Wissenschaftlich geprüft

Kimchi

Von Kira Tessel
Aktualisiert am 25. Feb. 2020
Kimchi

Kimchi – das Sauerkraut der Koreaner. Milchsäurebakterien leistet bei der Fermentation ganze Arbeit und dienten ursprünglich zur Haltbarmachung von Lebensmitteln. Diese haben nicht nur ein einzigartiges Aroma, sondern sind auch besonders gut für die Gesundheit und schmeicheln dem Darm.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über Kimchi wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  2. Wie gesund ist eigentlich Kimchi?
  3. Einkaufs- und Küchentipps für Kimchi
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  4. Zubereitungstipps für Kimchi
  5. FAQs – die häufigsten Fragen
    1. Wo kann man Kimchi kaufen?
    2. Was isst man zu Kimchi?
    3. Kann Kimchi schimmeln?

Das sollten Sie über Kimchi wissen

Beim milchsauren Vergären werden Eiweiße durch Bakterien gespalten. Durch diese Art der Fermentierung werden Produkte besonders schmackhaft und bekömmlich. In der koreanischen Küche kann Kimchi mit verschiedenem Gemüse zubereitet werden, traditionell wird Chinakohl oder Rettich verwendet und Kimchi auch gerne zum Frühstück serviert.

Ebenso wie Sauerkraut ist Kimchi ursprünglich für die Wintermonate gemacht und diente als haltbare Vitamin-C-Quelle. Durch den Gärungsprozess kommt es jedoch zur vermehrten Histaminbildung, daher sollten Menschen mit Histaminintoleranz besser auf fermentierte Lebensmittel verzichten (1).

Herkunft

Die Methode der Milchsäuregärung wurde bereits im Orient angewandt, insbesondere zur Haltbarmachung von Lebensmitteln wie Milch oder Gemüse. In Korea ist Kimchi ein beliebtes Nationalgericht (1).

Saison

Kimchi kann man das ganze Jahr über kaufen. Beispielsweise hat Chinakohl zur Herstellung von Kimchi in Deutschland zwischen August und November Freilandsaison. Lagerware findet man ebenfalls ganzjährig.

Geschmack

Kimchi kann je nach Rezept geschmacklich stark variieren. Die Koreaner würzen ihr Kimchi sehr scharf. Wenn Sie Kimchi selbst zubereiten, können Sie die Würze und Schärfe durch Ingwer und Chili selbst dosieren. Außerdem wird Kimchi durch die Milchsäurebakterien bei längerer Lagerung zunehmend saurer. 

Wie gesund ist eigentlich Kimchi?

Kimchi liefert eine Vielzahl wertvoller Mikronährstoffe wie Vitamin C, Provitamin A, Vitamin K, Folsäure sowie B-Vitamine. Während Gemüse wie Sauerkraut oder Kimchi in der Volksheilkunde schon länger beliebt ist, sind hingegen die gesundheitsförderlichen Eigenschaften noch nicht lange Gegenstand der Wissenschaft. Nun zeigen die bisherigen Studien, dass der regelmäßige Verzehr von Lebensmitteln mit lebenden Milchsäurebakterien die Darmgesundheit sowie das Immunsystem fördern kann (3).

Auch der Ballaststoffgehalt kann unserer Verdauung zugute kommen. Insbesondere nach einer Behandlung mit Antibiotika können fermentierte Lebensmittel dabei helfen, wieder eine gesunde Darmflora aufzubauen. Studienergebnisse lassen sogar vermuten, dass der regelmäßige Konsum dazu beitragen kann, das Körpergewicht, den Blutdruck, sowie das Diabetesrisiko zu senken. Weitere fermentierte Lebensmittel sind neben dem koreanischen Kimchi auch Sauerkraut, Kefir oder Miso aus Japan (4)

Nährwerte von kimchi pro 100 gramm
Kalorien 23
Kohlenhydrate 4 g
Ballaststoffe 1,8 g
Protein 1 g
Fett 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Kimchi

Einkauf

Sie bekommen Kimchi in Asialäden auch frisch oder in Dosen. Frisches selbst gemachtes Kimchi kann auch direkt als Salat gegessen werden, erst nach 3-4 Tagen nimmt es einen mild-säuerlichen Geschmack an.

Lagerung

Nach der Fermentation hält sich Kimchi gekühlt etwa drei Monate. Da gegorenes Gemüse an der Luft verdirbt, sollten die Teile, die nicht in Salzlake liegen, vor dem Verzehr entfernt werden. Eingemacht aus der Konserve ist Kimchi je nach Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bis zu zwei Jahren haltbar.

Vorbereitung

Der Chinakohl wird mit Salz in einer Schüssel geschichtet und muss für 4-5 Tage an einem kühlen, dunklen Ort ziehen. Für den Fermentierungsprozess werden gerne Gartöpfe aus Tonerde verwendet. Für kleinere Mengen können auch Einmachgläser genutzt werden. Anschließend können klein geschnittene Frühlingszwiebeln, Sellerie, Möhren und Äpfel sowie Sesam zum Abschmecken dazu gegeben werden.

Lesen Sie auch: Fermentieren: Infos & Tipps

Zubereitungstipps für Kimchi

Achten Sie bei der Zubereitung von Kimchi auf sauberes Arbeiten: Nutzen Sie möglichst sterile Behälter, ausreichend Salz und verpacken Sie den Kohl in den ersten Tagen möglichst luftdicht. Tasten Sie sich mit den Gewürzen langsam ran und dosieren scharfe Gewürze wie Chili nach ihrem Geschmack. Um von den gesundheitlichen Vorteilen des fermentierten Kohls zu profitieren, sollte Kimchi regelmäßig auf dem Speiseplan landen.

FAQs – die häufigsten Fragen

Wo kann man Kimchi kaufen?

Kimchi bekommen Sie in vielen Asialäden fertig zu kaufen, entweder frisch oder in Konserven. Auch im Onlinehandel ist Kimchi im Glas oder in der Dose erhältlich. Selbstgemacht schmeckt er meist noch besser und die Zubereitung ist nicht schwierig, dauert aber einige Tage.

Was isst man zu Kimchi?

Am Anfang kann der Geschmack von Kimchi etwas gewöhnungsbedürftig sein. Kimchi lässt sich dennoch vielfältig kombinieren und schmeckt lecker im Salat, in der Suppe, als Beilage oder in Wraps und Bowls. 

Kann Kimchi schimmeln?

Kimchi an sich ist nicht sehr anfällig für Schimmel und aufgrund der Fermentation gut haltbar. Dennoch kann es passieren, dass auch selbst gemachter Kimchi schimmelt. Achten Sie bei der Zubereitung auf ausreichend Salz, saubere Behälter und auf eine luftdichte Abdeckung sowie nach der Gärung (für 1-3 Tage) bei Zimmertemperatur auf eine kühle Lagerung. Sollte der Kimchi sichtbar schimmeln, sollte er nicht mehr verzehrt werden.

Wissenschaftlich geprüft von unseren EAT SMARTER Experten
Schreiben Sie einen Kommentar