Austern

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 23. Jun. 2020

Für Feinschmecker ist die Auster der perfekte Einstieg ins Menü, aber auch der Inbegriff von luxuriösem Genuss. Erfahren Sie hier, was die Auster so besonders macht.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Austern
  2. Das sollten Sie über Austern wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
    4. Sorten
  3. Unsere liebsten Rezepte mit Austern
  4. Wie gesund sind eigentlich Austern?
  5. Austern: gut zu wissen
  6. Einkaufs- und Küchentipps für Austern
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  7. Zubereitungstipps für Austern
  8. FAQs – die häufigsten Fragen
    1. Wie viel kostet eine Auster?
    2. Wofür braucht man Austernsauce?

Infografik zu Austern

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik.

Austern...

  • ... machen auf gesunde Art satt: Mit durchschnittlich 9 Prozent Proteinen sorgen Austern dafür, dass man sich schnell und auch nachhaltig satt fühlt. Außerdem unterstützt der hohe Eiweißgehalt von Austern den Körper unter anderem beim Aufbau und Erhalt von Muskeln.
  • ... liefern viel Jod: In den meisten Lebensmitteln kommt Jod nur in winzigen Spuren oder gar nicht vor. Anders bei Austern: 100 Gramm enthalten rund 30 Prozent des täglichen Bedarfs an diesem Spurenelement, das für eine gute Funktion von Schilddrüse und Hormonstoffwechsel sorgt.
  • ... füllen die Eisen-Speicher: Wer sich öfter müde und schlapp fühlt oder sogar einen bekannten Eisenmangel hat, sollte ruhig öfter Austern genießen: Mit 6,7 Gramm Eisen pro 100 Gramm decken Austern knapp 54 Prozent des täglichen Bedarfs.
  • … stärken das Immunsystem: Austern liegen unangefochten auf dem 1. Platz, wenn es um den Zink-Gehalt geht. Zink stärkt die Abwehrkräfte besonders effektiv, unterstützt die Wundheilung und ist ein Baustein verschiedener Hormone wie Insulin, Schilddrüsen- und Sexualhormonen. Mit sagenhaften 85 Mikrogramm Zink liefern schon 100 Gramm Austern das tausendfache unseres Tagesbedarfs!
  • ... bieten viele B-Vitamine: Der Vitamingehalt mag nicht ganz so beeindruckend sein wie beim Zink, dennoch können Austern auch hier punkten. Vitamine der B-Gruppe sind teilweise üppig enthalten - und besonders reichlich steckt Vitamin B12 in Austern: Bereits 100 Gramm decken unseren täglichen Bedarf zu 490 Prozent. Vitamin B12 spielt eine wichtige Rolle für Gehirn und Nerven; ein Mangel daran kann müde, lustlos und sogar depressiv machen.
  • ... müssen absolut frisch sein: Dass man frische Austern auf Eiswürfeln oder zerstoßenem Eis anrichtet, hat einen guten Grund: Diese Edelmuscheln verderben ganz besonders schnell. Darum Austern immer sehr kalt lagern und so bald wie möglich nach dem Einkauf essen!
  • ... liegen oft schwer im Magen: Auch top frische Austern können Bauchweh machen. Das liegt dann aber daran, dass viele sie roh in einem Stück schlucken: Diese geballte Ladung Eiweiß zu verdauen, ist für den Magen nicht ganz einfach und kann zu Beschwerden führen. Gefährlich ist das aber nicht!
  • ... haben eine schlechte CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von 630 Gramm pro 100 Gramm Austern liegt die CO2-Bilanz von Austern im schlechten Bereich.

Das sollten Sie über Austern wissen

Schon Casanova soll Austern hoch geschätzt haben und zum Frühstück 50 Stück verspeist haben; bis heute lecken sich Gourmets die Finger nach den feinen Meeresfrüchten. Selbst extrem hohe Spitzenpreise nehmen Austern-Liebhaber gern in Kauf, wenn die Qualität stimmt. Tatsächlich kann sie durchaus unterschiedlich ausfallen: Unter den weltweit mehr als 50 Arten gibt es kleine und große, wildlebend und aus Aquakultur, aus kalten und wärmeren Gewässern.

Kenner schätzen wildlebende Austern generell mehr als solche aus Austernparks, Floßkulturen oder von Austernbänken. Auch die Größe spielt eine Rolle: Kleinere Austernsorten gelten als delikater im Vergleich zu großen Exemplaren. Nicht zuletzt hat auch das jeweilige Gewässer eine Bedeutung für Geschmack und Qualität – je kälter es ist, desto besser schmeckt in der Regel die darin lebende Auster.

Herkunft

Die meisten Austern, die hierzulande auf den Markt kommen, stammen von Austernbänken in Belgien, Frankreich, Dänemark und Großbritannien. Aus Deutschland kommt die Felsenausternsorte "Sylter Royal".

Saison

Wie bei allen Muscheln gilt auch für Austern: Am besten isst man sie in Monaten mit "R".

Geschmack

Mehr als alle anderen Meerestiere schmecken Austern intensiv nach Meer und Salzwasser.

