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Dr. Thomas Platzer – Allgemeinmediziner, Ernährungs- und Präventionsexperte

Kombucha: Wirkung des Wunder-Tees

Seit Tausenden Jahren schwören Asiaten auf die gesundheitsfördernde Wirkung des Kombucha-Tees. Wer Kombucha trinkt, nimmt eine Vielzahl von bioaktiven Substanzen zu sich, die unser Immunsystem, unsere Verdauung und sogar das Herz stärken können. Nicht umsonst wird Kombucha auch als Elixier des Lebens bezeichnet! EAT SMARTER verrät Ihnen, was Kombucha so gesund macht.

Kombucha Wirkung

Zur Kurzfassung ►

1. Kombucha: So gesund wie Grüner Tee?

Kombucha ist in erster Linie nichts Anderes als fermentierter Tee. Doch die Art der Fermentation macht ihn so besonders. Grüntee, Schwarztee oder Kräutertee (oder auch Ginseng) werden spezielle Bakterienstämme, Hefepilze bzw. der Kombuchapilz zugesetzt, die in Kombination mit etwas Zucker anfangen zu gären. Die so entstehenden bioaktiven Substanzen verleihen dem Kombucha seine gesundheitsfördernde Wirkung (1, 2). Eine mögliche Quelle für den Namen "Kombucha" ist im Übrigen ein vergorenes Algenteegetränk aus Riementang, das in Japan schon seit Jahrhunderten unter dem Namen "Kombu" bekannt ist. 

Je nach Teesorte schmeckt Kombucha nicht nur anders, sondern unterscheidet sich auch leicht in seinen Inhaltsstoffen. Grüner Tee ist reich an Polyphenolen und daher ebenso reich an Catechinen, die das Immunsystem stärken und so oxidativem Stress entgegenwirken (3). 

Darüber hinaus hat grüner Tee - daher auch aus grünem Tee hergestellter Kombucha - eine stoffwechselanregende Wirkung. Die sekundären Pflanzenstoffe können zusammen mit dem enthaltenen Koffein die Kalorienverbrennung ankurbeln, positiv auf den Cholesterinspiegel wirken und die Blutzuckerregulation unterstützen (4, 5, 6, 7).

MERKE !

Kombucha ist ein fermentierter Tee, der – wie grüner Tee – antioxidativ, blutzuckerregulierend und stoffwechselankurbelnd wirkt.

2. Kombucha enthält viele probiotische Bakterien

Während dem Fermentieren bildet sich an der Oberfläche der Ansatzflüssigkeit ein gallertartiger, je nach Teesorte in seiner Farbe variierender „Teepilz“ (auch Hefen oder Scoby genannt). Die Fermentation wird mithilfe des Teepilzes so besonders. Denn er besteht aus vielen unterschiedlichen Bakterien und Pilzen, die in einer Symbiose herkömmlichen Tee in Kombucha verwandeln.

Neben vielen gesunden Säureverbindungen und einer Spur von Alkohol entsteht eine Vielzahl an probiotischen Bakterien. Diese machen das Gärgetränk so gesund. Probiotische Bakterien regen die Verdauung an, wirken entzündungshemmend und können sogar eine Gewichtsreduktion begünstigen (8, 9).

Lesen Sie hier, wie Probiotika beim Abnehmen helfen können:

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Kombucha enthält probiotische Bakterien, die die Verdauung anregen, Entzündungen hemmen und bei der Gewichtsreduktion helfen können.

3. Kombucha wirkt antibakteriell

Neben vielen weiteren gesunden Säureverbindungen entsteht eines der Hauptsubstanzen, die aus der Fermentation hervorgehen: Essigsäure. Studien besagen, dass Essigsäure, genau wie einige Polyphenole, antibakterielle Wirkungen besitzen. Es wird angenommen, dass aus grünem oder schwarzem Tee hergestellter Kombucha besonders gegen Krankheitserreger wirkt (10, 11).

Forscher gehen sogar davon aus, dass Kombucha eine ähnlich starke antimikrobakterielle Wirkung besitzt, wie einige Antibiotika. Dies lassen die Ergebnisse einer Tierstudie vermuten (12).

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Die bei der Fermentation entstehende Essigsäure und die enthaltenen Polyphenole verleihen Kombucha eine antibakterielle Wirkung.

4. Kombucha wirkt antioxidativ

Grüne und auch schwarze Teesorten enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe, die im Körper antioxidativ wirken. Antioxidantien fangen im Körper freie Radikale ab und reduzieren so Zellschäden. Auch nach der Fermentation schützt Kombucha, genauso wie die einzelnen Teesorten, die Körperzellen. Daher ist Kombucha gesund (13, 14, 15).

Speziell Kombucha aus grünem Tee enthält eine Vielzahl von natürlichen Antioxidantien, die laut mehrerer Tierstudien eine positive Wirkung auf die Lebergesundheit haben können. Ratten, die regelmäßig Kombucha tranken, wiesen eine niedrigere Lebertoxizität auf. Das bedeutet, dass weniger chemische Giftstoffe hemmend auf die Leberfunktionalität wirken (16, 17, 18).

Humanstudien müssen diese Ergebnisse erst noch bestätigen, um klare Aussagen über die gesundheitsfördernden Wirkungen zu machen. Dennoch könnte Kombucha eine Wirkung auf die Lebergesundheit haben und möglicherweise Lebererkrankungen lindern.

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Kombucha ist gesund, da eine Vielzahl von sekundären Pflanzenstoffen antioxidativ im Körper wirkt. Antioxidantien bauen freie Radikale ab, verhindern Zellschäden und können vermutlich sogar die Lebertoxizität positiv beeinflussen.

