Wissenschaftlich geprüft

Sesamöl

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 06. Okt. 2020

Hell oder dunkel, das ist hier die Frage: Sesamöl gibt es für jeden Geschmack und beinahe jeden kulinarischen Zweck! Warum das älteste Speiseöl der Welt bis heute absolut aktuell und höchst begehrt bei gesundheitsbewussten Genießern ist, erfahren Sie hier.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Sesamöl
  2. Das sollten Sie über Sesamöl wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
    4. Sorten
  3. Unsere liebsten Rezepte mit Sesamöl
  4. Wie gesund ist eigentlich Sesamöl?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Sesamöl
    1. Einkauf
    2. Lagerung
  6. Zubereitungstipps für Sesamöl
  7. FAQs – die häufigsten Fragen
    1. Sesamöl – wie hoch erhitzbar?
    2. Was statt Sesamöl verwenden?
    3. Warum gereiftes Sesamöl verwenden?

Interaktive Infografik zu Sesamöl

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann klicken Sie einfach auf den entsprechenden Plus- oder Minuspunkt.

 

Sesamöl...

  • ...schützt Herz und Gefäße: Die Zusammensetzung von Sesamöl ist mit 40 Prozent einfach ungesättigter Fettsäure (vor allem Ölsäure) und der 2-fach ungesättigten Linolsäure (50 Prozent) ziemlich perfekt. Das sowie der Gehalt an es Lecithin macht Sesamöl zur perfekten Vorbeugung gegen schädliche Ablagerungen in den Arterien und dadurch verursachte Herzerkrankungen.
  • ...macht rundum fit: Studien zeigen: Sesamöl stärkt das Immunsystem und kann die körperliche sowie die geistige Leistungsfähigkeit steigern.
  • ...tut der Nase gut: Im indischen Ayurveda kommt Sesamöl als Heilmittel bei vielen Beschwerden vor allem äußerlich zum Einsatz, aber auch bei uns hat es einen Stellenwert: Etwa 90 Prozent der Fachärzte empfehlen es als Spray nach Nasen-OPs sowie bei Schnupfen.
  • ...hält sich lange: Zwar sollte man Sesamöl beim Lagern (wie alle pflanzlichen Öle) vor Licht, Luft und Wärme schützen. Dann allerdings bewahrt es länger als andere Öle seinen guten Geschmack, denn die darin enthaltenen Antioxidantien Sesamol und Sesamolin halten es bis zu 1 Jahr frisch.
  • ...senkt den Cholesterinspiegel: Wer einen erhöhten Cholesterin- spiegel hat, kann ihn durch den häufigen Genuss von Sesamöl auf ein gesundes Level bringen. Die ungesättigten Fettsäuren im Sesamöl helfen aber auch dabei, einen zu hohen Blutdruck zu senken.
  • ...ist perfekt für Kaltes: Dunkles Sesamöl wird aus gerösteten Sesamsamen gepresst; es sollte darum - wenn überhaupt – nur leicht erwärmt werden. Perfekt eignet sich dunkles Sesamöl für Salat-Dressings, kalte Dips oder zum abschließenden Würzen von gegarten Wok-Gerichten, Gemüse oder Suppen.
  • ...verträgt hell auch Hitze: Das raffinierte helle Sesamöl hat nicht den typischen Sesam- geschmack, aber trotzdem noch viele gesunden Inhaltsstoffe. Es eignet sich im Gegensatz zu dunklem Sesamöl wunderbar zum Braten, Frittieren, Grillen und Backen: Helles raffiniertes Sesamöl hat einen Rauchpunkt von 220 Grad Celsius, kann also problemlos stark erhitzt werden.

Das sollten Sie über Sesamöl wissen

Den Reichtum an hochwertigem Fett in Sesam sollen schon unsere Ur-Ur-Ahnen in grauer Vorzeit genutzt haben: Sesam gilt als die älteste Ölpflanze der Menschheitsgeschichte. Wann genau zum ersten Mal das helle Öl aus unbehandeltem Sesam gepresst wurde, weiß niemand genau. Fest steht, dass irgendwann jemand außerdem auf die kulinarisch interessante Idee kam, die Samen vorher zu rösten, sodass das daraus gepresste Öl sehr dunkel und ausgesprochen aromatisch wurde.

Bis heute hat gerade die dunkle Variante in vielen Ländern der Erde etwa die gleiche Bedeutung wie bei uns die Butter zum Brot. Vor allem in China, Japan und arabischen Ländern ist es aus der Alltagsküche kaum wegzudenken. Asiatische Gerichte aus Wok und Pfanne oder der japanische Klassiker Tempura bekommen ihren speziellen Geschmack ebenso durch das dort bevorzugte dunkle Sesamöl aus gerösteten Sesamsamen. In Indien nimmt man Sesamöl auch traditionell für die innere und äußerliche Behandlung nach dem Ayurveda.

Da die 70-100 Samen der Sesamsamenkapseln nicht gleichzeitig reifen, erntet man Sesam bis heute auch in den Hauptanbauländern, vor allem Indien, China, Mexiko und Sudan, fast ausschließlich per Hand. Bevor daraus das Sesamöl gepresst werden kann, muss man die Pflanzen schneiden, zum Trocknen aufstellen und ausschütteln. Für dunkles Sesamöl werden die dabei herausfallenden Samen außerdem vor der Pressung noch geröstet.

Herkunft

Im Altertum wuchs er nachweislich zuerst im Osten Afrikas, von wo aus er im Lauf der Jahrhunderte nach Indien, Süd- und Mittelamerika sowie nach China gelangte.

