Wissenschaftlich geprüft

Olivenöl: Gesund & vielseitig

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 24. Sep. 2020

EAT SMARTER verrät, was Olivenöl so gesund macht, worauf man beim Kauf achten sollte und wie es in der Küche verwendet werden kann.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Olivenöl
  2. Das sollten Sie über Olivenöl wissen
    1. Saison
    2. Geschmack
  3. Unsere liebsten Olivenöl-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Olivenöl?
  5. Das könnte Sie auch interessieren
  6. Einkaufs- und Küchentipps für Olivenöl
    1. Einkauf
    2. Lagerung
  7. Zubereitungstipps für Olivenöl
  8. FAQs – die häufigsten Fragen
    1. Wieso schmeckt Olivenöl bitter?
    2. Warum Olivenöl in Pizzateig?
    3. Wo Olivenöl entsorgen?

Infografik zu Olivenöl

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik.

 
 
 
 
 

Olivenöl...

  • ...ist gut für Herz und Gefäße:
    Mit fast 80 Prozent ungesättigten Fettsäuren hat Olivenöl nachweislich sowohl auf den Cholesterinspiegel als auch auf den Blutdruck eine günstige Wirkung
  • ...senkt das Diabetes Risiko:
    Studien haben gezeigt, dass seltener an Diabetes erkrankt, wer regelmäßig Olivenöl verwendet. Als Hauptgrund für diesen positiven Effekt nennen Experten ebenfalls die wertvollen essentiellen Fettsäuren.
  • ...darf erhitzt werden:
    Auch wenn viele es anders gelernt haben: Olivenöl kann man zum Braten relativ hoch erhitzen. Nur wenn es beginnt zu rauchen, wirds kritisch beziehungsweise ungesund, weil es dann verbrennt und sich dabei giftige Stoffe bilden.
  • ...kann schlank machen:
    Fett als Schlankmacher? Bei Olivenöl kann das klappen: Die ungesättigten Fettsäuren sowie ein hoher Gehalt an Phenolen darin kurbeln nämlich die Fettverbrennung an.
  • ...lässt sich sparsam einsetzen:
    Wer Kalorien sparen möchte und dabei gesund genießen möchte, kann zum Braten die Pfanne einfach dünn mit Olivenöl auspinseln.
  • ...eignet sich zum Backen:
    Im Mittelmeerraum nimmt man Olivenöl nicht nur für herzhaftes Gebäck wie Pizza, Focaccia oder Brot - das „flüssige Gold“ kommt auch bei Kuchen- und Keksteigen zum Einsatz.
  • ...enthält kein Cholesterin:
    Im Gegensatz zu Butter und auch zu manchen Margarine-Arten ist Olivenöl absolut frei von Cholesterin und damit von Haus aus perfekt als Vorbeugung gegen Arteriosklerose sowie Herz- und Kreislaufkrankheiten.
  • ...kann ranzig werden:
    Um das Aroma und die wertvollen Inhaltsstoffe von Olivenöl möglichst lange zu erhalten, ist dunkle und kühle Lagerung (bei Zimmertemperatur) wichtig. Sonst oxidieren die Fettsäuren und machen den Geschmack des Olivenöls unangenehm bitter und ranzig.

Das sollten Sie über Olivenöl wissen

Gutes, natürliches Olivenöl schmeckt wundervoll aromatisch und wirkt beim Kochen wie ein Gewürz. Dunkelgrünes Öl hat meist ein eher starkes Aroma und ist fruchtig. Gelbliches Öl ist meist reifer und süßer. Braun oder gelbrot gefärbtes Öl kann auf Mängel hinweisen, ist aber nicht immer der Fall!

Saison

Das beste Olivenöl wird aus frischen Oliven vom Beginn der Ernte im November beziehungsweise Anfang Dezember gewonnen. Olivenöl ist aber das ganze Jahr über erhältlich. 

