Stachelbeeren

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 11. Jun. 2020

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Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über Stachelbeeren wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
    4. Sorten
  2. Unsere liebsten Stachelbeer-Rezepte
  3. Wie gesund sind eigentlich Stachelbeeren?
  4. Gesundheitsvorteile von Stachelbeeren
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Stachelbeeren
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Stachelbeeren

Stachelbeeren...

  • ...liefern Vitamin C: Es mag Früchte mit einem höheren Gehalt geben, trotzdem liegen Stachelbeeren im guten Mittelfeld. Immerhin decken schon 100 g mit 34 mg Vitamin C gut ein Drittel unseres Tagesbedarfs.
  • ...wirken sanft entwässernd: Mit ihrem Mix aus Säure und üppigen 203 mg Kalium je 100 g sorgen Stachelbeeren für einen ausgewogenen Flüssigkeits- haushalt im Körper und fördern die Ausscheidung von überflüssigem Wasser.
  • ...tun dem Darm gut: In Stachelbeeren steckt neben gesunden Säuren (Apfel-, Wein- und Zitronensäure) auch reichlich Pektin. Dieser lösliche Ballaststoff regt die Verdauung an und fördert eine gesunde Darmflora.
  • ...senken den Cholesterinspiegel: Für eine herzgesunde Eigenschaft von Stachelbeeren ist das reichlich enthaltene Pektin zuständig. Dieser Ballaststoff bindet im Darm Gallensäuren an sich. Um neue Gallensäuren zu bilden, verwendet der Körper unter anderem Cholesterin aus dem Blut – und der Cholesterin- spiegel sinkt.
  • ...CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Stachelbeeren gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...sind reif bekömmlicher: Ebenfalls wichtig bei sensiblen Verdauungs- organen: Unreife oder nicht ganz reife Stachelbeeren enthalten sehr viel Säure und daher für viele unbekömmlich. Je reifer und röter die Stachelbeere, desto süßer wird sie - und desto besser verträglich.
  • ...können Bauchweh machen: Wer einen empfindlichen Magen und Darm hat, der verträgt die dicke, pelzige Haut von Stachelbeeren nicht immer problemlos. Genießen können Betroffene sie trotzdem: einfach die Stachelbeeren nur ganz kurz in Wasser dünsten, bis die Haut weich wird.

Das sollten Sie über Stachelbeeren wissen

Wer Stachelbeeren schon mal selbst vom Strauch gepflückt hat, weiß, dass der Name bei diesem Obst zum Glück nicht Programm ist. Statt Stacheln trägt die dicke Haut nämlich nur einen mehr oder weniger feinen Flaum. Je nach Region heißen Stachelbeeren sowieso anders, man kennt sie  zum Beispiel auch als Heckenbeeren, Krausbeeren oder Klosterbeeren und die Österreicher nennen sie Agrasel.

Eine weitere Besonderheit von Stachelbeeren: Bei ihnen als einzigem einheimischem Beerenobst findet eine sogenannte Grünpflücke statt. Im Klartext heißt das, man pflückt Stachelbeeren zum Teil schon dann, wenn sie erst etwa ein Drittel ihrer eigentlichen Größe erreicht haben und noch unreif sind. So kann man sie zwar nicht roh genießen, aber perfekt in der Lebensmittelindustrie oder zu Hause beim Kochen von Konfitüre, Kompott oder Saft einsetzen.

Herkunft

Es klingt seltsam, weil Stachelbeeren irgendwie zum deutschen Sommer gehören wie das Eis am Stiel, aber tatsächlich kommen Stachelbeeren von ziemlich weit her. Ihre eigentliche Heimat liegt nämlich in Nordafrika und Eurasien. Ob in privaten Gärten oder in Kulturen, Stachelbeeren baut man inzwischen überall an, wo ein gemäßigtes Klima herrscht. Große Anbaugebiete für Stachelbeeren liegen hierzulande vor allem in der Gegend um Hamburg, in Niedersachsen, NRW und Baden-Württemberg.

Saison

Die Erntezeit für unreife Stachelbeeren startet schon im Mai, die Saison für reife Stachelbeeren beginnt im Juni und erreicht Mitte bis Ende August ihren Höhepunkt.

