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Wissenschaftlich geprüft

5 Gründe: Darum ist Rote Bete gesund

Von Kira Tessel
Aktualisiert am 17. Jul. 2019
© Pixabay/ Tracy Lundgren
© Pixabay/ Tracy Lundgren

Die rote Rübe ist nicht nur kulinarisch und optisch ein echtes Highlight, sondern ist obendrein ein echtes Power-Food für unsere Gesundheit. Hier erfahren Sie was Rote Bete gesund macht und alles rund um Nährwerte und Kalorien.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Ist reich an Nährstoffen
  2. Unterstützt die Blutbildung und Immunabwehr
  3. Kann den Blutdruck positiv beeinflussen
  4. Ist reich an Betanin
  5. Kann sich positiv beim Training auswirken
  6. Wissen zum Mitnehmen

Rot, röter, Rote Bete! Vor allem durch die knallige rot-violette Farbe fällt die runde Knolle ins Auge. Und das zurecht, denn hinter der bunten Fassade stecken lauter gesunde Inhaltsstoffe.

Darüber hinaus ist die heimische Rübe eines der gesündesten und preiswertesten Wintergemüse überhaupt. Ihr 70er Jahre-Image hat sie längst abgelegt – heute genießen Gourmets Rote Bete in vollen Zügen und vielen frischen Variationen. 

Sie kann so viel mehr, als in riffelige Scheiben geschnitten in einem Essigglas zu schwimmen: Rote Bete schmeckt frisch als Rohkost, gekocht in Klassikern wie Labskaus und Borschtsch oder macht modern interpretiert – zum Beispiel gefüllt aus dem Ofen, als Salat, Suppe oder in Kombination mit Fisch oder Fleisch – kulinarisch eine gute Figur. 

Unsere 3 liebsten Rote-Bete-Rezepte:

1. Ist reich an Nährstoffen

Was genau macht Rote Bete gesund? Die roten Rüben liefern ein weites Spektrum an wertvollen Nährstoffen. Vor allem Kalium, Eisen, Folat, Vitamin C und B-Vitamine machen die Knollen für unsere Gesundheit interessant. Folat ist wichtig für das normale Gewebewachstum und Zellfunktionen – wichtig vor allem für schwangere Frauen und die Embryonalentwicklung. Wie viele andere Gemüsesorten ist auch Rote Bete reich an Kalium (1).

Durch seine Nährstoffzusammensetzung kann uns die rote Rübe bei der Blutbildung und der Abwehr von freien Radikalen unterstützen. Der Ballaststoffgehalt von circa drei Gramm trägt zu einer ballaststoffreichen Ernährung bei und unterstützt unsere Verdauung.

Auch gegart, ist Rote Bete gesund: Um bei der Zubereitung möglichst viele Nährstoffe zu bewahren, bietet es sich an, die Knollen vorher nicht zu schälen. So bleiben mehr Vitamine und Mineralstoffe erhalten. Außerdem würde die Rote Bete sonst im Kochwasser "ausbluten". 

Die Nährwerte von Roter Bete können sich ebenfalls sehen lassen. Hier finden Sie einen Überblick über die Kalorien und die wichtigsten Nährwerte von Roter Bete:

Rote bete 100 Gramm
Kalorien 49
Kohlenhydrate 8,8 g
Ballaststoffe 2,2 g
Fett 0,2 g
Eiweiß 2 g

Lesen Sie auch: Warenkunde über Rote Bete mit Infografik

Tipp: Etwas Kümmel im Kochwasser sorgt für einen besonders herzhaften Geschmack.

Merke!
Rot, rund und unheimlich gesund: Rote Bete liefert Kalium, Eisen, Folat, Vitamin C sowie B-Vitamine und obendrein wertvolle Ballaststoffe, die unserer Verdauung zu Gute kommen.

2. Unterstützt die Blutbildung und Immunabwehr

Rot wie Blut: Rote Bete trägt unter anderem durch ihren Eisengehalt zur Blutbildung bei und wurde schon in der Antike als Heilpflanze gegen Blutarmut eingesetzt. Eisen ist ein essenzieller Mineralstoff, mit diversen wichtigen Funktionen in unserem Körper. Unter anderem ist er für den Sauerstofftransport in den roten Blutkörperchen notwendig. Auch Folat ist in den gesunden Knollen enthalten – vor allem für Schwangere wichtig, um normale Wachstumsprozesse des Embryos zu gewährleisten.

Auch über eine Portion Vitamin C kann man sich bei Roter Bete freuen, noch mehr im rohen Zustand. Vitamin C ist ein Antioxidans, schützt unsere Zellen vor freien Radikalen und unterstützt unser Immunsystem. Außerdem hilft es bei der Kollagensynthese für Gelenke, Bänder und Sehnen sowie bei der Wundheilung. Generell kann pflanzliches Eisen durch eine kleine Menge Vitamin C besser vom Körper aufgenommen werden. Deshalb kann es helfen, zur Roten-Bete-Mahlzeit beispielsweise ein Glas frischen Orangensaft zu trinken. 

