Wissenschaftlich geprüft

Ernährung bei Krebs

Von Maren Baumgarten
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Foto: Beeke Hedder
Foto: Beeke Hedder

Längst nicht jede Krebserkrankung endet tödlich. Neben medizinischer Behandlung kann eine gesunde Ernährung bei Krebs dazu beitragen, der Krankheit vorzubeugen oder sie zu besiegen.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Was genau ist Krebs?
  2. Was kann man bei Krebs mit einer smarten Ernährung erreichen?
  3. Leckere Kochideen bei Krebs
  4. Wie sieht eine Krebs-Ernährung aus?
  5. Ernährungs-Tabellen für Krebs
  6. Wissenschaftliche Studien zu Krebs
  7. 3 besonders gute Lebensmittel bei Krebs
  8. 3 besonders schlechte Lebensmittel bei Krebs
  9. Sind Krebs-Diäten sinnvoll?
  10. Was tun bei Übelkeit, Appetitlosigkeit und Mundtrockenheit?

Was genau ist Krebs?

Eine Krebszelle entsteht, wenn sich ein Abschnitt im Erbgut, also der DNA (Desoxyribonukleinsäure), verändert und nicht mehr zu reparieren ist. Die Zelle trägt nun eine falsche Erbinformation und vermehrt sich so weiter. Es entsteht ein Tumor. 

Krebszellen unterscheiden sich von den normalen Körperzellen, denn sie ignorieren wachstumshemmende Signale, die vom Körper kommen. Daher können sie sich unendlich oft teilen. Zudem zapfen Krebszellen Blutgefäße an und gelangen so an lebenswichtige Nährstoffe. Eine weitere gefährliche Eigenschaft von Krebszellen ist, dass sie in benachbartes Gewebe eindringen und sich dort ausbreiten können. Manchmal entstehen so weitere Tumore. Umgangssprachlich hat der Krebs gestreut, in der Onkologie (medizinische Fachrichtung) wird von Metastasen gesprochen.

Je älter ein Mensch wird, desto anfälliger ist der Körper für solche Fehler, denn das Reparatursystem wir mit steigendem Alter unzuverlässiger. Jedoch kann Krebs auch junge Menschen treffen. Insbesondere Leukämie, Tumore im zentralen Nervensystem, Hodenkrebs bei Männern und Brustkrebs bei Frauen sind bei jungen Menschen verbreitet.

Krebs ist nicht gleich Krebs. Es gibt viele verschiedene Krebserkrankungen, die sich in ihrer Intensität, Therapie und Auswirkungen unterscheiden. Den meisten Krebsarten ist jedoch gemein, dass sie dem Körper einiges an Kraft abverlangen. Erkrankte verlieren häufig radikal an Gewicht. Muskel- und Fettmasse wird abgebaut. Durch den Verlust der Muskulatur kann der Alltag für Betroffene erschwert werden. Mit gezielter Ernährung und Bewegung kann die Muskelmasse erhalten bleiben. Jedoch erleiden im Verlauf einer Krebserkrankung etwa die Hälfte der Patienten eine Mangelernährung und daher ist ein ungewollter Verlust der Muskeln nicht selten. Hinzu kommt eine häufige Immobilität durch beispielsweise einen nötigen Aufenthalt im Krankenhaus. Dies kann die Muskelmasse zusätzlich reduzieren. 

Was kann man bei Krebs mit einer smarten Ernährung erreichen?

Eine smarte Ernährung bei Krebs setzt an verschiedenen Punkten gleichzeitig an: Die Ernährung steigert das Wohlbefinden des Patienten und verbessert dadurch die Lebensqualität. 

Beschwerden wie Müdigkeit, Schwäche, Schluckbeschwerden, Unwohlsein, Magen-Darm-Probleme als auch ein reduzierter Appetit, die durch eine Chemo- oder Strahlentherapie entstehen, können verbessert werden.

Betroffene beugen außerdem einer Mangelernährung vor und sichern die Zufuhr wichtiger Nährstoffe. Auch der mögliche ungewollte Gewichtsverlust kann so verhindert bzw. reduziert werden. Die Patienten halten durch eine angepasste Ernährung bei Krebs die körpereigenen Abwehrkräfte aufrecht, vermeiden starke Gewichtsverluste und lindern oft die Nebenwirkungen ihrer Therapie.


Leckere Kochideen bei Krebs


Wie sieht eine Krebs-Ernährung aus?

