Joghurt

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 27. Mai. 2020

Gesund, nährstoffreich und vielseitig – Joghurt passt zu allem und ist vor allem bei einer Diät ein zuverlässiger Begleiter. Erfahren Sie mehr über das leckere Milchprodukt in unserer Warenkunde.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Joghurt
  2. Infografik zu Joghurt (1,5 Prozent)
  3. Das sollten Sie über Joghurt wissen
    1. Herkunft
    2. Geschmack
  4. Unsere liebsten Rezepte mit Joghurt
  5. Wie gesund ist eigentlich Joghurt?
  6. Einkaufs- und Küchentipps für Joghurt
    1. Einkauf
    2. Lagerung
  7. Zubereitungstipps für Joghurt
  8. FAQs – die häufigsten Fragen
    1. Wieso ist Joghurt länger haltbar als Frischmilch?
    2. Was ist der Unterschied zwischen cremigem und stichfestem Joghurt?
    3. Ab wann dürfen Babys Joghurt essen?
    4. Ich vertrage plötzlich keinen Joghurt mehr, woran liegt das?

Infografik zu Joghurt

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik. 

Infografik Joghurt

Joghurt...

  • ...stärkt Knochen und Zähne: Mit etwa 125 Milligramm Calcium pro 100 Gramm liefert Joghurt eine gute Portion des Mineralstoffs, der für gute Zähne und starke Knochen besonders große Bedeutung hat. Dabei steckt am meisten in naturbelassenem Joghurt – je mehr Zusätze Joghurt enthält, desto niedriger der Gehalt an Calcium.
  • ...kann heilsam wirken: Je nach Joghurt stammen die zum Säuern verwendeten Milchsäurebakterien von unterschiedlichen Stämmen. Manche davon produzieren sogenannte probiotische Bakterien, die Studien zufolge das Immunsystem unterstützen, die Darmflora aufbauen und krank machende Keime in Magen und Darm unschädlich machen. Diese Probiotika helfen zum Beispiel bei Magenschmerzen und Durchfall.
  • ...beugt Krankheiten vor: Verschiedene Studien zeigen, dass vor allem Joghurt mit probiotischen Milchsäurebakterien sogar ernsthafte Erkrankungen verhindern helfen kann. Schon bei einem Verzehr von nur 60 Gramm fettarmem Joghurt am Tag verringert sich zum Beispiel das Risiko für Bluthochdruck um rund ein Drittel. Diese Art naturbelassener Joghurt soll außerdem Darmkrebs und dem Diabetes Typ 1 vorbeugen.
  • ...entlastet das Kalorienkonto: Wer naturbelassenen Joghurt ohne Zusätze löffelt, tut definitiv etwas Gutes für seine Figur: Selbst Vollmilchjoghurt mit 3,5 Prozent Fett zählt noch zu den „schlanken“ Lebensmitteln. Wer auf Kalorien achtet, kann seinen Joghurt mit flüssigem Süßstoff abschmecken und mit klein geschnittenen frischen Früchten genießen.
  • ...ist verträglicher als Milch: Die in Joghurt enthaltenen Bakterien bauen Milchzucker (Laktose) zu einem großen Anteil in Milchsäure um. Deswegen vertragen auch Menschen mit einer Laktoseintoleranz Joghurt oft gut und ohne Probleme.
  • ...tut dem Bauch gut: Für Joghurt wird Milch mit speziellen Milchsäurebakterien gesäuert und angedickt. Er enthält also alles Gute aus der Milch, dazu aber einen dicken Pluspunkt: Die Milchsäurebakterien wirken im Magen und besonders im Darm besonders günstig. Sie schützen zum Beispiel die Schleimhäute und fördern eine gesunde Darmflora.
  • ...CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert zwischen 130 Gramm und 260 Gramm pro 100 Gramm, liegt die CO2-Bilanz von Joghurt im mittleren Bereich. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...kann zur Kalorienbombe werden: Vorsicht mit fertig zubereiteten Fruchtjoghurts aus dem Kühlregal! Sie enthalten oft sehr viel Zucker, außerdem häufig Zusatzstoffe sowie Stärke. Je nach Marke und Produkt kann so ein Joghurt oder auch Joghurt-Dessert leicht zur Figurfalle werden.

