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Wissenschaftlich geprüft

4 Gründe: Darum ist Kümmel gesund

Von Lisa Fischer
Aktualisiert am 14. Jan. 2020
© Pixabay/ David Mark
© Pixabay/ David Mark

Beim Geschmack von Kümmel gehen die Meinungen stark auseinander. Doch die rundlichen Samen stecken voller wichtiger Inhaltsstoffe und sollen sogar beim Abnehmen helfen. Alles Weitere rund um Kalorien und Nährwerte und was Kümmel gesund macht, erfahren Sie hier.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Voll mit wichtigen Nährstoffen 
    1. Kalium
    2. Magnesium
    3. Calcium
    4. Eisen
  2. Wirkt verdauungsfördernd 
  3. Hilft beim Abnehmen 
  4. Senkt das Risiko für Entzündungen  
  5. Wissen zum Mitnehmen

Kümmel gehört zur Familie der Doldenblütler und zählt zu den ältesten Gewürzen der Welt. Ob mitgekocht oder pur – sein spezieller Geschmack verleiht verschiedenen Gerichten wie Eintöpfen oder auch Kraut eine besondere Note. Auch aus ernährungsphysiologischer Sicht bietet das Gewürz jede Menge essenzielle Nährstoffe, die unser Körper für die tägliche Funktionserhaltung benötigt. 

Unsere 3 liebsten Kümmel-Rezepte:

1. Voll mit wichtigen Nährstoffen 

Die kleinen Samen halten zahlreiche Nährstoffe bereit – neben Vitaminen enthält Kümmel vor allem Mineralstoffe und Spurenelemente und diese in äußerst großen Mengen. Mit 380 Kilokalorien pro 100 Gramm und knapp 15 Gramm Fett ist das Gewürz zwar nicht kalorienarm, fällt aber aufgrund der gering verwendeten Mengen nicht stark ins Gewicht. In nachfolgender Tabelle erhalten Sie einen Überblick über enthaltene Inhaltsstoffe von Kümmel: 

KÜMMEL GETROCKNET PRO 100 GRAMM
Kalorien 380
Fett 15 g
Eiweiß 19 g
Kohlenhydrate 37 g
Kalium 1350 mg
Magnesium 260 mg
Calcium 950 mg
Eisen 16,23 mg
Phosphor 510 mg

Lesen Sie auch: Warenkunde über Kümmel mit interaktiver Infografik

Kalium

In äußerst großen Mengen enthält Kümmel Kalium. Mit sage und schreibe 1350 Milligramm pro 100 Gramm ist das Gewürz der absolute Kalium-Spitzenreiter und liegt damit weit vor der Banane. Der Mineralstoff ist extrem wichtig für die Weiterleitung von Nervenimpulsen sowie für die Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Haushalts. Die DGE empfiehlt eine tägliche Aufnahme von 4000 Milligramm – Kümmel kann hierbei einen guten Beitrag leisten (1), (2).

Magnesium

Auch Magnesium ist in Kümmel mehr als reichlich zu finden und liegt mit seinen 260 Milligramm pro 100 Gramm gleichauf mit Nüssen wie Cashewkernen oder Mandeln. Besonders bei der Nervenfunktion und den Energiestoffwechsel spielt der Mineralstoff eine große Rolle. Ein Mangel kann daher zu Müdigkeit, Depressionen, Muskelkrämpfen oder Rückenschmerzen führen. 

Calcium

Was noch macht Kümmel gesund? Ein weiterer großer Bestandteil in Kümmel ist Calcium. 950 Milligramm pro 100 Gramm verstecken sich in den kleinen Samen und machen damit Milchprodukten wie Joghurt starke Konkurrenz. Calcium sollte vor allem für Kinder und Jugendliche ein elementarer Bestandteil der täglichen Nahrung sein, da diese Substanz essenziell für den Aufbau von Knochen und Zähnen ist. 