Auch wenn bei einer Krebsbehandlung häufig ein erhöhter Kalorienbedarf vorliegt, sollte nicht auf ungesunde, extrem fettige und zuckrige Lebensmittel zurückgegriffen werden. Denn diese reizen die Magenschleimhaut und können daher zu Beschwerden führen. Vielmehr sind gesunde Lebensmittel auf dem Speiseplan sinnvoll. Laut dem World Cancer Research Fund (WCRF) sollen Krebskranke sich ähnlich ernähren wie alle Menschen, die gesund leben möchten. Der Körper von Kranken benötigt aber besonders viel Energie, die er aus bestimmten Nährstoffen zieht. Daher ist eine ausgewogene Nahrungsaufnahme besonders wichtig. Dennoch gilt bei einer Krebs-Ernährung, essen Sie das, worauf Sie Appetit haben und was Sie vertragen.

Gemüse

Gemüse ist ein wichtiger Baustein in der Ernährung bei Krebs. Essen Sie dieses ganz nach persönlichem Geschmack. Leicht verdauliches Gemüse wie Möhren verträgt nahezu jeder. Um auch die fettlöslichen Vitamine aufnehmen zu können, empfiehlt sich eine Kombination mit Fett. Braten Sie beispielsweise Möhren mit etwas Rapsöl, um von dem wertvollen Provitamin A profitieren zu können. Ob Sie blähende Gemüsesorten wie Kohl oder Zwiebel vertragen, müssen Sie ausprobieren. 

Obst

Auch wenn Obst einige nützliche Nährstoff enthält, sollten Sie dieses nur in Maßen essen, denn es steckt auch voller Zucker, welchen die Krebszellen lieben. Maximal zwei Portionen zuckerarmes Obst wie Kiwi oder Heidelbeeren pro Tag sind bei einer Krebserkrankung zu empfehlen. Achten Sie hierbei auf einen möglichst niedrigen Fruchtsäuregehalt, denn dieser kann den Magen reizen.

Fette

Gesunde Fettsäuren aus zum Beispiel Olivenöl, Avocado und Nüssen versorgen den Körper einerseits mit viel Energie und andererseits wirken sie entzündungshemmend. Daher sollten gute Fette täglich auf dem Speiseplan stehen.

Fleisch & Fisch

Fleisch und Fleischprodukte sollten maximal zwei Mal pro Woche gegessen werden, denn sie enthalten die entzündungsfördernde Arachidonsäure. Vor allem Schweine- und fettes Geflügelfleisch wie Hähnchenschlegel haben einen hohen Gehalt und sollten daher gemieden werden. Zudem sollten verarbeitete oder geräucherte Produkte wie Wurst, aber auch rotes Fleisch nur selten verzehrt werden. Fisch ist hingegen ein besserer Eiweißlieferant, denn er enthält günstige Omega-3-Fettsäuren. Aber auch Eiweiß aus Hülsenfrüchten ist eine empfehlenswerte Quelle.

Achten Sie sowohl bei Fleisch als auch bei Fisch auf Frische, denn zusätzliche Keime sollten Sie während der Therapie möglichst vermeiden. Je nach Krebsart und Therapie kann das Immunsystem geschwächt sein. Sehr empfindliche Lebensmittel wie Hackfleisch, rohes Fleisch, rohen Fisch, Eier oder auch Schimmelkäse sollten Sie dann vorsorglich nicht essen.

Die Empfehlungen für die Nährstoffverteilung verschieben sich für die Ernährung bei Krebs:

  • Energie: 30-35 kcal/kg Körpergewicht
  • Protein: mindestens 1,2-1,4 g/kg Körpergewicht (maximal 2g/kg Körpergewicht)
  • Kohlenhydrate: weniger als 50 % der Gesamtenergie
  • mindesten 50 % Prozent der Nichteiweißkalorien

Diese Empfehlungen lassen sich mit der Mittelmeer-Diät einfach umsetzen. Zudem sind in dieser viele gesunde Ballaststoffe enthalten.

Trinken

Viel Flüssigkeit ist gerade bei häufigem Erbrechen oder Durchfall als Nebenwirkung der Therapie von Bedeutung. Ideales Getränk ist Wasser. Sie können es durch Saft, Zitronenscheiben, Minze und Co. schmackhafter machen. Um einen Elektrolytverlust auszugleichen, können Sie auch Gemüsebrühe oder Fleischbrühe trinken. Alkohol sollte während der Therapie gemieden werden, denn einerseits reizen alkoholische Getränke den Magen und andererseits wird der Körper mit einem weiteren Giftstoff konfrontiert, den er abbauen muss.

