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Kürbis

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 27. Dez. 2018

Jedes Jahr auf’s Neue wird der Kürbis zum kulinarischen Knaller der Herbst-Saison. Dann liegen Hokkaido und Co. in saftigem Orange in Supermärkten, Bio-Läden und auf den Wochenmärkten. Doch wissen Sie, welche Sorten es gibt und was Kürbisse so gesund macht? Hier gibt es tolle Kürbis-Rezepte für jede Gelegenheit und alles Wissenswertes rund um den Kürbis.

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Interaktive Infografik zu Kürbis

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann klicken Sie einfach auf den entsprechenden Plus- oder Minuspunkt.

 

Inhaltsverzeichnis
  1. Was Sie über Kürbis wissen sollten
  2. Wie gesund ist eigentlich Kürbis?
  3. Kürbiskerne
  4. Kürbiskernöl
  5. Kürbissorten: Kürbis ist nicht gleich Kürbis
  6. Einkauf- und Küchentipps für Kürbis
  7. Zubereitungstipps für Kürbis
  8. Leckere Rezepte mit Kürbis
  9. Gesundheitliche Vorteile von Kürbissen

Was Sie über Kürbis wissen sollten:

Herkunft: Seit Jahrtausenden gehört der Kürbis zum Speiseplan der Mittel- und Südamerikaner. Die ältesten versteinerten Kürbissamen wurden in Mexiko entdeckt und werden auf 10.000 Jahre vor Christus datiert. Mit der Entdeckung dieser Kontinente wurde der Kürbis nach Europa gebracht und eroberte mit seinem saftigen Fleisch und seinem nussigen Aroma langsam die europäische Küche. Heute gehört der Kürbis nicht zuletzt wegen des europäischen Halloween-Hypes jeden Herbst mit Suppen, Eintöpfen und Püree zur Saison-Küche.

Aussehen: Kürbisse zählen zu den größten Beeren der Welt. Beerenfrüchte kennzeichnen sich durch im Fruchtfleisch eingelagerte Samen, wie es auch bei Himbeeren, Gurken oder Melonen zu sehen ist. Der Kürbis kann die Größe einer Münze, aber auch die Größe eines Treckerreifens erreichen. Der bisher größte Kürbis brachte 1190,5 Kilogramm auf die Waage und wurde vom Belgier Mathias Willemijns gezüchtet.

Kürbisse gibt es in verschiedenen Farben und Musterungen, die von orange über gelb bis hin zu grün und sogar schwarz reichen. Auch die Form des Kürbisses ist nicht immer rund oder oval. Zum Beispiel weist die Kürbissorte „Bischhofsmütze“ unförmige Auswüchse auf.

Saison: Kürbisse haben in Deutschland von September bis November Saison. Darüber hinaus kann diese Beerenfrucht über mehrere Monate gelagert und so noch im Januar genossen werden.

Wie gesund ist eigentlich Kürbis?

Nährwerte von Kürbis pro 100g  
Kalorien 25g
Kohlenhydrate 5g
Ballaststoffe 2g
Eiweiß 1g
Fett <1 

Der Kürbis punktet mit einer ganzen Menge an Nährstoffen. Er ist eine besonders gute Quelle für Vitamin A, B-Vitamine, Kalium, Kupfer und Mangan. 100 Gramm Kürbis decken bereits 26 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin A und fast 10 Prozent des Tagesbedarfs an Kalium. Obwohl er süß und herzhaft schmeckt, enthalten 100 Gramm Kürbis nur 26 kcal. Gleichzeitig macht er richtig satt und eignet sich aus diesem Grund ideal als Sättigungsbeilage. Die vielen Nährstoffe in Verbindung mit der geringen Kalorienmenge machen den Kürbis zum perfekten Fitness-Food. 

Das Kürbisfleisch kann aufgrund seiner guten Bekömmlichkeit hervorragend in der Diätküche als Schonkost oder für Kleinkinder zubereitet werden. Das Fleisch enthält viele Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor und Eisen. Am meisten jedoch Kalium (300mg/ pro 100g Fruchtfleisch), das den Flüssigkeitshaushalt im Körper reguliert.