Eisen

Doch dem nicht genug: Kümmel ist zudem ein wichtiger Eisenlieferant. Mit 16,2 Milligramm pro 100 Gramm liegen die Samen sogar über tierischen Lebensmitteln wie Schweineleber. Denn vor allem Produkte vom Tier sind bekannt für einen hohen Eisengehalt. Das Spurenelement spielt eine große Rolle bei der Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin sowie für den Sauerstofftransport (3).

Außerdem sind weitere Nährstoffe wie Vitamin B1, B2 und B6 in kleineren Mengen sowie Phosphor und Beta-Carotin in größeren Mengen enthalten. 

Merke!
Kümmel ist ein wahrer Nährstoff-Booster und enthält vor allem große Mengen an Mineralstoffen wie Kalium, Calcium und Eisen.

2. Wirkt verdauungsfördernd 

Wer kennt das nicht: Nach einem leckeren schweren Essen macht sich auf einmal ein unangenehmes Gefühl im Bauch bemerkbar. Ein aufgeblähter Bauch oder Verdauungsprobleme sind oftmals die Symptome. Um dagegen Abhilfe zu schaffen, greifen viele Menschen auf Kümmel zurück. Und das nicht ohne Grund: Die kleinen Samen haben nachgewiesen eine anti-aflatoxinogene (gegen Pilze) und antioxidative sowie antimikrobielle (gegen die Vermehrung von Mikroorganismen) Wirkung. Diese positiven Faktoren von Kümmel macht sich auch die Industrie zunutze und setzt Kümmelöl daher als natürliches Konservierungsmittel bei der Produktion von Nahrungsmitteln ein (4).

Vor allem in Kümmelöl konnten diese Eigenschaften festgestellt werden. Deshalb werden die Samen mit dem besonderen Geschmack auch oftmals bei der Behandlung von Blähungen bei Kindern und Kleinkindern eingesetzt. Denn auch bei Koliken ist Kümmel gemäß einer Studie hilfreich. Außerdem empfiehlt die Medizin das braune Gewürz bei Sodbrennen, Mundgeruch, Übelkeit und Erbrechen – ein echtes Allround-Talent also (5).

Genannte Gründe machen deutlich, warum Kümmel gesund ist. Ein Tee aus den Samen kann so manche Wehwehchen und Beschwerden lindern. 

Merke!
Kümmel hat nachgewiesen eine antioxidative und antimikrobielle Wirkung und kann somit Verdauungsbeschwerden entgegenwirken.

3. Hilft beim Abnehmen 

Was noch macht Kümmel gesund? Wenn Sie gerne ein paar Pfunde verlieren möchten, kann Kümmel auch hier eine große Hilfe sein. Das konnten zumindest Forscher im Rahmen einer Studie nachweisen. Übergewichtige Frauen nahmen in diesem Zusammenhang 90 Tage täglich Kümmelöl zu sich. Die anschließenden Ergebnisse sind erstaunlich: Bei allen Probanden konnte eine deutliche Reduktion des Body-Mass-Indexes (BMI), des Körperfettanteils sowie des Taillen-Hüft-Umfangs festgestellt werden. Aufgrund dessen ist Kümmel in der Pflanzenheilkunde durchaus beliebt (6).

Dennoch konnte keine Veränderung im Fett-Profil oder in Hinblick auf den Blutdruck nachgewiesen werden. Fettleibigkeit beziehungsweise Adipositas birgt ein großes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch dass Kümmel auch in diesem Bereich eine positive Wirkung erzielen kann, ist daher unwahrscheinlich. Jedoch ist es wie bereits erwähnt gut möglich, dass die Samen das Gewicht reduzieren.

In fast allen Speisen kann Kümmel wunderbar ergänzt werden und verfeinert zudem Gerichte mit seiner besonderen Note. 

Merke!
Wissenschaftler konnten bestätigen, dass die regelmäßige Aufnahme von Kümmel bei übergewichtigen Menschen zu einer Reduktion des BMI sowie des Körperfettanteils führt.