Geschmack

Ein gutes Olivenöl weist mehrere Geschmacksnuancen auf. Hauptsächlich schmeckt es zunächst nach der Olivenfrucht, die je nach Öl grün oder reif schmeckt. Des weiteren schmeckt ein gutes Öl auch nach grünem Aroma, so bezeichnet man den Geschmack von Blättern, Kräutern oder Gras. Olivenöl kann auch etwas bitter beziehungsweise leicht scharf oder süßlich schmecken.

Finger weg von sauer, essigähnlich, moderig, muffig oder metallisch schmeckenden Ölen, denn das sind Zeichen schlechter Qualität. Keinesfalls sollten Sie Öle mit schmutzigem Bodensatz oder ranzigm Geschmack verwenden.

Wenn Sie Olivenöl richtig probieren wollen, müssen Sie auf einige Dinge achten. Das Olivenöl sollte Zimmertemperatur haben. Sie geben wenig Öl in ein Schnapsglas und schwenken dieses, damit sich das Öl im Glas verteilt. Zuerst riechen Sie ausgiebig, dann verteilen Sie es zuerst auf der gesamten Zunge und kauen es gegebenenfalls, damit alle Geschmackszonen auf der Zunge erreicht werden. Bevor ein anderes Öl probiert wird, sollten Sie den Geschmack zuerst mit Weißbrot und Wasser neutralisieren.

Unsere liebsten Olivenöl-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Olivenöl-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Olivenöl?

Zwar ist der Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Olivenöl nicht sehr hoch, doch dafür besteht Olivenöl zu einem großen Teil aus einer einfach ungesättigten Fettsäure, der Ölsäure. Studien der letzten Jahre haben gezeigt, dass Olivenöl-Großverbraucher in den Ländern rund ums Mittelmeer trotz ihres geradezu verschwenderischen Fettkonsums kaum Probleme mit Herz- und Kreislauferkrankungen haben.

Es hat sich gezeigt, dass die Früchte des Ölbaums noch mehr zu bieten haben. Natürliche Substanzen wie etwa die Phytosterine im Olivenöl greifen, darauf deutet vieles hin, regelnd in den Stoffwechsel ein und wirken schützend auf Herz und Gefäße (1)(2). Der gesundheitliche Wert vom Olivenöl ist sehr wahrscheinlich bei naturbelassenen nativem Olivenöl durch die Fettbegleitstoffe etwas höher als beim raffinierten Olivenöl.

Experten sehen auch Nachteile in der Zusammensetzung vom Olivenöl, weil auch der hohe Gehalt an Ölsäure im Olivenöl nachteilig wirken könnte. Deshalb nicht ausschließlich mit Olivenöl kochen. Das wohlschmeckende Olivenöl lieber in der Mischung mit anderen Fetten verwenden. Hochwertiges, kaltgepresstes Olivenöl wird noch immer gern gefälscht und mit billigem, raffiniertem Olivenöl oder mit Sonnenblumen- oder Sojaöl gemischt. Das ist zwar ein Ärgernis für den Verbraucher – aber gesundheitsschädlich ist so ein gefälschtes Olivenöl nicht. Nur eben nicht so gut.

Hier finden Sie die Nährwerte von 100 Milliliter Olivenöl im Überblick (3):

Nährwerte von Olivenöl pro 100 Milliliter  
Kalorien 884
Eiweiß 0 g
Fett 100 g
Kohlenhydrate 0,2 g
Ballaststoffe 0 g

Das könnte Sie auch interessieren

Einkaufs- und Küchentipps für Olivenöl

Einkauf

Ersetzen Sie feste tierische oder pflanzliche Fette sowohl durch Olivenöl als auch durch andere Pflanzenöle. Wenn Sie speziell das Olivenaroma vom Olivenöl mögen, kaufen Sie kein allzu billiges Olivenöl! Olivenöl ist – ebenso wie Wein – ein Naturprodukt, das viel Handarbeit verlangt und schon deshalb nicht billig sein kann. Supersonderangebote sind vielleicht manchmal nicht "lupenrein".