Die orangene Farbe des Kürbisfleisches lässt erkennen, dass es viel Beta-Carotin, die Vorstufe des Vitamins A enthält. Dieses Vitamin ist für die Augenfunktion entscheidend. Die im Kürbis enthaltene Kieselsäure verbessert zudem die Haut- und Nagelstruktur. Weiter unten können Sie mehr darüber lesen.

Kürbiskerne

Neben dem gesunden Fruchtfleisch steckt im Kürbis noch ein echter Schatz: die Kürbiskerne. Neben gesunden Fettsäuren liefern sie hochwertiges pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe und eine ganze Menge Mikronährstoffe – darunter Eisen, Zink, Kupfer und Mangan sowie Vitamin B3 und Vitamin E.

So kalorienarm wie das Fruchtfleisch sind Kürbiskerne jedoch nicht: 100 Gramm schlagen mit 500 Kalorien zu Buche. Beim Öl verhält es sich ebenso. Ein Esslöffel (12 Gramm) enthält 105 Kalorien. Kerne und Öl sollten also bewusst eingesetzt und sparsam dosiert werden.

Kürbiskernöl

Aus den Kürbiskernen wird in aufwändigen Verfahren hochwertiges Kürbiskernöl hergestellt. Es überzeugt durch ein intensives nussiges Aroma und ist dazu noch sehr gesund. Kürbiskernöl ist besonders reich an Vitamin E und ungesättigten Fettsäuren, die mehr als 50 Prozent der Fettsäuren im Öl ausmachen. Diese haben eine regulierende Wirkung auf dem Cholesterinspiegel und einen positiven Einfluss auf gutartige Prostataleiden.

Entscheidend für eine gute Qualität ist eine schonende Verarbeitung Steirisches Kürbiskernöl zählt zu den hochwertigsten Ölen und lässt sich einfach und bequem online bestellen.

Kürbiskernöl hat im Gegensatz zum Kürbisfleisch einen hohen Kaloriengehalt und gehört zu den ernährungsphysiologisch wertvollsten Pflanzenölen, die es zur Zeit auf dem Markt gibt. Grund ist der Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Kürbissorten: Kürbis ist nicht gleich Kürbis

Die Gattung der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) gehört zur gleichen Pflanzenfamilie wie auch Melonen oder Gurken. Da er kleine Kerne enthält, zählt er in botanischer Hinsicht zu den Früchten. Die Kerne des Kürbisses, die Kürbiskerne, sind sehr gesund, lassen sich wunderbar rösten und dienen zur Herstellung des aromatischen Kürbiskernöls. Im Hinblick auf seine Nährstoffzusammensetzung und sein nussig-süßes Aroma würde man ihn wohl eher in die Kategorie Gemüse einordnen.

Es gibt ein großes Angebot an essbaren Kürbissorten, die sich in Geschmack und Textur unterscheiden.

Zu bekannten Kürbissorten zählen unter anderem der orangene, kleine Ambercup, der grün gestreifte Buttercup, der allseits bekannte und gern zubereitete Hokkaido, der würzige Muscade de Provence, die apart geformte Bischhofmütze und der handgroße Mandarin. 

Beliebte essbare Kürbissorten und was sie so besonders macht:

Hokkaidokürbis

 

Hokkaido: leicht nussig, festes Fruchtfleisch, essbare Schale, beliebtester Kürbis

 

Butternut-Kürbis


Butternut-Kürbis: nussig-süß, cremige Konsistenz, reichlich Fruchtfleisch, wenige Kerne

 

 

Spghettikürbis


Spaghettikürbis: spaghetti artige Fasern, wird im Ganzen gegart und ausgelöffelt

 

 

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Muskatkürbis


Muskatkürbis: würzig, Aroma erinnert an Muskatnuss, leicht faserige Konsistenz, vielseitig

 

 

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Geschnitzte Halloween-Kürbisse


Early Harvest: Der klassische Halloween-Kürbis zum Schnitzen, Fruchtfleisch für Suppen oder Püree

 

 

 

Zu den nicht essbaren Kürbissorten gehören die Zierkürbisse. Sie enthalten Bitterstoffe (Curcubitacine), die für den Menschen giftig sind und zu Übelkeit und Erbrechen führen. Somit sind diese Kürbisse nicht für den Verzehr geeignet, als Dekoration – vorallem an Halloween – eignen sie sich hingegen wunderbar. 