Geschmack

So sauer, wie man ihnen immer wieder nachsagt, sind Stachelbeeren übrigens gar nicht. Im Gegenteil: Je reifer die Stachelbeeren, desto süßer schmecken sie. Denn gleich nach Weintrauben kommen Stachelbeeren als die einheimischen Beeren mit ihrem Zuckergehalt auf den zweiten Platz. 

Sorten

Weltweit gibt es rund 500 Sorten, von denen die meisten in Großbritannien angebaut werden und sich als Gooseberry extremer Beliebtheit erfreuen. Unterteilen lassen sich Stachelbeeren in drei Hauptsorten: Grün-weiße, gelbe und rote Stachelbeeren geben grundsätzlich den Ton an. Ihr weiches, saftiges Fruchtfleisch enthält unzählige kleine Kerne, die man mitisst.

Unsere liebsten Stachelbeer-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Stachelbeer-Rezepten.

Wie gesund sind eigentlich Stachelbeeren?

Es wäre ein bisschen übertrieben, Stachelbeeren als Medizin zu bezeichnen, aber allzu weit davon entfernt sind sie nicht. Besonders für den Darm haben sie ein ganzes Paket an günstigen Inhaltsstoffen zu bieten: Sowohl der Gehalt an Pektin und Schleimstoffen aus den Kernchen als auch der hohe Anteil von Wein-, Apfel- und Zitronensäure machen Stachelbeeren zum Balsam für die Verdauung.

Ausgesprochen reichlich enthalten sind in Stachelbeeren die Mineralstoffe Kalium, Calcium und Phosphor sowie verschiedene Vitamine. Besonders hoch ist der Gehalt an Vitamin C: Je nach Reifegrad und Sorte können in Stachelbeeren zwischen 20 und satten 70 Milligramm des Immun-Powerstoffs stecken!

So gesund der Genuss von Stachelbeeren generell sein mag, Leuten mit empfindlichem Magen bekommt die relativ dicke Schale nicht unbedingt gut. Falls Sie auch von reifen rohen Stachelbeeren Beschwerden bekommen, hilft ein kleiner Trick: Dünsten Sie die Stachelbeeren kurz in etwas Wasser, sodass die Haut weich wird.

Nährwerte von Stachelbeeren pro 100 Gramm  
Kalorien 44
Eiweiß 0,8 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 8,5 g
Ballaststoffe 3 g

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Einkaufs- und Küchentipps für Stachelbeeren

Einkauf

Falls Sie vollreife Stachelbeeren möchten, richten Sie sich am besten nach der Faustregel "je größer, desto süßer". Grundsätzlich verkauft man Stachelbeeren sowohl lose nach Gewicht als auch in Schalen oder Spankörben. Wenn Sie die Wahl haben, nehmen Sie lose verkaufte Stachelbeeren, denn hier sehen Sie, ob die Schale unverletzt ist und die Beeren prall wirken.

Lagerung

Unreif geerntete Stachelbeeren halten sich gekühlt bis zu zwei Wochen, vollreife Stachelbeeren dagegen verbraucht man auch bei Lagerung im Kühlschrank besser innerhalb von etwa drei bis vier Tagen.

Vorbereitung

Stachelbeeren machen erfreulich wenig Arbeit - waschen und anschließend abtropfen lassen genügt!

Zubereitungstipps für Stachelbeeren

Ob frisch vom Strauch im eigenen Garten oder aus dem Gemüseladen: Vollreife frische Stachelbeeren sind lecker genug, um auch roh aus der Hand genascht ein kleines Festessen zu ergeben.

Einen festen Platz haben Stachelbeeren natürlich außerdem in der süßen Sommerküche, wo man aus ihnen Köstlichkeiten wie Kompott, Kaltschalen, Kuchen und Torten zubereiten kann. Traditionell kommen Stachelbeeren auch beim Einmachen und Einkochen gerne zum Einsatz. Wegen ihres hohen Pektingehalts gelieren Marmelade oder Gelee daraus besonders gut und leicht.

 
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