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10 Dinge, die Sie über Wasser wissen sollten!

Von Jan Schümann
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Wasser-Wissen

Mineralwasser ist und bleibt der Deutschen liebstes Erfrischungsgetränk – doch kaum jemand weiß, was das Lebensmittel Nummer eins so einzigartig macht. Wir verraten Ihnen die spannendsten Facts und alles was Sie über Wasser wissen sollten!

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Daumen hoch für ein Lebenselixir. Wasser ist unverzichtbar für unseren Körper, enorm wichtig für das Wohlbefinden und immer für eine Überraschung gut! 

Laut oder leise?

Die einen trinken ihr Wasser mit, die anderen kategorisch ohne – bei Kohlensäure scheiden sich gern die Geister. Aber was ist nun für wen gesünder? Lässt sich diese Glaubensfrage überhaupt beantworten?

Geschmäcker sind verschieden – vor allem bei Mineralwasser. Die Wahl zwischen spritzig oder still entscheidet meist die persönliche Vorliebe. Nur wenige wissen, dass in manchen Situationen ein bestimmtes Wasser besonders wohltuend sein kann. So ist zur Entspannung oder für eine erholsame Nacht stilles Wasser bestens geeignet. Es wirkt beruhigend auf den Körper, während kohlensäurehaltige „spritzige“ Varianten tatsächlich eher den Kreislauf ankurbeln.

Die prickelnden Bläschen regen zudem den Stoffwechsel an, verringern das Hungergefühl und fördern die Verdauung – also ein idealer Begleiter auf dem Weg zu einer schlanken Figur. Achtung aber bei emfindlichem Magen: Die Kohlensäure unterstützt die Produktion von Magensäure und kann in großen Mengen Bauchschmerzen oder Blähungen hervorrufen. Auch wenn Kohlensäure die Aufnahme der im Wasser enthaltenen Nährstoffe verbessern kann – am Ende sollte doch immer der Geschmack den entscheidenden Ausschlag geben.

Merke!
Wasser mit Kohlensäure regt den Stoffwechsel an, kann das Hungergefühl verringern und die Verdauung fördern, während stilles Wasser beruhigend auf den Körper wirkt. Letztendlich sollte aber der Geschmack entscheiden.

Diese zehn Dinge sollten Sie über Wasser wissen!

1. Leistungsbooster

Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche oder leichte Verwirrtheit? Alles Anzeichen für einen akuten Wassermangel!

Schon bei kürzeren Zeiten der Wasserunterversorgung hat unser Körper mit Problemen zu kämpfen. Dann heißt es schleunigst für Nachschub zu sorgen.

Viele trinken erst etwas, wenn der Durst da ist – dann ist es aber schon zu spät. Denn das Durstgefühl signalisiert bereits einen Flüssigkeitsnotstand.

Merke!
Der Körper sollte kontinuierlich mit ausreichend Wasser versorgt werden. Das fördert die Gesundheit und steigert das gesamte Wohlbefinden.

2. Allzweckwaffe

Wasser ist nicht nur Durstlöscher und Erfrischungsgetränk Nummer eins. Es dient dem menschlichen Körper als Allzweckwaffe: Wasser löst Sauerstoff in unserem Blut, transportiert Nährstoffe und Ausscheidungsprodukte und ist gleichzeitig Wärme- und Kühlmittel.

Bei diesem Vollzeitjob gehen täglich etwa 2,5 Liter über Schweiß, Atem, Haut und Urin verloren.

Klar, dass wir diese Menge irgendwie auch wieder aufnehmen müssen. Den größten Teil – etwa 1,5 Liter – füllen wir durch Getränke nach. Der Rest wird über den Wasseranteil in Lebensmitteln und das sogenannte Oxidationswasser, das beim Abbau von Nährstoffen entsteht, gewonnen. 

Merke!
Wasser ist nicht nur da, um den Durst zu löschen, sondern hat viele weitere wichtige Funktionen im Körper.

3. Geschmacksträger

In Deutschland gibt es fast 200 unterschiedliche Mineralbrunnen, die jährlich bis zu 15 Milliarden Liter Mineral- und Heilwasser abfüllen! Je nach Quellort besitzen die verschiedenen Wässer sogar einen individuellen Geschmack.

Vulkangestein wie in der Eifel oder dem Schwarzwald verleiht dem Mineralwasser einen erdig-trockenen bis leicht metallischen Geschmack. Wasser aus den Erdschichten Norddeutschlands, in denen Gipsverbindungen vorkommen, schmecken eher süßlich bis leicht bitter.

