Ahornsirup

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 04. Mai. 2020

Die Kanadier und Amerikaner lieben Pancakes mit Ahornsirup heiß und innig.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Ahornsirup
  2. Das sollten Sie über Ahornsirup wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  3. Unsere liebsten Ahornsirup-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Ahornsirup?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Ahornsirup
    1. Einkauf
    2. Lagerung
  6. Zubereitungstipps für Ahornsirup

Interaktive Infografik zu Ahornsirup

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann klicken Sie einfach auf den entsprechenden Plus- oder Minuspunkt.

 

Ahornsirup...

  • ...enthält Eisen:
    Gerade für Veggies bietet sich Ahornsirup als Süßungsmittel an, denn er liefert immerhin 2 mg Eisen pro 100 g. Ein Tipp: In Kombination mit Vitamin C, z.B. aus Obst, kann der Körper dieses Eisen am besten verwerten.
  • ...stärkt die Knochen:
    Mit Ahornsirup kann man zur Vorbeugung gegen Knochenschwund (Osteoporose) beitragen. Zwar sind die Calcium-Mengen darin gering, wenn man Ahornsirup nur löffelweise isst - aber immerhin bringt es ein Esslöffel auf etwa 20 mg des knochenstärkenden Mineralstoffs.
  • ...kann heilen helfen:
    Forscher sind einer interessanten Eigenschaft bei Ahornsirup auf der Spur: Anscheinend kann er Bakterien bekämpfen und Antibiotika wirksamer machen.
  • ...ist relativ naturbelassen:
    Grundsätzlich besteht Ahornsirup aus dem eingedickten Saft von Ahornbäumen, ist also ein Naturprodukt. Panschungen mit Zuckerwasser kommen aber vor, deshalb am besten Ahornsirup aus Bio-Herstellung bevorzugen.
  • ...tut den Zähnen nicht gut:
    Ahornsirup enthält etwa 60 % Kohlenhydrate (Zucker), vor allem Saccharose sowie außerdem Fruktose und Glukose. Das Zähneputzen empfiehlt sich also auch nach dem Süßen mit Ahornsirup, da sonst Karies droht.

Das sollten Sie über Ahornsirup wissen

Kanada und weite Ahornwälder gehören zusammen – immerhin ziert das Blatt des bis zu 40 Meter hoch wachsenden Ahornbaums sogar die Flagge des Landes. Aber auch kulinarisch gibt es eine enge Verbindung: Kanada ist der Hauptproduzent für Ahornsirup, der im Frühjahr gesammelt wird. Dann nämlich verwandelt sich die in den Baumwurzeln gespeicherte Stärke in Zucker um und wandert den gesamten Stamm hinauf. Der perfekte Moment also, um Löcher in den Stamm zu bohren, aus denen der süße Pflanzensaft mit Hilfe von hineingesteckten Ausgießern direkt in Eimer und Behälter tropfen kann.

In sogenannten Zuckerhäusern dampft man den gesammelten Pflanzensaft dann zu Ahornsirup ein und füllt ihn ab. Je nach Erntezeitpunkt und Dauer des Eindickens entsteht ein Ahornsirup unterschiedlicher Kategorie. Die Kanadier teilen den süßen Sirup in die Güteklassen AA, A, B und C ein. Als beste Qualität gilt Ahornsirup der Klasse AA, der besonders hell (fast farblos) aussieht und sehr mild schmeckt.

Herkunft

Die Heimat von Ahornsirup liegt ganz klar in den Wäldern von Kanada. Nicht ganz so klar, aber hübsch ist eine von mehreren Legenden zur Entdeckung von Ahornsirup: Eine Indianerin soll zufällig einen Eimer unter einem Ahornbaum vergessen und am nächsten Tag darin eine süße Flüssigkeit entdeckt haben. Das soll die kanadischen Ureinwohner auf die Idee gebracht haben, den süßen Saft zu sammeln und ihn über dem Lagerfeuer zu dickem Sirup zu kochen.

Saison

Ahornsirup können Sie das ganze Jahr über kaufen.

Geschmack

 Je nach Herkunft und Sorte kann ein Ahornsirup sich durchaus deutlich vom anderen unterscheiden: Je heller der Sirup, desto milder schmeckt er; dunkler Ahornsirup hat hingegen einen sehr kräftigen und fast herben Geschmack. Unabhängig davon ähnelt die Konsistenz der von flüssigem Honig.

Unsere liebsten Ahornsirup-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Ahornsirup-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Ahornsirup?

Viele Fans von Ahornsirup verteidigen ihre Lust darauf mit dem Argument, dass es sich bei Ahornsirup um ein natürliches Süßungsmittel handelt. Das ist auch völlig korrekt, aber leider steckt darin trotzdem eine ganze Menge Zucker: Ahornsirup enthält rund 60 % davon, vor allem Saccharose sowie außerdem Fruktose und Glukose. Er ist also weder für die Zähne noch für die Figur wirklich viel günstiger als ganz normaler Haushaltszucker. Auch Diabetiker sollten Ahornsirup entsprechend in Maßen genießen, denn schon 20 g (etwa 1 EL) schlagen mit rund 5,5 Broteinheiten zu Buche.

Warum Ahornsirup bei EAT SMARTER trotzdem in vielen Rezepten verwendet wird? Ganz einfach: Wie Honig bringt auch Ahornsirup im Gegensatz zu herkömmlichem Zucker zusätzlich noch ein paar günstige Nährstoffe mit. Allen voran sind das die Mineralstoffe Kalium (185 mg), Kalcium (90 mg), Eisen (2 mg) und Magnesium (25 mg).

Gut zu wissen: Ihrem Baby sollten Sie Ahornsirup nicht vor Beginn des 2. Lebensjahrs geben. Es ist zwar selten, kann aber vorkommen, dass darin ein Bakterium steckt, das für Säuglinge gefährlich werden kann.

Nährwerte von Ahornsirup pro 100 Gramm  
Kalorien 266
Eiweiß 0 g
Fett 0 g
Kohlenhydrate 66 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Ahornsirup

Einkauf

Ob Sie hellen oder dunklen Ahornsirup nehmen, ist vor allem Geschmackssache – manche mögen es lieber ganz mild, andere schätzen es herber und kräftiger. Wer absolut sicher sein will, dass sein Ahornsirup fair produziert wurde und weitgehend schadstofffrei ist, hat die Wahl unter den Marken diverser Biohersteller.

Lagerung

Dank seines hohen Zuckergehalts hält sich Ahornsirup praktisch unbegrenzt. Damit er auch bei längerer Lagerung schön flüssig bleibt, sollten Sie aber immer darauf achten, dass die Flasche gut verschlossen ist.

Zubereitungstipps für Ahornsirup

In Kanada und in den USA geht gar nichts ohne Pancakes mit Ahornsirup zum Frühstück!

Aber Ahornsirup peppt Ihr Frühstück nicht nur bei Pancakes auf. Mit Ahornsirup können Sie zum Beispiel Ihr Müsli süßen, einen nahrhaften Reisbrei nach Porridge-Art oder ein Multikorn-Porridge kochen, ein fitmachendes Haferflocken-Frühstück zubereiten oder hinreißend fruchtige Quark-Toasts zaubern. Ansonsten können Sie Ahornsirup prinzipiell überall dort einsetzen, wo man sonst Honig nimmt – der süße Saft passt toll zu Obstsalaten und anderen Desserts mit Obst.

Ahornsirup ist außerdem eine wunderbare Möglichkeit, ohne raffinierten Zucker zu backen

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