Infografik zu Joghurt (1,5 Prozent)

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik. 

Infografik Joghurt 1,5%

Joghurt (1,5 Prozent)...

  • ...stärkt Knochen und Zähne: Mit 155 Milligramm Calcium pro 100 Gramm liefert Joghurt (1,5 Prozent) eine gute Portion des Mineralstoffs, der für Knochen und Zähne festigt. Aber Achtung: Je mehr Zusätze Joghurt (1,5 Prozent) enthält, desto niedriger der Calcium-Gehalt!
  • ...tut dem Bauch gut: Bei der Herstellung von Joghurt (1,5 Prozent) säuert man fettarme Milch mit speziellen Milchsäurebakterien. Diese wirken im Magen und besonders im Darm ausgesprochen positiv; sie fördern eine gesunde Darmflora und schützen die Schleimhäute.
  • ...macht Muskeln: Der hohe Eiweißanteil in Joghurt (1,5 Prozent) hilft beim Muskelaufbau. Außerdem verhindert er, dass der Körper bei einer Diät Muskelmasse statt Fett abbaut.
  • ...entlastet das Kalorienkonto: Mit seinem geringen Fettgehalt ist Joghurt (1,5 Prozent) absolut diät-tauglich. Trotzdem enthält er immer noch genug Fett, um gut zu schmecken – schließlich ist Fett ein Geschmacksträger!
  • ...kann heilsam wirken: Je nach Joghurt (1,5 Prozent) stammen die Milchsäurebakterien von unterschiedlichen Stämmen, von denen einige sogenannte probiotische Bakterien produzieren. Das sind solche, die Studien zufolge das Immunsystem unterstützen, die Darmflora aufbauen und krank machende Keime in Magen und Darm unschädlich machen.
  • ...CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert zwischen 130 Gramm und 260 Gramm pro 100 Gramm, liegt die CO2-Bilanz von Joghurt (1,5 Prozent) im mittleren Bereich. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...enthält Laktose: In 100 Gramm Joghurt (1,5 Prozent) steckt rund 3,3 Gramm Laktose (Milchzucker). Das ist relativ wenig, kann aber für Menschen mit einer Laktoseintoleranz zu viel sein. Mittlerweile gibt es von mehreren Herstellern auch laktosefreien Joghurt mit 1,5 Prozent Fett, der alle übrigen Nährstoffe des Originals enthält.
  • ...kann Zusätze enthalten: Schmeckt ein Naturjoghurt merklich süßer oder wird er als mild bezeichnet, ist es möglich, das bei der Herstellung Milchtrockenmasse verwendet wurde. Dadurch kommt mehr Zucker in den Joghurt. Die Trockenmasse muss nicht als Extrazutat gekennzeichnet werden. Zudem können auch andere Zusätze wie etwa Stärke oder andere Zusätze enthalten sein. Diese müssen aber auf der Verpackung aufgelistet sein. Achten Sie auf die Zutatenliste sowie die Nährwertangaben.

Das sollten Sie über Joghurt wissen

Kaum eine Warengruppe ist bei Gesundheitsbewussten so beliebt wie Joghurt, Dickmilch und Kefir, die Spezialitäten aus gesäuerter Milch. Ihr größter gemeinsamer Vorzug ist wohl, dass sie auch von Menschen konsumiert werden, die nie ein Glas Milch trinken würden. Im Prinzip liefern Sauermilchprodukte dieselben guten Dinge wie Frischmilch: hochwertiges Eiweiß, je nach Fettgehalt eine mehr oder weniger große Portion der Vitamine A und D, außerdem viel Calcium und Magnesium. Im Gegensatz zur Trinkmilch kommen Unverträglichkeiten und Verdauungsprobleme bei Sauermilchprodukten nur selten vor. Im Gegenteil, die Milchsäure trägt zum reibungslosen Funktionieren des Darms bei und sorgt für eine gesunde Darmflora, indem sie im Verdauungskanal ein saures Milieu schafft und unliebsame Mikroben verdrängt.

