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Von wegen Schlankmacher!

3 Lebensmittel-Irrtümer, die das Abnehmen verhindern

Von Oona Mathys
Aktualisiert am 19. Feb. 2021

Überflüssige Speckröllchen zu verlieren ist nicht nur anstrengend, sondern manchmal auch ganz schön frustrierend. Wenn das Gewicht trotz gesunder Ernährung und Sport stagniert, kann es sein, dass diese drei Lebensmittelirrtümer dafür verantwortlich sind. Sie gelten eigentlich als Diäthelferlein, sind jedoch alles andere als figurfreundlich. Um welche drei Lebensmittel es sich handelt, erfahrt ihr hier!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Zuckerfreie Schokolade – ohne Reue naschen?
    1. Was ist zuckerfreie Schokolade?
  2. Proteinriegel – richtig viel Eiweiß?
  3. Smoothies – bunt und gesund?
    1. Kaloriengehalt von Smoothies

Abnehmen ist ein echter Knochenjob. Das wissen alle, die es schon mal versucht haben. Dass es mittlerweile fast so viele Diätformen, wie Abnehmwillige gibt macht die ganze Sache nicht grade einfacher.

Während sich die Diätindustrie mit ihren zahlreichen Abnehmprogrammen dumm und dusselig verdient, sind wir diejenigen, die am Ende durch die Röhre gucken. Denn manchmal sind wir nach unserer Abspeckkur sogar noch dicker als vorher. Dann geht das lustige Abnehmkarussell meist von vorne los und am Ende wissen wir eigentlich nicht mehr so richtig, warum wir uns diesen Stress antun und woher unsere utopische Idee kam, abnehmen zu wollen.

Ich denke, dass wir uns alle einig sind, dass das Schlimmste an einer Diät der Verzicht ist. Süßigkeiten, Schokolade und Co. werden in den hintersten Küchenschrank verbannt. Ganz nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn. Her mit Salat und Rohkost!

Glaubt man aber der Diät- und Sportindustrie, dann müssen wir auch beim Abnehmen auf nichts verzichten und können fast alles essen, worauf wir Lust haben.

Denn es gibt fast von jedem verarbeiteten Lebensmittel eine Light-Version, die uns Genuss ohne Reue verspricht. Jedoch ist den meisten von uns mittlerweile auch klar, dass Light-Produkte nicht zwingend schlank machen und nicht jeder neues Abnehmprodukt zum langfristigen Gewichtsverlust beiträgt.

Zuckerfreie Schokolade – ohne Reue naschen?

Fitmelonies zuckerfreie Schokolade

Ich liebe Schokolade. Wirklich. Und um ehrlich zu sein, klingt zuckerfreie Schokolade in meinen Ohren nach einer himmlischen Erfindung.

Als ich das erste Mal zuckerfreie Schokolade im Supermarktregal gesehen habe, bin ich vor Freude fast ausgeflippt. Kurzzeitig habe ich sogar mit dem Gedanken gespielt, zuckerfreie Schokolade als neues Grundnahrungsmittel auf meinen Speiseplan zu schreiben. Wer bislang nur Bahnhof verstanden hat, für den möchte ich kurz einmal die wichtigsten Punkte zusammenfassen:

Was ist zuckerfreie Schokolade?

Statt mit Haushaltszucker (Saccharose) ist zuckerfreie Schokolade zum Beispiel mit Xylit oder Maltit gesüßt. Diese Austauschstoffe enthalten sogenannte Zuckeralkohole. Sie liefern weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker werden vom Körper überwiegend insulinunabhängig verstoffwechselt. Daher waren diese Zuckeraustauschstoffe lange ein fester Bestandteil von Diabetikerprodukten.

Leider ist zuckerfreie Schokolade nicht automatisch auch kalorienfrei. Wirft man einen Blick auf die Nährwertangaben, dann wird klar, dass die zuckerfreie Schokolade gerade mal 10 Kalorien weniger beziehungsweise sogar mehr Kalorien als normale Schokolade hat. Außerdem enthält sie auch bis zu 10 Gramm mehr Fett pro 100 Gramm.

Im Endeffekt schießen wir uns also mit der zuckerfreien Schokolade diättechnisch ein ziemliches Eigentor. Während wir denken, dass es sich um ein Produkt handelt, das wir ohne schlechtes Gewissen auch während des Abnehmens naschen können, ist die zuckerfreie Schokolade vielleicht sogar der Grund, warum sich partout nichts auf der Waage tut.

Denn zuckerfrei hin oder her, am Ende des Tages entscheidet unseres Kalorienbilanz, ob wir ab- oder zunehmen.

Mein Tipp: Auch in der Diät mal ein Stückchen Schokolade naschen. Das beruhigt die Nerven und vermeidet Heißhungerattacken. Und solange es nicht eine ganze Tafel ist, darf es auch ruhig normale Schokolade sein.

Proteinriegel – richtig viel Eiweiß?

Energieriegel im Test

Klein, bunt verpackt und eiweißreich – der Proteinriegel ist angeblich das neue Helferlein jeder Diät und lässt uns bei unerwarteten Heißhungerattacken nicht im Stich.

