Schellfisch

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 21. Dez. 2020
Schellfisch

Als sogenannten Kochfisch kennen viele den Schellfisch. Aber der besonders magere Meeresbewohner hat kulinarisch durchaus einiges mehr drauf – und super gesund ist Schellfisch außerdem.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über Schellfisch wissen
    1. Saison
    2. Herkunft
    3. Geschmack
  2. Unsere liebsten Schellfisch-Rezepte
  3. Wie gesund ist eigentlich Schellfisch?
  4. Schellfisch – gut zu wissen
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Schellfisch
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Schellfisch
  7. FAQs – die häufigsten Fragen
    1. Schellfisch – wie teuer?
    2. Was ist Schellfisch Loin?

Das sollten Sie über Schellfisch wissen

Vorsicht, Verwechslungsgefahr: Der Schellfisch sieht dem Kabeljau fast zum Verwechseln ähnlich. Tatsächlich gehören beide zur Familie der dorschartigen Fische. Aber im Gegensatz zu seinem "Zwilling" ist der Schellfisch kein Raubfisch, sondern ein friedlicher Meeresbewohner, der es gern gemütlich hat:

Weil Schellfische sehr sensibel auf zu hohe und zu niedrige Temperaturen reagieren, wandern sie ständig zwischen kühleren und wärmeren Gewässern hin und her. Dabei ist der Schellfisch aber wählerisch: Er hält sich ausschließlich in Salzwasser auf, das zwischen 4 und 10 Grad warm sein muss.

Saison

Schellfisch bekommen Sie zwar das ganze Jahr über, am besten schmeckt er aber in der kälteren Jahreszeit, etwa von September bis März.

Herkunft

Schellfisch kommt vor allem aus der Nordsee, der norwegischen und russischen Barentssee und von den Küsten Islands sowie den Faröern. Gefangen wird er aber auch an der nordamerikanischen Atlantikküste.

Geschmack

Schellfisch schmeckt angenehm nach Meer, aber nicht aufdringlich "fischig".

Unsere liebsten Schellfisch-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Schellfisch-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Schellfisch?

Schellfisch dürfen sich auch Figurbewusste mit gutem Gewissen schmecken lassen, denn sein Fleisch enthält ausgesprochen wenige Kalorien und pro 100 Gramm noch nicht mal 1 Gramm Fett.

Schellfisch liefert nicht ganz so viel Eiweiß wie viele andere Fische, aber mit 17 Gramm pro 100 Gramm immer noch eine gute Portion.

Beachtliche Mengen von Mineralstoffen und Spurenelementen wie vor allem Kalium, Eisen, Phosphor und Jod machen Schellfisch außerdem zu einem gesunden Genuss.

Hier finden Sie die Nährwerte von 100 Gramm Schellfisch im Überblick (1):

Nährwerte von Schellfisch pro 100 Gramm  
Kalorien 78
Eiweiß 17,9 g
Fett 0,6 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Schellfisch – gut zu wissen

Wenn Sie Schellfisch mit gutem Gewissen genießen und dabei die teilweise gefährdeten Bestände schonen wollen, sollten Sie auf seine Herkunft achten. Der WWF rät dazu, nur Schellfisch aus der Nordsee sowie dem Skagerrak (Nord-Ost-Atlantik) zu kaufen.

Schellfisch hingegen aus anderen Regionen des Nord-Ost-Atlantik sowie aus Teilen Neufundlands gelten laut WWF nicht als empfehlenswert. Weitere Kaufinformationen und -empfehlungen finden Sie beim WWF.

Einkaufs- und Küchentipps für Schellfisch

Einkauf

Frischen Schellfisch bekommen Sie beim Fischhändler. Da er ziemlich groß (mit bis zu 1 Meter Länge und 15 Kilogramm Gewicht) gefangen wird, kauft man in der Regel nur Teilstücke (mit Haut und Gräten) oder Filets.

Ausnahme ist der sogenannte Angelschellfisch, der kleiner und besonders delikat ist und den man im Ganzen kauft. Außerdem zu haben: Einzeln oder in Platten tiefgefrorener und geräucherter Schellfisch.

Lagerung

Frischen Schellfisch sollten Sie mit Folie locker abdecken und maximal 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Im Sommer bzw. bei hohen Außentemperaturen verbraucht man Schellfisch besser noch am Tag des Einkaufs.

Gefrorenen Schellfisch immer im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend gut trocken tupfen.

Vorbereitung

Schellfisch ist pflegeleicht – Teilstücke einfach kurz abspülen und mit Küchenpapier trockentupfen. Ganze Angelschellfische auch innen ausspülen!

Zubereitungstipps für Schellfisch

Schellfisch gilt als der klassische Kochfisch. Tatsächlich schmeckt er vielen am besten, wenn er in Salzwasser gegart wurde. Aber Achtung: Wer ihn richtig kocht, wird enttäuscht, denn sprudelndes Wasser und zu lange Garzeit machen aus dem zarten Fleisch eine trockene und zähe Angelegenheit.

Viel besser: Wasser nur kurz aufkochen lassen und den Schellfisch dann gerade so lange im nur noch leicht siedenden Wasser gar ziehen lassen, bis sich weiße Eiweißflöckchen zeigen. Dann mit einer Schaumkelle herausheben.

Ebenfalls als Klassiker gelten Senfsauce und Salzkartoffeln zu Schellfisch. Aber das zarte Fischfleisch harmoniert auch mit anderen Saucen und sogar mediterran aufgepeppt richtig gut.

Mit viel Gemüse wird aus Schellfisch ein toller und kalorienarmer Auflauf, und wer mag, kann ihn sogar mit Nudeln auftischen. Etwas gehaltvoller, aber eine Sünde wert: Schellfisch in Bierteig, knusprig ausgebacken.

FAQs – die häufigsten Fragen

Schellfisch – wie teuer?

Schellfisch können Sie im Ganzen küchenfertig oder noch mit Kopf oder bereits als Filet kaufen. Ganzer Schellfisch mit Kopf kostet um die 10 Euro pro Kilogramm, ohne Kopf und geschuppt steigt der Preis auf etwa 14 Euro an. Als Filet mit geschuppter Haut gibt es ihn bereits ab circa 22 Euro, ohne Haut für etwa 25 Euro.

Was ist Schellfisch Loin?

Bei Schellfisch Loin handelt es sich um ein nahezu grätenfreies Rückenfilet des Fisches. Dabei wird das Fleisch oberhalb der Grätenstange abgeschnitten und ist besonders saftig sowie fettarm.

 
Hallo, Der WWF rät dazu, nur Schellfisch aus Island sowie aus der Nordsee, der norwegischen See und dem Nord-Ost-Atlantik zu kaufen. Schellfisch aus dem Nord-Ost-Atlantik hingegen gilt laut WWF nicht als empfehlenswert. Ist das nicht ein Widerspruch? Mit freundlichen Grüßen Dieter Kannengießer
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