Kirschen

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 27. Mai. 2020
Kirschen sind gesund
Kirschen sind gesund

Kirschen gehören zu den größten Köstlichkeiten des Sommers. Und das Beste: Kirschen schmecken nicht nur klasse – sie sind auch super gesund!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Kirschen
  2. Interaktive Infografik zu Sauerkirschen
  3. Das sollten Sie über Kirschen wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
    4. Sorten
  4. Unsere liebsten Kirsch-Rezepte
  5. Wie gesund sind eigentlich Kirschen?
  6. Gesundheitsvorteile von Kirschen
  7. Einkaufs- und Küchentipps für Kirschen
    1. Einkauf
    2. Vorbereitung
  8. Zubereitungstipps für Kirschen

Infografik zu Kirschen

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik.

Kirschen...

  • ...halten jung und schön: In Sachen Anti-Aging sind Kirschen ein perfekter Partner: Ihr hoher Anteil an Antioxidantien schützt wirksam gegen freie Radikale und damit unsere Haut vor Alterungsprozessen. Die roten Früchtchen punkten mit Kalium, das den Flüssigkeitsdruck im Gewebe reguliert und für pralle Zellen sorgt. Schlaffe Konturen gehören so der Vergangenheit an.
  • ...wirken sanft entwässernd: Mit 230 Milligramm Kalium pro 100 Gramm gehören Kirschen definitiv zu den Lebensmitteln, die dem Körper bei der Ausscheidung von Flüssigkeitsansammlungen effektiv helfen.
  • ...beugen Rheuma vor: Die Anthocyane in Kirschen wirken allgemein entzündungshemmend und können neuen Studien zufolge dadurch auch bei der Vorbeugung gegen Rheuma und Arthritis helfen.
  • ...tun Schwangeren gut: Schon 200 Gramm süße Kirschen liefern mit 100 Mikrogramm Folsäure ein Drittel der täglich empfohlenen Zufuhr. Das ist für werdende Mütter besonders interessant – sie brauchen allerdings 500 Mikrogramm Folsäure pro Tag, weil dieses Vitamin das Ungeborene vor Missbildungen schützt.
  • ...CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Kirschen gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie zum Beispiel Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...schützen die Zellen: Kirschen stecken prallvoll mit sogenannten Anthocyanen. Diese natürlichen Farbstoffe aus der Gruppe der Polyphenole verhindern nachweislich Zellschädigungen durch freie Radikale, die langfristig auch Krebs fördern können.
  • ...machen rundum fit: Beim Vitamingehalt zählen Kirschen zwar nicht zu den Superstars. Trotzdem tragen sie mit 15 Milligramm Vitamin C, 6 Mikrogramm Vitamin A und einigen B-Vitaminen durchaus zu einer guten Versorgung mit Vitalstoffen bei.
  • ...können belastet sein: Ob aus Spanien, der Türkei oder aus einheimischer Ernte - leider finden Verbraucherschützer bei Kirschen immer wieder Rückstände von Pestiziden. Sehr gründliches Waschen mit warmem Wasser ist darum bei Kirschen aus herkömmlichem Anbau ein Muss.

Infografik zu Sauerkirschen

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik. 

Infografik Sauerkirschen

Sauerkirschen...

  • ...sind super für Schwangere: 150 Mikrogramm Folsäure steckt in 200 Gramm Sauerkirschen – das ist genau die Hälfte des empfohlenen Tagessolls. Das macht Sauerkirschen besonders für Schwangere interessant, denn sie brauchen 500 Mikrogramm Folsäure pro Tag.
  • ...halten jung und schön: Wenns um Anti-Aging geht, haben Sauerkirschen einiges zu bieten: In ihnen stecken besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe, die als Antioxidantien wirken. Im Klartext heißt das: Sauerkirschen können vor schädlichen freien Radikalen und damit vor Alterungsprozessen schützen.
  • ...schützen die Zellen: Sauerkirschen enthalten sehr hohe Mengen Anthocyane. Diese natürlichen Farbstoffe aus der Gruppe der Polyphenole verhindern nachweislich Zell-Schädigungen durch freie Radikale, die langfristig auch Krebs fördern können.
  • ...beugen Entzündungen vor: Die Anthocyane in Sauerkirschen können aber noch mehr: Sie wirken entzündungshemmend und können dadurch auch bei der Vorbeugung gegen Rheuma und Arthritis helfen.
  • ...können beim Abnehmen helfen: Da Sauerkirschen neben Fruchtzucker auch relativ viel Fruchtsäure enthalten, kann man sie zu den figurfreundlichen Früchten zählen. Außerdem sind Sauerkirschen fettfrei und liefern einige Ballaststoffe bei.
  • ...machen rundum fit: In Sachen Vitaminen gibt es zwar Früchte mit höherem Angebot als Sauerkirschen. Trotzdem liegen sie mit 12 Milligramm Vitamin C und 40 Mikrogramm Vitamin A noch ziemlich gut im Rennen!
  • ...CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Sauerkirschen gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...können Pestizide enthalten: Sauerkirschen aus Bio-Anbau kann man meist guten Gewissens direkt vom Baum naschen. Bei Sauerkirschen aus konventionellem Anbau ist sehr gründliches Waschen mit warmem Wasser vor dem Essen ratsam, denn auf ihrer Haut finden sich öfter Rückstände von Pflanzenschutzmitteln.

