Porree

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 19. Mai. 2020

Porree ist viel milder als seine engen Verwandten Zwiebeln und Knoblauch und trotzdem wunderbar würzig. Kein Wunder also, dass er als allzeit einsatzbereites Allroundtalent gilt! Warum Porree seine große Beliebtheit völlig verdient hat, lesen Sie hier.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Lauch
  2. Das sollten Sie über Porree wissen
    1. Saison
    2. Geschmack
    3. Sorten
  3. Unsere liebsten Porree-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Porree?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Porree
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Porree
  7. FAQs - die häufigsten Fragen
    1. Wie viel wiegt eine Stange Lauch?
  8. Wissen zum Mitnehmen

Interaktive Infografik zu Lauch

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann klicken Sie einfach auf den entsprechenden Plus- oder Minuspunkt.

 
 

Lauch...

  • ...pusht das Immunsystem: Den typischen Geschmack bekommt Lauch durch die darin üppig vorkommenden schwefelhaltigen ätherischen Öle. Sie stärken die Darmflora, die eine entscheidende Rolle für gute Abwehrkräfte spielt.
  • ...wirkt antibiotisch: Die ätherischen Senföle im Lauch wirken außerdem wie ein sanftes Antibiotikum. Sie können Bakterien im Mundraum und im Verdauungstrakt unschädlich machen.
  • ...unterstützt beim Detoxing: In der Naturheilkunde hat Lauch einen festen Platz als wirksames Mittel zur sanften Entwässerung und zum Entschlacken. Er wirkt harntreibend, unterstützt die Nieren bei der Entsorgung von Giftstoffen und beugt Nierensteinen vor.
  • ...hilft bei Erkältung: Wer hustet und schnieft, isst am besten reichlich Lauch, denn seine ätherischen Öle wirken schleimlösend und lindern Erkältungsbeschwerden.
  • ...ist gut bekömmlich: Obwohl Lauch zu den Zwiebelgewächsen gehört, verursacht er im Gegensatz zu Zwiebeln kaum Blähungen und bekommt auch Menschen mit einem empfindlichen Magen gut.
  • ...macht rundum fit: Mit 26 Milligramm Vitamin C liefert 100 Gramm Lauch immerhin gut 25 Prozent des empfohlenen Tagessolls. Dazu hat er mehrere B-Vitamine, 1 Milligramm Eisen sowie 2,2 Milligramm Eiweiß zu bieten.
  • ...ist ein Schlankmacher: Lauch gehört auf jeden Fall zu den besten Freunden einer guten Figur: Er liefert sättigende Ballaststoffe, aber nur wenige Kalorien und so gut wie gar kein Fett.
  • ...kann sandig sein: Lauch vom Freiland schmeckt besonders gut, allerdings kann sich zwischen seinen grünen Blättern viel Sand verstecken. Sehr gründliches Waschen ist darum wichtig!

Das sollten Sie über Porree wissen

An dem ebenso schlichten und anspruchslosen wie begehrten Porree (auch Lauch genannt) muss mehr dran sein, als man ihm ansieht. Immerhin hat er eine lange und durchaus ruhmreiche Geschichte: Schon um 2.100 vor Christus ließ der sumerische Herrscher Umammu dieses Gemüse aus der Familie der Liliengewächse in den Gärten der Stadt Ur anbauen. Im alten Ägypten sollen sich die Arbeiter, die die Pyramiden erbauten, mit Porree ernährt haben.

Den berühmt-berüchtigten römischen Kaiser Nero nannten unerschrockene Untertanen sogar Porrophagus (zu deutsch „Porreefresser“), weil er die würzigen Stangen so überaus schätzte. Die Waliser haben Porree sogar in ihrem Wappen verewigt, nachdem der Britenkönig Cadwallader es um 640 als Erkennungszeichen für seine Truppen verwendet hatte.

Mit so viel Glanz und Ruhm verglichen, fristet Porree natürlich heute ein sehr bescheidenes Dasein. Aber überaus beliebt ist er immer noch, wie schon sein Einsatz als unverzichtbarer Teil des Suppengrüns zeigt. Und auch die Tatsache, dass Porree praktisch rund ums Jahr Dauerpräsenz auf dem Markt besitzt, beweist seine große Bedeutung als vielseitiges gemüse.

Herkunft

Porree gehört zu den wenigen Gemüsesorten, bei denen die Botaniker die ursprüngliche Heimat nicht kennen, sondern nur vermuten – und zwar im Mittelmeerraum.

Saison

Porree aus Freilandanbau hat von Juni bis März Saison. In der kurzen Zwischenzeit kommt er aus Frühkulturen, die unter Glas oder Folie liegen.

Geschmack

Porree schmeckt kräftig-aromatisch mit leicht zwiebeliger Note.

