Maronen

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 04. Sep. 2019

Mit Maronen macht der Herbst Spaß, besonders, wenn sie frisch geröstet vom Feuer kommen. Warum die leckeren Früchte des Maronenbaums auch eine richtig gesunde Nascherei sind, verrät Ihnen unsere Warenkunde.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Maronen
  2. Das sollten Sie über Maronen wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  3. Unsere liebsten Maronen-Rezepte
  4. Wie gesund sind eigentlich Maronen?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Maronen
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Maronen
  7. Wissen zum Mitnehmen

Infografik zu Maronen

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik.

Infografik Maronen

Maronen...

  • ...bremsen Heißhunger aus: Maronen enthalten viele sogenannte komplexe Kohlenhydrate. Diese machen nicht nur nachhaltig satt, sondern lassen den Blutzuckerspiegel nach dem Essen nur langsam an- und wieder absteigen. Erfreulich für Figurbewusste, denn so gibts weniger Heißhungerattacken.
  • ...stärken das Herz: Die Ballaststoffe in Maronen helfen dabei, LDL-Cholesterin zu binden, sodass es im Körper weniger Schaden anrichten kann. Der hohe Kaliumgehalt trägt außerdem dazu bei, das Herz zu entlasten.
  • ...bieten nützlichen Ballast: Und noch eine typische Eigenschaft von Maronen, die Figurbewusste freut: Schon 125 Gramm decken ein Drittel des täglichen Bedarfs an Ballaststoffen. Das hilft nicht nur beim Abnehmen und schlank bleiben, sondern bringt auch die Verdauung in Schwung.
  • ...CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Maronen gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...punkten mit Vitamin C: Ganz anders als bei allen anderen Nüssen steckt im süßlichen Fleisch von Maronen eine beachtliche Menge Vitamin C: Immerhin bringen es 100 Gramm auf 27 Milligramm – das ist etwa so viel wie bei der gleichen Menge Melone und mehr als zum Beispiel bei Holunderbeeren.
  • ...schützen die Knochen: Obwohl die klassischen Knochenstärker Kalzium und Phosphor in Maronen nur in relativ kleinen Mengen vorkommen, kann ihr Genuss zur Knochengesundheit beitragen. Denn ihr mit gut 700 Milligramm sehr hoher Kaliumgehalt sorgt dafür, dass weniger Calcium ausgeschieden wird.
  • ...schimmeln relativ schnell: Maronen sind zwar seltener betroffen als andere Nüsse, aber auch sie gelten als anfällig für giftige Schimmelpilze (Aflatoxine). Also ruhig pingelig sein und Maronen mit muffigem oder ranzigem Geruch lieber wegwerfen!
  • ...können Schädlinge enthalten: Bei Lebensmitteltests fallen bis zu 50 Prozent der untersuchten Maronen wegen Befalls mit Insekten durch. Man sieht Maronen nicht unbedingt an, ob ihr Inneres wirklich frisch ist. Ein Test kann aber helfen: Sinken Maronen in einer Schüssel mit lauwarmem Wasser auf den Boden, sind sie frisch – schwimmen sie oben, sollte man sie entsorgen.

Das sollten Sie über Maronen wissen

Früher kannte man Maronen fast nur im Süden Deutschlands –  also dort, wo die meisten einheimischen Bäume mit diesen nahrhaften Früchten wachsen. Präzise gesagt: in allen Gebieten, in denen auch Wein angebaut wird, denn genau dort gibt es wegen des milden Klimas auch die weitaus meisten Maronen-Bäume. Dementsprechend kennen und mögen auch die Menschen in vielen Ländern rund um das Mittelmeer diese herbstliche Spezialität.

Dank moderner Transportwege kommen heutzutage auch die Bewohner von eher nördlichen Ländern und Regionen in den Genuss von frischen Maronen. An den ersten kühlen Herbsttagen gibt es für manchen kaum Besseres, als frisch geröstete Maronen noch heiß von der Hand in den Mund wandern zu lassen.

Unter der harten Schale verbirgt sich bei Maronen ein ausgesprochen nahrhaftes Fruchtfleisch. Es besteht hauptsächlich aus Stärke und war wegen seines Nährwerts und der guten Sättigung in den Bergregionen im gesamten Süden Europas vom Mittelalter bis Ende des 19. Jahrhunderts eines der Hauptnahrungsmittel auf dem Land. In Italien und der italienischen Schweiz nutzt man Maronen seit Jahrhunderten gern, um daraus Kastanienmehl herzustellen. Es erlebt derzeit auch bei uns sein kulinarisches Coming Out, vor allem bei Menschen mit einer Gluten-Unverträglichkeit.

In den südlichen Alpengebieten kennt und praktiziert man die traditionelle Zubereitung von Maronen in einer gelochten Pfanne mit Deckel, die über dem offenen Feuer hängt. In den Städten hingegen ist der Maroni-Mann bekannter, der die köstlichen Nussfrüchte in einem speziellen Ofen röstet und heiß auf der Straße verkauft.

Roh kann man Maronen übrigens ebenfalls essen, allerdings schmecken sie eher fade und längst nicht so gut wie geröstet oder gekocht.

Herkunft

Ursprünglich stammen Maronen aus dem Gebiet rund um das Schwarze Meer, wo sie wild wuchsen. Heute baut man Maronen hauptsächlich in Italien, Spanien und Südfrankreich an.

Saison

Frische Maronen bekommt man von September bis Ende Dezember. Außerhalb der Saison kann man sie außerdem tiefgekühlt oder vorgegart im Vakuumpack oder in der Dose kaufen.