In Regionen mit Sandablagerungen – zum Beispiel um München – sind die Wässer leicht säuerlich und mild.

Merke!
Je nach Quellort besitzen die verschiedenen Wässer einen individuellen Geschmack.

4. Gute-Laune-Tropfen

Wassertrinken macht Stimmung! In Studien zeigte sich, dass großzügige Flüssigkeitszufuhr sich positiv auf den Gemütszustand auswirkt.

In der Studie schnitten Frauen, die täglich mehr als drei Liter Wasser zu sich nahmen, in Stimmungstests deutlich besser ab als die Wenigtrinkerinnen.

Merke!
Wasser wirkt sich auf die Stimmungslage aus. Wer viel trinkt, ist besser gelaunt.

5. PET-Liebling

Beim Einkauf entscheiden sich viele für PET-Flaschen: Fast 70 Prozent des Mineralwassers gehen in Plastikflaschen über die deutschen Ladentische.

Für die Umwelt ist das erstaunlicherweise sogar die beste Lösung. Vorausgesetzt, man kauft PET-Mehrwegflaschen! Denn: Die wiederverwendbare Plastikalternative hat eine besonders gute Ökobilanz. Da können selbst Glas-Mehrwegflaschen nicht ganz mithalten. Grund ist das geringere Gewicht, welches sich beim Transport der leichten PET-Flaschen im Vergleich zur gläsernen Alternative positiv auswirkt.

AB IN DEN SCHATTEN! Wasser aus PET-Flaschen sind generell unbedenklich. Aber: Hitze fördert die Freisetzung von Chemikalien aus dem Kunststoff. Im Sommer sollte man die Flaschen daher lieber im Schatten lagern.

Merke!
PET-Mehrwegflaschen weisen eine bessere Ökobilanz auf als Glas-Mehrwegflaschen.

6. Qualitätsware

Hierzulande kommt Trinkwasser einfach aus dem Wasserhahn, hat eine ausgesprochen gute Qualität und ist obendrein auch noch günstig. Leitungswasser ist bei uns das meist kontrollierte Lebensmittel, dafür sorgt die Trinkwasserverordnung (TrinkwV).

Die Trinkwasserverordnung schützt die Verbraucher vor negativen gesundheitlichen Einflüssen, die durch das Trinkwasser entstehen könnten. Dafür gibt es eine Reihe von Richtlinien – zum Beispiel Grenzwerte für Verunreinigungen oder Schadstoffbelastungen. Damit das Wasser in der richtigen Qualität zu Hause ankommt, prüfen die Versorgungsbetriebe die Wasserleitungen, jedoch nur bis zur Haustür. Ab dort liegt die Verantwortung beim Hauseigentümer.

Wer die Qualität seiner Hausleitungen (etwa auf Bleirückstände) überprüfen möchte, kann sein Trinkwasser im Labor untersuchen lassen.

Merke!
Hierzulande wir das Leitungswasser mithilfe der Trinkwasserverordnung überprüft und hat dadurch eine ausgesprochen gute Qualität.

7. Virtuelles Wasser

140 Liter – so viel „virtuelles“ Wasser wird benötigt, um eine einzige Tasse Kaffee zu produzieren! Das übertrifft sogar den direkten Wasserverbrauch von etwa 120 Litern, den jeder von uns täglich durchs Duschen, Kochen und Trinken verursacht.

Indirekt verbraucht jeder von uns pro Tag sogar mehr als 4000 Liter Wasser. Ein durchaus wichtiger Fakt, den man über Wasser wissen sollte. 

Merke!
Indirekt verbraucht jeder von uns mehr als 4000 Liter Wasser pro Tag.

8. Klare Sache

Wassermoleküle bewegen sich in derselben Weise wie Lichtwellen. Dadurch schlängeln sich die Strahlen an den einzelnen Wasserteilchen gewissermaßen vorbei und werden nicht reflektiert. Die Folge: Das Wasser bleibt durchsichtig.

Merke!
Wassermoleküle werde nicht reflektiert, deshalb ist Wasser durchsichtig.

9. Prall gefüllt

Bei seiner Geburt besteht der Mensch aus bis zu unglaublichen 80 Prozent Wasser.

Im Laufe des Lebens reduziert sich dieser Gehalt dann kontinuierlich, da das Feuchtigkeitsbindungsvermögen der Zellen abnimmt. Bei Erwachsenen enthält der Körper etwa 60 Prozent Wasser – durchschnittlich ca. 43 Liter. Im hohen Alter kann dieser Anteil bis auf unter 50 Prozent sinken.