Einkauf- und Küchentipps für Kürbis:

So testen Sie den Reifegrad eines Kürbisses: Klopfen Sie mit der geballten Faust sachte auf die Schale des Kürbisses. Erklingt ein hohles Geräusch, ist der Kürbis reif. Gibt der Kürbis zudem auf leichten Druck nicht nach, ist er sicher ausgereift. Zudem erkennen Sie einen reifen Kürbis am leicht vertrockneten bzw. verholzten Stielansatz. Hat der Kürbis keinen Stiel mehr, können Fäulnisbakterien im Kürbis sein.

Lagerung: Einen ganzen Kürbis können Sie bis zu sechs Monaten an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort (10 bis 13 Grad) aufbewahren. Werden Kürbisse in feuchter Umgebung gelagert, können sie faulen. Einen bereits angeschnittenen Kürbis können Sie mit einer Klarsichtfolie abdecken und bis zu einer Woche im Kühlschrank aufbewahren. Einzelne Stücke kann man blanchieren und einfrieren – sie sind danach rund vier Monate verwertbar.

Kürbis haltbar machen: Eine gute Methode Kürbis haltbar zu machen, ist das Einmachen. In einem süß-sauren Sud aus Essig, Zucker und Gewürzen (z.B. Nelken oder Zimt) hält sich Kürbis über mehrere Monate und erhält zudem ein wunderbares Aroma. Eingelegter Kürbis ist die perfekte Beilage zu einem deftigen (Seitan-) Steak.

Zubereitungstipps für Kürbis:

Manche Sorten (z.B. Hokkaido) werden mit Schale verzehrt. Bei den meisten Kürbisarten ist es jedoch sinnvoll, die harte Schale vor dem Garen zu entfernen (unter anderem beim Muscade de Provence). Ein Klassiker in der Kürbis-Küche ist die Kürbissuppe. Mit ihrer fein-sämigen Konsistenz und ihrem nussig-süßlichen Geschmack überzeugt sie viele Liebhaber, die sie gerne in variierenden Rezepten zubereiten. Zum Beispiel können Sie die Kürbissuppe mit frischem Ingwer oder Chili aufpeppen und mit einem Schuss Kürbiskernöl gelungen abrunden.

In Spalten geschnitten können Sie Kürbis mit Salbei, Chili, Knoblauch und Zitronensaft würzen und im Backofen garen. So macht der Kürbis zum Beispiel als veganes Hauptgericht eine gute Figur. Dazu können Sie Couscous reichen. Probieren Sie Kürbis doch auch mal als Püree. Es hat einen ganz intensiv nussigen Geschmack und ist eine gelungene Abwechslung zu den gängigen Beilagen wie Nudeln, Reis oder Kartoffeln. Würzen können Sie das Püree mit einer Prise Salz, geriebener Muskatnuss und wer es mag, mit etwas Kreuzkümmel.

Leckere Rezepte mit Kürbis:

Wir haben natürlich zahlreiche Kürbis-Rezepte für Sie, die Sie unbedingt mal ausprobieren sollten. Unsere 30 besten Kürbis-Rezepte finden Sie in diesem Kochbuch:

Gesundheitliche Vorteile von Kürbissen

Betrachten wir die zahlreichen Nährstoffe welche Kürbisfleisch und Kürbiskerne liefern, so lassen sich einige Gesundheitsvorteile erkennen, von denen Sie als Kürbis-Fan profitieren können.

