Reis

Von Marieke Dammann
Aktualisiert am 17. Aug. 2020

Milchreis, Risotto, Sushi oder Paella – es gibt zahlreiche köstliche Gerichte mit Reis. Welche Reissorten es gibt, wie gesund Reis ist, welche Besonderheiten es beim Kochen zu beachten gilt und leckere Reis-Rezepte finden Sie hier.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Reis
  2. Das sollten Sie über Reis wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
    4. Sorten
  3. Unsere liebsten Reis-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Reis?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Reis
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Reis
  7. FAQs – die häufigsten Fragen
    1. Wie Reis würzen?
    2. Wie Reis aufwärmen?
    3. Wieso wird der Reis matschig?

Infografik zu Reis

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik.

 

  • ... kann beim Abnehmen helfen: Im Durchschnitt enthalten 100 g Reis (roh) etwa 350 Kalorien. Das erscheint viel – allerdings reichen schon 50 g Reis pro Portion als Beilage, denn beim Kochen verdreifacht sich die Menge ungefähr. Ein besonders guter Schlankmacher ist trotz seines deutlich höheren Fettgehalts (2,2 g/100 g) Naturreis, weil er fast doppelt so viele Ballaststoffe wie weißer oder Parboiled Reis liefert.
  • ... festigt die Knochen: Vor allem Naturreis liefert mit 282 mg in 100 g reichlich Phosphor, ungeschälter Reis enthält immerhin auch noch 114 mg davon. Phosphor spielt zusammen mit Calcium eine wichtige Rolle für feste Knochen und für gesunde Zähne.
  • ... bekommt allen gut: Reis ist leicht verdaulich und eignet sich darum sogar für Magenempfindliche, Kranke und kleine Kinder perfekt. Das gilt vor allem für geschälten (weißen) und Parboiled Reis, aber auch Naturreis bekommt den meisten Menschen gut.
  • ... ist super zum Detoxing: Aus gutem Grund empfehlen viele Mediziner bei Durchfall eine reine Reis-Diät: Die kleinen Körnchen können nämlich Giftstoffe aller Art an sich binden, sodass sie schneller aus dem Körper entsorgt werden.
  • ... liefert wichtige Mineralstoffe: Das gilt speziell für ungeschälten Naturreis und für schwarzen Wildreis: Beide strotzen mit rund 120 mg pro 100 g nur so vor Magnesium. Diesen Mineralstoff braucht der Körper für eine gesunde Muskel- und Nervenfunktion; außerdem sorgt Magnesium unter anderem für einen schnelleren Stoffwechsel.
  • ... enthält kein Gluten: Ein großer Pluspunkt für alle, die an einer Gluten-Unverträglichkeit leiden: Sie können Reis problemlos essen, denn darin ist kein Gluten (Weizeneiweiß) enthalten.
  • ... hat viele Kohlenhydrate: Je nach Sorte stecken in 100 g Reis bis zu 78,4 g Kohlenhydrate – für Low Carb-Fans eindeutig zu viel. Auf Reis verzichten müssen sie aber trotzdem nicht. Es reicht schon, Reis eher mittags als abends zu essen.
  • ... kann Arsen enthalten: Immer wieder ergeben Untersuchungen, dass in Reis relativ hohe Mengen an anorganischem Arsen stecken. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt trotzdem Entwarnung, zumindest für Erwachsene, und rät nur dazu, Reis nicht gerade täglich zu essen. Ein weiterer Tipp des BfR: Da Arsen sich in Wasser löst, den Reis immer gründlich waschen, in reichlich Wasser garen und überschüssiges Kochwasser wegschütten.

Das sollten Sie über Reis wissen

Reis ernährt Milliarden von Menschen in Asien. Bereits vor Tausenden von Jahren stand er bereits in China auf dem Tisch, von wo aus sich der Anbau über die Jahre hin nach Indien und Südostasien ausgebreitet hat. Der traditionelle Reisanbau erfolgt noch immer auf sogenannten Terrassenfeldern, welche bis zur Blüte mit Wasser geflutet und erst kurz vor der Ernte trocken gelegt werden.

Herkunft

In mehr als 100 Ländern wird Reis angebaut. Zu den wichtigsten Ländern in Sachen Reisanbau gehören allerdings China, Indonesien und Indien, dicht gefolgt von Thailand und Vietnam. Auch in den USA, Südamerika und Europa wird mittlerweile vermehrt Reis angebaut.

Saison

Reis wird meist im September geerntet, allerdings kann er das gesamte Jahr über gekauft werden.

Geschmack

Je nach Sorte schmeckt der Reis angenehm neutral und kann mit Soßen und Gewürzen aufgepeppt werden. Manche Sorten schmecken aber auch nussig und würzig.

Sorten

Grob wird Reis in drei Hauptgruppen eingeteilt: Rund-, Mittel- und Langkornreis. Allerdings gibt es auch die Einteilung nach Grad der Verarbeitung, also in weißen Reis, Naturreis und Parboiled Reis. Zu den wohl bekanntesten Sorten gehören Milchreis, Basmatireis, Naturreis, Langkornreis und Wildreis.

Unsere liebsten Reis-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Reis-Rezepten

Wie gesund ist eigentlich Reis?