Weitere Infos

Bei Krebsarten, die hormonell bedingt sind wie Brustkrebs, sollte zudem auf Milch und Milchprodukte verzichtet werden, denn diese enthalten ungünstige Hormone. Zudem sollen Brustkrebspatientinnen nur maximal zwei Sojaprodukte pro Tag essen, da es Hinweise gibt, dass hormonähnliche Sojaisoflavone den Krebs begünstigen könnten. 

Wenn ein akuter Mangel besteht, dann sollte eine zusätzliche Beratung herangezogen werden. Eventuell ist dann sogar der Einsatz von hochkalorischer Trinknahrung aus der Apotheke oder auch eine Infusion erforderlich. Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie in der behandelten Onkologie.

Auch interessant:

  • 3 besonders gute Lebensmittel bei Krebs mehr >
  • 3 besonders schlechte Lebensmittel bei Krebs mehr >
  • Sind Krebs-Diäten sinnvoll? mehr >

Ernährungs-Tabellen für Krebs

Was kann man bei Krebs essen und was nicht? Je nach individuellem Empfinden und Krebsart werden Lebensmittel unterschiedlich gut vertragen, daher können Sie unsere Ernährungs-Tabellen bei Krebs als Orientierung nutzen. Hören Sie auf Ihren Körper und testen Sie, was Ihnen bekommt und was nicht.

 
Diese Lebensmittel sind bei Krebs empfehlenswert
Mehl, Brot, Getreide & Beilagen
fein gemahlenes Vollkornbrot, Haferflocken, Kartoffeln, Naturreis, Pseudogetreide (Quinoa, Hirse), Vollkorngetreide und -mehl, Vollkornpasta
Gemüse
Blumenkohl, Fenchel, Kürbis, Möhren, Pastinake, Salat, Sellerie, Tomaten, Zucchini
Obst
Apfel, Banane, Beeren (Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren), Birne, Kiwi
Nüsse, Kerne & Samen
Alle ungesalzenen Nüsse, Kerne und Samen (Erdnüsse, Haselnüsse, Kürbiskerne, Mandeln, Sesam, Walnüsse)
Eier, Milch & Milchprodukte
Eier (gegart), Milch und Milchprodukte (bei nicht hormonellen Krebsarten), Milchalternativen (Haferdrink, Mandeldrink), Omelette
Fleisch & Wurstwaren
Geflügelaufschnitt, Huhn
Fisch & Meeresfrüchte
Barsch, Dorade, Forelle, Hecht, Hering, Karpfen, Kabeljau, Lachs, Makrele, Sardelle, Seeteufel, Steinbeißer
Fette & Öle
Butter, Kokosöl, Leinöl, Nussöl, Olivenöl, Rapsöl, Sesamöl, Sojaöl, Weizenkeimöl
Getränke
Kräutertee, stilles Wasser
Aufstriche
Hummus, pflanzliche Brotaufstriche
Kräuter, Gewürze & Würzmittel
Essig, Kreuzkümmel, Kurkuma, milder Senf, Oregano, Petersilie, Pfeffer, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Thymian, Zimt
Fertigprodukte
Tempeh, Tofu (bei nicht hormonellen Krebsarten)
Süßes & salzige Snacks
Maiswaffeln, Reiswaffeln

 
Diese Lebensmittel sind bei Krebs nicht empfehlenswert
Mehl, Brot, Getreide & Beilagen
Corn Flakes ,Gebäck, gesüßtes Müsli, Pommes, Weißmehlprodukte
Gemüse
Fertigprodukte mit hohem Zuckeranteil wie Krautsalat oder Rotkohl
Eier, Milch & Milchprodukte
Eier (roh), Fruchtbuttermilch, Fruchtjoghurt, gezuckerte Kondensmilch, Milch und Milchprodukte (bei hormonellen Kerbsarten wie Brustkrebs), Schimmelkäse
Fleisch & Wurstwaren
geräucherter Schinken, Kassler, Leberwurst, paniertes und frittiertes Fleisch, rohes Fleisch (Steak Garpukt raw oder medium), Schwein
Fisch & Meeresfrüchte
Fisch in Ölkonserven, Fisch in Sahne, geräucherter Fisch, panierter und frittierter Fisch
Fette & Öle
Distelöl, Gänseschmalz, gehärtete Back- und Bratfette, Schweineschmalz, Sonnenblumenöl
Getränke
alkoholische Getränke, Fruchtsäfte, Softdrink
Kräuter, Gewürze, Saucen & Würzmittel
Ketchup, Mayonnaise, sehr scharfe Gewürze
Fertigprodukte
Fertiggerichte, Fertigsaucen
Süßes & salzige Snacks
Chips, Eiscreme, Gebäck, Schokoriegel, Süßigkeiten

