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Spinalkanalstenose: Was gegen den Schmerz hilft

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Spinalkanalstenose

Spinalkanalstenose gehört zu den häufigsten Rückenbeschwerden. Ursache ist eine Verengung des Wirbelkanals. Eine Veränderung des Lebensstils, Sport und Medikamente können den Schmerz lindern.

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Die menschliche Wirbelsäule besteht aus flexiblen und starren Wirbeln, die in verschiedene Abschnitt unterteilt sind: Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule, Lendenwirbelsäule, Kreuz- und Steißbein. Die einzelnen Wirbelkörper sind durch kleine Gelenke verbunden. Jeder Wirbelkörper hat in der Mitte ein Loch. Übereinander geschichtet bilden diese Löcher den Wirbelkanal, durch den das Rückenmark verläuft. Er wird auch Spinalkanal genannt.

Vom Rückenmark zweigen die Spinalnerven ab. Sie verlassen den Wirbelkanal paarweise durch die zugehörigen linken und rechten Zwischenwirbellöcher. Insgesamt sind es 31 Nervenpaare, die jeweils einen Körperabschnitt versorgen.

Dieses ausgeklügelte System stellt sicher, dass wir uns kraftvoll und kontrolliert bewegen können, indem es die Bewegungsreize aus dem Gehirn in die entsprechende Stelle des Körpers weiterleitet.

Wies es zur Spinalkanalstenose kommt

Der Raum zwischen den Wirbeln ist eng begrenzt. Wirbelverschleiß, eine Verengung des Wirbelkanals, eine vorgewölbte Bandscheibe oder ausgetretenes Gewebe bei einem Bandscheibenvorfall kann die Wurzel eines Spinalnervs bedrängen, den Nerv reizen und starke Schmerzen auslösen.

Rührt der Schmerz von einem verengten Wirbelkanal her, sprechen Mediziner von einer Spinalkanalstenose. Sie tritt meist im unteren Rücken, aber auch in der Halswirbelsäule auf.

Nicht immer ist eine Verengung des Wirbelkanals sofort mit Schmerzen verbunden. Die Entwicklung geschieht nach und nach, bis sie sich bemerkbar macht.

Häufig beginnen die Symptome schleichend und verstärken sich im Lauf der Zeit. Zu den Symptomen der Spinalkanalstenose gehören:

  • Taubheit oder Kribbeln in einem Arm, einem Bein, einem Fuß oder einer Hand
  • Schwächegefühl in Hand, Arm, Fuß oder Bein
  • Schwierigkeiten mit dem Gehen und der Balance
  • Nackenschmerzen
  • Schmerzen oder Krämpfe in einem oder beiden Beinen, wenn man länger steht oder geht – wird normalerweise besser, wenn man sich leicht nach vorn beugt.
  • Verschlimmerung des Schmerzes beim Zurückbeugen, Erleichterung beim Neigen nach vorn
  • Erektionsprobleme
  • Rückenschmerzen

Beobachten Sie diese Symptome, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen. Er verweist Sie gegebenenfalls an einen Facharzt, der Ihren Beschwerden näher auf den Grund geht, indem er eine Tast-Untersuchung und bildgebende Verfahren wie MRT einsetzt.

Spinalkanalstenose: Oft hilft schon Muskeltraining

Die Schmerzen durch die Verengung des Wirbelkanals lassen sich in den meisten Fällen mit konservativen Therapien lindern. In erster Linie kommen Krankengymnastik und Schmerzmedikamente zum Einsatz.

Bei der Krankengymnastik werden die Rücken- und Bauchmuskeln gestärkt, um die Wirbelsäule zu entlasten. Medikamente, die Schmerzen und Entzündungen lindern, unterstützen diesen Prozess.

Um die Wirbelsäule zu entlasten, kann auch eine Orthese – ein stützendes Korsett – angepasst werden.

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