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Mandelmehl

Von Kira Tessel
Aktualisiert am 23. Sep. 2020
© Pixabay | jennyleenaguirre
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Mehlalternativen aus Nüssen und Samen sind heiß begehrt. Mandelmehl ist eine nahrhafte Zutat für die vegane, ballaststoffreiche und glutenfreie Küche. In unserer Warenkunde erfahren Sie alles Wissenswerte über Mandelmehl und inwieweit es sich von gemahlenen Mandeln unterscheidet.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über Mandelmehl wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
    4. Sorten
  2. Wie gesund ist eigentlich Mandelmehl?
  3. Einkaufs- und Küchentipps für Mandelmehl
    1. Einkauf
    2. Lagerung
  4. Zubereitungstipps für Mandelmehl
  5. FAQs – die häufigsten Fragen
    1. Wie ersetzt man Mandelmehl?
    2. Wie kann man Mandelmehl herstellen?

Das sollten Sie über Mandelmehl wissen

Bei Mandelmehl handelt es sich um ein fein gemahlenes Produkt aus Mandeln, welches bei der Herstellung entölt oder teilentölt wird. Aufgrund seines milden Geschmacks und der feinen Konsistenz eignet es sich gut als Mehlersatz. Mandelmehl kann eine gute Ergänzung für eine ausgewogene Ernährung sein und bietet sich gut für eine ballaststoffreiche, glutenfreie oder kohlenhydratreduzierte Diät an. 

Herkunft

Mandelmehl entsteht als Nebenprodukt bei der Herstellung von dem ebenfalls beliebten Mandelöl. Das feine entölte Mandelmehl wird aus geschälten und gepressten Mandeln gewonnen.

Saison

Mandelmehl gibt es ganzjährig zu kaufen. 

Geschmack

Mandelmehl schmeckt angenehm süß, nussig und leicht nach Marzipan.

Sorten

Mandelmehl gibt es in verschiedenen Fettstufen zu finden. Je nachdem, wie stark die Mandeln bei der Herstellung ausgepresst werden, wird das Mandelmehl als entölt oder teilentölt angeboten. Ein entöltes Mandelmehl ist wesentlich trockener, jedoch auch länger haltbar. Auch die klassischen gemahlenen Mandeln werden teilweise als Mandelmehl bezeichnet. Diese wurden jedoch nicht ausgepresst und enthalten den höchsten Fettgehalt. Mandelmehl oder gemahlene Mandeln gibt es außerdem in hell oder dunkel zu kaufen, je nachdem, ob bei der Herstellung blanchierte oder ungeschälte Mandeln verarbeitet wurden.

Hier gelangen Sie zu allen Mandelmehl-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Mandelmehl?

Mandelmehl ist reich an Ballaststoffen und pflanzlichen Proteinen. Dies macht Mandelmehl zu einer guten Eiweißquelle für die vegane Ernährung. Gekauftes Mandelmehl wird in der Regel entölt angeboten und hat einen niedrigeren Fett- und Kaloriengehalt als gemahlene Mandeln. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann sich der Kalorien- und Fettgehalt verschiedener Mandelmehl-Produkte jedoch unterscheiden.

Auch der Grad der Entölung spielt hinsichtlich der Nährwerte eine Rolle. Je nach Herstellung und Verarbeitung des Mandelmehls können wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine der Mandeln verloren gehen. Aufgrund des süß-nussigen Geschmacks kann Mandelmehl vielfältig zum Kochen und Backen eingesetzt werden, um den Protein- und Ballaststoffanteil von Backwaren oder Gerichten zu erhöhen. 

Hier finden Sie die Nährwerte von 100 Gramm Mandelmehl (1):

Nährwerte von Mandelmehl Pro 100 gramm
Kalorien 382
Kohlenhydrate 11,9 g
Ballaststoffe 12,6 g
Eiweiß 48,8 g
Fett 12,6 g

Einkaufs- und Küchentipps für Mandelmehl

Einkauf

Insbesondere in Biomärkten, Reformhäusern, Drogerien und in großen Supermärkten gibt es entöltes Mandelmehl zu kaufen. Auch online können Sie verschiedene Angeboten finden. 100 Gramm Mandelmehl kosten dabei je nach Hersteller um die zwei bis drei Euro. Klassische gemahlene Mandeln werden in den meisten Supermärkten und Discountern angeboten, diese sind im Vergleich wesentlich günstiger. 

Lagerung

Mandelmehl sollte stets kühl, trocken und gut verschlossen gelagert werden, so hält es sich auch nach dem Öffnen mehrere Monate. Gemahlene Mandeln sind wesentlich kürzer haltbar. Selbst hergestelltes "Mandelmehl" sollte daher besonders zügig verbraucht werden, da es aufgrund des Fettgehalts schnell ranzig wird. 

Zubereitungstipps für Mandelmehl

Mandelmehl ist für Low-Carb-Fans oder Menschen mit Glutenunverträglichkeit eine leckere und gesunde Mehlalternative und kann vielfältig eingesetzt werden. In vielen Rezepten ohne Hefe kann das Mehl dabei vollständig durch Mandelmehl ersetzt werden. Da Mandelmehl ein etwas anderes Bindevermögen und Volumen hat, sollte jedoch weniger Mandelmehl verwendet werden, wenn sich die Mengenangabe im Rezept auf normales Mehl bezieht. 100 Gramm Weizenmehl können durch etwa 70 bis 80 Gramm entöltes Mandelmehl ersetzt oder entsprechend mehr Flüssigkeit hinzugefügt werden. 

Ebenso gut kann das klassische Mehl auch nur teilweise durch Mandelmehl ersetzt werden, um den Protein- und Ballaststoffgehalt der Backwaren zu erhöhen. Da Mandelmehl nur einen sehr dezenten Eigengeschmack hat, eignet es sich sowohl für herzhafte Backwaren wie Brot, Brötchen oder Pizza als auch für süße Kuchen- und Keksvariationen. Mandelmehl kann außerdem gut zur Bindung von Suppen, Saucen oder zum Frühstück in Pancakes, Müsli oder Joghurt verwendet werden.

FAQs – die häufigsten Fragen

Wie ersetzt man Mandelmehl?

Mandelmehl kann entweder durch Mehl oder -alternativen wie Kokosmehl, Maismehl oder Reismehl ersetzt werden. Je nach Rezept können auch gemahlene Mandeln verwendet werden. Das Backergebnis kann dabei jedoch etwas unterschiedlich ausfallen und die Fett- und Flüssigkeitsmenge im Rezept müsste entsprechend angepasst werden. 

Wie kann man Mandelmehl herstellen?

Mehl aus Mandeln lässt sich einfach selbst herstellen, indem man Mandel im Mixer fein zermahlt. Dies sollte jedoch nicht zu lange geschehen, da die gemahlenen Mandeln durch das enthaltene Öl ansonsten zu Mandelmus werden. Die selbst hergestellt Variante enthält mehr Fett als ein entöltes Mandelmehl-Produkt.

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