Brunnenkresse

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 04. Mai. 2020

Scharfe Sache für Salatfans: Wer die lange vergessene Brunnenkresse neu entdeckt, kann neben einem pikant-frischen Geschmackerlebnis auch garantierte gesundheitliche Pluspunkte erwarten.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Brunnenkresse 
  2. Das sollten Sie über Brunnenkresse wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  3. Unsere liebsten Brunnenkresse-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Brunnenkresse?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Brunnenkresse
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Brunnenkresse

Infografik zu Brunnenkresse 

Brunnenkresse...

  • ...hilft Augen und Haut: Satte 692 Mikrogramm Vitamin A haben 100 Gramm Brunnenkresse zu bieten – das macht sie zum Booster für gutes Sehvermögen und auch für eine gesunde, glatte Haut!
  • ...ist gut fürs Blut: In der Naturheilkunde gilt Brunnenkresse als bewährtes Mittel zur Blutreinigung und bei Blutarmut. Kein Wunder: Brunnenkresse enthält pro 100 Gramm mit 2,2 Milligramm Eisen eine gute Portion des Mineralstoffs, der für die Blutbildung eine Schlüsselrolle spielt.
  • ...lindert Erkältungen: Die ätherischen Öle und Senföle in Brunnenkresse wirken außerdem hemmend auf Bakterien; sie helfen bei Atemwegs-erkrankungen und lindern Husten sowie Bronchitis.
  • ...hält schlank und fit: Wer Brunnenkresse mit anderem Blattgemüse als Salat mixt, tut seiner Figur definitiv einen Gefallen, denn Brunnenkresse kann mit einem niedrigen Kaloriengehalt plus vielen gesunden Inhaltsstoffen punkten.
  • ...kann schöner machen: Bei Pigmentflecken (Muttermalen), Sommersprossen und Altersflecken schwören viele Naturheilkundler auf Brunnenkresse: Äußerlich angewendet, soll die Kombi aus ihren Inhaltsstoffen bleichend und gleichzeitig vorbeugend gegen Neubildung wirken.
  • ...wirkt entgiftend: Vor allem die reichlich in ihren Blättern steckenden ätherischen Ölen und Schwefelstoffen sorgt dafür, dass Brunnenkresse zu Recht als Klassiker bei Blutreinigungs- und Entgiftungskuren zum Einsatz kommt. Studien zeigen, dass Extrakt aus Brunnenkresse sogar Schwermetalle aus dem Körper schwemmen kann.
  • ...liefert viel Vitamin C: Mit 62 Milligramm enthält Brunnenkresse mehr Vitamin C wie dieselbe Menge Orange oder Zitrone; 100 Gramm Brunnenkresse decken bereits fast zwei Drittel des durchschnittlichen Tagesbedarfs.
  • ...CO2-Bilanz gut: * Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von LEBENSMITTEL gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...braucht viel Feuchtigkeit: Brunnenkresse nach dem Sammeln oder Kaufen zuhause in kaltem Wasser aufbewahren. Allerdings möglichst kurz, denn je frischer die Brunnenkresse, desto besser schmeckt sie und umso mehr Wirkstoffe enthält sie!

Das sollten Sie über Brunnenkresse wissen

Ihr Name klingt irgendwie altmodisch und märchenhaft. Am österreichischen Hof war sie um 1550 beliebt als "Schmackreizung", also als Appetitanreger. In Deutschland kam Brunnenkresse früher häufig als Salat oder Gemüse und in der Naturheilkunde zum Einsatz. Der berühmte König der deutschen Köche Alfred Walterspiel servierte Brunnenkresse im letzten Jahrhundert seinen anspruchsvollen Gästen gern als delikate Gemüsebeilage. Danach geriet das Kraut allerdings in Vergessenheit und kam erst in den letzten Jahren zu neuen Ehren, als sich die modernen Nachfolger des damaligen Starkochs an die Brunnenkresse erinnerten und sie wieder auf den Tisch der Sterne-Restaurants brachten.