Kleiner Einkaufsratgeber: 
Der wichtigste Qualitätsunterschied liegt in der Güteklasse: Für "natives Olivenöl extra" oder "extra vergine" muss die Temperatur bei der Pressung unter 40 Grad liegen, sodass die wertvollen Inhaltsstoffe keinen Schaden nehmen. Auch "natives Olivenöl" wird so gewonnen, kann aber geschmackliche Mängel aufweisen. Ein Mindesthaltbarkeitsdatum, das noch ein Jahr oder länger entfernt ist, garantiert Ihnen ein frisches Öl aus der letzten Ernte.

Das sagt die Herkunft aus:
Steht auf der Flasche kein Ursprungsort, enthält sie oft einen Mix aus Ölen verschiedener Länder. Allerdings können Sie auch trotz Herkunftsangabe eine Mischung erwischen – wenn nämlich der Abfüller dort ansässig ist. Das Siegel "Geschützte Ursprungsbezeichnung" verrät Ihnen, dass alle Produktionsschritte in der angegebenen Region stattgefunden haben.

Lagerung

Um möglichst lange etwas vom Olivenöl zu haben, lagern Sie es am besten bei kühlen Temperaturen zwischen 10° und 20°C. Außerdem ist Olivenöl Extra Vergine lichtempfindlich, sodass sie das Öl bestenfalls in dunklen Flaschen oder im kühlen, dunklen Keller lagern sollten. Zudem sollte das Olivenöl immer luftdicht verschlossen sein, da Sauerstoff dem Öl die Aromen nimmt.

Zubereitungstipps für Olivenöl

Das flüssige Gold des Mittelmeers ist in der herzhaften Küche absolut vielseitig einsetzbar: 

  • Heiß: Für die Zubereitung im Ofen, egal ob Kartoffeln, Gemüse, Fisch oder Pizza, ist das herbe Öl bestens geeignet. Beim Braten darf kaltgepresstes Olivenöl nur so heiß gemacht werden, dass Zwiebeln oder Knoblauch eine goldbraune Farbe bekommen. Werden sie hingegen schwarz, ist auch das Öl verbrannt.
  • Kalt: In Saucen, Dips und Salatdressings macht Olivenöl eine gute Figur – sofern sein kräftiger Geschmack mit den anderen Zutaten harmoniert. Ein klassisch italienischer Einsatz ist zum Beispiel in Pesto.

FAQs – die häufigsten Fragen

Wieso schmeckt Olivenöl bitter?

Die Bitterkeit in guten Olivenölen liegt an zwei phenolischen Verbindungen, die darin enthalten sind: Oleocanthal und Oleuropein. Hierbei gibt aber Oleuropein den Ton an und sorgt für den leicht bitteren Geschmack. Der Bitterstoff Oleocanthal sorgt hingegen für einen positiven Effekt auf das Immunsystem, da er entzündungshemmend wirkt.

Warum Olivenöl in Pizzateig?

Olivenöl verleiht dem Pizzateig nicht nur einen intensiven und unverwechselbaren Geschmack, sondern bestimmt auch die Konsistenz und die Bräunungsstufe der Kruste. Außerdem sorgt das Öl für bessere Verarbeitungseigenschaften des Teiges, er wird geschmeidiger und elastischer. Zudem unterstützt Olivenöl das Volumen des Teiges.

Wo Olivenöl entsorgen?

Altes Olivenöl sollten Sie nicht im Abfluss oder der Toilette entsorgen, da es dort zu Verstopfungen und Schäden führen kann. Geringe Mengen des Öls können in einer fest verschlossenen PET-Flasche im Restmüll entsorgt werden. Bei größeren Mengen müssen Sie das Öl beim Entsorgungshof abgeben.

Wissenschaftlich geprüft von unseren EAT SMARTER Experten
Schreiben Sie einen Kommentar