Kopfsalat

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 27. Dez. 2018

Der Kopfsalat galt für Generationen als der Salat überhaupt. Durch die vielen neueren Salatsorten ist er nicht mehr ganz so beliebt wie früher, aber immer noch ein wichtiger einheimischer Blattsalat.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Salat
  2. Das sollten Sie über Kopfsalat wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  3. Unsere liebsten Rezepte mit Kopfsalat
  4. Wie gesund ist eigentlich Kopfsalat?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Kopfsalat
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Kopfsalat

Interaktive Infografik zu Salat

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann klicken Sie einfach auf den entsprechenden Plus- oder Minuspunkt.

 

Salat...

  • ...tut Augen und Haut gut: Grüner und roter Salat enthält relativ große Mengen Provitamin A, das für gutes Sehvermögen und gesunde Haut eine wichtige Rolle spielt.
  • ...hat Anti-Aging-Effekt: Vor allem in der Kombi mit anderer vitaminreicher Rohkost und hochwertigem Pflanzenöl geht Salat glatt als Anti-Aging-Geheimtipp durch. Denn alle grünen und roten Gemüsesorten strotzen nur so vor Vitamin E und sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden, die vor frühzeitigen Alterungs- prozessen schützen.
  • ...stärkt das Herz: Die zahlreichen sekundären Pflanzenstoffe in Salat wirken antioxidativ. Im Klartext heißt das: Sie schützen die Körperzellen vor schädlichen Einflüssen und tragen außerdem zum Schutz vor Arteriosklerose und Bluthochdruck bei.
  • ...ist vom Freiland gesünder: Alle Arten von Salat bekommt man inzwischen längst rund ums Jahr auch außerhalb der Saison jederzeit aus dem Treibhaus. Trotzdem schmeckt Salat frisch vom Freiland nicht nur besser; er enthält auch viel weniger Nitrat, aus dem sich schädliches Nitrit bilden kann.
  • ...kann beim Abnehmen helfen: Salat gehört aus gutem Grund zu den Klassikern jeder Diät: Wenn Dressing und weitere Zutaten ebenfalls mit Fett und Kalorien geizen, ist Salat tatsächlich ein super Schlankmacher.
  • ...bietet viele Ballaststoffe: Je nach Sorte trägt Salat auf jeden Fall teils beachtliche Mengen zur täglichen Versorgung mit Ballaststoffen bei. Um den täglichen Mindestbedarf (30 Gramm) zu decken, kombiniert man Salat trotzdem am besten mit anderer Rohkost sowie mit Nüssen.
  • ...schützt vor Diabetes: Eine britische Langzeitstudie hat ergeben: Wer täglich eine große Portion Salat isst, verringert damit sein Diabetes-Risiko um etwa 14 Prozent.
  • ...bekommt nicht immer: So gesund Salat auch sein mag - nicht jeder verträgt ihn gut. Wer einen Reizmagen oder Reizdarm hat, bekommt nach Salat manchmal Probleme. Am besten verträglich ist Salat für Empfindliche, wenn sie ihn mittags essen - abends kann er evtl. zu schwer im Magen liegen.

Das sollten Sie über Kopfsalat wissen

Der gute alte Kopfsalat wird bei uns inzwischen häufig links liegen gelassen. Das mag zum Einen daran liegen, dass er in den vielen neueren Salatsorten aus den Mittelmeerländern und besonders durch den Eisbergsalat mächtige Konkurrenten bekommen hat. Zum Anderen hat ihn auch der Anbau unter Glas etwas in Verruf gebracht. Tatsächlich stimmt es, dass bei Kopfsalat aus dem Treibhaus sehr häufig hohe Nitratwerte gefunden werden. Experten raten darum, Kopfsalat möglichst während der Freilandsaison zu essen.

Der Kopfsalat aus Freilandanbau hat ein Comeback absolut verdient, denn er punktet mit feinem Geschmack und durchaus wertvollen Inhaltsstoffen. Die Franzosen wissen seine Qualitäten besonders zu schätzen und verwenden ihn sogar als Gemüse. In Frankreich liebt man übrigens besonders den roten Kopfsalat, eine bei uns immer noch eher seltene Sorte. Roter Kopfsalat hat etwas zartere Blätter als der übliche grüne.

Am beliebtesten sind bei Feinschmeckern aller Länder die gleichzeitig knackigen und zarten Herzen des Kopfsalats. Allerdings stecken die meisten gesunden Nährstoffe in den dunkleren und etwas kräftigeren Außenblättern.

Herkunft

Der Urahn des Kopfsalats ist nach Ansicht von Botanikern der wilde Zaunlattich, der seine ursprüngliche Heimat in Südeuropa, Westasien und Nordafrika hat.

