Wissenschaftlich geprüft

Apfelessig

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 04. Mai. 2020
Apfelessig

Er schmeckt angenehm fruchtig und soll geradezu Wunder wirken. Was an Apfelessig wirklich bemerkenswert und gesund ist, verraten wir Ihnen hier.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Apfelessig
  2. Das sollten Sie über Apfelessig wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  3. Unsere liebsten Apfelessig-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Apfelessig?
  5. Apfelessig: gut zu wissen
  6. Einkaufs- und Küchentipps für Apfelessig
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  7. Zubereitungstipps für Apfelessig
  8. Wissen zum Mitnehmen

Interaktive Infografik zu Apfelessig

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann klicken Sie einfach auf den entsprechenden Plus- oder Minuspunkt.

 

Apfelessig...

  • ...unterstützt beim Abnehmen: Wer abnehmen möchte, macht seinen täglichen Salat am besten mit Apfelessig an. Zwar ist bisher nur ein Gerücht, dass Apfelessig die Fettverbrennung ankurbelt, aber dafür brachten Forscher den Beweise dafür, dass er für eine länger anhaltende Sättigung sorgt und dadurch täglich bis zu 275 Kilokalorien einspart. Und extrem kalorienarm ist er sowieso!
  • ...reguliert den Blutzucker: Bei Insulinresistenz und zur Vorbeugung gegen Diabetes ist Apfelessig eine gute Wahl. Studien haben ergeben, dass bereits circa 20 Gramm (etwa zwei Esslöffel) täglich eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel haben. Besonders günstig scheint es zu sein, diese Portion als "Betthupferl" einzunehmen: morgens liegt dann der Blutzuckerspiegel um rund 4 Prozent niedriger.
  • ...schützt vor Bakterien: Einen kranken Magen durch verdorbene Lebensmittel soll Apfelessig ebenfalls verhindern helfen, denn er wirkt nachweislich antibakteriell und übrigens auch gegen krankmachende Pilze. Das klappt aber nicht nur, wenn man ihn einnimmt – auch äußerlich auf der Haut angewandt, hat Apfelessig diesen schützenden Effekt.
  • ...vertreibt Verdauungsprobleme: Der antibakterielle Effekt von Apfelessig lässt sich auch wunderbar nutzen, um unangenehme Blähungen zu verhindern. Die natürlichen Säuren sorgen nämlich unter anderem auch für eine gesunde Darmflora und dafür, dass Fäulnisbakterien bei der Verdauung weniger Chancen haben.
  • ...enthält wertvolle Vitamine: Um den Körper mit Vitaminen zu versorgen, taugt Apfelessig allein natürlich nicht. Aber er steuert immerhin etwas dazu bei, denn er enthält relativ hohe Mengen von Vitamin B3. Das auch Niacin genannte Vitamin ist vor allem für den Kohlenhydrat- und Proteinstoffwechsel wichtig.
  • ...hilft dem Herzen: Zwar ist Apfelessig kein Wundermittel, wie viele behaupten. Dennoch könnte er sogar dazu beitragen, vor Herzerkrankungen gefeit zu sein. In Tierversuchen zeigte sich, dass Apfelessig gefährliche Blutfettwerte senken und außerdem positiven Effekt auf einen zu hohen Blutdruck haben kann.
  • ...liefert Mineralstoffe: In Apfelessig ist ein Mix aus mehreren Mineralstoffen und Spurenelementen vertreten. Besonders hoch ist der Gehalt an Magnesium (fast 6 Prozent des Tagesbedarfs) und an Eisen (fast 5 Prozent des Tagesbedarfs).
  • ...ergibt gesunde Drinks: * Um alle genannten positiven Eigenschaften auszukosten, reichen ab und zu ein, zwei Esslöffel leider nicht. Aber wer den säuerlichen Geschmack mag, kann Apfelessig auch wunderbar nutzen, um leckere und gesunde Drinks zu mixen! Mineralwasser bekommt zum Beispiel mit einem kräftigen Schuss davon einen tollen Geschmackskick; Apfelschorle wird mit Apfelessig noch erfrischender.

Das sollten Sie über Apfelessig wissen

Wie der Name schon verrät, stellt man Apfelessig aus Äpfeln her,  genauer gesagt: Seine Basis ist Apfelwein, weshalb er im Englischen sehr viel genauer auch Apple Cider Vinegar heißt. Dem Apfelwein setzt man Essigsäurebakterien zu, die den Alkohol darin in reine Essigsäure umwandeln.

