Vanille

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Vanille

Warenkunde Vanille: Schon Kinder lieben den warmen, süßen Duft von Vanille.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über Vanille wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Sorten
  2. Unsere liebsten Rezepte mit Vanille
  3. Wie gesund ist eigentlich Vanille?
  4. Einkaufs- und Küchentipps für Vanille
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  5. Zubereitungstipps für Vanille

Das sollten Sie über Vanille wissen

Zugegeben, rein äußerlich macht Vanille wenig her. Die langen, schwarzbraunen Schoten – eigentlich die fermentierten Kapselfrüchte einer speziellen Kletterorchidee – wirken verschrumpelt und eher unscheinbar. Doch wie jeder weiß, der schon mal echte Vanille probiert hat, täuscht der Schein – das schwarze Mark im Inneren der Schoten schmeckt und duftet betörend. Für eine sanfte, aber intensive Aromaexplosion sorgen rund 130 verschiedene Stoffe, die in einer einzigen Kapsel beziehungsweise Schote stecken. Einer davon, das Vanillin, dominiert dabei mit zwei bis vier Prozent Anteil.

Es überrascht also wenig, dass viele die Vanille auch gern als Königin der Gewürze bezeichnen und dass sie außerdem bis heute zu den besonders kostspieligen Genüssen gehört. Genau deswegen hat man schon frühzeitig versucht, das typische Vanillearoma künstlich zu erzeugen. Allerdings mit zweifelhaftem Erfolg, denn künstliches Vanillin kann echter Vanille kulinarisch nicht das Wasser reichen.

Das aromatische Innere der Vanilleschoten, das sogenannte Mark, zersetzt sich in viele winzige schwarze Pünktchen beim Kochen und Backen. An diesen Pünktchen kann man also tatsächlich erkennen, ob man echte Vanille in Eis, Pudding oder Joghurt hat.

Herkunft

Botaniker vermuten die ursprüngliche Heimat der Vanille in Mexiko, wo die Totonaken (eine frühe Hochkultur, ähnlich den Mayas) sie schon zu ihrer Blütezeit zwischen dem 4. und 12. Jahrhundert schätzten und sogar als heilig verehrten. Bis heute liegen große Erntegebiete für Vanille in Mexiko. Andere Exportländer sind seit dem 19. Jahrhundert aber auch Madagaskar, Tahiti, Indien, Indonesien, die Komoren und Papua Neu-Guinea.

Saison

Vanille können Sie das ganze Jahr über kaufen.

Sorten

Auch bei echter Vanille gibt es gewisse Qualitätsunterschiede: Kenner schwören auf die intensiv aromatische Bourbon-Vanille (auch Madagaskar-Vanille genannt) andere bevorzugen die weicher und süßlicher schmeckende mexikanische Vanille. Weniger bekannt bei uns sind exotische Vanille-Varianten wie die moschusartig duftende Tahiti-Vanille oder indonesische Vanille mit leichtem Holz- und Raucharoma.

Unsere liebsten Rezepte mit Vanille

Hier gelangen Sie zu allen Vanille-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Vanille?

Bei den Totonaken galt Vanille als wirksames Aphrodisiakum und da könnte tatsächlich etwas dran sein, denn chemisch hat das Vanillin Ähnlichkeit mit dem Sexuallockstoff Pheromon. Die Totonakinnen sollen sich sogar mit Vanille eingerieben haben, um verführerischer zu wirken.

Vanille bringt nicht nur bei Liebe und Lust Vorteile. Zahlreiche Studien konnten nachweisen, dass die darin enthaltenen Stoffe vor allem der Seele gut tun. Allein der Duft von Vanille kann nachweislich Stress, Unruhe, Ängste, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen und übrigens auch Hungergefühle lindern. Grund ist, dass Vanille die Produktion des Glückshormons Serotonin im Gehirn anregt.

In der Naturheilkunde gilt Vanille außerdem als wirksam bei Magenverstimmungen, Schwangerschaftserbrechen und Husten. Äußerlich angewendet, zum Beispiel als ätherisches Öl, soll Vanille pilztötende, antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften haben. Manche Naturheilkundler behandeln darum mit Vanille Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Ekzeme.

Nährwerte von Vanilleschoten pro 100 Gramm  
Kalorien 318
Eiweiß 3,9 g
Fett 3,2 g
Kohlenhydrate 56 g
Ballaststoffe 24,4 g

Einkaufs- und Küchentipps für Vanille

Einkauf

Auch wenn sie etwas mehr kosten und ein bisschen mehr Mühe machen, sollten Sie ganze Vanilleschoten bevorzugen, denn sie schmecken einfach am besten. Verkauft wird ganze Vanille in der Regel in fest verschließbaren Glasröhrchen, seltener ist die Verpackung in Stanniolpapier. Mittlerweile bekommt man echte Vanille außerdem pur in Pulverform oder in Minigläschen eingelegt. Vorsicht beim Kauf von Fertigprodukten, zum Beispiel zum Backen: Wenn Sie wirklich den vollen Vanillegeschmack möchten, achten Sie auf den Vermerkt echte Bourbonvanille.

Lagerung

Ganze Vanilleschoten halten sich in der gut verschlossenen Verpackung sehr lange. Angeschnittene Schoten verbrauchen Sie besser möglichst zügig.

Vorbereitung

Schlitzen Sie die Schote der Länge nach mit einem spitzen Messer auf und kratzen Sie anschließend das Innere sorgfältig heraus. Wer das noch nie selbst gemacht hat, kann sich in unserem Kochschulvideo ansehen, wies gemacht wird.

Zum Wegwerfen sind aber auch die ausgekratzten Schoten viel zu schade – sie stecken voller Vanillin und sollten möglichst immer mitgekocht werden. Oder Sie bereiten sich daraus duftenden Vanillezucker zu: Einfach die ausgekratzten Schoten mit Zucker in ein Schraubglas geben und ein bis zwei Wochen ziehen lassen.

Zubereitungstipps für Vanille

Ob Eis, Pudding, Cremes, Quarkspeisen, Kekse oder feine Kuchen: Aus der Dessertküche ist Vanille gar nicht wegzudenken und kommt entsprechend oft zum Einsatz. Auch als Gewürz für Schlagsahne, Kakao oder Tees mögen die meisten das aromatische Mark gerne.

Was viele noch nicht wissen: Mit Vanille kann man auch herzhafte Gerichte würzen. Das klingt vielleicht erst mal seltsam, schmeckt aber ausgesprochen aufregend. Wenn Sie diese Variante für Vanille mal ausprobieren möchten, ist der raffinierte Spargel-Rucola-Salat ein super Einstieg. Wer Lust aufs Experimentieren bekommt, kann es machen wie die Mexikaner oder die Menschen in anderen Herkunftsländern von Vanille – dort gibt man damit zum Beispiel Fisch- und Muschelgerichten, hellem Fleisch und Geflügel oder feinen Cremesuppen eine ganz besondere Note.

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