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Ernährung bei Krankheiten

Ernährung bei Schilddrüsenunterfunktion

Fehlen dem Körper wichtige Schilddrüsenhormone, so spricht man von einer Schilddrüsenunterfunktion. EAT SMARTER erklärt, welche Ursachen die Krankheit hat, wie man ihr vorbeugen kann und was hinsichtlich der richtigen Ernährung bei Schilddrüsenunterfunktion zu berücksichtigen ist.

Schilddrüsenunterfunktion

Zur Kurzfassung ►

Schilddrüsenunterfunktion: Was steckt dahinter?

Die Schilddrüse ist ein hochkomplexes Organ – die Wissenschaft hat lange gebraucht, ihre eigentliche Bedeutung vollständig zu entschlüsseln. Ihre letzten Geheimnisse hat sie bis heute nicht preisgegeben. Sie produziert unter anderem die zwei Hormone Thyroxin und Trijodthyronin: beides wichtige Garanten für einen funktionierenden Energiestoffwechsel, das Knochengerüst und viele weitere wichtige Funktionen des menschlichen Organismus.

Die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion können vielfältig und unspezifisch sein. Einige Betroffene klagen über Müdigkeit oder verlangsamte Reflexe, wiederum andere haben vermehrten Haarausfall, eine heisere, tiefere Stimme oder gar Flüssigkeitsansammlungen in den Augenlidern.

Fehlen die Hormone Thyroxin und Trijodthyronin, etwa weil die Schilddrüse sie nicht mehr richtig produziert oder weil das Organ ganz oder teilweise entfernt wurde, müssen sie über spezielle Medikamente ergänzt werden. Dies sollte ausschließlich auf ärztliche Verordnung hin und nur sehr eingeschränkt über verschreibungsfreie Nahrungsergänzungsmittel geschehen. Die richtige Ernährung bei Schilddrüsenunterfunktion kann die ärztliche Therapie unterstützen.

MERKE !

Die Schilddrüse produziert die Hormone Thyroxin und Trijodthyronin, welche u.a. essenziell für einen funktionierenden Energiestoffwechsel sind. Wenn diese beiden Hormone fehlen, müssen sie durch Medikamente ersetzt werden, die ein Arzt nach Feststellung verschreibt. Eine optimierte Ernährung bei Schuilddrüsenunterfunktion kann die ärztliche Therapie unterstützen.

Salz mit Folsäure

Jod bei Schilddrüsenunterfunktion – ja oder nein?

Neben einer entsprechenden Autoimmunerkrankung, einer Schilddrüsenoperation oder einer Behandlung mit Radiojod kann auch Jodmangel in der Ernährung als Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion auftreten. Bei schwachen Formen der Schilddrüsenunterfunktion lässt sich diese mit der Verabreichung von Jod daher gut behandeln – bei schwereren Fällen der Unterfunktion ist die Einnahme von Medikamenten jedoch unerlässlich.

Vorbeugen lässt sich eine derartige Schilddrüsenunterfunktion mit einer ausreichend jodhaltigen Ernährung. Dabei ist es jedoch für gesunde Menschen nicht nötig, zusätzliches Jod in Form von Tabletten einzunehmen, da wir ohnehin zumeist jodhaltiges Salz zum Kochen verwenden und zahlreiche unserer alltäglichen Lebensmittel zusätzlich mit Jod angereichert sind. Insgesamt zählt ein Jodmangel in der Ernährung jedoch eher zu den selteneren Auslösern einer Schilddrüsenunterfunktion.

Die häufigste Ursache einer primären Unterfunktion und chronischen Entzündung der Schilddrüse ist dagegen die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis, deren Ursachen bisher nicht abschließend erforscht sind.

Gegenüber der positiven Wirkung von Jod bei einer "normalen" Schilddrüsenunterfunktion steht ein erhöhter Jodverzehr im Zusammenhang mit Hashimoto immer wieder im Verdacht, für einen vorzeitigen Ausbruch oder eine Verschlechterung der Krankheit zu sorgen. Dies gilt nach aktuellem Forschungsstand jedoch nur für solche Menschen, bei denen bereits eine entsprechende genetische Veranlagung vorliegt.

Um eine passende Therapie zu gewährleisten, ist es daher essenziell, die Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion gründlich durch den Arzt abklären zu lassen.

MERKE !

Ein Mangel an Jod kann ein möglicher Auslöser für eine Schilddrüsenunterfunktion sein. Wenn Sie nur eine schwach ausgeprägte Unterfunktion haben, kann diese gut mit Jod behandelt werden. Eine Schilddrüsenunterfunktion lässt sich aber auch durch eine Ernährung mit ausreichend Jod vorbeugen. Die häufigste Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion ist allerdings die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis.

Brotbox

Ernährung bei Schilddrüsenunterfunktion: Die richtigen Spurenelemente & Mineralstoffe

Wer die richtige Ernährung bei Schilddrüsenunterfunktion zur Maxime seines Speiseplans machen muss, sollte auf eine ausgewogene Lebensmittelauswahl und (in Einschränkungen) auf jodhaltige Lebensmittel achten sowie zudem den Medikamentenempfehlungen des behandelnden Arztes folgen.

Da die Schilddrüse Jod benötigt, um ausreichend Hormone zu bilden, sollte man hinsichtlich der richtigen Ernährung bei Schilddrüsenunterfunktion darauf achten, eine vernünftige, wenn auch nicht übertriebene Menge Jod zu sich zu nehmen. Gute Jodquellen sind zahlreiche Fischsorten sowie jodiertes Salz. Demgegenüber sollten Sie den Verzehr eben dieser Lebensmittel bei Hashimoto einschränken.

