Milch

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 19. Mai. 2020

Alles was Sie über Milch wissen sollten.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Milch
  2. Interaktive Infografik zu fettarmer Milch (1,5 Prozent Fett)
  3. Unsere liebsten Rezepte mit Milch
  4. Wie gesund ist eigentlich Milch?
  5. FAQs - die häufigsten Fragen
    1. Kann man Milch auch zwei Tage nach dem Haltbarkeitsdatum noch trinken?

Infografik zu Milch

Milch...

  • ...kann schlank machen: Bei Milch kommt es für Figurbewusste entscheidend auf die richtige Auswahl an. Vollmilch kann bis zu 3,8 Prozent Fett enthalten, bei fettarmer Milch ist es mit 1,5 Prozent weniger als die Hälfte. Uneingeschränkt diättauglich ist Magermilch beziehungsweise entrahmte Milch – sie bringt es auf ganze 0,1 Gramm Fett.
  • ...hilft beim Muskelaufbau: Der Eiweißanteil in Milch ist relativ hoch und zwar unabhängig vom Fettgehalt bei allen Sorten in etwa gleich. Milch kann also dabei helfen, Muskelmasse aufzubauen und zu erhalten.
  • ...darf auch haltbar sein: Für die Gesundheit spielt es keine Rolle, ob man frische Milch oder H-Milch trinkt, die Inhaltsstoffe sind auf jeden Fall die gleichen.
  • ...bringt starke Knochen: Je nach Sorte und Fettgehalt stecken in Milch 120 bis 150 Milligramm Calcium plus 94 bis 102 Milligramm Phosphor. Wer regelmäßig Milch trinkt, stärkt darum seine Knochen und beugt einem späteren Knochenschund (Osteoporose) wirksam vor.
  • ...liefert Vitamin A: Wer Milchzucker nicht verträgt, kann trotzdem Milch genießen, denn es gibt sie heute in allen Fettstufen auch laktosefrei. Anders sieht es für alle aus, die auf Milch allergisch reagieren – sie sollten ganz darauf verzichten.
  • ...ist Nervennahrung: Auch wenn es keine Unmengen sind: Mit 12 bis 14 Milligramm Magnesium pro 100 Milliliter hat Milch einen Mineralstoff zu bieten, der das Nervensystem beruhigt und allgemein Stress entschärfen kann.
  • ...bekommt nicht jedem: Wer Milchzucker nicht verträgt, kann trotzdem Milch genießen, denn es gibt sie heute in allen Fettstufen auch laktosefrei. Anders sieht es für alle aus, die auf Milch allergisch reagieren – sie sollten ganz darauf verzichten.
  • ...kann roh schaden: Herkömmliche Milch aus dem Kühlregal oder auch H-Milch sind für werdende Mütter ohne Einschränkung empfehlenswert. Aber Vorsicht mit Roh- oder Vorzugsmilch, die nicht pasteurisiert ist: Weil sie krankmachende Keime enthalten kann, bedeutet sie ein Risiko für Schwangere und vor allem fürs Ungeborene!
  • ... CO2 Bilanz mittel: Mit einem Emissionswert zwischen 130 Gramm und 260 Gramm pro 100 Gramm, liegt die CO2-Bilanz von Milch im mittleren Bereich. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.

Interaktive Infografik zu fettarmer Milch (1,5 Prozent Fett)

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann klicken Sie einfach auf den entsprechenden Plus- oder Minuspunkt.

 

Fettarme Milch (1,5 Prozent Fett)...