Sorten

Die wichtigsten und begehrtesten Sorten sind die Pazifische, Amerikanische, Flache und Portugiesische Auster. Zu den besonders delikaten Leckerbissen zählen für Eingeweihte auch Austern aus der Bretagne, wie zum Beispiel die Sorten "Claire", "Belon" und "Bouziegue".

Unsere liebsten Rezepte mit Austern

Hier gelangen Sie zu allen Auster-Rezepten.

Wie gesund sind eigentlich Austern?

Ihre Fans lieben Austern nicht nur des Geschmacks wegen, sondern auch als Edelnahrung für eine gute Figur. Fakt ist: Die noblen Meeresfrüchte liefern tatsächlich nur wenige Kalorien und keine Kohlenhydrate, dafür aber eine dicke Portion Eiweiß. Dazu haben Austern jede Menge Jod zu bieten: Schon in nur 100 Gramm stecken rund 30 Prozent des täglichen Durchschnittsbedarfs an diesem Spurenelement, das für eine gute Schilddrüsenfunktion große Bedeutung hat. Genau deswegen müssen allerdings alle aufpassen, die an einer Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse leiden.

Austern sind außerdem eine gute Wahl für alle, die ihr Immunsystem in Schuss halten wollen. Der Mineralstoff unterstützt zusätzlich die Wundheilung und ist einer der wichtigsten Bausteine für Insulin, Schilddrüsen- und Sexualhormone. Mit fast 22 Milligramm Zink decken bereits 100 Gramm Austern den durchschnittlichen Tagesbedarf zu bis zu 200 Prozent (1). Der geradezu märchenhaft hohe Zink-Gehalt dürfte auch der Grund dafür sein, dass viele auf die Potenz steigende Wirkung von Austern schwören. Zink regt nämlich nicht zuletzt die Produktion von Sexualhormonen an und hebt den Testosteronspiegel.

Bei den Spurenelementen Selen und Kupfer liegen Austern zwar hinter vielen Meeresfischen, dennoch decken 100 Gramm der Nobelmuschel immerhin knapp den Tagesbedarf eines Erwachsenen. 

Hier finden Sie die Nährwerte von 100 Gramm Austern im Überblick:

Nährwerte von Austern pro 100 Gramm  
Kalorien 63
Eiweiß 9 g
Fett 1 g
Kohlenhydrate 4 g
Ballaststoffe 0 g

Austern: gut zu wissen

Die Gourmetsitte, rohe Austern im Ganzen zu „schlürfen“, kann Beschwerden machen – hauptsächlich, wenn man sie nicht sehr gut kaut. Dann schaffen es die Magensäfte kaum, den „dicken Eiweißbrocken“ zu zersetzen. Mögliche Folgen sind unangenehmes Völlegefühl und  Verdauungsprobleme.

Einkaufs- und Küchentipps für Austern

Einkauf

Wer rohe, lebende Austern bevorzugt, sollte nur Exemplare mit wirklich ganz fest geschlossener Schale aussuchen. Bei tiefgefrorenen Austern oder solchen aus Dosen gibt es nichts Besonderes zu beachten.

Lagerung

Bei frischen Austern ist absolute Pingeligkeit angesagt, denn sie können bei falschem Umgang sehr schnell verderben. Man gibt sie mit der Wölbung nach unten in eine Schüssel und bedeckt sie mit einem feuchten Tuch oder mit Seetang. So halten sie sich im kältesten Bereich des Kühlschranks bis zu zwei Tage.

Vorbereitung

Für das Öffnen von rohen Austern braucht man einen sogenannten Austernbrecher, mit dem sich die Schale aufhebeln lässt. Beim Fachhändler kann man das vorab erledigen lassen, muss dann allerdings die Austern auch so schnell wie möglich auftischen. Ganz wichtig: Austern, deren Schalen nicht mehr ganz fest geschlossen sind, sollte man wegwerfen, sonst besteht das Risiko einer Vergiftung.

Zubereitungstipps für Austern

Puristen rümpfen die Nase über jeden, der Austern anders als roh direkt aus der Schale genießen. Wir sind da nicht so und finden: Ob überbacken, gedünstet, gegrillt, gebacken oder gefüllt und überbacken – Austern machen auch gegart was her! Wer sie trotzdem roh probieren möchte, braucht dafür nichts weiter als ein paar Tropfen frische Zitronensaft oder ein paar Spritzer guten Himbeeressig.

Übrigens: Egal, wie man Austern nun genießt – das perfekte Getränk dazu ist tatsächlich Champagner oder ein trockener Weißwein. Und als Beilage? Wenn man überhaupt etwas dazu essen möchte, dann past am besten frisches Baguette.

FAQs – die häufigsten Fragen

Wie viel kostet eine Auster?

Bei Austern gibt es für gewöhnlich einen Stückpreis. Eine Auster (circa 70 Gramm) kostet im Fischhandel in Deutschland zwischen zwei und drei Euro.

Wofür braucht man Austernsauce?

Gerade in der asiatischen Küche gehört Austernsauce zu den wichtigen Würzmitteln. Sie eignet sich, gern vermischt mit Gewürzen und Sojasauce, als Marinade oder Dip zum Nachwürzen von Speisen. Austernsauce ist vielseitig einsetzbar, da sie sowohl zu Fisch und Fleisch als auch zu Gemüse passt.

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