Mit steigender Beliebtheit hat sich auch eine Reihe von Produkten in den Kühlregalen breitgemacht, auf die die oben aufgezählten Vorteile kaum noch zutreffen. Sie enthalten zuckersüße Fruchtmischungen, Stärke und Fett, haben also etwa den Nährwert eines Puddings und sind ziemliche Kalorienbomben. Die günstigen Wirkungen auf den Darm treten bei einer solchen veränderten Zusammensetzung in den Hintergrund. Und weil diese Sauermilchprodukte überwiegend als Zwischenmahlzeiten gegessen werden, verdrängen sie ballaststoffreiche und damit wichtige Lebensmittel vom Speisezettel.

Für Kinder sollten Sie Naturjoghurt kaufen und mit frischen Früchten, wenig Zucker, Honig oder Süßstoff und am besten mit Getreideflocken mischen. So behalten Sie den Überblick, wie gehaltvoll die Sache ist und vermeiden die oben aufgezählten Nachteile. 

Herkunft

Das Wort Joghurt kommt von dem türkischen Wort yoğurt, das "vergorene Milch" bedeutet. Dabei wird auf die Herstellungsart verwiesen. Man geht davon aus, dass der erste Joghurt zufällig beim Ansäuern von Milch "entdeckt" wurde.

Geschmack

Joghurt schmeckt angenehm frisch und leicht säuerlich. Je höher der Fettgehalt des Joghurts, desto vollmundiger ist er.

Unsere liebsten Rezepte mit Joghurt

Hier gelangen Sie zu allen Joghurt-Rezepten

Wie gesund ist eigentlich Joghurt?

Hersteller von Joghurt und Milchdrinks werben mit den gesundheitsfördernden Wirkungen spezieller Bakterienkulturen, den sogenannten Probiotics. Der Vorteil der zugesetzten Bakterien: Sie überstehen die Reise durch das menschliche Verdauungssystem bis zum Dickdarm zu einem großen Teil unbeschädigt. Einige Stämme können sich dort sogar für kurze Zeit ansiedeln. Von einzelnen Bakterienstämmen versprechen sich Wissenschaftler weitere Gesundheitsvorteile, allerdings besteht noch großer Forschungsbedarf.

Nährwerte von Joghurt (1,5% Fett) pro 100 Gramm  
Kalorien 49
Eiweiß 3,6 g
Fett 1,5 g
Kohlenhydrate 4,5 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Joghurt

Einkauf

Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Verpackung keine Risse hat, denn so kann es sein, dass der Joghurt schneller verdirbt.

Naturjoghurt ohne Zusätze ist sehr gesund und tut dem Darm gut. Im Supermarkt findet man aber auch viele Varianten mit zugesetztem Zucker und Bindemitteln. Auch gekaufter Fruchtjoghurt muss nur 3,5 Prozent Frucht enthalten. Wer auf Nummer sicher gehen und die gesundheitlichen Vorteile des Joghurts ausschöpfen möchte, sollte lieber Joghurt ohne Zusätze kaufen und zuhause oder auf der Arbeit einfach frisches Obst oder Gemüse unterrühren.

Tipp: Wer Plastik sparen möchte, kauft Joghurt am besten im Glas. Da die Aufbereitung und Säuberung von Glas sehr teuer ist, sollten sie nicht direkt wieder ins Altglas kommen, sondern am besten weiterverwendet werden. Beispielsweise beim nächsten Einkauf im Unverpackt-Laden, für selbstgekochtes Apfelmus oder einfach beim Supermarkt gegen Pfand wieder abgeben. 

Lagerung

Wie alle Kühlprodukte muss Joghurt bei 3 bis 9 Grad Celsius im Kühlschrank gelagert werden. Da er schnell die Gerüche anderer Lebensmittel aufnimmt, sollte er stets gut verschlossen sein. 