Merke!
Im Laufe des Lebens reduziert sich der Wassergehalt kontinuierlich.

10. Mineralstoffwunder

Voll mit den lebenswichtigen Mineralstoffen Magnesium, Calcium und Natrium, die wichtig sind für Muskeln, Knochen und Zähne, ist Mineralwasser die perfekte Ergänzung für eine ausgewogene Ernährung.

Ab einem Gehalt von 50 mg Magnesium gilt ein Mineralwasser als magnesiumhaltig, bei Calcium liegt der Grenzwert bei 150 mg.

Ein Liter Mineralwasser kann sogar so viel Calcium und Magnesium enthalten wie eine kleine Schale Joghurt mit einer Banane! Ein interessanter Punkt, den es sich lohnt, über Wasser zu wissen. 

Merke!
Mineralwasser ist voller guter Mineralstoffe und somit die perfekte Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung.

Kleine Wasserkunde für Ihr Wasser-Wissen

Staatlich geprüft, mit heilender Wirkung oder angemixt: Was die Bezeichnungen Mineral-, Quell-, Heil- und Tafelwasser wirklich bedeuten:

Natürliches Mineralwasser …

hat seinen Ursprung in unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen und muss noch am Quellort abgefüllt werden. Es ist das einzige Lebensmittel, das in Deutschland amtlich anerkannt werden muss. Sein Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen ist in der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTVO) festgeschrieben.

Heilwasser …

ist natürliches Mineralwasser, das aufgrund einer speziellen Nährstoffkombination eine heilende, lindernde und vorbeugende Wirkung bei bestimmten Krankheiten besitzt. Dieser Effekt muss wissenschaftlich nachgewiesen sein. Heilwasser fällt unter das Arzneimittelgesetzt, ist aber frei im Handel erhältlich.

Quellwasser …

stammt wie natürliches Mineralwasser ebenfalls aus unterirdischen Quellen, ohne dabei aber die strengen amtlichen Auflagen erfüllen zu müssen.

Tafelwasser …

wird industriell hergestellt und ist eine Mischung aus verschiedenen Wasserarten und Zutaten. Meist sind Trinkwasser, Mineralwasser, Mineralstoffe und sogar Natursole oder Meerwasser zugesetzt. Eine Anerkennung ist nicht notwendig.

Wir haben Ihr Wasser-Wissen ein wenig aufgefrischt, aber Sie möchten noch mehr erfahren?

Als Ergänzung haben wir hier einen weiteren interessanten Artikel für Sie: 7 Gründe mehr Wasser zu trinken.

Wissen zum Mitnehmen

Wasser ist unverzichtbar für unseren Körper. Ob mit oder ohne Kohlensäure: Mineralwasser ist und bleibt das liebste Erfrischungsgetränk der Deutschen. Sprudelwasser regt sogar den Stoffwechsel an, verringert das Hungergefühl und fördert die Verdauung.

Wenn wir uns ausreichend mit Wasser versorgen, fördert das die Gesundheit und steigert das Wohlbefinden. Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche können Gründe für Wassermangel sein.

Wasser löscht nicht nur Durst, sondern löst Sauerstoff in unserem Blut, transportiert Nährstoffe und Ausscheidungsprodukte und ist gleichzeitig Wärme- und Kühlmittel.

Leitungswasser wird hierzulande mithilfe der Trinkwasserverordnung geprüft und weist somit eine ausgesprochen gute Qualität auf.

Außerdem ist Mineralwasser voller guter Mineralstoffe, wie Magnesium, Calcium und Natrium, die wichtig für unsere Muskeln, Knochen und Zähne sind.

Es gibt die Bezeichnungen: natürliches Mineralwasser, Heilwasser, Quellwasser und Tafelwasser. Was sie jeweils bedeuten, können Sie weiter oben nachlesen.

 
Alles Augenwischerei und Unsinn! Wer sich intensiv mit Trinkwasser beschäftigt, sollte sich besser auskennen! Die Wahrheit ist aber wohl politisch nicht nicht erwünscht. In unserem Leitungswasser ist derartig viel Dreck und das Mineralwasser, insbesondere in PET Flaschen, ist noch viel schlimmer! Im Leitungswasser werden 32 Parameter geprüft und im Mineralwasser nur 16. Bevor man öffentlich die Unwahrheit sagt, sollte man lieber schweigen. Gabriele Wiegel-Menzel, Braunschweig
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