  • ...fördert den Muskelaufbau: Der Eiweißanteil in Milch (1,5 Prozent Fett) hilft beim Aufbau und Erhalt von Muskeln und verhindert gleichzeitig, dass der Körper bei einer Diät Muskelmasse statt Fett abbaut.
  • ...tut dem Herzen gut: Positiver Nebeneffekt des geringen Fettgehalts bei Milch (1,5 Prozent Fett): Sie liefert sehr wenig Cholesterin und beugt insgesamt besser als Vollmilch einer Verengung der Gefäße vor. Langfristig kann also die fettarme Milch (1,5 Prozent Fett) bei der Vorbeugung gegen ernstere Herz- und Kreislauferkrankungen helfen.
  • ...stärkt Knochen und Zähne: In 100 Milliliter Milch (1,5 Prozent Fett) stecken 123 Milligramm Calcium – das ist sogar etwas mehr als in Vollmilch. Für feste Knochen und Zähne ist fettarme Milch darum auf jeden Fall eine super Wahl. Und als Verstärkung kommen noch 94 Milligramm Phosphor dazu.
  • ...kann beim Abnehmen helfen: Mit ihrem geringen Fettgehalt ist Milch (1,5 Prozent Fett) perfekt für alle, die abnehmen oder einfach schlank bleiben möchten. Trotzdem enthält sie immer noch genug Fett, um gut zu schmecken – schließlich ist Fett ein Geschmacksträger.
  • ...liefert Vitamin A: Wer fettarme Milch (1,5 Prozent Fett) trinkt, bekommt pro 100 Milliliter immerhin 13 Mikrogramm Vitamin A. Das ist nicht die Welt, trägt aber trotzdem zu gesunder Haut und guter Sehkraft bei.
  • ...gibt es ohne Laktose: In 100 Milliliter fettarmer Milch (1,5 Prozent Fett) stecken zwar nur rund 3 Gramm Milchzucker (Laktose). Das kann aber für Menschen mit Laktoseintoleranz trotzdem zu viel sein. Gut also, dass es Milch mit 1,5 Prozent Fett inzwischen auch ganz ohne Laktose gibt!
  • ...bekommt nicht jedem: Allergien gegen Kuhmilch sind zum Glück nicht häufig, kommen aber vor. Wer davon betroffen ist, darf natürlich auch keine fettarme Milch trinken! Typische Symptome können zum Beispiel Kribbeln im Mund, Juckreiz und Schwellungen an den Schleimhäuten und der Haut sowie plötzliche Atemnot sein.

Unsere liebsten Rezepte mit Milch

Hier gelangen Sie zu allen Milch-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Milch?

Frischmilch gehört ebenso wie die länger haltbaren Sorten ESL- und H-Milch zu den unentbehrlichen Grundnahrungsmitteln. Alle Sorten liefern neben hochwertigem Eiweiß eine große Portion der Vitamine A, B und D. Für den knochenbildenden Mineralstoff Calcium ist Milch die beste Quelle. Nicht nur, weil so viel von dem wichtigen Mineral darin ist, sondern auch wegen des ebenfalls enthaltenen Milchzuckers, der dem Körper hilft, das Calcium (ebenso die Mineralstoffe Magnesium und Zink) zu nutzen. Teile des Milchproteins sind aktiv bei der Aufnahme von Mineralstoffen beteiligt. Und das in der Milch vorhandene Vitamin D spielt im Team der Osteoporose-verhütenden Substanzen mit und hilft, das Calcium in den Knochen einzubauen.

Milchzucker besitzt eine weitere günstige Eigenschaft: Er dient den Darmbakterien als Nahrung und sorgt so für ein gesundes Milieu im Verdauungsapparat. Im Milcheiweiß (Kasein) sind außerdem opiatähnliche Substanzen (Casomorphine), die die Freisetzung der Hormone Insulin und Somatostatin stimulieren. Wissenschaftler glauben, dass diese Stoffe an der Regulation der Nährstoffaufnahme beteiligt sind und tief in den Stoffwechsel eingreifen. Es werden noch mehr biologisch aktive Stoffe im Milcheiweiß vermutet. Milchforscher des Max Rubner-Instituts erforschen beispielsweise Substanzen, die helfen könnten, Blutdruck und Cholesterinspiegel zu regulieren.

Als simpler Durstlöscher ist Milch durch den hohen Eiweiß- und Fettgehalt viel zu nahrhaft und kann bei Leuten mit großem Milchdurst zu Übergewicht beitragen. Immerhin stammt die Hälfte der Kalorien aus dem Fett. Wie die meisten tierischen Lebensmittel liefert auch das Milchfett überwiegend gesättigte Fettsäuren, die bei Stoffwechselstörungen ungünstig auf den Blutfettspiegel wirken. Der Risikostoff Cholesterin ist ebenfalls enthalten, liegt aber so niedrig, dass man deshalb nicht auf Milch verzichten sollte. Fettarme Milch ist zwar cholesterin- und kalorienärmer, hat dadurch allerdings weniger von den Vitaminen A und D zu bieten, die mit dem Fett entfernt werden.