Von einem übermäßigen Verzehr von Sojaprodukten ist für Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion eher abzuraten, da sie die Funktion und Aktivität der Schilddrüsenhormone zusätzlich einschränken können.

Selen- und Zinkmängel, wichtige Spurenelemente für den Schilddrüsenstoffwechsel, treten häufig gemeinsam mit einer Schilddrüsenunterfunktion auf. Achten Sie daher darauf, etwa 30 bis 70 Mikrogramm Selen (enthalten in Fleisch, Fisch, Sesam, Gerste, Sonnenblumenkernen, Petersilie) und 7 bis 11 Milligramm Zink (Quellen sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Fleisch, Fisch) täglich einzunehmen. Diese sollten Sie vorrangig über natürliche Lebensmittel decken, da insbesondere eine übermäßige Einnahme von Selen zu einem erhöhten Risiko führen kann, an Diabetes zu erkranken.

Zusätzlich empfiehlt es sich, für eine ausreichende Zufuhr von Magnesium und Vitaminen (insbesondere die Vitamine B12, A, E sowie D) zu sorgen, da sich diese positiv auf die Symptome der Erkrankung (unter anderem Müdigkeit, Lichtempfindlichkeit, Stoffwechselanomalien) auswirken.

MERKE !

Wenn die Ursache für Ihre Schilddrüsenunterfunktion nicht die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis ist, können Sie eine vernünftige Menge Jod verzehren, bspw. in Form von Fisch oder jodiertem Salz. Achten Sie auch auf eine ausreichende Zufuhr von Selen, Zink, Magnesium und Vitaminen. Auf den übermäßigen Verzehr von Sojaprodukten sollten Sie hingegen verzichten.

Schilddrüsenhormone sind keine Schlankheitsmittel!

Wer regelmäßig Thyroxin einnehmen muss, zumeist ein Leben lang, weiß auch, dass das Hormon den Energiehaushalt des Körpers beschleunigen kann. Dieser Umstand wird oftmals missverstanden und das Hormon daher als Schlankheitspille eingesetzt: Hiervor muss nachdrücklich gewarnt werden.

Denn erstens kann eine Überdosierung ohne ärztliche Überwachung nie kontrolliert werden und im schlimmsten Fall zum Tode führen und zweitens tritt nach einer neueren Untersuchung eher das Gegenteil des Gewünschten ein, nämlich eine Gewichtszunahme.

MERKE !

Es wird eindeutig davor gewarnt, das Hormon Thyroxin ohne ärztliche Indikation einzunehmen, um den Energiehaushalt des Körpers zu beschleunigen. Es kann unerwünschte Nebenwirkungen nach sich ziehen und im schlimmsten Fall zum Tode führen.

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Bisherige Kommentare

 
schön das ich lese das man bei einer unterfunktion nich zu nimmt ..was wenn doch ..was kann ich tun um es zu endern
 
Ich leide auch an einer Unterfunktion und ich habe stark zugenommen :( hoffe das ich das jetzt mit der verschriebenen Arznei wieder hinbekommen das Gewicht zu verlieren :(
 
Ich bin mit einer verkümmerten Schilddrüse zur Welt gekommen nehme inzwischen L- Thyroxin200 und war jetzt erst bein Endokrinologe weil ich kaum noch positive wirkungen von der Hormontablette merke. Ich würde so gerne abnehmen. mache viel sport und hab mich an die Low carb ernährung orientiert aber nichts ging mehr. Mir wirde dann auch noch schummrig. Ich weiß einfach nicht wie ich mich ernähren kann ohne dass mein Stoffwechsel noch weiter runter fährt. Kann mir jemand Rat geben?
 
Ich kann mit Sicherheit sagen, dass Lowcarb oder sogar Ketogene Ernährung die Schilddrüsenkonvertierung von T4 in die wichtigen T3-Hormone noch weiter absenkt. Da streiten sich zwar die Gelehrten und LC-Forscher, aber bei mir das ganz sicher so. Ich nahm innerhalb der ersten Woche stark ab, aber in der zweiten Woche gleich 3 kg zu. Strenges Lowcarb ist für Leute mit Unterfunktion nicht ratsam. Lieber ein wenig mehr KH ... 50-100 g mindestens. Ich habe es mehrfach probiert, jedes Mal bekam ich nach gut einer Woche die typischen Unterfunktion-Symptome wie trockene Haut, verquollene Augen morgens, schnelle Gewichtszunahme durch Wasser trotz Lowcarb, Haarverlust und gebrochene Wimpern etc. Wenn ich mehr KH esse, z.B. nur einen süßen Apfel morgens mit Haferflocken und am Rest des Tages keine KH mehr, reichte das bei mir schon, um innerhalb von Tagen diese Symptome zu beseitigen. Ich hoffe, dass meine Erfahrung anderen "Leidenden" hilft. Lowcarb JA, aber nicht ganz so streng und ab und zu mal einen KH-Ladetag und mehr Kalorien!
 
Hallo, ich leide seit ca 5 Jahren an einer Unterfunktion der Schilddrüse und lt. meiner Ärztin auch unter Hashimoto. Ich nehme L-Thyroxin 50 täglich ein und habe trotzdem schlechte Werte und soll eine höhere Dosis nehmen. Ich wiege aber nur 48 kg und habe ganz oft Symptome der Überfunktion. z.B. plötzliches Herzrasen und schwitzen und beklemmende Gefühle so das ich immer Angst habe das was schlimmes passiert. z.B. ein Herzinfarkt, mein Puls ist schon am frühen morgen sehr hoch usw. Was kann ich jetzt noch tun? Hab ich evtl. noch eine anders Krankheitsbild? LG und Danke für eine Antwort. Ihre Ines

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