10 großartige Ernährungstipps für Yogis

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 27. Dez. 2018

Yoga ist nicht nur das kunstvolle Verbiegen des Körpers sondern ein ganzheitliches Prinzip, das zu innerer Balance und Gesundheit führen soll. Auf dem Weg zum Gleichgewicht soll die Ernährung den Körper und den Geist stärken. Die Yogis haben sich viel aus der ayurvedischen Lehre abgeschaut und wertvolle Tipps für eine gesunde Ernährung, mit der die Yoga-Praxis noch erfolgreicher wird.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Wasser marsch!
  2. Grün und gut
  3. Zähne zeigen
  4. Roh oder gekocht?
  5. Weniger Eiweiß ist mehr
  6. Sauer macht unlustig
  7. Drei heilige Wurzeln
  8. Urlaub für den Darm
  9. Yogische Geheimwaffe Ghee
  10. Nichts essen, das eine Mutter hat

1. Wasser marsch!

Viel Flüssigkeit ist die Basis für ein gesundes Leben. Bis zu drei Liter sollten es nach Yogi-Rat täglich sein, vorzugsweise Wasser und ungesüßte Kräutertees. Von Alkohol, zuckerhaltigen Limonaden und koffeinhaltigen Getränken wird hingegen abgeraten.

2. Grün und gut

Yogis schwören auf grüne Lebensmittel und nehmen so viel Salat, gedämpftes Gemüse, Avocados, Sprossen, Mungbohnen, Weintrauben, Kiwis und sonstiges grünes Essen wie möglich zu sich. Eine grüne Diät soll in regelmäßigen Abständen den Körper wiederaufbauen und entsäuern, die Haut reinigen und die Leber entgiften. Yogis ernähren sich 40 Tage lang grün, aber auch einzelne Diät-Tage tun Geist und Körper gut.

3. Zähne zeigen

„Kaue das Essen gut, denn der Magen hat keine Zähne“ hat Yoga-Meister Yogi Bhajan seinen Schülern mit auf den Weg gegeben. Mindestens 30 Mal kauen sollte man deshalb jeden Bissen, bevor er durch die Speiseröhre Richtung Magen wandert. Der sollte übrigens nur zu drei Vierteln gefüllt werden: Wie die englische Queen sollte man also aufhören zu essen, wenn es am besten schmeckt.

4. Roh oder gekocht?

Die Nahrungsaufnahme in Form von Rohkost wird von vielen gesundheitsbewussten Menschen propagiert. Das tun auch die Yogis wegen der starken Wirkung der Ballaststoffe auf den Darm und der Aufnahme von Vitaminen und Mineralien. Da manche Mineralien und Spurenelemente im Gemüse aber in so große Moleküle eingebunden sind, dass sie dem Organismus nur in gekochtem Zustand zur Verfügung stehen, achten die Yogis auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Rohkost und gekochter Nahrung.

5. Weniger Eiweiß ist mehr

Yogis empfehlen, täglich nur eine geringe Menge Eiweiß zu sich zunehmen, da es von allen Nährstoffgruppen am schwierigsten zu verdauen ist. Das wird von der World Health Organization (WHO) unterstützt, die festgestellt hat, dass 35 bis 40 Gramm täglich für einen durchschnittlichen Erwachsenen ausreichen. Wenn Eiweiß, dann leicht verdauliches, das in Milchprodukten, Joghurt, Hülsenfrüchten und Reis enthalten ist.

6. Sauer macht unlustig

Für körperliche und geistige Gesundheit sollte nach den Yogis das Blut leicht basisch (alkalisch) sein. Basische Lebensmittel wie süße und saure Früchte, grünes Gemüse, Hülsenfrüchte, Quark und Zitronen bilden und erhalten die Organe, Nerven und Drüsen und sollten deshalb regelmäßig auf den Tisch kommen.

Saure Lebensmittel wie Fleisch, Eier, Stärke, Süßigkeiten und Butterprodukte geben zwar kurzfristig einen Energieschub, führen im Übermaß aber zu Krankheitsanfälligkeit, chronischen Leiden und vorzeitiger Alterung und sollten deshalb gemieden werden.

7. Drei heilige Wurzeln

Ingwer

„Die drei Wurzeln Knoblauch, Zwiebeln und Ingwer werden dich zu allen Zeiten und im Alter erhalten“, sind sich die Yogis sicher. Reinigende, nahrhafte, energiespendende und teils sogar antibiotische Wirkungen werden den Nahrungsmitteln zugesprochen. Alle drei eignen sich bestens als Gewürze, zur Stärkung der Nerven wird der Start in den Tag mit einem heißen Ingwer-Tee empfohlen.

8. Urlaub für den Darm

Yogis gönnen ihrem Verdauungssystem einmal in der Woche eine Pause und legen einen Fastentag ein. Wem dieser Nahrungsentzug zu radikal ist, der kann es mit einem entlastenden Reis-Tag versuchen. Für die Heilung und Stärkung des Körpers empfehlen Yogis außerdem Fasten-Kuren von drei bis fünf Tagen, vorzugsweise als Mono-Diät mit den Nahrungsmitteln, deren Eigenschaften der Körper gerade am nötigsten braucht.

9. Yogische Geheimwaffe Ghee

„Gold des Ayurveda“ wird das indische Lebenselixier Ghee auch genannt. Das reine Eiweiß aus geklärter Butter wird von den Yogis zum Kochen und Backen benutzt. Außerdem gilt Ghee als Allround-Heil- und Hausmittel, das die Verdauung fördern, den Appetit anregen, die Konzentration steigern und den Körper entgiften soll.

Nach Überzeugung der Yogis soll es außerdem bei Fieber helfen, bei Blutarmut wirken, die Wundheilung und die Verdauung fördern und Krampfhusten lösen. Auch verjüngende, zellregenerierende, reinigende, kräfgigende und entzündungshemmende Wirkungen werden dem Lebenselixier zugesprochen.

10. Nichts essen, das eine Mutter hat

Yogis sind aus moralischen und gesundheitlichen Überzeugungen Vegetarier. Fleisch ist konzentriertes tierisches Eiweiß, von dessen Konsum unter yogischen Aspekten abgeraten wird, da es im Verwesungsprozess Toxine freisetzt welche die Leber belasten.

Hinzu kommt, dass Fleisch von allen Lebensmitteln am meisten Säure produziert und als Cholesterin-Quelle Herzerkrankungen, Arterienverkalkung und Senitilität begünstigt. „Vegetarier essen nichts, das eine Mutter hatte“ formulierte Yoga-Meister Yogi Bhajan es griffig, als er Anfang der 1970er Jahre Yoga in den USA unterrichtete.

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