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Pastrami

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 21. Dez. 2020
Belegtes dunkles Brot mit Pastrami

Klingt italienisch? Ist es aber nicht! Pastrami ist in den USA längst Kult und mittlerweile auch bei uns im Kommen. Was sich hinter dem beliebtesten Sandwichbelag der Amerikaner verbirgt, erfahren Sie hier!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über Pastrami wissen
    1. Herkunft 
    2. Saison
    3. Geschmack
  2. Unsere liebsten Pastrami-Rezepte
  3. Wie gesund ist eigentlich Pastrami?
    1. Einkauf  
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  4. Zubereitungstipps für Pastrami
  5. FAQs – die häufigsten Fragen 
    1. Wie wird Pastrami hergestellt?
    2. Wie viel kostet Pastrami?
    3. Ist Pastrami koscher bzw. halal?

Das sollten Sie über Pastrami wissen

Wer schon mal in New York war, weiß, was Pastrami ist – die meisten anderen müssen vermutlich raten. Wer dabei auf eine Art Salami tippt, hätte bei Günther Jauch schon verloren. Denn hinter dem Namen "Pastrami" steckt weder eine Hartwurst noch überhaupt etwas Italienisches. Vielmehr handelt es sich um eine in den USA schon lange beliebte Delikatesse: Super zartes und würziges Rindfleisch, das nacheinander gepökelt, geräuchert und gekocht wird – um dann hauchdünn geschnitten zwischen Sandwichscheiben zu wandern.  

Diese ziemlich aufwendige Prozedur der Zubereitung und des Haltbarmachens wäre im Zeitalter von Kühlschränken eigentlich nicht mehr nötig. Aber weil Pastrami nun mal köstlich schmeckt, bereitet man es auch heute noch so zu wie vor 100 Jahren.

Natürlich gibt es für den Leckerbissen unterschiedliche Rezepte. Im "Big Apple" schätzt man beispielsweise besonders den "New York Style", der mit einer scharfen Pfeffer- und Korianderwürzung besticht. Andernorts wird oft die mildere Version "American Style" bevorzugt.

Was Pastrami so begehrenswert macht, ist relativ leicht erklärt: Zum einen wird dafür nur Rindfleisch bester Qualität verwendet, also Tafelspitz, Schulter oder Brust. Zum anderen sorgen das Pökeln und anschließende Räuchern für einen angenehm würzigen Geschmack. Die niedrige Gartemperatur macht das Fleisch besonders zart.

Herkunft 

Auch wenn Pastrami als typisch amerikanisch gilt – eine US-Kreation ist der vielleicht zarteste Brotbelag aller Zeiten trotzdem nicht. Tatsächlich handelt es sich bei Pastrami um ein kulinarisches Mitbringsel: Jüdische Einwanderer brachten das Rezept im 19. Jahrhundert in die USA. Ursprünglich stammt es vermutlich aus Rumänien, wo "Pastra" so viel wie "konservieren" heißt. Erfunden wurde der Aufschnitt, um Rindfleisch möglichst lange haltbar zu machen.

Saison

Pastrami ist das ganze Jahr über erhältlich.

Geschmack

Pastrami ist geschmacklich mit Schinken vergleichbar, kann ansonsten aber stark variieren, abhängig von der verwendeten Rezeptur. Von scharf über leicht säuerlich ist dabei alles möglich. Gemein haben aber alle Rezepte ihr rauchiges Aroma und eine angenehm salzige Note.

Unsere liebsten Pastrami-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Pastrami-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Pastrami?

Figurbewusste können sich freuen, denn Pastrami hat eine ideale Makronährstoffverteilung: Fast keine Kohlenhydrate, wenig Fett, aber dafür eine ordentliche Portion Eiweiß. Zudem punktet der Sandwich-Belag mit B-Vitaminen (1): Vitamin B3 unterstützt den Stoffwechsel, Vitamin B12 ist wichtig für die Verdauung, schützt die Nervenzellen und kann das Risiko für Gefäßverstopfung vermindern.

Und es stimmt: Fleisch im Übermaß wird zu Recht als weniger gesund angesehen. Gegen ein paar hauchdünne Scheiben Pastrami ab und zu lässt sich aber kaum etwas einwenden. Wie bei allen Fleischprodukten gilt: Auf die Herkunft kommt es an.

