Mangold

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 23. Feb. 2021
Zum Glück wieder im Kommen: Mangold
Zum Glück wieder im Kommen: Mangold

Unsere Vorfahren verspeisten Mangold bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gern und oft – doch dann verdrängte der Spinat zumindest in Deutschland das feine und würzige Gemüse. Zum Glück für Gaumen und Gesundheit ist Mangold langsam aber sicher wieder im Kommen!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Mangold
  2. Das sollten Sie über Mangold wissen
    1. Herkunft
    2. Geschmack
  3. Unsere liebsten Mangold-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Mangold?
  5. Das könnte Sie auch interessieren
  6. Einkaufs- und Küchentipps für Mangold
    1. Einkauf
    2. Lagerung
  7. Zubereitungstipps für Mangold

Infografik zu Mangold

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik. 

Mangold...

  • ...stärkt die Abwehrkräfte:
    Schon mit einer relativ kleinen Portion Mangold (200 g) lässt sich der durchschnittliche Tagesbedarf an Vitamin C zu rund 80 % decken. Wer dazu noch ein Glas Orangensaft trinkt, hat sein Soll mehr als erfüllt!
  • ...macht die Knochen stark:
    Mangold gehört zu den wenigen Gemüsesorten, die es in Sachen Kalziumgehalt sogar mit vielen Milchprodukten aufnehmen können: Etwa 105 mg des für gute Zähne und feste Knochen wichtigen Mineralstoffs stecken in 100 g Mangold.
  • ...trägt zur Eiweißbilanz bei:
    Sicher, es gibt deutlich potentere Protein-Lieferanten - aber mit rund 2,2 g Eiweiß steuert eine 200-g-Portion Mangold trotzdem eine Portion zur täglichen Bilanz bei. Ein Pluspunkt für Veggies, die leichter unterversorgt sind als Fleischesser.
  • ...tut Augen und Haut gut:
    Satte 3530 µg Provitamin-A stecken in 100 g Mangold, im rotstieligen sogar noch mehr. Das macht dieses Gemüse zum perfekten Partner für gutes Sehen und eine gesunde, schöne Haut!
  • ...fördert die Blutbildung:
    Nicht nur, aber besonders Veggies sollten Mangold ruhig öfter essen: Mit 2,7 mg Eisen pro 100 g liefert das leckere Gemüse eine beachtliche Menge des Mineralstoffs, der für die Blutbildung und für den Sauerstofftransport im Körper so wichtig ist.
  • ...CO2-Bilanz gut:
    Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Mangold gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...gibts mild und würzig:
    Zwei Sorten sind bei uns bekannt, die sich in Größe und Form unterscheiden. Der sogenannte Schnittmangold fällt mit großen Blättern und eher kleinem Stielanteil auf. Beim Stielmangold (auch Stielmus genannt) ist es umgekehrt. Beide Sorten haben weiße Stiele und tiefgrüne Blätter. Eine dritte Sorte mit roten Stielen kommt aus dem Mittelmeerraum. Sie schmeckt besonders würzig.
  • ...verträgt nicht jeder:
    In Mangold stecken relativ große Mengen Oxalsäure. Für Kinder, Menschen mit Gicht oder Nierenbeschwerden und für alle, die einen empfindlichen Magen haben, gilt darum: Mangold nur in Maßen essen und am besten immer ein Glas Milch dazu trinken, denn Milch neutralisiert die Säure.
  • ...welkt ziemlich schnell:
    Mangold am besten möglichst zügig zubereiten, denn im Kühlschrank hält er sich nur 1-2 Tage knackig frisch.

