt er dort auf den Bartresen oder den Tisch in Cafés und Restaurants. Bei uns hat der starke Kaffee im kleinen Tässchen hauptsächlich nach einem üppigen Essen seinen großen Auftritt. Echte Espresso-Fans trinken ihn aber auch hierzulande gern morgens oder zwischendurch als Muntermacher.

Welche Sorte am besten schmeckt, wie man ihn wirklich perfekt zubereitet und welches Gerät das ideale ist, darüber kann man streiten. In einem allerdings sind sich alle Eingeweihten einig: Echt und wirklich gut ist ein Espresso nur, wenn auf seiner Oberfläche der typische cremige Schaum glitzert. Gemeint ist die sogenannte Crema, die sich nur bei ausreichend hohem Druck aus den Kaffeeölen bildet und die für Kenner Milch oder gar Sahne überflüssig macht.

Herkunft

Die spezielle Art der Kaffeezubereitung, bei der man Dampf durch fein gemahlenes Pulver presst, wurde schon Mitte des 19. Jahrhunderts in Italien erfunden. Den Espresso selbst gibt es aber erst seit 1938. Damals durfte man in Italien ausschließlich Kaffee aus dem besetzten Abessinien kaufen und trinken. Da es sich bei abessinischem Kaffee für italienische Kenner nicht gerade um erste Qualität handelte, sondern um Bohnen mit extrem viel Gerbsäure und anderen Mängeln, tüftelte man sich eine Spezialröstung zurecht: Der Espresso war geboren.

Saison

Zum Glück für alle Fans gibt es Espresso jederzeit, ganz ohne spezielle Jahreszeit.

Geschmack

Ein guter Espresso schmeckt kräftig-aromatisch und dabei dennoch mild.

Unsere liebsten Espresso-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Espresso-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Espresso?

Seine Fans schwören, dass ihr Favorit besonders gesund sei und da ist tatsächlich etwas dran. Einem empfindlichen Magen bekommt Espresso zum Beispiel deshalb besser als herkömmlicher Kaffee, weil seine Bohnen länger geröstet werden und darum bis zu 70 Prozent weniger Säure enthalten.

Hinzu kommt, dass man für Espresso den heißen Wasserdampf im Blitztempo durch das Pulver drückt. Dabei lösen sich weniger Bitter- und Reizstoffe, die den Magen belasten können. Gleichzeitig wirkt Espresso günstig auf die Verdauung (1).

Auch für diejenigen, die von normalem Kaffee schnell Kreislaufprobleme bekommen oder nervös werden, kann Espresso die bessere Wahl sein. Denn Espresso enthält zwar mehr Koffein als Bohnenkaffee, aber da man von ihm statt etwa 200-250 Milliliter nur etwa 30 Milliliter trinkt, ist die Koffein-Dosis deutlich geringer.

Apropos Herz und Kreislauf: Sie profitieren ebenfalls von Espresso, weil er die Verkalkung der Arterien bremst (2). Forscher kamen sogar zu dem Ergebnis, dass Espressotrinker länger leben (3).

Als Vorbeugung gegen Diabetes kann Espresso ebenfalls helfen, weil er den Insulinhaushalt und den Blutzuckerspiegel positiv beeinflusst. Als ideale Menge empfehlen die Wissenschaftler dabei vier Tassen à 30 ml täglich (4).

Nährwerte von Espresso pro 100 Gramm  
Kalorien 2
Eiweiß 0,12 g
Fett 0,18 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Espresso

Einkauf

Espresso liegt preislich etwa zwischen 7 und 32 Cent pro Tasse, wobei der teuerste keineswegs auch der beste sein muss. Die Stiftung Warentest beurteilte auch preiswerten Espresso durchweg positiv (5). Vor allem ist es Geschmackssache, welchen Espresso man als gut oder lecker empfindet: Der eine mag ihn bitter, der andere eher sanft. Manche lieben ihn rauchig und wieder andere schätzen ihn säuerlich. Am besten probiert man sich also durch mehrere Marken, bis man seinen Lieblings-Espresso findet.

Ob man ganze Bohnen oder Pulver bevorzugt, ist ebenfalls eine Frage des persönlichen Geschmacks, obwohl es stimmt, dass Espresso frisch gemahlen besonders aromatisch schmeckt.

Lagerung

Ob Bohnen oder Pulver, in jedem Fall nimmt Espresso leicht fremde Gerüche an und sollte darum immer in einer möglichst luftdicht verschlossenen Dose lagern. Kälte macht ihm nichts, im Gegenteil: Wer Espresso im Kühlschrank aufbewahrt, erhält Duft und Geschmack länger.

Vorbereitung

Falls Sie Ihren Espresso aus ganzen Bohnen lieber mögen, müssen Sie ihn natürlich vor dem Zubereiten mahlen. Ansonsten gibt es keine besonderen Vorbereitungen zu erledigen.

Zubereitungstipps für Espresso

Keine Frage: Mit einer guten Maschine gelingt der Espresso am ehesten perfekt und wie in Italien. Allerdings können Espressomaschinen ganz schön ins Geld gehen. Ob Sie wirklich eine brauchen, kommt drauf an. Wer nur ab und zu mal ein Tässchen trinkt, kann auch den guten alten Espresso-Bereiter für die Herdplatte nehmen, den auch Italiener bis heute zuhause verwenden.

Dass man Espresso vor allem trinken kann, ist kein Geheimnis. Schon eher ist vielen der Sommer-Klassiker neu, bei dem man den Espresso auf Eiswürfel kippt und dadurch schön kühl bekommt. Und natürlich lassen sich mit Espresso auch köstliche Kuchen, feine Desserts und andere Leckereien zaubern!

Wissen zum Mitnehmen

Wegen der speziellen Art der Röstung und Zubereitung gilt Espresso zu Recht als besonders gut bekömmlich für den Magen und Herz und Kreislauf. Der italienische Kaffeeklassiker ist arm an Säure und Bitterstoffen, aber dafür reich an Aroma.

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