Sorten

Übrigens existieren zwar diverse Sorten, tatsächlich unterscheidet man aber nach Jahreszeit:

  1. Sommerporree zeichnet sich durch einen langen, eher dünnen und besonders zarten Schaft aus; das Grün ist relativ hell.
  2. Herbst- und vor allem Winterporree hat in der Regel einen nur kurzen und dicken weißen Schaft, während der dunkel- bis blaugrüne Teil besonders lang ausfällt.

Unsere liebsten Porree-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Porree-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Porree?

Porree ist viel milder in Geschmack und Geruch als seine engen Verwandten Zwiebeln und Knoblauch. Doch er besitzt die gleichen Wirkstoffe wie die übrigen Mitglieder der Familie, wenn auch etwas weniger. Allen voran sind das die üppig vorhandenen schwefelhaltigen ätherischen Öle, denen Porree seinen typischen Geschmack verdankt.

Diese Senföle sorgen dafür, dass die Darmflora intakt bleibt und „böse“ Bakterien oder gar Pilze wenig Chance haben. Aber auch der hohe Gehalt an Vitamin B, C und Beta-Carotin (einer Vorstufe von Vitamin A) sowie an Kalium und Kalzium machen Porree zu einem ausgesprochen gesunden Genuss.

Punkten kann Porree außerdem mit nennenswerten Mengen der beiden Spurenelemente Zink und Fluor, die für gesunde Haare, Nägel und Zähne sorgen können.

Nährwerte von Porree pro 100 Gramm  
Kalorien 29
Eiweiß 2,1 g
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 3,26 g
Ballaststoffe 2,2 g

Einkaufs- und Küchentipps für Porree

Einkauf

Dass die Stangen prall und saftig und das Grüne frisch aussehen sollten, versteht sich von selbst. Wenn Sie sehr viel Porree essen, lohnt sich der Einkauf aus dem weitgehend düngerfreien Bioanbau.

Lagerung

Porree ist ziemlich robust, verträgt also auch mal eine etwas längere Zeit im Kühlschrank. Behalten Sie aber im Blick: Je länger er lagert, desto mehr Vitamine verliert er.

Vorbereitung

Damit der Genuss nicht von knirschenden Sandkörnern gestört wird, ist bei Porree gründliches Waschen unter fließendem Wasser ratsam. Drücken Sie dabei die grünen Blätter leicht auseinander, denn dazwischen sitzt am meisten Erde.

Nach dem Waschen die Stangen trockenschütteln und putzen: Erst den Wurzelansatz abschneiden, dann eventuell unansehnliche Außenblätter abziehen und die grünen Blätter abschneiden.

Je nach Rezept kann man nun die Stangen in dünne oder dicke Ringe beziehungsweise halbieren oder vierteln und in kleine Stückchen schneiden.

Zubereitungstipps für Porree

Von Porree verwendet man vorzugsweise den feinen, weißen Teil der Stangen. Dabei steckt im Grün 300-mal so viel Beta-Carotin wie im weißen Abschnitt. Wer also auf eine reichliche Zufuhr von Vitaminen achtet, nimmt auch die kräftig gefärbten Teile der Stange. Wenn die Blätter allzu deftig ausfallen, einfach etwas feiner schneiden.

Die blaugrünen, festen Blätter kann man dann wunderbar in Suppen und Eintöpfen mitkochen lassen; sie geben dem jeweiligen Gericht mehr Würze.

Wer ihn kennt, weiß: Porree schmeckt zwar durchaus eigenwillig, passt aber erstaunlicherweise dennoch zu fast allem. Besonders gut harmoniert er mit Fisch, aber auch mit hellem Fleisch, Schinken, Wurst, Kartoffeln und mit vielen anderen Gemüsesorten.

Porree eignet sich bestens für Aufläufe, Eintöpfe, Quiches und herzhafte Kuchen. Der zarte Sommerporree schmeckt übrigens auch roh – beispielsweise in Salaten – sehr gut, sollte aber für empfindliche Mägen dann doch lieber ganz kurz blanchiert werden, damit er bekömmlicher wird.

FAQs - die häufigsten Fragen

Wie viel wiegt eine Stange Lauch?

Eine Stange Lauch wiegt ohne Wurzeln und Blattenden durchschnittlich 150 Gramm. Im ungeputzten Zustand sind es etwa 250 Gramm. Viele werfen vom Lauch die dunkelgrünen Blätter weg, dabei können alle Teile vom Lauch verwendet werden. Lediglich gröbere, äußere Blätter können in den Bio-Müll, da sie etwas faserig und holzig sind.

Wissen zum Mitnehmen

Wer Porree isst, lebt definitiv gesund: Das Gemüse steckt voller guter Stoffe, die besonders dem Darm und dem Immunsystem helfen können.

Schreiben Sie einen Kommentar