Zubereitungstipps für Joghurt

Das süß-säuerliche Milchprodukt passt zu fast allem: Ganz klassisch mit Obst und etwas Honig, als leckerer Dip zu Rohkost oder gebratenem Gemüse oder als Joghurt- Dressing zum Salat.

Probieren Sie auch leckere warme Soßen mit Joghurt, wie in unserem Rezept Bengalischer Joghurt-Fisch mit Reis. Außerdem lässt sich Joghurt auch prima einfrieren: Stechen Sie für die kalorienärmste Variante einfach mit einem Löffel durch den geschlossenen Deckel des Joghurts und stellen Sie diesen aufrecht ins Gefrierfach. Für kreativere Varianten können Sie beliebiges Obst mit Joghurt und etwas Süßungsmittel verrühren und auf Eisförmchen verteilen und einfrieren. So entsteht beispielsweise ein Erdbeer-Joghurt-Eis – die perfekte Alternative für kalorienreiches Eis im Sommer!

Joghurt lässt sich übrigens auch ganz leicht selber machen. Wir zeigen Ihnen hier, wie es funktioniert.

FAQs – die häufigsten Fragen

Wieso ist Joghurt länger haltbar als Frischmilch?

Bei der Herstellung wird Joghurt sehr hoch erhitzt, wodurch viele Bakterien, die die Haltbarkeit des Produktes beeinträchtigen, abgetötet werden. Außerdem ist der pH-Wert von Joghurt so niedrig, dass nur noch wenige Keime darin überleben können. 

Was ist der Unterschied zwischen cremigem und stichfestem Joghurt?

Der Unterschied liegt in der Herstellung: Cremiger Joghurt reift in einem Tank und wird anschließend durchgerührt, bevor er in Becher abgefüllt wird. Stichfester Joghurt reift direkt im Becher und wird ohne weitere mechanische Einflüsse verkauft.

Ab wann dürfen Babys Joghurt essen?

Milch und Milchprodukte enthalten viel Milcheiweiß, das über die Nieren ausgeschieden werden muss. Zudem behindert Milch die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung. Aus diesem Grund sollten Babys erst ab dem 2. Lebensjahr etwa 300 Gramm Milch(-produkte) bekommen.

Ich vertrage plötzlich keinen Joghurt mehr, woran liegt das?

Viele denken hier erst einmal an eine Laktoseintoleranz, jedoch enthält Naturjoghurt nur geringe Mengen an Laktose und wird daher sogar von vielen Laktoseintoleranten gut vertagen. Bei einem Fruchtjoghurt wird häufig Laktose zugesetzt und ist daher eher weniger geeignet. Eine leckere Alternative ist Naturjoghurt mit frischen Früchten. Haben Sie die Vermutung, dass Sie den Milchzucker (Laktose) nicht vertragen, können Sie bei Ihrem Arzt durch einen Test Gewissheit bekommen.

Milch und auch Joghurt bestehen jedoch nicht nur aus Laktose. Auch Milcheiweiße sind enthalten, die bei manchen Menschen Beschwerden auslösen können. In Milch sind zwei verschiedene Proteine enthalten: Casein und Molkenprotein. Wird Casein nicht vertragen, dann muss komplett auf Milchprodukte verzichtet werden. Molkenprotein ist hingegen empfindlich gegenüber Hitze, sprich bei erhitzten Milchprodukten wie Pudding oder H-Milch nimmt die allergene Wirkung ab. Joghurt wird nicht erhitzt und kann daher bei Molkenproteinallergikern Beschwerden verursachen. Auch hier kann ein Arztbesuch Klarheit über die mögliche Allergie verschaffen.

 
Ich würde gern Joghurt gerne selbst herstellen. Habe dazu schon einige Zutaten vom Spinnrad. Wie LaBiDa/Gummar HT und Magermilchpulver. Nur die Zubereitung mit frischer Milch(bis 70° erhitzt) vom Bauern ist noch nicht zufriedenstellend. Muss ich da umbedingt H-Milch nehmen ?
Schreiben Sie einen Kommentar