Anlass zur Sorge gibt auch das krebserregende Pilzgift Aflatoxin, das aus schimmeligen Import-Futtermitteln in die Milch übertragen werden kann. Es handelt sich zwar um sehr geringe Mengen, aber selbst die sind bei einem Grundnahrungsmittel absolut unerwünscht. In Rohmilch können sich trotz aller Sorgfalt des Milchbauern Krankheitserreger finden. Zwar ist die Gefahr von Tuberkulosebazillen inzwischen weitgehend gebannt, doch in den Mittelmeerländern ist frische unbehandelte Milch oft durch andere ansteckende Keime belastet und deshalb nicht zu empfehlen.

Manche Menschen leiden nach dem Genuss von Milch unter schweren Durchfällen. Ihnen fehlt zur Verdauung des Milchzuckers die notwendige Menge des Enzyms Lactase (Milchzuckerunverträglichkeit bzw. Lactoseintoleranz). Das kommt bei Südeuropäern, Asiaten und Orientalen häufig vor, bei Nordeuropäern seltener.

Kinder und Jugendliche sollten 250 Milliliter Milch pro Tag trinken, die Schulmilch ist also immer noch sehr empfehlenswert. Essen Sie als Ersatz, falls Ihnen oder Ihren Kindern Milch nicht schmeckt oder bekommt, Sauermilchprodukte oder Käse. Für Menschen, die Milch nicht vertragen, weil ihnen ein Enzym fehlt, gibt es Kautabletten als Diät-Lebensmittel, die dem Mangel mildern.

Wer Milch für Kleinkinder braucht und sicher sein will, dass möglichst kein Aflatoxin darin zu finden ist, kauft am besten Milch vom Biobauern. Ökologisch wirtschaftende Milchbauern verwenden kein Import-Futter, sondern einheimisches, in dem Pilzgifte bisher nicht gefunden wurden. In südlichen, warmen Gegenden Europas greift man am besten zu H-Milch, weil sie durch die Erhitzung keimarm ist. Sojamilch ist als Milchersatz für Kinder nicht geeignet und sollte nur nach Absprache mit einem Arzt verwendet werden, wenn Kinder allergisch auf Inhaltsstoffe in der Milch reagieren. 

Nährwerte von Milch (1,5 Prozent Fett) pro 100 Gramm  
Kalorien 48
Eiweiß 3,4 g
Fett 1,6 g
Kohlenhydrate 4,8 g
Ballaststoffe 0 g

FAQs - die häufigsten Fragen

Kann man Milch auch zwei Tage nach dem Haltbarkeitsdatum noch trinken?

Hersteller sind verpflichtet ein Mindesthaltbarkeitsdatum auf den Verpackungen abzudrucken, mit dem sie eine optimale Qualität bis zum entsprechenden Datum garantieren. Doch das heißt nicht, dass die Milch danach sofort ungenießbar ist, denn es gibt Unterschiede zwischen dem Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum. So ist die Milch oftmals auch zwei oder mehr Tage nach dem Haltbarkeitsdatum noch trinkbar. Verlassen Sie sich hier auf Ihre Sinne. Riechen: Riecht die Milch sauer, ranzig oder ungenießbar? Sehen: Können Sie in der Milch kleine Brocken oder Klumpen wahrnehmen? Schmecken: Schmeckt die Milch sauer oder gar ungenießbar? Wenn dies alles nicht zutrifft, kann man die Milch auch zwei Tage nach dem Haltbarkeitsdatum noch trinken.

 
Ich habe auch gelesen, dass Milch eher schädlich für den Menschen und vorallem Erwachsene ist. Das Kalzium in der Milch hilft auch nicht wirklich, da gleichzeitig viel Eiweis in Milch enthalten ist und dieses führt zum Ausscheiden von Kalzium aus dem Körper. Dafür gilt es als gesichert, das Milchkonsum Diabetes, manche Krebsarten, Allergien, und andere Krankheiten fördert. Warum also nicht statt Milch z.B. Haferdrink verwenden?
 
Milch ist für Erwachsene weder natürlich noch besonders gesund. "Natürlich" ist das nur für Säuglinge, so wie in der Natur eben auch. Bei Männern steigert der Milchkonsum nachweislich das Riskiko an einem Prostatakarzinom zu erkranken, bei Frauen steht Milch im verdacht Brustkrebs zu fördern.
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