Orangensaft

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 10. Jun. 2020

Kann ein Klassiker wie Orangensaft uns noch überraschen? Und wie: Zum einen hat er kulinarisch jede Menge mehr Facetten als nur die eines leckeren Getränks. Und zum anderen zeigen neue Studien: Orangensaft ist noch viel gesünder als gedacht!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Orangensaft
  2. Das sollten Sie über Orangensaft wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  3. Unsere liebsten Rezepte mit Orangensaft
  4. Wie gesund ist eigentlich Orangensaft?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Orangensaft
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Orangensaft
  7. Wissen zum Mitnehmen

Infografik zu Orangensaft

Orangensaft...

  • …beugt Herzproblemen vor: Die vielen Flavonoide in Orangensaft können das Risiko von Herz- und Kreislauferkrankungen nachweislich senken.
  • …ist frisch gepresst besonders wirksam: Frisch gepresster Orangensaft hat mehr gesundheitliche Effekte als die Orange selbst. Forscher fanden heraus: Durch das Auspressen kann der Körper wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Vitamin A und Flavonoide deutlich besser aufnehmen und nutzen.
  • …schützt die Körperzellen: In Orangensaft stecken viele Antioxidanzien, die freie Radikale im Körper abfangen, bevor sie die Körperzellen schädigen können. Gleichzeitig wirken diese antioxidativen Stoffe auch als Anti-Aging-Mittel.
  • …kann Fettverbrennung ankurbeln: Orangensaft enthält zwar relativ viel Fruchtzucker, dafür aber auch 52 mg Vitamin C pro 100 ml. Das Vitamin kann genauso wie die ebenfalls enthaltenen Fruchtsäuren die Verbrennung von Körperfett ankurbeln.
  • …strafft das Gewebe: Kann man mit Orangensaft Orangenhaut loswerden? Das vielleicht nicht, aber Fakt ist: Das Vitamin C im Orangensaft hilft dem Körper bei der Herstellung von Collagen, das u.a. für ein straffes und festes Bindegewebe sorgt.
  • …CO2-Bilanz gut: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Orangensaft gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • …bekommt nicht jedem: Wer an einer Fructose-Intoleranz leidet (also auf Fruchtzucker mit Beschwerden reagiert), der sollte auf Orangensaft verzichten.
  • ...enthält viel Fruchtzucker: Auch wenn es sich bei 100 prozentigem Direktsaft um den natürlichen Zucker aus den Orangen handelt, belastet dieser das Zuckerkonto. Die Menge an Orangen, die in einem Glas Orangensaft stecken, könnte man so gar nicht verzehren, der Zucker ist also sehr konzentriert. Außerdem würde die ganze Frucht noch sättigende Ballaststoffe mitbringen, die im Saft fehlen.

Das sollten Sie über Orangensaft wissen

Ob zum Frühstück, mit einem ordentlichen Schuss Sekt oder einfach so: Bei Orangensaft kann kaum jemand widerstehen. Besonders dann nicht, wenn er frisch gepresst ins Glas fließt. Dann duftet und schmeckt er einfach am aromatischsten! Tatsächlich kommt diesem Aroma kein Orangensaft aus Flasche oder Tetrapak wirklich gleich, auch wenn er als Direktsaft aus dem Kühlregal dem frisch gepressten Original durchaus näher kommen kann. Anderer Orangensaft schmeckt schon deshalb anders, weil man ihn durch Erhitzen (Pasteurisieren) haltbar macht.

Wer dennoch, zum Beispiel aus Kostengründen oder weil er einfach gern einen lange haltbaren Vorrat im Haus haben möchte, den herkömmlichen Orangensaft bevorzugt, sollte im Hinterkopf behalten, dass Orangensaft, egal wie preiswert er ist, immer zu 100 Prozent aus Orangen bestehen muss.

Herkunft

Die Basis für Orangensaft ist häufig ein Konzentrat, das aus den Erzeugerländern für Orangen stammt und dann in Deutschland verarbeitet und abgefüllt wird.

Saison

Orangensaft kann man jederzeit kaufen. Die Hauptsaison für Orangen, aus denen man selbst Saft pressen kann, liegt zwischen November und Mai.

Geschmack

Geschmacklich kann es bei Orangensaft große Unterschiede geben, je nach Qualität und verwendeten Orangen kann er süß bis säuerlich, aromatisch oder eher zurückhaltend schmecken.

Unsere liebsten Rezepte mit Orangensaft

Hier gelangen Sie zu allen Orangensaft-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Orangensaft?

