Februar 2020, National University of Singapore, Asien

Senkt Kaffee das Diabetesrisiko?

Von Cornelia Brammen
Aktualisiert am 24. Mär. 2021

Eine groß angelegte Studie hat die Wirkung von Kaffeetrinken auf die Insulinunempfindlichkeit und andere Risikofaktoren für Diabetes Typ 2 untersucht. Empfiehlt es sich, Kaffee zur Prävention trinken? Was ist da dran?

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Worum ging es bei dieser Studie?

  • Dass Kaffeetrinken vor Diabetes Typ 2 schützen könnte, hatten Beobachtungsstudien immer wieder suggeriert.
  • Das Forscherteam aus Singapur wollte nun wissenschaftlich valide und signifikante Ergebnisse erzielen.
  • Thema war der Wirkungszusammenhang von Kaffee und Insulinsensitivität sowie weiteren Risikofaktoren für Diabetes 2.

Wie lautet die zentrale Forschungsfrage?

  • Kann Kaffeetrinken die Insulinsensitivität verbessern und damit das Risiko senken, an Diabetes Typ 2 zu erkranken?

Wie viele Probanden nahmen teil?

  • 126 übergewichtige, gesunde Männer und Frauen im Alter zwischen 35 und 69 Jahren aus China, Malysia und Indien waren beteiligt.

Welche Methode wurde angewandt?

  • Es handelt sich um eine placebo-kontrollierte Doppelblindstudie über eine Laufzeit von 24 Wochen, in denen die Probanden nach dem Zufallsprinzip entweder vier Tassen Instantkaffee pro Tag oder vier Tassen eines kaffeeähnlichen Placebogetränkes zu sich nahmen. Gemessen wurde die Glucose-Reaktion pro Kilogramm Körpergewicht sowie weitere Parameter für die Insulinsensitivität.

Was sind die wichtigsten Ergebnisse?

  • Vier Tassen Kaffee am Tag zu trinken, hat auch über den langen Untersuchungszeitraum von 24 Wochen keinen Effekt auf die Insulinsensitivität oder andere Risikofaktoren für Diabetes Typ 2 gezeigt.
  • Allerdings bauten die Kaffeetrinker im Gegensatz zur Placebogruppe Fett ab.

Wer hat die Studie finanziert und durchgeführt?

  • Das Nestlé Research Center (NRC).  

Wo ist die Original-Studie zu finden?


Begriffe: Was ist/sind eigentlich...?


Wie bewertet EAT SMARTER diese Studie?

  • Kaffee ist keine Medizin: Diabetes 2 ist eine ernste Erkrankung, die aus falscher Ernährung und zu wenig Bewegung resultiert. Die Studie hat mit dem Mythos aufgeräumt, man könne durch Kaffeetrinken diese Erkrankung verhindern. Denn das ist offensichtlich nicht der Fall. 
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