Das sollten Sie über Mangold wissen

Neuerdings sieht man Mangold wieder häufiger – zur Freude aller Feinschmecker, denn er schmeckt richtig gut. Daran kann es also nicht liegen, dass dieses Gemüse bei uns fast völlig in Vergessenheit geraten ist! Tatsächlich war Mangold denn auch noch bis zum Ersten Weltkrieg weitaus bekannter und beliebter als Spinat. Dann allerdings setzte sich der damalige Newcomer als „feiner“ mehr und mehr durch. Völlig zu Unrecht, wie jeder weiß, der den neuen alten Bekannten mal gekostet hat! Denn der botanisch zu den Gänsefuß-Gewächsen zählende Mangold erinnert zwar äußerlich ganz entfernt an Spinat, er schmeckt auch ähnlich – nur weitaus aromatischer und würziger.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Hauptsorten: Der sogenannte Schnitt- oder Blattmangold hat eher schmale Stiele und große, breite Blätter; sogenannter Stielmangold besitzt hingegen nur schmale Blätter und dafür besonders fleischige, ausgeprägte Stiele. So oder so – die knackigen Stiele isst man bei Mangold grundsätzlich mit. In der Regel sind sie weiß, es gibt aber auch eine rote Variante. Wer sie sieht, sollte schleunigst zugreifen! Denn diese Sorte ist nicht umsonst in Italien und Frankreich besonders begehrt: Sie sieht nicht nur besonders dekorativ aus, sondern schmeckt auch besonders würzig.

Herkunft

Mangold wuchs schon im Altertum wild in den Küstengebieten rund ums Mittelmeer. Seit einigen Jahrhunderten baut man das Gemüse aber auch in Kultur an, und das nicht mehr nur in seiner Heimat Südeuropa: Inzwischen wächst Mangold unter anderem auch in den Niederlanden und in der Schweiz. Bei uns gibt es nur sehr kleine Anbauflächen für Mangold, weshalb die deutsche Statistik die Ernte kurioserweise auch einfach unter dem Stichwort „Spargel“ mit erfasst und verbucht.

Geschmack

Geschmacklich erinnern die Blätter von Mangold etwas an Spinat, sie schmecken aber etwas intensiver und herber. Mangoldstiele haben ein eher mildes, „gemüsiges“ Aroma.

Unsere liebsten Mangold-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Mangold-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Mangold?

Mindestens genauso gut wie sein kulinarisches Image ist auch sein Ruf als wirksame Naturheilpflanze: Mangold galt bereits vor Jahrhunderten als besonders günstig bei Nervosität und Unruhe; auch gegen Darmträgheit setzte man ihn gerne und offenbar erfolgreich ein. Neben einem hohen Gehalt an Mineralstoffen (vor allem Eisen, Phosphor, Kalium und Magnesium) glänzt Mangold besonders mit reichlich Vitamin A und immerhin 38 mg Vitamin C pro 100 g.

Menschen, die Oxalsäure nicht gut vertragen, essen Mangoldblätter besser nur gelegentlich. Darin steckt zwar weniger Oxalsäure als in Spinat, vor allem sehr große Blätter können es aber doch auf beachtliche Mengen bringen und bei entsprechender Empfindlichkeit Beschwerden machen.

Nährwerte von Mangold pro 100 Gramm  
Kalorien 14
Eiweiß 2,1 g
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 0,7 g
Ballaststoffe 2   g

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Einkaufs- und Küchentipps für Mangold

Einkauf

Beste Qualität und optimale Frische erkennen Sie bei Mangold auf den ersten Blick: Stiele und Blätter müssen saftig und frisch wirken, die Blätter sollten kräftig grün sein und keine gelben oder braunen Stellen haben.

Lagerung

Ob mit weißem oder mit rotem Stiel, ob Stiel- oder Blatt- bzw. Schnittmangold: Schnippeln Sie Mangold immer möglichst frisch vom Markt in Topf oder Pfanne! Länger als 1-2 Tage sollten Sie das Gemüse nicht im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren, sonst wird es schlapp und verliert rasant an nützlichen Nährstoffen.

Zubereitungstipps für Mangold

In diesem Artikel finden Sie die wichtigsten Tipps, wie Sie Mangold zubereiten

 
Ups, da muss nch etwas geübt werdcen: Stielmus ist keine landläufige Bezeichnung für Stielmangold. Stielmus gehört zur Familie der Speiserüben .
Bild des Benutzers EAT SMARTER
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