 
Diese Lebensmittel sind bei Krebs in Maßen geeignet
Mehl, Brot, Getreide & Beilagen
Couscous, frisches Brot, leicht gesüßtes Müsli, Mischbrot, parboiled Reis, Vollkornbrot mit Körnern
Gemüse
Gurke, Hülsenfrüchte, Knoblauch, Lauch, Paprika, Pilze, Rettich, Zwiebel
Obst
Avocado, Kirschen, rohes Steinobst, unreifes Obst
Nüsse, Kerne & Samen
Gesalzene Nüsse, Kerne und Samen
Eier, Milch & Milchprodukte
Rahmkäse, Schlagsahne
Fleisch & Wurstwaren
Pute, Rind (durchgegart), Wild
Fisch & Meeresfrüchte
Aal, Austern, Miesmuscheln
Fette & Öle
Butterschmalz, Ghee, pflanzliche Margarine
Getränke
Früchtetee, Kaffee, verdünnte Fruchtsaftschorle, Wasser mit Kohlensäure
Aufstriche
zuckerarme Brotaufstriche aus Nüssen, zuckerarme Fruchtaufstriche
Kräuter, Gewürze & Würzmittel
Curry, milde Chilischoten, Paprikapulver, Salz, scharfer Senf, Würzmischungen
Fertigprodukte
Tiefkühlgemüsemischung
Süßes & salzige Snacks
Nüssmix mit Trockenfrüchten, selbstgemachtes Popcorn mit nur wenig Zucker oder Salz, Zartbitterschokolade
Süßungsmittel
Ahornsirup, Honig, Kokosblütenzucker, Reissirup, Rohrohrzucker, Rübenzucker (Saccharose), Stevia, Vollrohrzucker, Zuckeralkohole wie Sorbit(ol), Zuckerrübensirup

Wissenschaftliche Studien zu Krebs

Ständig erscheinen neue Studien zu Krebs und die Forschung geht immer weiter. EAT SMARTER hat für Sie die interessantesten Studien zusammengefasst und bewertet. 

3 besonders gute Lebensmittel bei Krebs

  1. Kurkuma: Die gelbe Wurzel soll Entzündungen entgegenwirken. Zugleich konnte bisher in Zellversuchen gezeigt werden, dass Kurkuma Krebszellen abtötet. Ob es einen therapeutischen Nutzen gibt, ist bis jetzt jedoch unklar. Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln mit Kurkuma, denn es kann zu Wechselwirkungen mit Krebsmedikamenten kommen.
  2. Kiwi: Die Früchte enthalten entzündungshemmende Enzyme, die sich günstig bei einer Ernährung bei Krebs auswirken können. Zwar gehören Kiwis nicht zu den zuckerärmsten Obstsorten, dennoch liegen sie beim Fruchtzuckergehalt im Mittelfeld. Ähnliche Effekte haben übrigens auch Ananas.
  3. Brokkoli: Der enthaltene sekundäre Pflanzenstoff Sulforaphan wird als Anti-Krebs-Mittel erforscht. Zudem ist Brokkoli gut verträglich und durch seine enthaltenen Antioxidantien soll es die Entstehung von neuen Krebszellen verhindern.

3 besonders schlechte Lebensmittel bei Krebs

  1. Zucker: Krebszellen ernähren sich von Glukose, daher ist es naheliegend, dass ein hoher Zuckerkonsum auch die Krebszellen hervorragend versorgt.
  2. Schweinefleisch: Dieses Fleisch enthält viel Arachidonsäure, welche Entzündungen im Körper vorantreibt und daher bei Krebs ungünstig ist.
  3. Alkohol: Alkohol muss vom Organismus verstoffwechselt werden, hierbei entstehen Giftstoffe, die den Körper fordern. Zusätzliche Kraft und Energie müssen aufgebracht werden, welche bei einer Krebserkrankung möglichst eingespart werden sollten. 

Sind Krebs-Diäten sinnvoll?

Immer wieder erscheinen neue Krebs-Diäten, die den Krebs aushungern oder zerstören sollen. Gerade nach der Diagnose fühlen sich viele Patienten schuldig oder verzweifelt und denken, sie müssen eine große Veränderung ihrer Ernährung durchführen. Doch es ist Vorsicht geboten, denn eine einseitige Ernährung bei Krebs kann den Krankheitsverlauf sogar beschleunigen. Zudem gibt es für keine dieser Diät wissenschaftliche Belege. Daher raten wir von Diäten wie der Krebskur total, Öl-Eiweiß-Kost nach Budwig oder der Gerson-Therapie ab. Eine ausgewogene Ernährung mit Bewegung verbessert hingegen die Therapie und deren Nebenwirkungen.

