Limette

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 04. Jun. 2020

Was man über die Limette wissen muss und warum Limetten so gesund sind.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Limetten
  2. Das sollten Sie über Limetten wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
    4. Sorten
  3. Unsere liebsten Rezepte mit Limetten
  4. Wie gesund sind eigentlich Limetten?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Limetten
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Limetten

Interaktive Infografik zu Limetten

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann klicken Sie einfach auf den entsprechenden Plus- oder Minuspunkt.

 

Limetten...

  • ...halten die Haut gesund: In tropischen Ländern und im indischen Ayurveda schätzt man Limetten unter anderem als Anti-Aging-Mittel. Außerdem halten bestimmte Stoffe aus dem Limettenöl die Haut gesund und lindern zum Beispiel durch das Hemmen der Histamin-Ausschüttung allergische Symptome.In tropischen Ländern und im indischen Ayurveda schätzt man Limetten unter anderem als Anti-Aging-Mittel. Außerdem halten bestimmte Stoffe aus dem Limettenöl die Haut gesund und lindern zum Beispiel durch das Hemmen der Histamin-Ausschüttung allergische Symptome.
  • ...stärken die Abwehrkräfte: Andere Zitrusfrüchte haben zwar noch etwas mehr, aber mit rund 44 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm deckt auch die Limette den durchschnittlichen Tagesbedarf zu fast 50 Prozent.
  • ...enthalten wichtige Stoffe: Von allem ein bisschen: Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium und Phosphor hat die Limette zu bieten; außerdem Vitamin A und E sowie diverse B-Vitamine.
  • ...können beim Abnehmen helfen: Für Figurbewusste sind Limetten nicht nur deshalb eine gute Wahl, weil sie extrem wenige Kalorien haben – auch ihre Säure kann dabei helfen, Körperfett schneller zu verbrennen.
  • ...beugen Infektionen vor: Ihren intensiven Zitrusduft bekommen Limetten vom reichlich enthaltenen ätherischen Limettenöl. Einer seiner Bestandteile ist das Citrat, das nachweislich Viren, Bakterien und Pilze unschädlich machen kann.
  • ...schützen die Körperzellen: In Limetten – besonders in der Schale – stecken viele Flavonoide. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antioxidativ beziehungsweise fangen freie Radikale im Körper ab, bevor sie die Körperzellen schädigen können.
  • ...machen gute Laune: Ein weiterer Bestandteil des ätherischen Öls in Limetten wirkt nachweislich günstig auf das vegetative Nervensystem: Das sogenannte Sesqiterpen kann Unruhe und Ängste lindern; außerdem hellt es insgesamt die Stimmung auf.
  • ...helfen beim Rauchstopp: In einer drei Monate andauernden Studie konnten thailändische Wissenschaftler nachweisen: Limettensaft als Mittel, mit dem Rauchen aufzuhören, bringt annähernd den gleichen Erfolg wie Nikotinkaugummi.

Das sollten Sie über Limetten wissen

Jeder Caipi-Fan kennt sie – doch die Limette kann weit mehr als nur Cocktails und Drinks aufzumotzen! In ihren Herkunftsländern hat sie einen genauso wichtigen Platz in der Küche wie bei uns die Zitrone. Kein Wunder, ist sie doch perfekt für fast alle kulinarischen Fälle!

Ähnlichkeiten sind keineswegs zufällig: Die Limette ist tatsächlich die kleine Schwester der Zitrone und eng mit ihr verwandt. Früher nannte man sie auch häufig Limone, doch da man darunter in anderen Ländern Zitronen versteht, hat sich der Name Limette durchgesetzt. Allerdings unterscheiden sich die beiden Zitrusfrüchte äußerlich wie innerlich in vielen Details. Die Limette ist kleiner, saurer und erfreulicherweise viel ärmer an Kernen als Zitronen. Dafür ergibt eine Limette etwa doppelt so viel Saft wie eine Zitrone. Außerdem hat sie statt einer gelben eine grüne Schale, die übrigens sehr oft unbehandelt und daher gut essbar ist. Während Zitronen auch mal Minusgrade vertragen, reagieren ihre kleinen Schwestern extrem sensibel auf Kälte – sie gedeihen darum ausschließlich in tropischem Klima. Dort tragen die immergrünen Limettenbäume und -sträucher das ganze Jahr über Früchte, sodass es praktisch keine Erntepausen gibt.

Herkunft

Ursprünglich kommt die Limette aus Malaysia. Mittlerweile wächst sie aber auch in vielen anderen südostasischen und tropischen Ländern wie zum Beispiel in Sri Lanka, Indien, Ägypten, Kenia, Mexiko, auf den Westindischen Inseln, in der Dominikanischen Republik und Brasilien.

Saison

Irgendwo in den Tropen reifen immer gerade die Limetten – man bekommt sie also inzwischen dank optimaler Transportwege auch bei uns das ganze Jahr über.