Das sollten Sie über Kirschen wissen

Bei Kirschen werden sogar diejenigen schwach, die süßes Obst weniger schätzen, denn für sie gibt es eine säuerliche Variante. Süßkirschen sind allerdings die ersten, die ab Juni an den Bäumen hängen. Zunächst erntet man die sogenannten Herzkirschen, die mit besonders weichem und saftigem Fruchtfleisch locken. Danach warten die festfleischigen Knubber- oder Knorpelkirschen auf fleißige Pflücker. Sie reifen bis in den Hochsommer hinein.

Unterschiede gibt es bei Süßkirschen übrigens nicht nur bei der Konsistenz des Fruchtfleischs, auch in der Farbe können sich Süßkirschen erheblich unterscheiden. Die meisten sind dunkelrot bis beinahe schwarz, aber es gibt auch hellrote und sogar gelbe beziehungsweise gelbrote Kirschen. 

Sind die letzten späten süßen Kirschen geerntet, schlägt die Stunde der Sauerkirschen. Anders als ihre süßen Schwestern vertragen sie niedrige Temperaturen gut und wachsen darum auch in Gebieten mit kühlerem Klima. Zu den Sauerkirschen gehören unter anderem die berühmten Weichselkirschen, die Schattenmorellen, die kaum bekannten Amarellen sowie die sogenannten Glaskirschen. Der Name ist bei Sauerkirschen auf jeden Fall Programm: Da sie erheblich mehr Fruchtsäure als süße Kirschen enthalten, schmecken sie je nach Sorte entsprechend säuerlich bis sehr sauer.

Übrigens: Die sehr dunklen und sehr süßen Amarenakirschen gehören keiner speziellen Sorte an, sondern sind tatsächlich schwarze Süßkirschen, die man in Italien in einen Mix aus Zuckersirup und Mandellikör einlegt.

Herkunft

Botanisch gehören süße und saure Kirschen unterschiedlichen Arten an, sind aber sehr eng miteinander verwandt. Beide Sorten zählen zum Steinobst und zu den Rosengewächsen. Süße Kirschen stammen ursprünglich von der im Kaukasus wild wachsenden Vogelkirsche ab.

Saison

Die Zeit für Kirschen startet im Juni und dauert bis Mitte, Ende August – je nach Wetterlage.

Geschmack

Wie der Oberbegriff schon verrät, schmecken reife Süßkirschen angenehm süß und dabei dennoch fruchtig-säuerlich.

Sorten

Die milde Süßkirsche landet meist direkt im Mund, während sich die herbere Sauerkirsche perfekt zum Kochen, Backen und Einmachen eignet – rundum smart sind sie beide.

  • Süsskirsche-Grosse Prinzessin: Große Spätkirsche, festfleischig, süß, gelbe, rotgestreifte Frucht, alte Obstsorte
  • Süsskirsche-Hedelfinger Riesenkirsche: Sehr große Kirsche, kleiner Stein, glänzend, dunkelrotschwarze Frucht
  • Sauerkirsche-Schattenmorelle: In der Regel kräftig rot, aber auch von hellrot bis fast schwarz erhältlich. Glänzend, große Frucht mit sehr saftreichem Fruchtfleisch, angenehm säuerlicher Geschmack

Unsere liebsten Kirsch-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Kirsch-Rezepten

Wie gesund sind eigentlich Kirschen?

Ob süß oder sauer – Kirschen sind eine kalorienarme Nascherei. Auch sonst ist ihr Genuss ausgesprochen gesund, denn Kirschen enthalten zwar Mineralstoffe und Vitamine in eher bescheidenen Mengen, aber 100 Gramm enthalten immerhin 12-15 Milligramm Vitamin C.

Sportler aufgepasst: Die antioxidative Wirkung der Kirschen bremst Entzündungsprozesse, die am Muskelkater beteiligt sind, und fördert so die Regeneration.