Hier finden Sie die Nährwerte von 100 Gramm Pastrami im Überblick: 

Nährwerte von Pastrami pro 100 Gramm  
Kalorien 115
Eiweiß 23 g
Fett 2,5 g
Kohlenhydrate 0,0 g
Ballaststoffe 1,9 g

Einkaufs- und Küchentipps für Pastrami

Einkauf  

Wenn Sie nicht gerade in den USA einkaufen gehen, kann es ein bisschen knifflig sein, Pastrami aufzutreiben. Zumindest in der Stadt sollten Sie an der Fleischtheke gut sortierter Supermärkte oder im Feinkostgeschäft Ihres Vertrauens aber in der Regel Glück haben. 

Alternativ gibt es auch Internetanbieter, bei denen Sie Pastrami bestellen und am Stück oder auch in Scheiben liefern lassen können. 

Lagerung

Pastrami ist dafür gedacht, auch ohne Kühlung lange haltbar zu bleiben. Nichtsdestotrotz ist es ratsam, den Aufschnitt im Kühlschrank aufzubewahren. Für den perfekten Genuss sollten Sie ihn etwa eine Stunde vor dem Essen wieder herausnehmen, denn nur bei Raumtemperatur ist Pastrami so herrlich zart.

Vorbereitung

Damit Pastrami wirklich eine Gaumenfreude ist, muss (!) es so dünn wie irgend möglich geschnitten werden. Im Supermarkt oder Feinkostladen kann das der Verkäufer für Sie erledigen.

Falls Sie Pastrami am Stück, z. B. aus dem Internet kaufen, wäre eine Aufschnittmaschine die perfekte Lösung. Wer keine besitzt, sollte auf jeden Fall ein Messer mit langer und vor allem wirklich scharfer Klinge nutzen. Tipp: Pastrami für 15 Minuten anfrieren, dann lässt es sich leichter schneiden!

Zubereitungstipps für Pastrami

Ob in Sandwiches, Baguettes, für Bagel-Rezepte oder im Brötchen: Pastrami ist in jedem Fall der perfekte Belag. Kombiniert mit scharfem Senf und Krautsalat wird es zum echten Gourmet-Genuss.

Das hauchdünn geschnittene Fleisch ist aber auch ein tolles Topping für knackige Salate oder sogar Pizza – dann aber wie bei Parmaschinken das Fleisch erst nach dem Backen darauf anrichten.

FAQs – die häufigsten Fragen 

Wie wird Pastrami hergestellt?

Zunächst wird das Fleisch in einer Lake aus Salpeter und Gewürzen (in der Regel einer Mischung aus Muskat, Knoblauch, Koriandersaat, Pfeffer und Paprika) gepökelt. Im zweiten Schritt wird es, ummantelt mit Pfefferkörnern geräuchert und schließlich so lange im Dampf gegart, bis das Fleisch zart ist. Insgesamt kann der Herstellungsprozess mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Wie viel kostet Pastrami?

Je nach Fleischqualität und Herstellungsprozess kann der saftige Aufschnitt zwischen 3 und 4 Euro pro 100 Gramm kosten. 

Ist Pastrami koscher bzw. halal?

Sowohl als auch! Da Pastrami in der Regel aus Rindfleisch oder alternativ auch aus Truthahnbrust hergestellt wird, ist es sowohl mit den jüdischen als auch mit den islamischen Speisebräuchen vereinbar.

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Durch meine Diabetes am liebsten auf Walnusseiweißbrot mit etwas Remoulade und gerne noch etwas Radieschen und Frühlingszwiebeln drauf.
 
Pastrami gibt es auch bei den Arabern. Dort ist es ebenfalls eine Delikatesse. Also findet man in Deutschland aufjedenfall pastrami im Türkischen oder Arabischen Supermarkt. Dort heisst es Pastirma, aber man erkennt es auch am Bild. Es gibt verschiedene Preisklassen, die günstigen sind eher zäh, schmecken dennoch. Wer aber Qualität möchte, fragt einfach beim Fleischer dort nach. Da gibt es die meistens frisch. Oder bei einem separaten orientalischen Fleischer. Auf jedenfall sehr lecker.
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