Saison

Sesamöl können Sie das gesamte Jahr über kaufen.

Geschmack

Helles Sesamöl aus ungerösteten Samen schmeckt sehr mild bis fast neutral. Das dunkle Öl aus gerösteten Samen dagegen hat ein intensives und würziges Sesamaroma. Insgesamt schmecken kaltgepresste Sesamöle etwas kräftiger als raffinierte Sorten.

Sorten

Es gibt helles und dunkles Sesamöl. Helles Sesamöl besteht aus ungerösteten, dunkles Sesamöl aus gerösteten Sesamsamen.

Unsere liebsten Rezepte mit Sesamöl

Hier gelangen Sie zu allen Sesamöl-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Sesamöl?

Sesamöl enthält zu etwa 44 Prozent mehrfach ungesättigte Linolsäure, die zu Recht als besonders gesundheitsfördernd gilt. Sie wirkt sich positiv auf die Blutgerinnung, stärkt die Herztätigkeit (1), senkt einen erhöhten Blutfettspiegel, hilft bei der Vorbeugung gegen Osteoporose und Arterienverkalkung und festigt die Zähne.

Auch der hohe Gehalt an Lecithin und Cholin in Sesamöl trägt zu seinem günstigen Effekt auf unsere Gesundheit bei. Sesamöl ist außerdem reich an Antioxidantien, die die Zellen vor freien Radikalen schützen (2).

Hier finden Sie die Nährwerte von 100 Milliliter Sesamöl im Überblick (3):

Nährwerte von Sesamöl pro 100 Milliliter  
Kalorien 884
Eiweiß 0,2 g
Fett 100 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Sesamöl

Einkauf

Helles Sesamöl bekommen Sie in gut sortierten Supermärkten, nach dunklem Sesamöl müssen Sie manchmal etwas suchen. Fast immer fündig werden Sie in Bio-Läden und wer einen Asia-Shop in Reichweite weiß, hat richtig Glück: Dort gibt es in der Regel besonders gute Sesamöle von verschiedenen asiatischen Herstellern in oft hervorragender Qualität zu moderaten Preisen.

Besonders interessant für alle, die entweder sehr selten oder sehr häufig mit Sesamöl kochen: Speziell in asiatischen Shops bekommen Sie sowohl Mini-Fläschchen als auch große Familien-Flaschen.

Lagerung

In Sachen Haltbarkeit nimmt Sesamöl eine Sonderstellung ein, denn anders als andere Pflanzenöle können ihm Luft und Licht nicht so schnell etwas anhaben. Dank der beiden darin enthaltenen Antioxidantien Sesamol und Sesamolin wird selbst kaltgepresstes Sesamöl nicht so schnell ranzig. Dunkel und kühl sollten Sie Sesamöl dennoch lagern, dann hält es sich problemlos bis zu einem Jahr.

Zubereitungstipps für Sesamöl

Helles und neutrales Sesamöl können Sie als Ersatz für andere Öle sowohl bei Salaten als auch beim Kochen, Braten und Backen einsetzen. Das aromatisch-würzige dunkle Sesamöl passt am besten zu Asia-Gerichten, denen es den typischen Geschmack gibt.

Bei der Frage, ob man kaltgepresstes dunkles Sesamöl erhitzen sollte, scheiden sich die Geister: Einerseits erhöht die Erhitzung des Öls offenbar den Gehalt an antioxidativem Sesamol, andererseits zerstören hohe Temperaturen andere wertvolle Inhaltsstoffe wie zum Beispiel die Phytosterole. In Asien scheint das niemanden zu stören: Dort nehmen Köche und Hausfrauen das Sesamöl gern und oft zum Anbraten und Garen von Fleisch, Geflügel, Fisch und Gemüse im Wok.

Besonders gut lässt sich aber mit Sesamöl auch Gegartem wie zum Beispiel Gemüse, Suppen und Reisgerichten ganz zum Schluss eine besondere Note geben. Das tut auch der Figur gut, denn zum nachträglichen Verfeinern von fertigen Gerichten genügen schon sehr kleine Mengen des hoch aromatischen Sesamöls. Sehr gut eignet es sich übrigens auch zum Mischen mit neutralem, problemlos hoch erhitzbarem Speiseöl.

FAQs – die häufigsten Fragen

Sesamöl – wie hoch erhitzbar?

Da helles raffiniertes Sesamöl einen Rauchpunkt von 220 Grad Celsius hat, kann es ohne Probleme stark erhitzt werden.

Was statt Sesamöl verwenden?

Sesamöl hat einen sehr eigenen Geschmack. Trotzdem können Sie es nach Bedarf durch Kürbiskern-, Erdnuss- oder Walnussöl ersetzen.

Warum gereiftes Sesamöl verwenden?

Die Textur von gereiftem Sesamöl ist geschmeidiger und feiner als bei ungereiftem Sesamöl. Es soll besser in die Haut oder die Mundschleimhaut, beispielsweise beim Ölziehen, einziehen und eignet sich auch perfekt für Massagen.

Wissenschaftlich geprüft von unseren EAT SMARTER Experten
 
Sesamöl aus rohen nicht geröstetem Samen ist auch ein Mittel für ausgetrocknete Schleimhäute in der Nase. Alle Nasensprays ; Salben und Oele halfen nichts. Ich konnte während Wochen nicht mehr durch die Nase atmen !! Einzig Rohes Sesamöl hat geholfen !
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