Das vorhandene B-Vitamin Folat spielt bei der Blutbildung eine wesentliche Rolle. Ausreichend Blutzellen versorgen den Körper mit Sauerstoff und verhindern so wirkungsvoll eine vorzeitige Ermüdung.

Vor allem aber stecken Kirschen prallvoll mit sogenannten Anthocyanen. Diese natürlichen Farbstoffe zählen zur Gruppe der Polyphenole und bringen eine ganze Palette von gesundheitlichen Pluspunkten. Auf die Körperzellen haben Anthocyane zum Beispiel eine nachgewiesene Schutzwirkung, etwa gegen Entzündungen, vorzeitige Alterungsprozesse und vermutlich auch gegen Krebs. Außerdem bekäpfen die Pflanzenfarbstoffe erhöhte Harnsäurewerte und können damit Gicht- und Arthritisbeschwerden effektiv reduzieren.

Die farbgebenden Anthocyane aus Kirschen verlangsamen die Aufnahme von Kohlenhydraten im Blut und unterstützen die Bildung blutzuckersenkender Hormone. Dies verringert das Risiko für Diabetes Typ 2.

Laut einer spanischen Studie der Universidad de Extremadura in Badajoz sollen die Früchte die Stimmung aufhellen und Ängste lösen können. Verantwortlich dafür sei die enthaltene Aminosäure Tryptophan, die den Abbau von Stresshormonen begünstigt.

Neuere Forschungen lassen auch vermuten, dass Kirschen dank des hohen Gehalts an Anthocyanen die Beschwerden bei Rheuma lindern können. All diese Vorzüge haben allerdings vorwiegend Sauerkirschen zu bieten, die einen besonders hohen Anteil der natürlichen Farbstoffe zu bieten haben.

Nährwerte von Kirschen pro 100 g (süß |sauer)  
Kalorien 65 | 53
Eiweiß 1 g | 1 g
Fett 0,2 g | 0,5 g
Kohlenhydrate 14 g | 10 g
Ballaststoffe 1,5 g | 1 g

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Einkaufs- und Küchentipps für Kirschen

Einkauf

Kaufen Sie Kirschen am besten erst zur Saison, sonst könnten sie mit wässrigem Geschmack enttäuschen. Eines der Markenzeichen für reife, leckere Kirschen ist ihre pralle Form, die gleichzeitig etwas über die Frische aussagt. Die Farbe hingegen muss kein eindeutiger Hinweis auf Qualität sein. Zwar können Sie davon ausgehen, dass sehr dunkle Kirschen besonders süß und aromatisch schmecken, doch können je nach Sorte auch andere helle Sorten die gleichen Eigenschaften mitbringen.

Lagerung

Im Gefrierschrank lässt sich die Saison des Sommerobstes um bis zu zehn Monate verlängern. Übrigens können Sie angefrorene Kirschen besser entsteinen.

Vorbereitung

Das Vorbereiten von Kirschen ist kinderleicht, kann aber Zeit kosten, wenn man sie ensteinen möchte. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Sie können die Kirschen nach dem Waschen und Abtropfen mit einem spitzen, scharfen Messer halbieren und die Kerne herauslösen oder einen spezieller Kirschentkerner verwenden, der Ihnen viel Arbeit abnimmt. Die zweite Methode kommt vor allem in Frage, wenn Sie häufig größere Mengen Kirschen verarbeiten.

Zubereitungstipps für Kirschen

Für welche Kirschensorte Sie sich entscheiden, hängt neben dem ganz persönlichen Geschmack vor allem davon ab, wofür sie zum Einsatz kommen. Süße Kirschen eignen sich am besten, um sie roh zu naschen, sind aber auch die perfekte Wahl für Süßes wie Obstsalate, Cremes, Eis, Gelees oder Fruchtgrütze.

Für Kuchen, Torten und anderes sommerliches Gebäck sowie für Konfitüre nimmt man dagegen besser Sauerkirschen, weil sie aromatischer schmecken. Süß wirds trotzdem, man muss einfach etwas mehr Süße durch Honig oder Süßstoff zugeben.

Saure Kirschen können aber noch mehr. Roh begeistern sie zwar die wenigsten, doch dafür lassen sie sich nicht nur in der süßen Küche einsetzen. Sauerkirschen geben Gerichten mit Fleisch, Chutneys und anderen herzhaften Leckereien eine angenehm fruchtige und dabei säuerliche Note.

Weitere Happy Foods

 
"Neuere Forschungen lassen auch vermuten, dass Kirschen dank des hohen Gehalts an Anthocyanen die Beschwerden bei Rheuma lindern können." Wieso wird dazu keine Quelle angegeben? Lernt man das nicht in der Schule?
 
Information kurz und detailliert. Interessante details. Danke
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