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Agar-Agar

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 14. Feb. 2019

Bei uns noch fast ein Newcomer, in Japan schon ein ganz alter Hut: Agar-Agar macht als rein vegetarisches und veganes Geliermittel der altbekannten Gelatine zunehmend Konkurrenz.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Interaktive Infografik zu Agar-Agar
  2. Das sollten Sie über Agar-Agar wissen
  3. Unsere liebsten Agar-Agar-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Agar-Agar?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Agar-Agar
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Agar-Agar

Interaktive Infografik zu Agar-Agar

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann klicken Sie einfach auf den entsprechenden Plus- oder Minuspunkt.

 

Agar-Agar...

  • ...bietet viele B-Vitamine: Fast alle Vitamine aus der B-Gruppe (bis auf B12) sind in Agar-Agar sehr reichlich vertreten. So decken z.B. schon 2 g Agar-Agar den Tagesbedarf an Vitamin B2 zu ca. 5 Prozent und an Folsäure sogar zu 6,6 Prozent.
  • ...tut dem Darm gut: In Agar-Agar stecken rund 70 Prozent Agarose und 30 Prozent Agaropektin. Diese quellfähigen und löslichen Ballaststoffe regen auf sanfte Art die Verdauung an und fördern eine gesunde Darmflora.
  • ...ist ein Protein-Protz: Eigentlich typisch für ein Produkt aus Algen, aber auf jeden Fall erwähnenswert: 100 g Agar-Agar enthalten 43 g Eiweiß. Selbst eine beim Zubereiten übliche Menge von nur ca. 2 g liefert also immerhin fast 9 g Proteine.
  • ...liefert viel Vitamin C: Man traut es dem unscheinbaren weißen Pulver aus Algen kaum zu, aber Fakt ist: Mit 157 mg pro 100 g gehört Agar-Agar zu den besten Lieferanten für den Stoff, aus dem gute Abwehrkräfte gemacht werden.
  • ...enthält wichtige Spurenelemente: Sicher, Agar-Agar in der normalerweise verwendeten Dosis kann nur etwas beisteuern zu unserem täglichen Bedarf an Eisen, Zink, Jod, Kupfer und anderen Spurenelementen - aber daran gemessen sind die Mengen ausgesprochen hoch.
  • ...ist absolut vegan: Nicht nur Veganer verzichten auf Süßigkeiten und Desserts mit Gelatine, weil diese aus Knochen gewonnen wird. Agar-Agar ist da eine super Alternative mit rein pflanzlicher Zusammensetzung.
  • ...kann abführend wirken: Regelmäßiges Zubereiten von Süßspeisen, Cremes etc. mit Agar-Agar ist grundsätzlich problemlos und empfehlenswert. Übertreiben sollte man es aber auch nicht: Ab etwa 4 g pro Portion kann es sonst zu Durchfall kommen. Allerdings erreicht kaum jemand diese Menge.

Das sollten Sie über Agar-Agar wissen

Die Japaner würden sich sicher darüber wundern, dass bei uns Agar-Agar noch immer nur Eingeweihten ein Begriff ist. Denn dort kennt man das Geliermittel aus getrockneten Rotalgen bereits seit dem 17. Jahrhundert.

Hierzulande hingegen ist Agar-Agar erst seit dem Veggie-Boom so richtig im Kommen, auch wenn die Ersten schon nach dem BSE-Skandal vor rund 13 Jahren die rein vegetarische Alternative zur tierischen Gelatine für sich entdeckt haben.

Tatsächlich steht Agar-Agar, manchmal auch „Pflanzengelatine“ der bei uns traditionsreichen Gelatine aus Tierknochen in Sachen Gelierkraft kaum nach. Man braucht lediglich etwas mehr davon als von herkömmlicher Gelatine. Nicht nur Vegetarier und Veganer nutzen Agar-Agar darum immer häufiger, um damit Cremes, Gelees und Sülzen zuzubereiten.

Auch in der Lebensmittelindustrie kommt Agar-Agar inzwischen öfter zum Einsatz, z.B. bei Eis, Cremes, Marmeladen und Süßigkeiten. Nicht immer steht übrigens der Name Agar-Agar auf der Zutatenliste; häufig verbirgt es sich hinter der Bezeichnung „E 406“.

Unsere liebsten Agar-Agar-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Agar-Agar-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Agar-Agar?

Agar-Agar besteht hauptsächlich aus quellfähigen Kohlenhydraten (70 % Agarose und 30 % Agaropektin), tut also der Verdauung gut. In größeren Mengen ab etwa 4 g kann Agar-Agar abführend wirken; allerdings genügen für die meisten gängigen Speisen mit dem pflanzlichen Geliermittel 1-2 g.

Als typisches Algenprodukt punktet Agar-Agar vor allem mit einem hohen Proteingehalt; außerdem in hohen Mengen enthalten sind mehrere B-Vitamine, Beta-Carotin, Vitamin K sowie satte 157 mg Vitamin C pro 100 g.

Nährwerte von Agar-Agar pro 100 g  
Kalorien 340
Eiweiß 43 g
Fett 2 g
Kohlenhydrate 35,5 g
Ballaststoffe 2,2 g

Einkaufs- und Küchentipps für Agar-Agar

Einkauf

Agar-Agar können Sie sowohl in Asienshops als auch in Reformhäusern und Bioläden kaufen.

Lagerung

Agar-Agar sollten Sie gut verschlossen und trocken aufbewahren, dann hält es sich sehr lange und behält seine gelierenden Eigenschaften am besten.

Vorbereitung

Richten Sie sich bei Agar-Agar am besten nach der jeweiligen Packungsanleitung – je nach Hersteller und Produkt sind die empfohlenen Mengen und Anwendungsweisen unterschiedlich. Grundsätzlich gilt bei Agar-Agar aber: Damit es seine Gelierkraft entfalten kann, muss es 1-2 Minuten in Flüssigkeit kochen.

Zubereitungstipps für Agar-Agar

Sie können Agar-Agar problemlos als Ersatz für tierische Gelatine einsetzen und für alle süßen und herzhaften Flüssigkeiten verwenden, die eine festere Konsistenz bekommen sollen. Agar-Agar eignet sich beispielsweise perfekt für Gelees, Sülzen und Cremes.

Übrigens: Im Gegensatz zu Gelatine wird Agar-Agar auch mühelos mit roher Ananas, Kiwi, Mango und Papaya fertig; seine Gelierkraft wird durch das in diesen Früchten enthaltene Eiweiß spaltende Enzym nicht beeinflusst.

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Bisherige Kommentare

 
Meiner Erfahrung nach ist Agar ergiebiger als Gelatine; wenn ich die Rezeptangabe für Gelatine 1:1 mit Agar ersetze, bekomme ich grundsätzlich etwas in der Konsistenz von Fruchtgummi...
 
ich habe schon vor 45 Jahren mit Agar Agar gearbeitet.Vielleicht benoetigt es etwas mehr als bei Gelatine.

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