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Achtung Wechselwirkungen: Diese Lebensmittel beeinflussen die Pille

Von Maja Biel
Aktualisiert am 04. Jun. 2019
© pixabay/ GabiSanda
© pixabay/ GabiSanda

Die Pille ist das beliebteste Verhütungsmittel für Frauen. Was die Wenigsten wissen: Nicht nur die Einnahme anderer Medikamente, sondern auch der Verzehr bestimmter Lebensmittel kann zu Wechselwirkungen führen. Im Live Smarter-Blog klären wir Sie auf.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Bei welchen Lebensmitteln gibt es Wechselwirkungen?
    1. Grapefruit
    2. Johanniskraut
    3. Lebensmittel, die Durchfall auslösen können
  2. Hat Alkohol einen Einfluss auf die Wirkung der Pille?
  3. Wechselwirkungen mit Medikamenten
  4. Kann die Pille Nährstoffmängel verursachen?
  5. Wissen zum Mitnehmen

Bei welchen Lebensmitteln gibt es Wechselwirkungen?

Die meisten Frauen wissen, dass Medikamente wie Antibiotika und Erkrankungen wie ein Magen-Darm-Virus die Wirkung der Pille außer Kraft setzten können. Es gibt jedoch auch Lebensmittel, die in Kombination mit der Pille unerwünschte Wirkungen hervorrufen, wie beispielsweise:

Grapefruit

Die bitteren Zitrusfrüchte vermindern zwar nicht die verhütende Wirkung der Pille, sie verursachen jedoch andere Wechselwirkungen. Der in den Früchten enthaltene Pflanzenstoff Naringin, der Grapefruits ihren bitteren Geschmack verleiht, hemmt im Körper ein Enzym, das für die Verwertung von Medikamenten zuständig ist.

Bei der Anti-Baby-Pille etwa verlangsamt er den Abbau des Wirkstoffs Estradiol. Der erhöhte Estradiol-Spiegel wiederum führt zu Brustspannen und steigert die Thrombosegefahr. Denselben Effekt hat der Stoff auch aus Pomelos. Wer die Pille nimmt, sollte die Früchte daher nur in geringen Mengen essen oder ganz auf sie verzichten (1).

Johanniskraut

Bei Johanniskraut handelt es sich um eine Heilpflanze, die in Form von Trockenextrakten, Tees oder Ölen eingenommen wird. Die Arzneipflanze kann beim Prämenstruellen Syndrom (PMS), Magen-Darm-Beschwerden, Schlaflosigkeit und Panikattacken wahre Wunder bewirken. Bei Depressionen wird Johanniskraut sogar als verschreibungspflichtiges Medikament eingesetzt. Da es sich um ein pflanzliches Präparat handelt, rechnen viele nicht mit Neben- oder Wechselwirkungen. Doch Johanniskraut beeinflusst die Enzyme in Darm und Leber, wodurch Fremdstoffe schneller abgebaut werden. So auch der Wirkstoff der Pille. Zwar ist die Wechselwirkung relativ gering, dennoch besteht hierdurch das Risiko, ungewollt schwanger zu werden (2).

Lebensmittel, die Durchfall auslösen können

Grundsätzlich können alle Lebensmittel, die zu Durchfall führen, auch die Wirkung der Pille einschränken. Immer wenn Sie nicht mehr von der Toilette herunterkommen, ist es wahrscheinlich, dass ein Teil des Wirkstoffs verloren geht. Wer zu Durchfall neigt, sollte dringend daran denken, bei jedem Mal zusätzlich zu verhüten.

Im Folgenden finden Sie eine Liste mit Lebensmitteln, die bei empfindlichen Menschen Durchfall auslösen können:

  • viel Trockenobst
  • Apfelsaft, Orangensaft
  • Pflaumen
  • Milchprodukte
  • besonders fettige Speisen wie Pommes Frites
  • zu viel Kaffee

Merke!
Bei Durchfall kann der Wirkstoff der Pille mit ausgeschieden werden. Wenn Sie Durchfall haben, verhüten Sie am besten zusätzlich – mit einem Kondom etwa.