Man muss aber keinen kulinarischen Nobelschuppen ansteuern, um Brunnenkresse zu genießen, sondern kann sie an klaren Quellen, langsam fließenden Gewässern, Teichen und nassen Gräben selbst sammeln. Dort wächst die Wasserpflanze an hohen Stängeln über der Wasseroberfläche. Ihre dunkelgrünen fleischigen Blätter kann man zwischen März und Mai sowie zwischen November und Dezember pflücken.

Herkunft

Die ursprüngliche Heimat von Brunnenkresse soll in Südosteuropa und West-Asien liegen. Heute wächst sie wild in allen Erdteilen.

Saison

Die Hauptzeit für Brunnenkresse liegt zwischen März und Mai, aber auch im November und Dezember kann sie noch geerntet werden.

Geschmack

Brunnenkresse schmeckt angenehm scharf und pikant nach Rettich.

Unsere liebsten Brunnenkresse-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Brunnenkresse-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Brunnenkresse?

Ihren typischen scharfen, rettichähnlichen Geschmack verdankt die Brunnenkresse den reichlich in ihren Blättern steckenden ätherischen Ölen und Schwefelstoffen. Sie wirken antibakteriell und entzündungshemmend, lindern Husten und grippale Infekte und stärken die Immunabwehr. In der Naturheilkunde hat Brunnenkresse außerdem schon seit dem Mittelalter einen erstklassigen Ruf als bewährtes Mittel zur Haut- und Blutreinigung und gegen Blutarmut. Nicht erstaunlich, wenn man weiß, dass Brunnenkresse mit 31 Milligramm Eisen ungewöhnlich viel von diesem Mineralstoff enthält, der für die Blutbildung eine Schlüsselrolle spielt.

Wie bei allen grünen Blattgemüsen und Kräutern liegt auch der Gehalt an Vitamin A bei Brunnenkresse im oberen Bereich, was sie zu einem tollen Anti-Aging-Kraut für gesunde und glatte Haut macht.

Ganz besonders punkten kann Brunnenkresse außerdem mit einem hohen Anteil an Vitamin C: In 100 Gramm Brunnenkresse stecken durchschnittlich 50 Milligramm davon, also knapp die Hälfte des Tagesbedarfs und übrigens doppelt so viel wie in Feldsalat. Nennenswert sind außerdem die in Brunnenkresse steckenden Mengen an weiteren Mineralstoffen wie Kalium, Calcium und Phosphor.

Nährwerte von Brunnenkresse pro 100 Gramm  
Kalorien 19
Eiweiß 1,6 g
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 2 g
Ballaststoffe 1,5 g

Einkaufs- und Küchentipps für Brunnenkresse

Einkauf

Es ist Glückssache, Brunnenkresse beim Händler zu finden, da sie bei uns nur in kleinen Mengen angebaut wird. Die besten Chancen hat man auf dem Wochenmarkt oder in auf Raritäten spezialisierten, sehr gut sortierten Gemüsegeschäften.

Wer selbst auf die Suche nach den essbaren Wildkräutern geht, sollte beim Sammeln beachten, dass das Kraut anfällig für Insektenlarven ist und Schadstoffe speichert. Deshalb ist es wichtig, Brunnenkresse nur an sauberen Gewässern zu pflücken und nach dem Sammeln gut zu waschen.

Lagerung

Brunnenkresse braucht auch nach dem Pflücken viel Feuchtigkeit. Also am besten in einem sauberen Eimer mit Wasser transportieren und zu Hause in kaltem Wasser aufbewahren. Aber bitte auch dann möglichst kurz, denn je frischer die Brunnenkresse, desto besser schmeckt sie und umso mehr ätherische Öle enthält sie.

Vorbereitung

Die frischen Brunnekresseblätter aus dem Wasser nehmen,  gut abtropfen lassen und kurz trockenschleudern. Anschließend, je nach Größe und Rezept, im Ganzen verwenden oder hacken.

Zubereitungstipps für Brunnenkresse

Brunnenkresse lässt sich super für Salate, Kräuterquark, Kräuterbutter, Gemüse und Suppen verwenden. Bei warmen Gerichten aber bitte nicht mitgaren, sondern erst ganz zum Schluss darüber streuen!

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