Saison

Den ersten jungen Kopfsalat vom Feld bekommt man bei uns ab Mai und dann den ganzen Sommer über. Kopfsalat aus dem Treibhaus ist das ganze Jahr über zu haben.

Geschmack

Nicht umsonst nennt man den Klassiker auch „Buttersalat“ oder „Butterkopfsalat“: Erntefrischer Kopfsalat vom Freiland besticht mit einer „buttrigen“ Konsistenz und einem besonders feinen, dabei aber leicht würzigen Geschmack.

Unsere liebsten Rezepte mit Kopfsalat

Hier gelangen Sie zu allen Kopfsalat-Rezepten

Wie gesund ist eigentlich Kopfsalat?

Figurbewusste bringt der Blick auf Kalorien- und Fettgehalt von Kopfsalat zum Jubeln, denn damit geizt der knackige Klassiker besonders. Trotz seiner zarten Konsistenz überrascht er aber auch positiv mit einem relativ hohen Gehalt an Ballaststoffen. Sein Vitamingehalt hält sich in Grenzen, aber vor allem beim Anteil an Vitamin A für gutes Sehen und gesunde Haut hat Kopfsalat durchaus beachtliche Mengen zu bieten.

Kommt der Kopfsalat aus dem Treibhaus, kann er einen hohen Nitratgehalt haben. Das an sich ist zwar nicht schädlich, denn die größte Menge davon scheidet unser Körper wieder aus. Allerdings kann ein Teil des Nitrats zu Nitrit umgesetzt werden, das die Sauerstoffversorgung der Organe beeinträchtigt und sich und Verbindung mit Eiweiß zu Nitrosaminen umwandeln, die als krebserregend gelten.

Nährwerte von Kopfsalat pro 100 Gramm  
Kalorien 14
Eiweiß 1 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 1 g
Ballaststoffe 1,5 g

Einkaufs- und Küchentipps für Kopfsalat

Einkauf

Der zarte Kopfsalat ist extrem empfindlich, er welkt und fault schnell und muss mit viel Fingerspitzengefühl behandelt werden. Ob der Händler das getan hat, erkennen Sie beim Einkauf vor allem an einem frischen Aussehen des Kopfs, aber auch an der Schnittfläche des Strunks: Ist sie braun oder sogar schwärzlich, liegt der Kopfsalat bereits zu lange.

Lagerung

Am besten verbrauchen Sie frischen Kopfsalat möglichst schnell. Wollen Sie ihn ein paar Tage aufbewahren, können Sie es so versuchen: Den Kopfsalat leicht mit Wasser besprühen, locker in Papier einwickeln und ins Gemüsefach des Kühlschranks legen.

Vorbereitung

Das Vorbereiten von Kopfsalat ist kinderleicht: Entfernen Sie zunächst eventuell vorhandene nicht mehr taufrische Außenblätter und danach das dicke Strunkende. Nun können Sie die einzelnen Blätter nach und nach vom Strunk ablösen, waschen und trockenschleudern. Je nach Rezept und Größe lässt man sie entweder ganz oder zerzupft sie mit den Händen behutsam in mundgerechte Stücke.

Die zarten, hellen Herzen vom Kopfsalat können Sie mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden oder ebenfalls mit der Hand auseinanderpflücken.

Zubereitungstipps für Kopfsalat

Eigentlich klar – Kopfsalat ist vor allem für grüne und gemischte Salate die beste Wahl. Er ist der Klassiker für den Beilagen-Salat zu Fisch, Schnitzel und anderen Gerichten. Kopfsalat passt perfekt zu anderen Blattsalaten und außerdem besonders gut zu Gurken und Radieschen. Manche mögen ihn am liebsten mit einem leichten Joghurt-Dressing, andere bevorzugen Kopfsalat mit klassischer Vinaigrette. In Norddeutschland isst man ihn traditionell mit einer süß abgeschmeckten Sauce. Beliebt ist Kopfsalat aber auch als knackige und dekorative Unterlage für kalte Leckereien der verschiedensten Art und ganz besonders, um damit Sandwiches und anderen belegten Broten oder Brötchen den letzten Pfiff zu geben.

Bei uns nicht ganz so üblich, aber auf jeden Fall einen Versuch wert: Mit Kopfsalat kann man zum Beispiel auch eine cremige grüne Erbsensuppe kochen! Übrigens lässt sich der Kopfsalat seinen rein europäischen Wurzeln zum Trotz auch hervorragend in der Asia-Küche einsetzen: Ob als Füllung oder als Hülle, die zarten grünen Blätter harmonieren gut mit Spezialitäten wie unseren Thai-Frühlingsrollen oder gefüllten Reispapierrollen.

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