4. Senkt das Risiko für Entzündungen  

Nicht nur beim Abnehmen kann Kümmel eine große Hilfe sein – die Samen weisen auch antientzündliche Eigenschaften auf. Dies konnte zumindest im Rahmen mehrerer Studien nachgewiesen werden. Die Wissenschaftler weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Kümmel, vor allem jedoch das Öl der Pflanze spezielle antioxidative Substanzen aufweist, welche verschiedene Entzündungen im Körper reduzieren können. 

Auch interessant: Die 7 besten entzündungshemmenden Lebensmittel

Hierfür verantwortlich sind vor allem die ätherischen Öle in den Samen. Um diese freisetzen zu können, ist es ratsam, die Samen zuerst im Mörser zu zerstoßen. Eine weitere Studie stellte fest, dass die ätherischen Öle Dickdarmgewebsverletzungen reduzieren können. Derartige Entzündungen können durch Kümmel gelindert werden. Ebenfalls konnten die Wissenschaftler eine Korrelation zwischen der Aufnahme von Kümmelöl und Verdauungsstörungen sowie weiteren Darmerkrankungen nachweisen. Diese Ergebnisse konnten jedoch bisher nur an Tieren festgestellt werden. Weiterer Forschungsbedarf ist daher nötig (7).

Trotz dessen wirkt Kümmel, wie bereits erwähnt, lindernd bei Beschwerden rund um den Darm. Mit einer Tasse Kümmeltee oder als Zugabe in Gerichten können Sie nichts falsch machen – ganz im Gegenteil: Die Samen sind eine Wohltat für unseren Körper, was wiederum zeigt, warum Kümmel gesund ist. 

Merke!
Die ätherischen Öle im Kümmel haben eine antientzündliche Wirkung und reduzieren nachgewiesen das Risiko für Entzündungen wie Darmerkrankungen.

Gut zu wissen: Kümmel soll aufgrund seiner durchblutungsfördernden Wirkung auch bei Kopfschmerzen und Migräne helfen. Hierfür zerstoßen Sie die Samen im Mörser, geben diese in ein Tuch und legen dieses in heißes Wasser, bis es komplett durchnässt ist. Anschließend kann das Tuch auf die schmerzende Stelle gelegt werden. 

Kümmelöl kann auch bei Blähungen oder Bauchschmerzen auf dem Bauch einmassiert werden und soll Beschwerden lindern. Trotzdem sollte Kümmel nicht im Übermaß konsumiert werden, da es zu Allergien und Hautreizungen kommen kann. Auch die Inhalation der ätherischen Öle kann unter Umständen einen Asthmaanfall auslösen. Asthmatiker ist daher von Kümmel eher abzuraten. 

Hier gibt es leckere Kümmel-Rezepte: 

Wissen zum Mitnehmen

Was macht Kümmel gesund? Die braunen Samen strotzen nur so vor Nährstoffen. So besitzt Kümmel überdurchschnittlich viel Kalium, Magnesium und Calcium welche wichtig für die Weiterleitung von Nervenimpulsen, die Nervenfunktion und dem Aufbau von Knochen und Zähnen sind. Auch Eisen ist reichhaltig in Kümmel zu finden. 

Sehr bekannt ist Kümmel vor allem für die verdauungsfördernde und bekömmliche Wirkung. Die enthaltenen ätherischen Öle lindern daher Blähungen und Verdauungsstörungen und können sogar nachgewiesen das Risiko für Entzündungen wie beispielsweise Darmerkrankungen senken. 

Auch beim Abnehmen kann Kümmel hilfreich sein. Laut einer Studie wirken sich die Samen bei übergewichtigen Menschen positiv auf den BMI sowie den Körperfettanteil aus. 

Wissenschaftlich geprüft von unseren EAT SMARTER Experten
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