Achtung: Auch wenn Rote Bete nur geringe Mengen an Oxalsäure enthält, sollten Menschen mit Gicht, Rheuma oder Nierenerkrankung insbesondere die Blätter nur in geringen Mengen genießen.

Merke!
Sie ist nicht nur kalorienarm und vitaminreich, auch ihr pflanzlicher Eisen- und Folatgehalt machen das Wintergemüse Rote Bete gesund.

3. Kann den Blutdruck positiv beeinflussen

Zu hoher Blutdruck kann die Blutgefäße und das Herz schädigen und gehört zu den größten Risikofaktoren für Herzkrankheiten, Schlaganfall und frühzeitigen Sterbefälle. Unter anderem können die anorganischen Nitrate in Rote Bete dazu beitragen, das Risiko für Herzkrankheiten zu verringern, in dem der Blutdruck gesenkt und die Stickoxidbildung erhöht wird (2).

Eine Ernährung, die kaliumreiche Lebensmitteln wie Rote Bete beinhaltet, kann ebenfalls zur Senkung des Blutdrucks beitragen. Außerdem hat dies positive Auswirkungen auf die allgemeine Herzgesundheit. Kalium ist neben Chlorid und Natrium wichtig für ein ausgeglichenes Elektrolyt-Verhältnis in unserem Körper (3).

Merke!
Die in Rote Bete enthaltenen Nitrate und das Kalium können zur Herzgesundheit beitragen, indem sie den Blutdruck senken.

4. Ist reich an Betanin

Betanin zählt zu den sekundären Pflanzenstoffen und ist das häufigste Pigment in Roter Bete und verantwortlich für die kräftig rote Farbe. Auch dieser besondere Inhaltsstoff macht Rote Bete gesund. Es wird vermutet, dass Betanin antioxidative Eigenschaften aufweist und Zellschäden vorbeugt, indem freie Radikale bekämpft werden (4).

Kein Wunder, dass Rote Bete auch zum Färben in der Lebensmittelindustrie (E162) zum Einsatz kommt. Der rote Saft der Rübe ist nicht nur super gesund, sondern färbt schonungslos alles. Wenn Sie keine roten Hände und Fingernägel haben möchten, bietet es sich an, beim Schneiden oder Schälen der Knollen Einmalhandschuhe anzuziehen. 

Achtung: Einige Menschen können den roten Farbstoff Betanin nicht abbauen. Nach dem Verzehr kann es dann zur rotfärbung im Urin und Stuhl kommen – kein Grund zur Panik (4).

Merke!
Betanin ist die knallige Farbe von Roter Bete zu verdanken. Neben der färbenden Eigenschaften werden dem sekundären Pflanzenstoff auch antioxidative Eigenschaften zugeschrieben.

5. Kann sich positiv beim Training auswirken

Studien geben Hinweise darauf, dass Nitrat die körperliche Leistungsfähigkeit, insbesondere bei intensiven Ausdauersportarten, verbessern kann. Durch eine Förderung der Mitochondrien und der Effektivität der Energiebereitstellung können Nitrate aus der Nahrung den Sauerstoffverbrauch verringern (6).

Die Effekte ließen sich vor allem bei Rote-Bete-Saft beobachten, da dieser einen besonders hohen Gehalt an anorganischen Nitraten aufweist. Nitrat selbst ist unbedenklich, vielmehr stehen die Umwandlungsprodukte Nitrit/Nitrosamine im Verdacht gesundheitsschädlich zu sein. Auch hier kann ein bisschen Vitamin C, zum Beispiel in Form von einem Glas Orangensaft Abhilfe schaffen – dieser hemmt die Nitritbildung (7).

Zudem überwiegen die gesundheitlichen Vorteile von Gemüse in der Ernährung dem möglichen Risiko von Nitrat- und Nitritgehalten. So ist auch die Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung und sieht keinen Grund zur Einschränkung nitrithaltiger Lebensmittel (8).

Merke!
Es scheint, als können die Nitrate aus Roter Bete die Ausdauer- und Trainingsleistung positiv beeinflussen, indem sie den Sauerstoffverbrauch und die Zeit zur Erschöpfung verbessern.

Hier gibt es leckere Rote-Bete-Rezepte:

Wissen zum Mitnehmen

Vor allem der hohe Nährstoffgehalt macht Rote Bete gesund. Dem hohen Nitrat- und Kaliumgehalt ist es zu verdanken, dass Rote Bete sich positiv auf die Herzgesundheit und den Blutdruck auswirkt. Vitamin C und der Pflanzenfarbstoff Betanin haben antioxidative Eigenschaften und schützen unsere Abwehrkräfte und Körperzellen.

Ein Power-Food im wahrsten Sinne des Wortes: Studien zeigen, dass der Verzehr von Rote Bete vor dem Training sich positiv auf die Ausdauer auswirken kann und so zu mehr Trainingserfolg führt. Auch dank des geringen Kaloriengehalts und der guten Nährwerte von Roter Bete können Figurbewusste ruhig öfter zugreifen. Die roten Knollen lassen sich einfach zubereiten und schmecken vor allem als Salat, Saft oder Suppe.

Wissenschaftlich geprüft von unseren EAT SMARTER Experten
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