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Ballaststoffe senken Darmkrebs-Risiko

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 21. Aug. 2014
Eine ballaststoffreiche Ernährung gilt als gesund. © Darius Dzinnik - Fotolia.com Eine ballaststoffreiche Ernährung gilt als gesund. © Darius Dzinnik - Fotolia.com

Ballaststoffe senken das Risiko an Darmkrebs zu erkranken – zu diesem Resultat kommt die Studie der Europäische Union von 2003. EAT SMARTER stellt Ihnen die Ergebnisse der Studie vor.

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Eine ballaststoffreiche Ernährung kann das Darmkrebs-Risiko verringern. Zu diesem Ergebnis kommt die bislang größte von der EU finanzierte Studie über das europäische Ernährungsverhalten. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch eine US-Studie vom National Cancer Institute an 35.000 Personen. Diese zeigte, dass bei Personen, die am meisten faserreiche Kost verzehrten, das Risiko für ein Dickdarm-Adenom (Geschwulst aus Schleimhaut oder Drüsengewebe) niedriger war. Bei einem Dickdarm-Adenom handelt es sich zwar um einen gutartigen Tumor, aus dem sich aber auch Krebs entwickeln kann.

Der Zusammenhang zwischen einer ballaststoffreichen Ernährung und der Entwicklung von Darmkrebs galt bislang als umstritten. Für einen eindeutigen Beweis wurden in der europäischen Studie unter der Koordination von Elio Riboli von der internationalen Behörde für Krebsforschung (IARC) in Lyon mehr als 500.000 Personen im Alter zwischen 25 und 70 Jahren in zehn Ländern (Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Schweden, Spanien) untersucht. Dem im Fachblatt “Lancet“ veröffentlichten Ergebnis zufolge senken durchschnittlich 35 Gramm Ballaststoffe am Tag das Krebsrisiko um ein Viertel im Gegensatz zu einer Aufnahme von lediglich 15 Gramm. 35 Gramm Ballaststoffe entsprechen sieben Portionen Obst und Gemüse sowie fünf Scheiben Vollkornbrot täglich. Die Wirkung von Ballaststoff-Supplementen bzw. Lebensmitteln mit Extra-Ballaststoffen wurde dabei nicht erhoben.

Würden Personen mit einer ballaststoffarmen Ernährung den Anteil verdoppeln, könnte das Darmkrebsrisiko um 40 Prozent reduziert werden, interpretieren die Forscher das Studienergebnis. Eine dritte US-Studie, bei der 45.000 Frauen über drei Jahrzehnte untersucht wurden, kann diese schützende Wirkung in einer Publikation im “International Journal of Epidemiology“ nicht bestätigen. Das europäische Team geht davon aus, dass dies auf eine unpassende Probanden-Stichprobe zurückzuführen ist. Vermutlich wurden Personen untersucht, deren Ballaststoffaufnahme zu gering ist, um eine positive Wirkung zu erzeugen.

Weiter ergab die Studie, dass in den Niederlanden, Deutschland, Schweden und Dänemark Getreide die hauptsächliche Ballaststoffquelle darstellt. In Frankreich und Großbritannien rangiert Gemüse an oberster Stelle, während man in Italien und Frankreich am liebsten auf Obst zurückgreift. Mehr: University of Tromso

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