Unterstützt die Sehkraft

Kürbis steckt voller Beta-Carotin. Bei Beta-Carotin handelt es sich um den orange-roten Farbstoff, welcher für die charakteristische Farbe des Kürbis verantwortlich ist. Im Körper wird Beta-Carotin je nach Bedarf in Vitamin A umgewandelt (1).  

Beta-Carotin wird von unserer Netzhaut für die Absorption von Licht benötigt. Zudem besteht ein Zusammenhang zwischen Vitamin A und anderen Nährstoffen wie Vitamin E und C sowie Zink und Kupfer und einer verringerten Wahrscheinlichkeit an einer altersbedingten Makuladegeneration zu erkranken (2).

All diese Nährstoffe kommen in Kürbisfleisch und Kürbiskernen reichlich vor. Aus diesem Grund kann der regelmäßige Verzehr von Kürbis auch zum Erhalt einer normalen Sehkraft beitragen.

Schützt die Haut und hält sie gesund

Die Haut ist der Spiegel unserer Gesundheit. Rein und strahlend sollte sie sein. Eine gesunde Ernährung kann maßgeblich zu einer besseren Haut beitragen. Ein Teil dieser gesunden Ernährung ist ein hoher Anteil von Obst und Gemüse. Der Kürbis eignet sich besonders gut, da er wichtige Antioxidantien liefert. Diese bekämpfen freie Radikale im Körper, welche an der Hautalterung beteiligt sind (3).  

Unsere Haut spiegelt nicht nur unsere Gesundheit wieder, sondern dient auch dem Schutz vor äußeren Einflüssen. Das macht sie besonders angreifbar. Insbesondere intensives Sonnenlicht kann schädlich sein. Der UV-Anteil des Sonnenlichts ist vor allem in den Sommermonaten sehr hoch. Wer sich zu lange und ohne Sonnenschutz den UV-Strahlen aussetzt, riskiert Hautschäden und eine vorzeitige Alterung (4).

Unser Körper schützt sich vor diesen Schäden durch Antioxidantien wie Beta-Carotin, Vitamin C und Vitamin E. Und davon hat der Kürbis mehr als genug.

Unterstützt das Immunsystem

Beta-Carotin wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus. Eine Studie fand heraus, dass Immunzellen nach der Einnahme von Beta-Carotin besser und schneller reagierten als wenn Probanden nur ein Placebo einnahmen. Die immununterstützende Wirkung von Kürbis konnte im Rahmen von aktuellen Studien bestätigt werden (5).

Die Aktivität und Funktion des Immunsystems wird positiv durch Vitamin A beeinflusst, welches aus Beta-Carotin gebildet wird. Vitamin A unterstützt zudem eine gesunde Darmschleimhaut. So wie unsere Haut uns vor äußeren Einflüssen schützt, muss unser Darm uns von innen heraus beschützen. Schädliche Bakterien und Viren haben bei einer gesunden Darmschleimhaut keine Chance (6). 

Weitere Nährstoffe aus Kürbissen, die unser Immunsystem unterstützen, sind Vitamin C, Vitamin E und Eisen (7).

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Bisherige Kommentare

 
Ich habe eine Mischung von "Eßbaren Zierkürbissen" ausgesät. Viele sind aufgegangen. Einer hat keine schlangenartigen Seitentrieb, an denen die Kürbisse wachsen, nein, am Mittelstamm wachsen orangerote,ca 15 - 20cm runde Kürbisse und gleich mehrere. Wie heißt diese Sorte, die sich nicht im Garten ausbreitet ?
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Lieber Herr Beise, da können wir Ihnen leider auch nicht weiterhelfen. Aber vielleicht weiß ein Leser Bescheid...? Viele Grüße aus der EAT SMARTER Redaktion!
 
Hier in Australien machen wir Kartoffelbrei oft halb/halb mit Kuerbis und statt heisser Milch nimmt man Naturjoghurt und etwas geriebenen Ingwer. Auch sehr beliebt auf dem Grill oder im Backofen sind die Kuerbisspalten mit Zimtzucker bestreut und geebacken, bis sie weich sind (nicht zuviel Oberhitze).

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