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Sophia Thiel

Schönheitsgeheimnis aus der Küche

Rapsöl für gesunde Haut, Haare und Nägel

Immer mehr Verbraucher(innen) setzen bei der Körperpflege auf natürliche Wirkstoffe und damit auf Pflanzenöle in der Kosmetik. Doch eine gute Creme, ein edles Badeöl oder eine reichhaltige Haarspülung sind nur die halbe Miete. Denn auch von innen unterstützen hochwertige Öle das Wohlfühlprogramm für gesunde Haut, Haare und Fingernägel.

Rapsöl – ein Schönheitselixier. © Anna Omelchenko - Fotolia.com Rapsöl – ein Schönheitselixier. © Anna Omelchenko - Fotolia.com

Naturkosmetik boomt: Im Jahr 2013 wanderten dafür allein in Deutschland rund 950 Millionen Euro in die Ladenkassen. Weltweit legen natürliche Schönheitsprodukte jährlich zwischen fünf bis sechs Prozent an Umsatz zu. Einer der Gründe: Die Vorstellung, dass in etlichen Pflegeprodukten Mineralöle verarbeitet werden, behagt vielen nicht. Verständlich – zumal es als Alternative zahlreiche Pflanzenöle in der Kosmetik mit ganz hervorragenden Pflegeeigenschaften für unterschiedliche Hauttypen gibt.

Rapsöl – ein preiswerter Schönmacher

Dazu gehört auch Rapsöl. Dadurch, dass es im Vergleich zu manch anderen, weit teureren in der Kosmetik verwendeten Pflanzenölen (z.B. Mandel-, Traubenkern- oder Olivenöl) nur einen sehr dezenten Eigengeruch besitzt, eignet sich Rapsöl perfekt als Basis für Cremes und Seifen. So können sich duftende Zusätze nämlich bestens entfalten. Vor allem regenerationsbedürftige, trockene, empfindliche und schuppige oder rissige Haut profitiert von dem reichhaltigen Pflanzenöl in der Kosmetik; in der offiziellen „Zutatenliste“ für Kosmetikprodukte (INCI = International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) auf den Produkten als „Brassica Napus“ gekennzeichnet.

Perfektes Innenleben fürs Äußere

Gleich eine ganze Reihe klassischer Schönheitsnährstoffe bringt Rapsöl mit: Die Vitamine E, K und Provitamin A (Carotinoide wie Beta-Carotin), Lecithine sowie ein für Kosmetikprodukte ideales Fettsäurenprofil (viele einfach ungesättigte Fettsäuren). Sowohl als Bestandteile von Körperpflegemitteln als auch der Ernährung schützten Vitamin E und Provitamin A die Haut vor schädlichen Sauerstoffverbindungen, den so genannten freien Radikalen. Ein solcher Schutzschirm gegen diese hochaggressiven und schädlichen Substanzen bietet daher natürliches Anti-Aging. In der „Außenwirkung“ hält Vitamin E zudem die Haut zart und geschmeidig und beugt Entzündungen vor. Lecithin wirkt rückfettend und unterstützt den Feuchtigkeitshaushalt der Haut – eine ideale Maßnahme gegen erste Fältchen!

Wissen, was drin ist: Selbstgemachte Kosmetik

Probieren Sie daher doch einmal unsere selbst gemachten Pflegeprodukte auf Rapsölbasis aus! Unsere Lieblingsrezepturen:

Avocado-Haarkur gegen glanzloses, splissanfälliges Haar

1 Avocado mit 2 Eigelb und 1 TL kaltgepresstem Rapsöl pürieren. In den Haaren (oder bei Bedarf auch nur in den Haarspitzen) verteilen, 20 Minuten einwirken lassen und gut ausspülen.

Beruhigendes Johanniskraut-Massageöl

Eine Handvoll frisch gepflückte Johanniskrautblüten (Erntezeit: Juni bis September) sowie ½ Liter Rapsöl in eine durchsichtige Flasche füllen und 3-4 Wochen auf einer sonnigen Fensterbank ziehen lassen. Danach in eine dunkle Flasche umfüllen (ca. 6 Monat haltbar). Hilft auch bei Verstauchungen, Quetschungen und Hautabschürfungen.

Sanftes Hand- und Fußpeeling

6 EL kaltgepresstes Rapsöl mit 2 EL feinem Meersalz oder braunem Rohrzucker vermischen und Hände und/oder Füße damit abreiben.

Pflegendes Hand- und Nagelöl für strapazierte Fingerspitzen und -nägel

1 Tasse Rapsöl langsam auf eine angenehme Temperatur erwärmen und zwei Spritzer Zitronensaft zugeben. Die Fingerspitzen jeder Hand rund 5 bis 10 Minuten darin baden und das Öl danach gut in Haut und Fingernägel einmassieren. Ideal: Danach Baumwollhandschuhe anziehen und das Zitronenöl über Nacht einwirken lassen.

Lust auf mehr Schönheitsrezepte mit Pflanzenölen? Entweder Sie schauen einmal bei unseren Buchtipps rein oder aber probieren fertige Kosmetikprodukte auf Rapsölbasis aus (z.B. von der österreichischen Firma Nektar®, www.nektar-kosmetik.de).

Buchtipps:

Bellersen Quirini, Cosima: Feine Seifen und Badeöle selbst gemacht. Anaconda Verlag 2012 (ca. 9,95 Euro)

Bräutigam, Brigitte: Naturkosmetik einfach selbst gemacht: Von Shampoo bis Fußbalsam. Ulmer Verlag 2012 (ca. 16,90 Euro)

Käser, Heike: Naturkosmetik selber machen: Das Handbuch. Freya Verlag 2012 (ca. 34,90 Euro)
 

(JH)

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Bisherige Kommentare

 
Ich fand den Artikel sehr interessant.
 
eines der größten Probleme bei den stark verarbeiteten und raffinierten Pflanzenölen wie Maisöl, Sojabohnenöl und ja, sogar Rapsöl, ist, dass der mehrfach ungesättigte Bestandteil des Öls Hitze, Licht und Druck gegenüber äußerst instabil ist und dass dies die mehrfach ungesättigten Fette stark oxidiert, was die Menge der freien Radikalen in Ihrem Körper erhöht. Das Endergebnis dieses ganzen Raffinierens und Verarbeitens sind Öle, die in Ihrem Körper äußerst entzündlich sind, wenn Sie sie zu sich nehmen, und möglicherweise zu Gewichtszunahme, Herzerkrankungen und anderen degenerativen Krankheiten beitragen.