Die Körner sind reich an sättigenden Kohlenhydraten, sind quasi fettfrei und enthalten etwas Eiweiß. Ungeschälter brauner Naturreis liefert außerdem Ballaststoffe und eine gute Portion B-Vitamine (1). Gekochter weißer Reis ist extrem leicht verdaulich.

Zu einer Schleimsuppe gekocht, mildert er die Symptome bei Entzündungen von Magen und Darm. Weil Reis frei ist vom Eiweißstoff Gluten, eignet er sich als Basislebensmittel für die glutenfreie Diät von Zöliakiekranken, die an einem speziellen, seltenen Stoffwechseldefekt leiden. Auch extrem allergische Menschen können Reis meistens gut vertragen: Er gehört zu den sogenannten hypoallergenen Lebensmitteln.

Hier finden Sie die Nährwerte von 100 Gramm Reis im Überblick (2):

Nährwerte von Reis pro 100 Gramm  
Kalorien 350
Eiweiß 7 g
Fett 0,6 g
Kohlenhydrate 78 g
Ballaststoffe 1,4 g

Einkaufs- und Küchentipps für Reis

Einkauf

Je nachdem, für welche Reissorte Sie sich entscheiden, hält Reis richtig gelagert ein bis drei Jahre – er kann also auch auf Vorrat gekauft werden. Die unterschiedliche Haltbarkeit ergibt sich daraus, dass bei einigen Sorten beim Polieren und Schleifen der Keimling entfernt wird, der Fett enthält und unter Umständen ranzig werden kann. Bei Sorten, wo der Keimling entfernt wird, ergibt sich eine entsprechend längere Haltbarkeit.

Lagerung

Lagern Sie den ungekochten Reis dunkel, trocken und luftdicht verpackt, um eine möglichst lange Haltbarkeit zu garantieren.

Vorbereitung

Einige Reissorten sollten Sie vor dem Kochen waschen. Dies gilt vor allem für die Reissorten, wo es nicht um den Stärkegehalt geht (beispielsweise Risottoreis). Durch das Spülen entfernen Sie Verunreinigungen von den Reiskörnen, die möglicherweise noch vorhanden sind. Geben Sie den Reis dafür in eine Schüssel und waschen Sie ihn mit kaltem Wasser. Schwenken Sie ihn etwas und gießen Sie das Wasser ab. Den Vorgang können Sie ein bis zweimal wiederholen. Alternativ können Sie die Reiskörner auch in ein feinmaschiges Sieb geben und mit kaltem Wasser übergießen.

Zubereitungstipps für Reis

Essen Sie Reis als Abwechslung zu Kartoffeln, Nudeln oder Getreide. Vegetarier kombinieren ihn für eine optimale Proteinversorgung am besten mit Milchprodukten, Eiern oder Bohnen. Wenn Sie gern und oft Reis essen, probieren Sie die vitamin- und mineralstoffreicheren Parboiled-Sorten. Oder Sie variieren Ihre Reisliebe mal mit einem Risotto?

Wer unter Wassereinlagerungen im Gewebe leidet oder seinen Darm entlasten möchte, kann für einen oder zwei Tage ausschließlich ungesalzenen gekochten Reis mit Früchten essen. Solche sogenannten Reistage haben einen stark entwässernden Effekt. Dabei gehen zwar auch einige Pfunde verloren, doch das ist Flüssigkeit, kein Fett. Als Abmagerungskur eignet sich eine solche Reisdiät also kaum.

FAQs – die häufigsten Fragen

Wie Reis würzen?

Reis schmeckt pur schon sehr lecker, aber wenn Sie gerne etwas experimentieren möchten, können Sie Gewürze wie Salz, Brühe oder Curry vor dem Kochen in das Kochwasser einrühren. Nach dem Kochen können Sie den Reis beispielsweise mit Kräuterbutter, Curry, Paprika oder Tomatenmark würzen.

Wie Reis aufwärmen?

Übriggebliebenen Reis brauchen Sie nicht wegschmeißen, denn Sie können ihn problemlos am nächsten Tag im Topf, Wasserbad oder in der Pfanne aufwärmen. Für das Aufwärmen im Wasserbad füllen Sie einen Topf zur Hälfte mit warmem Wasser, geben den Reis in einen Gefrierbeutel, verschließen ihn und legen ihn anschließend für circa 15 Minuten in das heiße Wasser.

Für das Erwärmen im Topf können Sie einfach etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und den Reis bei mittlerer Hitze und stetigem Umrühren anbraten. In einem Topf können Sie den Reis ebenfalls bei mittlerer Hitze wieder aufwärmen, indem Sie etwas Öl, Butter oder Wasser mit dem Reis in den Topf geben hineingeben. Sie können den Reis aber auch in einer Sauce erwärmen, beispielsweise einem Curry. Umrühren nicht vergessen, damit der Reis nicht anbrennt.

Wieso wird der Reis matschig?

Wichtig ist: Immer an die Packungsanweisung halten. Meistens wird Reis in der 1,5- oder 2-fachen Menge Wasser gekocht. Wer zu viel Wasser nimmt, erhält am Ende meist ein matschiges Ergebnis.

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