Geschmack

Limetten schmeckt etwas herber und deutlich saurer als Zitronen.

Sorten

Die mexikanische oder Key-Limette ist besonders klein, saftig und aromatisch. Zu erkennen ist sie an ihrer gelblich-grünen Schale und am gelben Fruchtfleisch. Bei uns wird sie nur selten angeboten.

Was wir meist im Laden oder Supermarkt als Limette bekommen, gehört in aller Regel zur Gruppe der sogenannten persischen Limetten. Diese Sorte hat eine kräftig grüne Schale, hellgrünes Fruchtfleisch und kaum Kerne. Ähnlich, aber etwas kleiner präsentieren sich die Tahiti-Limetten. Ein ganz besondere Exotin ist die Kaffirlimette, die aus Südostasien, Afrika und Mittelamerika kommt. Ihre Schale ist nicht glatt, sondern runzelig, und sie färbt sich mit zunehmender Reife von grün zu gelb. Kaffirlimetten enthalten weniger Saft als andere Sorten. Man nimmt vor allem ihre Schale und auch die Blätter zum Würzen von asiatischen und afrikanischen Gerichten.

In Asien und in Ägypten kennt man noch eine weitere Sorte namens Citrus lemetta, die überraschend süß schmeckt, aber nicht exportiert wird und auf dem Markt keinerlei Bedeutung hat.

Unsere liebsten Rezepte mit Limetten

Hier gelangen Sie zu allen Limetten-Rezepten

Wie gesund sind eigentlich Limetten?

Ganz so viel Vitamin C wie ihre große Schwester, die Zitrone, hat die Limette nicht. Aber mit rund 44 Milligramm enthalten 100 Gramm immerhin noch so viel von dem Fitness-Vitamin, dass damit schon fast die Hälfte des täglichen Bedarfs von 100 Milligramm gedeckt ist. Das macht auch Limetten wertvoll in allen Fällen, wo gute Abwehrkräfte gefragt sind!

Bemerkenswert ist außerdem ihr Gehalt an ätherischen Ölen, Mineralstoffen, Spurenelementen (vor allem Zink und Eisen) sowie Folsäure, Vitamin A und Vitamin E.

Nährwerte von Limette pro 100 Gramm  
Kalorien 30
Eiweiß 0,7 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 11 g
Ballaststoffe 3 g

Einkaufs- und Küchentipps für Limetten

Einkauf

Bei Limetten mit hellgrün glänzender Schale können Sie kaum etwas falsch machen. Dunkelgrüne Limetten dagegen können unangenehm sauer schmecken, gelb verfärbte sind überreif und schmecken oft bitter. Kaffirlimetten und Kaffirlimettenblätter bekommen Sie in gut sortierten Asia-Shops oder online.

Achten Sie bei abgepackten Limetten auf das Etikett: Häufig ist die Schale wegen der längeren Haltbarkeit behandelt. Bei lose verkauften Limetten sollten Sie sicherheitshalber nachfragen, ob die Schale essbar ist oder nicht.

Lagerung

Da die Schale der Limette sehr dünn ist, trocknet das Fruchtfleisch relativ schnell aus. Liegt die Limette länger als etwa fünf Tage bei Zimmertemperatur, wird sie hart und gibt weniger Saft.  In einem kühlen, leicht feuchten Raum halten sich Limetten bei etwa 10 Grad Celcius deutlich länger und können bis zu vier Wochen aufbewahrt werden.

Vorbereitung

Auch wer nur das Fruchtfleisch beziehungsweise den Saft möchte, sollte Limette mit behandelter Schale vor dem Schälen oder Auspressen immer erst unter warmem Wasser gründlich abwaschen und anschließend trockentreiben. Die Schale ist nur bei Bio-Limetten unbedenklich, aber auch sie sollten gewaschen werden.

Sehr häufig wird nach der Ernte die natürliche Schutzschicht von Limette abgewaschen und mit natürlichem oder künstlichem Wachs ersetzt, das die Früchte noch besser haltbar macht. Limette mit dem Vermerk "unbehandelt" oder "Schale zum Verzehr geeignet" sind zwar frei von Konservierungsstoffen und Pestizidrückständen, können aber gewachst sein. Darum sollte man auch solche Limette immer heiß abwaschen!

Zubereitungstipps für Limetten

Frisch gepresster Limettensaft ist unverzichtbar für zahlreiche Cocktail-Klassiker, allen voran natürlich mexikanische Dauerbrenner wie Caipirinha, Mojito oder Margerita. Aber auch alkoholfreie Drinks bekommen mit Limettensaft mehr Pep.

In der Küche geben Saft und/oder abgeriebene Schale von Limette allen mehr oder weniger exotischen Gerichten den letzten Schliff. Im Prinzip können Sie Limette fast überall dort einsetzen, wo man sonst Zitrone nimmt. Am allerbesten jedoch passt ihr Aroma zu Spezialitäten nach mexikanischer, lateinamerikanischer, indischer und asiatischer Art. 

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