Geschmack

Maronen schmecken angenehm nussig und leicht mehlig.

Unsere liebsten Maronen-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Maronen-Rezepten.

Wie gesund sind eigentlich Maronen?

Für notorische Naschkatzen haben Maronen einen großen Vorteil: Wenn man sie röstet, schmecken sie leicht süß und stillen so die Lust auf Süßes und das auf gesunde Weise. Es stimmt zwar, dass sie relativ viele Kohlenhydrate und Kalorien enthalten, doch was den Fettgehalt angeht, gehören sie mit nur knapp 3 Prozent zu den ausgesprochen schlanken Knabbereien.

Abgesehen davon haben Maronen wertvolle Nährstoffe zu bieten. Ihr Fruchtfleisch ist reich an Vitamin B1, B2, B6 und Folsäure, außerdem enthalten sie Vitamin E in nennenswerten Mengen. Eher überraschend ist der bemerkenswert hohe Gehalt an Vitamin C, das sonst bei Nüssen und Kernen sehr rar ist: Rund 27 Milligramm stecken in 100 Gramm Maronen, was knapp einem Viertel des täglichen Bedarfs entspricht.

Für eine gute und nachhaltige Sättigung sorgt der hohe Ballaststoffgehalt, der außerdem dem Darm und der Verdauung nützt. Schon mit 100 Gramm vernascht man quasi nebenbei gut ein Viertel der pro Tag empfohlenen Menge an Ballaststoffen (1).

Übrigens: Da Maronen frei von Klebereiweiß sind, können auch von Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit Betroffene sowohl die Früchte als auch das Mehl oder Gebäck daraus problemlos essen.

Eben weil sie dank des hohen Stärkegehalts so nahrhaft sind, mögen leider auch Würmer gern Maronen. Nicht immer sieht man einen Befall von außen, aber manchmal hinterlassen die Plagegeister winzige Löcher in der Schale, sodass man diese Maronen aussortieren kann.

Nährwerte von Maronen pro 100 Gramm  
Kalorien 208
Eiweiß 2,9 g
Fett 1,9 g
Kohlenhydrate 40 g
Ballaststoffe 8,57 g

Einkaufs- und Küchentipps für Maronen

Einkauf

Achten Sie darauf, dass die Maronen prall und glänzend aussehen und die Schale unversehrt wirkt. Machen Sie eventuell zu Hause einen Test: Sinken Maronen in lauwarmem Wasser auf den Boden einer Schüssel, sind sie frisch – schwimmen sie oben, sollte man sie besser nicht mehr essen.

Lagerung

Lassen Sie sich von der robusten Schale nicht täuschen, denn Maronen halten sich nicht so lange wie andere Nüsse. Sie sehen zwar aus als könnten sie längere Zeit gelagert werden, ihr leckeres Innenleben verliert aber schon nach einigen Tagen erheblich an Geschmack und wird zäh.

Bereiten Sie Maronen also möglichst bald nach dem Einkauf zu. Bei Zimmertemperatur können Sie Maronen höchstens eine Woche, im Kühlschrank maximal einen Monat aufheben. Wenn Sie die Maronen etwa 20 Minuten samt eingeritzter Schale kochen, dann schälen, abkühlen lassen, in Beutel oder Dosen verpacken und ins Gefrierfach legen, bleiben sie dort gut sechs Monate frisch.

Vorbereitung

Das Rösten im Backofen sorgt für den an Weihnachtsmarkt erinnernden typischen Röstgeschmack. Pro Person brauchen Sie 250 Gramm Maronen. Diese ritzen Sie kreuzweise mit einem spitzen Messer an der Oberseite ein, geben sie auf ein Backblech und backen sie im vorgeheizten Backofen auf höchster Stufe je nach Größe 15 bis 20 Minuten, bis die Schale platzt.

In der Mikrowelle fehlt den Maroni zwar das Röstaroma, doch dafür bleiben sie schön saftig, was ebenfalls seinen Reiz hat. Dafür gibt man sie ohne sie vorher einzuritzen in eine Keramikschüssel und gießt so viel lauwarmes Wasser darüber, dass die Maronen knapp bedeckt sind. Bei 800 Watt garen Sie die Maronen etwa acht bis neun Minuten und schälen sie dann. Je nach Größe der Nussfrüchte kann die Garzeit variieren.

Das Schälen geht nach dem Rösten oder Garen leicht, denn wenn die Schale aufgeplatzt ist, lässt sie sich leicht entfernen. Nun müssen Sie nur noch den braunen Flaum von den Früchten abziehen.

Zubereitungstipps für Maronen

Ob über offenem Feuer, im Backofen oder in der Mikrowelle gegart: Die heißen Maroni schmecken pur oder mit etwas Butter und Salz einfach köstlich. Wer daraus ein komplettes Essen zaubern möchte, macht es wie die Alpenbewohner und serviert dazu zum Beispiel einen würzigen Käse, Salami und eventuell einen Salat und einen Apfelmost oder Rotwein.

Ebenfalls einen Versuch wert: Maronen als klassische Beilage oder Füllung zur Gans, zu Wildgerichten oder zum Schweinebraten.

Wissen zum Mitnehmen

Auch Maronen enthalten Öl, aber nur wenig und darum haben sie deutlich weniger Kalorien als andere Nüsse und gelten zu Recht als eher "schlanke" Leckerei. Reich sind Maronen aber an wertvollen Ballaststoffen und sogar an Vitamin C, was sie perfekt zur Unterstützung der Abwehrkräfte macht.

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