Hat Alkohol einen Einfluss auf die Wirkung der Pille?

Bei einigen Medikamenten wird vor der Einnahme mit Alkohol abgeraten. Daher ist es sinnvoll, bei jedem neuen Medikament, das Sie einnehmen, den Beipackzettel zu studieren. Alkohol kann die Wirkung einiger Arzneimittel verstärken, indem es deren Abbau hemmt. Andersherum können aber auch Medikamente die Abbaurate des Alkohols verlangsamen und so dessen Wirkung verstärken.

Die Sicherheit der Pille beeinflusst Alkohol nicht. Vorsicht ist aber geboten, wenn übermäßiger Alkoholkonsum zu Erbrechen führt. Auch hier kann die Wirksamkeit vermindert werden.

Merke!
Alkohol hat keinen Einfluss auf die Wirksamkeit der Pille, solange der Konsum nicht zu Erbrechen führt.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Nicht nur Antibiotika können die Wirkung der Pille außer Kraft setzen. Lesen Sie besonders bei folgenden Mitteln den Beipackzettel und halten im Zweifelsfall Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Medikamente, die die Anti-Baby-Pille außer Kraft setzen können:

  • Antibiotika
  • Abführmittel
  • Beruhigungsmittel
  • Epilepsiemedikamente
  • Johanniskrautpräparate
  • Schmerzmittel
  • Medikamente zur Erhöhung der Darmbeweglichkeit
  • Schlaf-und Beruhigungsmittel
  • Medikamente bei Tuberkulose
  • Medikamente bei einer HIV-Infektion

Merke!
Bei jedem Medikament, das Sie einnehmen, sollten Sie in der Packungsbeilage nachlesen, ob Wechselwirkungen mit der Pille bestehen.

Kann die Pille Nährstoffmängel verursachen?

Eine Studie der Universität in Florida zeigt, dass die Pille bei langjähriger Einnahme zu einem erhöhten Bedarf an Vitamin B6, B12 und Folsäure (gehört zur Gruppe der B-Vitamine) führen kann. Die Vitamine der B-Gruppe brauchen wir vor allem für den Energiestoffwechsel, das Nervensystem und die Immunabwehr. Besonders wichtig sind hier die Vitamine B6 und B12. Wer häufiger mal gereizt ist, schlechte Laune hat und sich schlapp und müde fühlt, hat hier möglicherweise ein Defizit.

Da der Vitamin-B12-Speicher besonders groß ist und ein paar Jahre halten kann, treten Mangelerscheinungen wie Muskelschwäche oder Schwindel häufig erst nach Jahren auf. Ein einfacher Bluttest beim Arzt kann Ihnen Gewissheit über Ihre Werte bringen (3).

Merke!
Wer die Pille schon ein paar Jahre lang nimmt und sich häufig schwach, müde und gereizt fühlt, sollte mit einem Bluttest beim Arzt die Vitamine B6, B12 und Folsäure bestimmten lassen.

Wissen zum Mitnehmen

Grundsätzlich empfiehlt es sich, vor der Einnahme von Medikamenten den Beipackzettel zu lesen. So auch bei dem beliebtesten Verhütungsmittel, der Anti-Baby-Pille. Dass die Pille ihre Wirksamkeit verliert, wenn Frauen Durchfall haben oder erbrechen, ist den meisten bekannt. Die Pille kann jedoch auch Wechselwirkungen mit Lebensmitteln haben.

Der gleichzeitige Verzehr von Grapefruit oder die Einnahme des pflanzlichen Arzneimittels Johanniskraut etwa, können zu unerwünschten Wechselwirkungen führen.

Zudem kann bei langjähriger Einnahme der Pille, ein Defizit der Vitamine B6, B12 und Folsäure entstehen. Wenn Sie den Verdacht haben, unter einem Mangel zu leiden, lassen Sie diese Werte bei Ihrem Arzt mit einem Bluttest überprüfen.

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