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Holunderbeeren

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Holunderbeeren kann man gut selber sammeln
Holunderbeeren kann man gut selber sammeln

Die schwarz glänzende Beere des Holunders hat kulinarisch sowie gesundheitlich einiges zu bieten. Ob für Gelee, Kompott, Kuchen oder als Saft: Holunderbeeren pflücken lohnt sich!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über die Holunderbeeren wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  2. Unsere liebsten Holunderbeeren-Rezepte
  3. Wie gesund sind eigentlich Holunderbeeren?
  4. Einkaufs- und Küchentipps für Holunderbeeren
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  5. Zubereitungstipps für Holunderbeeren

Das sollten Sie über die Holunderbeeren wissen

Früher pflanzte man Holunder auf jedem Bauernhof. Er galt als Baum des Lebens und der Sippen, ihm wurden magische, beschützende Kräfte für Menschen und Tiere zugesprochen. Ob man an solche Legenden nun glaubt oder nicht, fest steht: Der zu den Gänsefußgewächsen gehörende Holunder kann jedenfalls dazu beitragen, Zwei- und Vierbeiner zu ernähren und gesund zu halten. Schon die Menschen der Jungsteinzeit sollen Holunderbeeren als Nahrungs- und Heilmittel genutzt haben. Vor allem seine herb-aromatischen Früchte sind seit Urzeiten besonders beliebt, denn aus Holunderbeeren, die oft auch Fliederbeeren genannt werden, lässt sich ein leckerer Saft kochen.

Herkunft

Der Holunderstrauch ist in Mitteleuropa seit vielen Jahrhunderten heimisch.

Saison

Die Zeit für Holunderbeeren beginnt im September und dauert rund einen Monat.

Geschmack

Für die meisten sind Holunderbeeren mit ihrem sehr herben, bitteren Geschmack gewöhnungsbedürftig. Um sie genießbar zu machen, geht es nicht ohne eine mehr oder weniger große Portion Zucker.

Unsere liebsten Holunderbeeren-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Holunderbeeren-Rezepten

Wie gesund sind eigentlich Holunderbeeren?

Schon Hippokrates soll Holunderbeeren als Heilmittel genutzt haben, und auch Hildegard von Bingen hatte sie in ihrer Hausapotheke. Die je nach Region auch Fliederbeeren genannten schwarzblauen Früchte haben sich besonders als wirksames Hausmittel gegen Erkältung und Grippe bewährt, denn der Saft aus Holunderbeeren wirkt schweißtreibend und fiebersenkend.

Ungekochter frischer Holunderbeersaft soll auch gegen Neuralgien, also schmerzhafte Nervenentzündungen, Gürtelrose und Herpes wirken. Naturheilkundler empfehlen als medizinische Dosis täglich etwa 1 Esslöffel (20 Milliliter) rohen Holundersaft, um die schmerzstillende und antineuralgische Wirkung zu erzielen. Mehr sollte es nicht sein, denn rohe Holunderbeeren wirken in größeren Mengen giftig.

Wie bei allen Beeren gilt auch für Holunderbeeren: Sie enthalten reichlich Provitamin A. Außerdem stecken mehrere B-Vitamine in beachtlichen Mengen in den Früchten.

Wer Herz- und Kreislaufprobleme hat, fragt vor einer Schwitzkur mit heißem Holunderbeersaft besser den Arzt. Ebenfalls wichtig, auch für Gesunde ist, dass rohe Holunderbeeren nicht nur ziemlich scheußlich schmecken, sie sind auch ungenießbar und können zu Übelkeit und Erbrechen führen.

Nährwerte von Holunderbeeren pro 100 Gramm  
Kalorien 48
Eiweiß 2,5 g
Fett 0,5 g
Kohlenhydrate 7,4 g
Ballaststoffe 4 g

Einkaufs- und Küchentipps für Holunderbeeren

Einkauf

Holunderbeeren kann man nicht überall kaufen, man kann sie aber auch gut selbst sammeln. Zu beachten ist dabei allerdings, dass man wegen der Abgase und anderer Schadstoffe Holunderbeeren nur abseits von viel befahrenen Straßen sammeln sollte.

Lagerung

Frische Holunderbeeren sind empfindlich und sollten nur so lange wie nötig im Kühlschrank lagern.

Vorbereitung

Das Vorbereiten von Holunderbeeren ist ziemlich unkompliziert: Einfach waschen, gut abtropfen lassen und dann die Beeren von den doldenförmigen Stängeln ziehen. Das geht mit einer Gabel oder mit den Fingern. Damit der dunkle Saft nicht Ihre Hände verfärbt, tragen Sie bei dieser Arbeit am besten Einmalhandschuhe.

Zubereitungstipps für Holunderbeeren

In der Schweiz liebt man das sogenannte Schweizer Mus, bei dem Holunderbeeren in Teig gebacken und mit Zimtzucker bestreut werden. Bei diesem Obstkuchen haben wir uns ein bisschen was von den Schweizern abgeguckt. Die Norddeutschen wiederum schwören auf die Fliederbeersuppe mit Schneeklößchen und mögen sie nicht nur als Nachtisch, sondern auch als kleines süßes Hauptgericht.

Die beliebteste Form, Holunderbeeren zu genießen, ist und bleibt allerdings der Saft daraus. Man kann ihn natürlich kaufen, aber Sie können ihn auch selbst mit einem Entsafter herstellen und zum Beispiel als Basis für ein aromatisches Holunderbeerengelee verwenden. Sie können aus dem Saft von Holunderbeeren auch einen Sirup zubereiten: Dafür einfach 1 Liter Holunderbeersaft mit 1 Kilogramm Zucker aufkochen und so lange rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Holunderbeersirup lässt sich beispielsweise toll zum Aufpeppen von Sekt oder Mineralwasser sowie für Desserts verwenden.

Übrigens: Der etwas herbe Holundersaft harmoniert auch hervorragend mit anderen Säften. Sehr gut schmeckt zum Beispiel die Kombi mit Brombeer-, Apfel-, Birnen-, Schlehen- oder Quittensaft.

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