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr genau, wann dieser Protein-Hype angefangen hat. Aber plötzlich prosteten sich die Leute nach dem Training mit ihren Proteinshakes zu, auf den Tisch kamen nur noch Proteinkuchen und zum Frühstück wurde sich reichlich

in die Schüsseln geschaufelt.

Wir wissen mittlerweile, dass eine Ernährung mit ausreichend Protein wichtig für uns ist und uns beim Abnehmen unterstützt. Genauso wie eine Ernährung mit ausreichend komplexen Kohlenhydraten und Vitaminen übrigens.

Durch die Fitnesswelle der letzten Jahre hat die Glorifizierung des Proteins jedoch ganz neue Formen angenommen. Protein ist sozusagen das Allheilmittel bei ungeliebten Speckröllchen. Denn Protein versorgt die Muskeln, und Muskeln verbrennen Fett.

Egal ob in sozialen Netzwerken oder im realen Leben – der Eiweißriegel ist immer dabei. Es scheint fast so, als sei der Proteinriegel das neue Gemüse. Immer gerne in der Diät gesehen und jederzeit in großen Mengen erlaubt. Aber stimmt das wirklich?

Die Fakten im Überblick:

Ein großer Proteinriegel (60 Gramm) enthält circa 16 Gramm Eiweiß und liefert zwischen 180 bis 200 Kalorien pro Riegel. Das sind zwar weniger Kalorien als ein herkömmlicher Schokoriegel, trotzdem könnte man für diese Kalorienanzahl jeweils folgende Nahrungsmittel essen:

  • ein halbes Kilo Blaubeeren
  • 1,5 Kilo Sellerie
  • einen halben Blaubeermuffin
  • einen halben Sesam-Bagel
  • 290 Gramm Weintrauben
  • 1 Ei und einen halben Schokoriegel

Wer also täglich zwei bis drei Proteinriegel schnabuliert, darf sich nicht wundern, warum er trotz strenger Diät nicht abnimmt.

Bei den meisten von uns steckt hinter dem Griff zum Proteinriegel nicht unbedingt der Gedanke, dem Körper die letzten fehlenden Gramm Eiweiß zuzuführen, sondern eher der Wunsch, einen Schokoriegel zu essen, der bei uns kein schlechtes Gewissen verursacht.

Wenn dies der Fall ist, sollte man vielleicht lieber auf eine proteinreiche Zwischenmahlzeit zurückgreifen und sich ein kleines Stück Schokolade zusätzlich erlauben.

Mein Tipp: Wer trotzdem nicht auf Proteinriegel verzichten möchte, der sollte sich beim Einkauf genügend Zeit lassen um die Nährwertangaben zu studieren!

Smoothies – bunt und gesund?

Fitmelonies Zutaten für Fruchtsmoothies

Smoothies aus Obst sind lecker, gesund und eine perfekte Erfrischung für Zwischendurch. Das stimmt – zumindest teilweise.

Denn neben Vitaminen und Nährstoffen liefern die pürierten Früchtchen auch eine ordentliche Portion Fruchtzucker. Das macht sie nicht nur angenehm süß, sondern meistens auch ziemlich gehaltvoll.

Mittlerweile ist auch die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) zurück gerudert und empfiehlt statt ursprünglich "Fünf am Tag" lieber zwei Mal Obst und drei Mal Gemüse.

Wer mich auf meinem Instagramprofil besucht, sieht, dass ich ein absoluter Frucht-Fan bin. Gegen einen Apfel zum Mittag oder ein paar Blaubeeren im Quark ist auch überhaupt nichts einzuwenden. Aber Smoothies sind meiner Meinung nach „verschenkte“ Kalorien.

Da das in ihnen enthaltene Obst nicht wirklich gekaut und vom Magen zerkleinert werden muss, bleibt bei mir meist auch der sättigende Effekt aus. Das liegt auch daran, dass ein Großteil der Smoothies längst nicht so viele Fasern und Ballaststoffe enthält wie die ursprünglichen Früchte, aus denen sie hergestellt sind.

Deswegen habe ich oft schon kurz nach einem Smoothie wieder ein Loch im Bauch.

Kaloriengehalt von Smoothies

Dabei enthält schon ein kleiner 250 ml Smoothie zwischen 130 kcal und 150 kcal und deckt 11 Prozent unseres Tagesbedarfs an Zucker. Das klingt vielleicht nicht viel, aber wenn man versucht Kalorien einzusparen, können 150 Kalorien eine ganze Menge sein.

Leider macht unser Körper keinen großen Unterschied zwischen dem Zucker aus Obst und einem Löffel Haushaltszucker. Zwar wird Fruchtzucker insulinunabhängig verstoffwechselt, ist und bleibt aber trotzdem Zucker.

Wer also in einer Diät regelmäßig Fruchtsmoothies trinkt, darf sich nicht wundern, wenn er vielleicht nicht so viel abnimmt, wie er das gerne hätte.

Mein Tipp: Wer nicht auf Smoothies verzichten möchte, sollte versuchen, den Gemüseanteil in den Smoothies zu erhöhen. Babyspinat, Gurke und Möhrengrün liefern genauso viele Vitamine für weniger Kalorien und sind größtenteils geschmacksneutral. Auch hier gilt, lieber selber machen, als fertig kaufen. Tolle grüne Smoothies gibt es hier:

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