Gerade Figurbewusste winken bei Orangensaft oft ab, da er viel zu süß ist und zu viele Kalorien hat. Dabei stimmt viel eher, dass Orangensaft schlank machen kann, denn er ist frei von zugesetztem Zucker und hat deutlich weniger Fruchtzucker als die meisten anderen Obstsäfte. Außerdem konnten Wissenschaftler nachweisen: Trinkt man Orangensaft zu den Mahlzeiten, kann das zu einer Gewichtsreduktion beitragen und beeinflusst den Fettstoffwechsel auf keinen Fall negativ, sondern positiv (1).

Vor allem enthält er aber mit etwa 42 Milligramm pro 100 Gramm reichlich Vitamin C, besonders wenn er frisch gepresst ist. Dieses Vitamin kann zumindest vorübergehend den Abbau von Körperfett mit ankurbeln und hilft dem Körper bei der Herstellung von Collagen, das unter anderem für ein straffes und festes Bindegewebe sorgt.

Ganz besonders positiv für unsere Gesundheit sind auch die üppig vorhandenen Antioxidanzien in Orangensaft. Sie fangen freie Radikale im Körper ab, bevor sie die Körperzellen schädigen können. Gleichzeitig wirken diese antioxidativen Stoffe auch als Anti-Aging-Mittel. Das gilt erst recht für frisch gepressten Orangensaft, der nachweislich mehr gesundheitliche Effekte als die Orange selbst bringt. Eine Studie hat ergeben: Durch das Auspressen kann der Körper wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin C und speziell die Flavonoide deutlich besser aufnehmen und nutzen (2).

So gesund er ansonsten auch ist, wer auf Fruchtzucker (Fructose) mit Beschwerden reagiert, muss auf Orangensaft leider verzichten. Das Gleiche gilt auch bei einer Histaminunverträglichkeit.

Nährwerte von Orangensaft pro 100 Gramm  
Kalorien 44
Eiweiß 0,7 g
Fett 0,1 g
Kohlenhydrate 8,7 g
Ballaststoffe 0,4 g

Einkaufs- und Küchentipps für Orangensaft

Einkauf

Falls Sie fertigen Orangensaft kaufen, schauen Sie immer aufs Etikett. Dort sollten keine weiteren Zutaten als Orangen und Wasser stehen und schon gar kein zugesetzter Zucker!

Wenn Sie Orangensaft selber pressen wollen, bevorzugen Sie auf jeden Fall ausdrücklich als Saftorangen angebotene Früchte. Sie sind zwar kleiner als die Orangen, die man normalerweise isst, aber sie geben in aller Regel wirklich viel Saft und schmecken dazu oft deutlich aromatischer.

Lagerung

Orangensaft in Flaschen oder im Tetrapak kann man normalerweise viele Monate ohne Kühlung lagern. Erst nach dem Öffnen gehört die Packung dann in den Kühlschrank. Orangensaft aus dem Kühlregal muss natürlich auch zuhause kalt stehen.

Falls Sie frischen Orangensaft auf Vorrat pressen, sollten Sie ihn unbedingt in ein verschließbares Gefäß füllen und ebenfalls im Kühlschrank aufbewahren, aber besser nicht länger als einen Tag, sonst verliert er viele Vitamine!

Vorbereitung

Außer Schütteln gibt es bei Orangensaft nichts vorzubereiten. Zum Pressen von frischem Saft müssen Sie die Orangen nur halbieren – das wars schon.

Zubereitungstipps für Orangensaft

Dass Orangensaft pur, mit Wasser oder Sekt gemischt oder in Drinks jeder Art köstlich schmeckt, müssen wir wohl kaum extra erklären. Orangensaft macht sich außerdem in heißen Getränken, zum Beispiel mit grünem Tee gemischt, hervorragend.

Und auch beim Kochen und Backen sorgt Orangensaft auf extrem vielseitige Art für eine fruchtig-frische Note. Er verfeinert Soßen zu Geflügel oder Fisch, verfeinert Suppen und Cremes, gibt Kuchen und Torten ein wunderbares Aroma und lässt sich zu Sorbet und Eiscreme verarbeiten.

Wissen zum Mitnehmen

Orangensaft ist besonders reich an Stoffen, die unsere Körperzellen schützen und dadurch Alterungserscheinungen und Erkrankungen vorbeugen können. Am besten trinkt man ihn frisch gepresst, denn dann kann der Körper Antioxidanzien und Vitamine am besten aufnehmen.

Bild des Benutzers Marc Winking
Und man bekommt auf Dauer eine nicht-alkohol-induzierte Fettleber: https://www.youtube.com/watch?v=dBnniua6-oM
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