Herkunft

Apfelessig hat keine spezielle Ursprungsheimat; man stellt ihn seit Jahrhunderten überall dort her, wo Äpfel wachsen.

Saison

Für Apfelessig gibt es keine besondere Saison.

Geschmack

Auch Apfelessig schmeckt – wie alle Essige – sauer. Er ist aber milder als viele seiner Verwandten und hat eine fruchtige Note.

Unsere liebsten Rezepte mit Apfelessig

Hier gelangen Sie zu allen Apfelessig-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Apfelessig?

Die Liste der angeblichen gesundheitlichen Vorteile von Apfelessig ist lang; besonders oft liest man, dass Apfelessig beim Abnehmen hilft. Fakt ist: Ein ausgesprochener Kilo-Killer ist Apfelessig nicht, jedenfalls konnte bisher niemand den oft versprochenen "Wundereffekt" wissenschaftlich nachweisen. Dass Apfelessig die Fettverbrennung ankurbelt, ist beispielsweise nur ein Gerücht. 

Allerdings konnten Forscher beweisen, dass Apfelessig offenbar für eine länger anhaltende Sättigung sorgt und dadurch täglich bis zu 275 Kilokalorien einsparen kann (1).

Andere Studien zeigen, dass zumindest bei Ratten Apfelessig auch die Parameter für Fettleibigkeit positiv verändern (2), das Risiko von Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken sowie einem Metabolischen Syndrom vorbeugen kann (2). Ob sich das Ergebnis auch auf Menschen übertragen lässt, ist aber damit noch keineswegs erwiesen. 

Ganz ähnlich sieht es mit anderen Forschungen zu den gesundheitlichen Vorteilen von Apfelessig aus: Fast immer handelt es sich um Versuche und Studien an Tieren, die noch keine verlässliche Aussagekraft für Menschen haben. 

Aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel: Für die schon seit Jahrhunderten angenommene antibakterielle Wirkung von Apfelessig gibt es inzwischen ebenso Belege wie für seinen heilsamen Effekt bei Pilzerkrankungen (4).

Eine positive Wirkung hat Apfelessig auch auf den Blutzuckerspiegel: Studien haben ergeben, dass bereits circa 20 Gramm (etwa zwei Esslöffel) täglich einer Insulinresistenz und Diabetes Typ 2 vorbeugen können (5)

Ansonsten kann Apfelessig mit einem relativ hohen Gehalt an Vitamin A und B3 punkten. Auch einige Mineralstoffe stecken in teils beachtlichen Mengen darin. Besonders hoch ist der Gehalt an Magnesium und an Eisen.

Bei einer Histaminunverträglichkeit sollte man Apfelessig mit Vorsicht verwenden. Manche Betroffenen vertragen ihn in kleinen Mengen, andere überhaupt nicht.

Nährwerte von Apfelessig pro 100 Gramm  
Kalorien 20
Eiweiß 0,4 g
Fett 0 g
Kohlenhydrate 0,6 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Apfelessig

Einkauf

Apfelessig gehört zu den wenigen Zutaten, die aus Bio-Herstellung kaum teurer sind als die herkömmliche Variante. Wer Wert auf Naturbelassenheit und weitestgehende Schadstofffreinheit legt, kann hier also doppelt profitieren.

Für ausgesprochene Fans von Apfelessig gibt es Spezialitäten, zum Beispiel Essig aus besonderen Apfelsorten. Wer daran Spaß hat, kann zugreifen – nötig ist das aber nicht, um einen guten und gesunden Apfelessig zu bekommen.

Lagerung

Ist die Flasche einmal angebrochen, bewahrt man Apfelessig im Kühlschrank auf.

Vorbereitung

Man kann die Flasche vor dem Verwenden von Apfelessig einmal schütteln, damit die (natürlichen und unbedenklichen) Trübstoffe am Boden sich wieder mit der Flüssigkeit vermischen.

Zubereitungstipps für Apfelessig

Wer Wasser ungern pur trinkt, kann es mit einem Schuss Apfelessig aufpeppen. Ansonsten lässt sich Apfelessig fast überall dort einsetzen, wo man Essige verwendet: Er passt an fast jedes Salatdressing, in Marinaden und zu vielen Soßen.

Wissen zum Mitnehmen

Wer Apfelessig mag, kann ihn ruhig auch in größeren Mengen verwenden. Er ist gesundheitlich auf jeden Fall empfehlenswert und teilweise auch erwiesenermaßen gesundheitsfördernd – ein Wundermittel ist er aber nicht.

Wissenschaftlich geprüft von unseren EAT SMARTER Experten
Schreiben Sie einen Kommentar