Litschi

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 04. Jun. 2020

Wer die feinen weißen Früchtchen nur aus der Konserve kennt, hat was verpasst. Frische Litschi schmeckt nämlich unvergleichlich viel besser und enthält natürlich auch mehr Vitamine als ihre in Sirup eingelegten Schwestern.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Litschi
  2. Das sollten Sie über Litschis wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  3. Unsere liebsten Rezepte mit Litschis
  4. Wie gesund sind eigentlich Litschis?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Litschis
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Litschis

Infografik zu Litschi

Litschi...

  • ...liefert viel Vitamin C: Klein, aber oho – das stimmt bei Litschi unbedingt, wenn es um den Vitamingehalt geht: In 100 Gramm stecken immerhin rund 40 Milligramm Vitamin C. Das entspricht gut 40 Prozent der täglich benötigten Menge von 100 Milligramm.
  • ...bietet B-Vitamine: Zur Deckung des täglichen Bedarfs an B-Vitaminen gibt es zweifellos bessere Lebensmittel – aber trotzdem trägt Litschi mit nennenswerten Anteilen der meisten Vitamine aus der B-Gruppe einiges dazu bei.
  • ...verfügt über das Spurenelement Kupfer: In 100 Gramm Litschis stecken 200 Mikrogramm Kupfer. Dieses essentielle Spurenelement stärkt unser Immunsystem und hat wichtige Stoffwechsel- funktionen. Es hilft beispielsweise bei der Bildung der roten Blutkörperchen und ist es zentraler Bestandteil von Enzymen. Wer einen Kupfer-Mangel hat, spürt das mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit und gestörter Pigmentierung der Haare und der Haut.
  • ...enthält wichtige Mineralstoffe: Auch wenn es jeweils eher geringe Mengen sind: Litschi glänzen mit einer guten Auswahl an wichtigen Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Eisen und vor allem Kupfer.
  • ...sollte frisch sein: Litschi gibt es bei uns vorwiegend aus Konserven zu kaufen. Nur um Winter bekommt man sie überall auch frisch und sollte bevorzugt dann zugreifen. Denn konservierte Litschi enthält noch deutlich mehr Zucker, dafür aber umso weniger Vitamine.
  • ...CO2-Bilanz mittel: Mit einem Emissionswert zwischen 130 Gramm und 260 Gramm pro 100 Gramm, liegt die CO2-Bilanz von Litschi im mittleren Bereich. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...ist reich an Zucker: Wer Low Carb bevorzugt, nascht Litschi besser nicht allzu oft und nur in Maßen: Wie ihr süßer Geschmack schon ahnen lässt, ist die Frucht ziemlich zuckerreich. Denn 100 Gramm Litschi schlagen mit immerhin circa 17 Gramm Gesamtzucker zu Buche.

Das sollten Sie über Litschis wissen

Gesehen haben wir Litschis alle schon mal – mittlerweile bekommt man sie in jedem Supermarkt und oft sogar beim Discounter. Aber gekauft und gegessen ...?  Höchstens beim Chinesen um die Ecke, der sie fast immer aus der Dose serviert, was hauptsächlich nach Zucker und wenig überzeugend schmeckt. Kein Vergleich zu frischer Litschi! Denn es stimmt zwar - mit ihrer dunkelrosafarbenen bis hellroten, noppigen Schale sieht so eine Litschi eher lustig als lecker aus. Doch der Eindruck täuscht gewaltig! Denn bei frischer Litschi verbirgt sich unter der dünnen und leicht ablösbaren Schale schneeweißes, milchig aussehendes Fruchtfleisch, das betörend nach Rosen duftet und wunderbar süß und dabei frisch schmeckt. Der darin verborgene Kern sieht aus wie eine kleine Kastanie und ist nicht essbar.

Herkunft

Die ursprüngliche Heimat der Litschi liegt in Südchina, wo man die "Lee Chee" genannte Frucht seit über 4.000 Jahren als Symbol der Liebe und Lebensfreude verehrt.  In früheren Zeiten ließen sich dort sogar nicht wenige Herrscher ihre Steuern in Form von Litschis bezahlen! Heute wachsen Litschibäume auch in anderen subtropischen Ländern wie unter anderem allem in Taiwan, Indien, Thailand, Kenia, Südafrika, Australien und Mexiko.

Saison

Frische Litschi bekommt man dank optimaler Transportwege bei uns das ganze Jahr über.

Geschmack

Frische Litschi schmeckt süß-säuerlich mit einem angenehmen leicht bitteren Nachgeschmack und einer an Muskat erinnernden Note.

Unsere liebsten Rezepte mit Litschis

Hier gelangen Sie zu allen Litschi-Rezepten.

Wie gesund sind eigentlich Litschis?

Frisch geschält kann die Litschi nicht nur geschmacklich glänzen: Mit rund 42 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm steuert ihr feines Fruchtfleisch eine ganze Menge zu unserem täglichen Bedarf von 100 Milligramm bei.

Nährwerte von Litschis pro 100 Gramm  
Kalorien 75
Eiweiß 0,9 g
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 17 g
Ballaststoffe 1,6 g

Einkaufs- und Küchentipps für Litschis

Einkauf

Litschis werden nach Gewicht oder manchmal auch abgepackt verkauft. Da eine Litschi sehr klein ist und kaum mehr als etwa 8 Gramm wiegt, braucht man relativ viele davon. Wenn möglich, probieren Sie bei lose angebotenen Litschis eine Frucht: Manchmal werden die Früchte leider wegen der besseren Haltbarkeit unreif geerntet und per Flugzeug verschickt, was ihr Aroma merklich beeinträchtigt.

Lagerung

Da die Schale der Litschis sehr dünn ist, trocknet das Fruchtfleisch relativ schnell aus. Lagern Sie die Früchte bei mindestens 10 Grad Celsius , besser noch bei Zimmertemperatur nicht länger als etwa eine Woche. Wer möchte, kann Litschis auch einfrieren: Dafür müssen Sie die Schale und eventuell auch den Kern entfernen und die Früchte in Gefrierdosen oder –beuteln verpackt in den Tiefkühler legen.

Vorbereitung

Vielleicht auch ein Grund, warum mancher letztlich doch zu Litschis aus der Dose greift -  Litschis zu schälen macht ein bisschen Mühe. Ritzen Sie die dünne, harte Schale mit einem spitzen Messer oder einfach mit dem Fingernagel etwas ein und drücken Sie die Litschi heraus. Die Schale lässt sich wie bei einem gekochten Ei einfach abpellen. Nun können Sie einfach mit den Fingern noch den ungenießbaren Kern aus dem Fruchtfleisch lösen – schon ist die Litschi fertig zum Vernaschen.

Zubereitungstipps für Litschis

Viele mögen Litschis am liebsten roh, zum Beispiel im Obstsalat oder zu einem feinen Dessert wie unserem edlen Mandelgelee. Man kann Litschis auch als köstliche, essbare Deko für Drinks und Cocktails sowie Eisbecher oder exotische Salate verwenden. Da Litschis nicht allzu süß und dabei leicht säuerlich schmecken, passen sie aber auch zu tropischen und asiatischen Fisch-, Fleisch-, Reis- und Geflügelgerichten. Garantiert Eindruck machen Sie mit Litschis, wenn Sie ihren Kern durch ein kleines Stück Ananas oder Melone ersetzen.

 
Meine Frage wäre ob Litschi auch Diabetiker geeignet sind? Ich habe eine große Handvoll bekommen und esse sie auch gerne. Wäre schade wenn ich sie entsorgen müßte. Gruß Margit Fück
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