5. Kombucha: Positive Wirkung auf die Herzgesundheit

Herzerkrankungen sind, neben anderen Zivilisationskrankheiten, eine der häufigsten Todesursachen der heutigen Zeit. Die Ursache hierfür sind Fettablagerungen in den Arterien. Ein Kombucha-Drink kann in diesem Kontext den Fettstoffwechsel positiv beeinflussen und den in den westlichen Ländern durchschnittlich viel zu hohen Cholesterinspiegel senken (19, 20, 21).

EAT SMARTER gibt Ihnen hier noch weitere Tipps, wie Sie ihren Cholesterinspiegel senken können.

Was viele nicht wissen: Der Körper produziert selber Cholesterin, denn ein gewisser Spiegel ist lebensnotwenig. Es ist "ein wesentlicher Baustoff zum Beispiel für viele Hormone. Cholesterine haben unterschiedliche Erscheinungsformen, daher die Namensunterschiede. Alle sind sie gut; jedoch liegen sie oft nicht mehr im richtigen Verhältnis zueinander vor, dann wird das LDL-Cholesterin schneller ranzig (wie Butter in der Sonne) und wir nennen es schlecht, weil es uns im Abbauprozess die Gefäßinnenwände ruiniert", erklärt Ernährungs- und Präventionsexperte Dr. Thomas Platzer.

Die antioxidative Wirkung von Kombucha schützt das LDL-Cholesterin vor oxidativen Prozessen und verhindert somit Ablagerungen in den Gefäßen, was zu einem niedrigeren Herzkrankheitsrisiko führt. Generell haben Menschen, die regelmäßig grünen Tee trinken ein 31 Prozent niedrigeres Risiko, an koronare Herzerkrankungen zu erkranken. Davon abgeleitet hat aus grünem Tee hergestellter Kombucha dieselbe Wirkung (22, 23, 24, 25).

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Kombucha wirkt senkend auf den Cholesterinspiegel und kann so koronare Herzerkrankungen vorbeugen.

6. Sekundäre Pflanzenstoffe reduzieren das Krebsrisiko

Krebserkrankungen sind ebenso wie koronare Herzerkrankungen eines der häufigsten Todesursachen weltweit. Die durch die Ernährung aufgenommenen Vitamine, Mineralstoffe und sekundären Pflanzenstoffe haben insgesamt einen großen Einfluss auf das unkontrollierte Wachstum bösartiger Krebszellen (19).

So konnten Laborversuche zeigen, dass Kombucha eine wachstumshemmende Wirkung auf Krebszellen besitzt. Dafür verantwortlich ist der große Gehalt an antioxidativ wirkenden Polyphenolen und anderen Antioxidantien (26).

Auch wenn die genauen Mechanismen noch nicht bekannt sind, können die Inhaltsstoffe des Teegetränks die Mutation von einer Vielzahl von verschiedenen Krebszellen positiv beeinflussen. Studien zeigen, dass speziell die Inhaltsstoffe von grünem Tee das Risiko an Prostata-, Brust- und Darmkrebs zu erkranken senken können (27, 28, 29, 30, 31, 32).

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Laborversuche zeigen, dass Kombucha eine antikarzinogene Wirkung besitzt und so das Risiko an Krebs zu erkranken senken kann.

7. Kombucha: Wirkung auf den Glucosestoffwechsel

Diabetes gehört ebenso zu den Zivilisationskrankheiten der heutigen Zeit, an denen immer mehr Menschen leiden. Dabei kann der Körper durch eine latente oder ganzheitliche Insulinresistenz das Abbauprodukt der Nahrungskohlenhydrate, die Glucose, nicht ausreichend abtransportieren und es kommt zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel (19).

Kombucha kann den Kohlenhydratstoffwechsel anregen und so einen normalen Blutzuckerspiegel unterstützen. Der Vergleich mehrerer Studien ergab, dass der Verzehr von schwarzem Tee, genauso wie der von grünem Tee, blutzuckersenkend wirkt und somit das allgemeine Diabetesrisiko senken kann. Davon abgeleitet hat Kombucha eine Wirkung auf die Glucoseaufnahme, unabhängig vom enthaltenen Tee (33, 34, 35).

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Kombucha aus Grünem oder Schwarzen Tee wirkt sich positiv auf die Glucoseaufnahme und auf den Blutzuckerspiegel aus. Somit kann Kombucha das Diabetesrisiko verringern.

8. Kombucha ist gesund – doch Vorsicht!

Bei der Herstellung von Kombucha kommt es zu einem Gärprozess, der durch Kontaminanten verunreinigt oder aufgrund von zu langen Gärzeiten zu einem leicht erhöhten Alkoholgehalt führen kann. Bei empfindlichen Personen kann dies zu Beschwerden, insbesondere zu Magenbeschwerden kommen, ansonsten gilt "Die Menge macht das Gift" (36, 37).

Wenn Sie Kombucha selber herstellen wollen, informieren Sie sich im Voraus umfangreich. Die Verbraucherzentrale NRW rät, einen besonderen Wert auf Hygiene zu legen. Darüber hinaus sollte der Hefepilz, aus dem Sie die Starterflüssigkeit ansetzen, aus einem kontrolliert biologischen Anbau mit Anwuchsgarantie (z.B. von Fairment) stammen. Sollten Sie Kombucha im Einzelhandel kaufen, achten Sie darüber hinaus auf einen moderaten Zuckergehalt. Einige Getränke sind echte Zuckermonster und weisen einen vergleichbaren Zuckeranteil auf, wie gezuckerte Limonaden (1).

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Kombucha ist gesund, doch bei der Herstellung und beim Verzehr sollte besonders auf Hygiene und einen moderaten Zuckergehalt geachtet werden.

Zur Kurzfassung ►

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