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Einfluss von hormonellen Verhütungsmitteln

Abnehmfrust durch Pille und Co.

Von Oona Mathys
Aktualisiert am 11. Jan. 2021

Wer verzweifelt versucht abzunehmen oder Muskeln aufzubauen und einfach keine Fortschritte sieht, der sollte seine Verhütung überprüfen. Denn die kann einen maßgeblichen Einfluss haben. Wie genau der aussieht und welche Erfahrungen ich damit gemacht habe, erfahrt ihr in meinem neusten Blogpost!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Hormonelle Verhütung im Überblick
  2. Hormonelle Verhütung beim Gewichtsverlust
  3. Hormonelle Verhütung beim Muskelaufbau

Die Pille zählt immer noch zu den meist verschriebenen Verhütungsmitteln in Deutschland. In einer Studie gaben 53 Prozent der Männer und Frauen die Pille als aktuelles Empfängnisverhütungsmittel an (statista.de). Ob sie deshalb auch zu den beliebtesten Verhütungsmitteln zählt, ist eine ganz andere Frage.

Das Thema „Hormonelle Verhütung“ hat mir oft Kopfzerbrechen bereitet. Nicht nur im übertragenden Sinne, auch im direkten. Denn in den Jahren, in denen ich noch hormonell verhütet habe, hatte ich regelmäßig starke Migräneattacken. Mein Arzt erklärte mir damals, dass dies eine ganz normale Reaktion meines Körpers auf den Hormonentzug sei.

Als ich das gehört habe, machte ich mir automatisch Gedanken, ob das, was ich meinem Körper da ohne Bedenken täglich und fast ohne Unterbrechung über mehrere Jahre zumute, wirklich eine gute Idee ist.

Hormonelle Verhütung beim Gewichtsverlust

Hormonelle Verhütung im Überblick

Egal ob Pille, Verhütungsring oder Hormonpflaster – im Grunde genommen funktionieren sie alle ähnlich. Sie geben Östrogene und/oder Gestagene ab, verhindern oder verzögern den Eisprung und schützen so vor einer Schwangerschaft.

Das klingt im ersten Moment ziemlich simpel, jedoch können durch diese hormonelle Verschiebung auch andere Stoffwechselprozesse stark beeinflusst werden.

Hormonelle Verhütung beim Gewichtsverlust

Leider gibt es noch keine Langzeitstudien über die Auswirkungen von hormonellen Verhütungsmitteln auf den Abnehmerfolg. Diese Studien wird es wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren nicht geben, da hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille immer noch zu den umsatzstärksten Medikamenten in Deutschland zählt (statista.de)

Auch wenn es noch keinen handfesten wissenschaftlichen Beweis gibt, dass hormonelle Verhütung eine drosselnde Wirkung auf den Stoffwechsel hat, so denke ich, dass jede Frau ihre eigene Langzeitstudie zum Thema „Heißhungerattacken im weiblichen Zyklus“ durchgeführt hat.

Während ich mich überwiegend gesund ernähre, viel Salat und frisches Gemüse esse, könnte ich einmal im Monat ein ganzes Schwein verdrücken. Aus Schokolade versteht sich. Dabei ist der Einfluss von hormonellen Verhütungsmitteln wie der Pille nicht ganz unwichtig. Vielleicht sind wir auch einfach nur besonders hungrig, viel wahrscheinlicher ist es aber, dass die hormonelle Verschiebung zu den Heißhungerattacken führt.

Wer schon einmal versucht hat, ernsthaft eine Diät durchzuziehen, weiß dass man schnell zu einer echten Gefahr für seine Mitmenschen und sich selbst werden kann. Zudem kommt hinzu, dass das Hormon Östrogen eine wassereinlagernde Eigenschaft hat.

Das ist zwar wichtig für den Körper, wenn ich jedoch von heute auf morgen nicht mehr in meine Jeans passe und deshalb die Hälfte des Monats geknickt durch die Gegend laufe und mich unwohl fühle, ist mir das herzlich egal.

Zusätzlich können hormonelle Verhütungsmethoden das Stresshormon Cortisol pushen, welches seinerseits ebenfalls dafür bekannt ist Wassereinlagerungen zu fördern.

Hormonelle Verhütung beim Muskelaufbau

Jeder, der sich ein bisschen mit dem Thema Kraftsport auseinander gesetzt hat, wird einen Satz unendlich oft zu hören bekommen: Muskeln verbrennen Fett! Denn Muskeln steigern den Grundumsatz. Je mehr Muskeln, desto höher der Grundumsatz, desto mehr Energieverbrennung – auch ohne körperliche Anstrengung.

Hormonelle Verhütung und Auswirkungen auf den Muskelaufbau

Für den Muskelaufbau ist unter anderem das Hormon Testosteron zuständig. Männer besitzen einen sehr viel höheren Anteil an Testosteron als Frauen. Deshalb können sie im Gegensatz zu Frauen auch deutlich schneller Muskulatur aufbauen. Denn der Gegenpart des Testosterons ist das Hormon Östrogen.

Wenn letzteres nun auch noch künstlich durch eine Verhütung zugeführt wird, kann das unteranderem zu einem geringeren Gehalt von anabolen Hormonen führen, Wachstumshormonen, die nachweislich für den Muskelaufbau verantwortlich sind. Frauen, welche die Antibabypille nehmen bauen so im Schnitt 40 Prozent weniger Muskeln auf als Frauen die auf andere Verhütungsmethoden zurück greifen (Hier geht’s zur Originalstudie).

An dieser Stelle möchte ich mal ganz frech die Frage stellen, warum das Spritzen von zusätzlichem Testosteron in Form von Steroiden so unglaublich gesundheitsschädlich und verpönt ist und gleichzeitig Ärzte ohne jede Hemmungen vierzehnjährigen Mädchen eine tägliche Zusatzdosis Östrogen verschreiben?

Meiner Meinung ist das nämlich, mal den Gewichtsaspekt außer Acht gelassen, alles andere als ungefährlich.

Wer also 1 und 1 zusammen zählen kann, dem wird schnell klar, dass hormonelle Verhütungsmittel sehr wohl einen Einfluss auf unseren Körper und damit auch körperliche Veränderungen haben können.

Ich habe mich nach vor circa einem Jahr dazu entschieden auf eine hormonelle Verhütung zu verzichten.

Auch wenn die "Entwöhnung" nicht spurlos an mir vorbei gegangen ist und ich teilweise unter starken Kopfschmerzen und sogar Haarausfall gelitten habe, war es für die richtige Entscheidung, denn seitdem bin ich viel ausgeglichener und zufriedener mit mir selbst und meinem Körper und dafür war es die Mühe allemal wert.

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