Sollten Sie sich dennoch für eine Krebs-Diät entscheiden, dann sollte diese nur ergänzend zur Behandlung angewandt werden und nicht die Therapie ersetzen. Eine Beratung und engmaschige Kontrolle des Ernährungsstatus ist zusätzlich sinnvoll.

Eine ketogene Ernährung ist eine sehr strenge Low-Carb-Ernährung, bei der kaum Kohlenhydrate verzehrt werden. Kohlenhydrate werden im Körper zu Glukose abgebaut und ernähren daher den Krebs. Aus diesem Grund ist es zwar naheliegend, dass eine ketogene Diät den Krebs aushungert, jedoch fehlen wissenschaftliche Beweise. Nach bisherigen Erkenntnissen überwiegen die Nebenwirkungen einer solchen Diät. Daher wird weiterhin der Verzehr von Kohlenhydraten, idealerweise aus Gemüse und Vollkornprodukten, empfohlen. Jedoch sollten Kohlenhydrate nicht mehr als 50 Prozent der Gesamtenergie ausmachen. 

Was tun bei Übelkeit, Appetitlosigkeit und Mundtrockenheit?

Durch die Chemotherapie oder andere Medikamente kommt es häufig zu Übelkeit, einem trockenen Mund und wenig Appetit. Teilen Sie Ihrer Onkologie mit, dass Sie unter diesen Symptomen leiden. Gegen Übelkeit gibt es einige Medikamente, die als Infusion vor der Chemotherapie verabreicht werden können. Zu Hause können Sie durch mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag gegen die Übelkeit vorgehen. Etwa fünf kleine Mahlzeiten belasten den Magen nicht so sehr und werden häufig besser vertragen.

Auch gegen Appetitlosigkeit, Geschmacksstörungen und Mundtrockenheit gibt es Tipps:

  • Das Auge isst mit: Sorgen Sie für einen schön gedeckten Essenstisch, eine nette Atmosphäre und appetitlich angerichtete Speisen.
  • Manche Betroffene empfinden den Geruch von warmen Speisen unangenehm. Sollte diese der Fall sein, dann essen Sie Ihre Gerichte kalt.
  • Vermeiden Sie Lebensmittel, die die Speiseröhre und den Magen reizen. Dazu zählen sehr saure, fettige, zuckrige und scharfe Lebensmittel. 
  • Bei Geschmacksstörungen können hingegen sehr würzige Speisen bevorzugt werden. 
  • Bei Mundtrockenheit kann eine Beratung beim Zahnarzt hilfreich sein. Spezielle Mundspülungen und Medikamente können den Mund befeuchten.
  • Fluoridreiche Zahnpasta hält die Zähne bei Mundtrockenheit gesund.
Wissenschaftlich geprüft von unseren EAT SMARTER Experten
 
hallo mein man hat Lungenkrebs und ich möchte Wie kann ich ihn mit Nahrung helfen. mfg Sabah
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Hallo muften, bei der Krebsgesellschaft finden Sie wertvolle Informationen zu Ernährung und Krebs. Hier der Link https://www.krebsgesellschaft.de/basis-informationen-krebs-bewusst-leben-ernaehrung.html Viele Grüße EAT SMARTER
 
zu Ernährung bei Krebs – eine Chance für das Leben es gibt inzwischen sehr gute Bücher die sich mit der Ernährung bi Krebs auseinandersetzen mit vielen Informationen zu Lebensmitteln die den Krebs nicht direkt angreifen, sondern dem Immunsystem helfen, den Krebs zu beeinflussen. Eines der für mich besten Bücher dazu ist : Krebszellen mögen keine Himbeeren von Prof.Dr.med.Richard Beliveau und Dr.med. Denis Gingras.
 
Soweit gefällt mir der Artikel. Habe mir auch ein Buch gekauft "Die neue Anti-Krebs Ernährung",da wird alles was eine Ernährung bei Krebs sehr gut beschrieben. Ich würde auch gern ein paar neue Rezepte,besonders auch vegetarische,kennenlernen. Da ich hier ja "neu"bin, vielleicht auch andere kennenlernen die sich so ernähren.
Schreiben Sie einen Kommentar