Macis

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 16. Aug. 2019
Die feinere Schwester der Muskatnuss: Macis
Die feinere Schwester der Muskatnuss: Macis

Warenkunde Macis: Was man über Macis wissen muss und warum es so gesund ist.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über Macis wissen
    1. Herkunft
    2. Geschmack
  2. Unsere liebsten Rezepte mit Macis
  3. Wie gesund ist eigentlich Macis?
  4. Einkaufs- und Küchentipps für Macis
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  5. Zubereitungstipps für Macis

Das sollten Sie über Macis wissen

Macis haben Sie nie gehört? Dann kennen Sie das edle Gewürz vielleicht unter seinem Namen Muskatblüte. Geschmeckt haben Sie es bestimmt schon mal, denn Macis gehört zu den klassischen Gewürzen für weihnachtliche Lebkuchen.

Wer Muskat mag, wird Macis sicher ebenfalls schätzen, denn die auch Muskatblüte genannte Macis ist tatsächlich ganz eng mit der sogenannten Muskatnuss verwandt. Genau genommen ist Macis aber keine Blüte, sondern der Samenmantel, der die Muskatnuss umhüllt. Im Urzustand hängen die Früchte optisch ganz ähnlich wie Aprikosen an den immergrünen Muskatnussbäumen. Sobald sie reifen, springen sie auf und geben dabei den (botanisch fälschlicherweise  als Nuss bezeichneten) Samen frei. Anschließend wird der im frischen Zustand leuchtend rote Samenmantel abgezogen und etwa acht Monate getrocknet, bis er schrumpelig wird und gemahlen werden kann.

Herkunft

Die ursprüngliche Heimat des Muskatbaums liegt in Indonesien. Heute kommt Macis außerdem aus Sri Lanka, Südindien und von der Karibik-Insel Grenada zu uns.

Geschmack

Geschmacklich ist Maci so etwas wie die feinere Schwester der Muskatnuss: Ihr aromatisches, leicht bitteres Aroma ist zwar naturgemäß ähnlich, aber deutlich milder und dezenter.

Unsere liebsten Rezepte mit Macis

Hier gelangen Sie zu allen Macis-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Macis?

Ähnlich wie auch die Muskatnuss kann Macis bei Magen- und Darmproblemen lindernd wirken. Das Gewürz hilft erfahrungsgemäß bei leichter Übelkeit und Verdauungsstörungen. Manche sprechen der Muskatblüte außerdem eine antibakterielle und sogar wurmtötende Wirkung zu, doch für beides gibt es bisher keine wissenschaftlichen Nachweise.

Dosieren Sie Macis in Maßen, denn wie bei Muskat gilt auch hier: In größeren Mengen wirkt das Gewürz wie ein Rauschmittel. Verantwortlich dafür sind die sogenannten Phenylpropanderivate Myristicin, Elemicin und Safrol, die im Körper zu Stoffen umgebaut werden, die unter anderem Halluzinationen hervorrufen können. Vor allem bei Kindern ist darum Vorsicht geboten. Aber keine Panik: Größeren Kids oder Erwachsenen können ein oder zwei kleine Prisen nicht schaden!

Nährwerte von Macis (getrocknet) pro 100 Gramm  
Kalorien 509
Eiweiß 6,7 g
Fett 32,4 g
Kohlenhydrate 45,7 g
Ballaststoffe 4,8 g

Einkaufs- und Küchentipps für Macis

Einkauf

Manche Asienshops bieten Macisstücke an, die Sie im Mörser oder Blitzhacker mahlen können. Meistens findet man das Gewürz allerdings schon gemahlen im Supermarkt oder im Bioladen.

Lagerung

Bei dunkler, kühler und luftdichter Lagerung behält gemahlene Macis einige Monate ihr Aroma.

Vorbereitung

Ganze Macis beziehungsweise Streifen der sogenannten Blüte können Sie im Mörser oder mit einem Blitzhacker direkt vor der Zubereitung des jeweiligen Rezepts frisch mahlen.

Zubereitungstipps für Macis

Grundsätzlich gilt als Faustregel: Alles, was mit Muskatnuss schmeckt, gewinnt auch durch Macis mehr Geschmack. Andererseits ist ihr Aroma so dezent, dass man damit auch feinere Gerichte würzen kann, für die Muskatnuss zu dominant wäre.

Klassischerweise verwendet man Macis bei der Herstellung von weihnachtlichen Köstlichkeiten wie Pfefferkuchen, Lebkuchen und Punsch, aber auch Würsten. Die Briten mögen Macis als Gewürz für Kompott, Cremes und andere Süßspeisen. In der Karibik verwendet man Macis dagegen eher für herzhafte Delikatessen wie zum Beispiel Jamaikanisches Rinderfilet.

Wenn Sie ganze Streifen von getrockneter Macis bekommen können, greifen Sie zu – mit ihrer interessanten Form eignen sie sich unter anderem auch als exotische Deko für asiatische Gerichte.

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