Rucola (Rauke)

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 17. Apr. 2020
Rucola - Trendkraut der Feinschmecker!
Rucola - Trendkraut der Feinschmecker!

Noch Anfang der 80er kannte man Rucola hierzulande, wenn überhaupt, höchstens als "Unkraut". Zum Glück gewann die italienische Küche damals zunehmend an Einfluss, die nicht zuletzt auch Rucola im Gepäck hatte. Seitdem hat das Kraut eine steile Karriere hingelegt und ist bei uns inzwischen fast so beliebt wie in Italien.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Rucola
  2. Das sollten Sie über Rucola wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  3. Unsere liebsten Rucola-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Rucola?
  5. Gesundheitsvorteile von Rucola
  6. Einkaufs- und Küchentipps für Rucola
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  7. Zubereitungstipps für Rucola
  8. FAQs – die häufigsten Fragen
    1. Wann kommt der Rucola auf die Pizza?
    2. Was heißt Rucola verlesen?
    3. Wie kann der bittere Geschmack neutralisiert werden?

Infografik zu Rucola

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik.

Rucola...

  • ...pusht das Immunsystem: Mit stolzen 62 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm spielt Rucola als Stärkung fürs Immunsystem in der obersten Liga mit. Das Vitamin ist außerdem wichtig für den Aufbau von Bindegewebe, Knochen und Zähnen. Je frischer die Blätter, desto höher der Vitamin-Gehalt!
  • ...hält Herz und Gehirn fit: Rucola enthält relativ viel Folsäure. Das Vitamin aus der B-Gruppe kann neueren Studien zufolge Herz-Kreislauferkrankungen sowie Demenz vorbeugen.
  • ...hilft heilen: Die Naturheilkunde setzt Rucola seit Jahrhunderten als wirksames Heilmittel bei Verdauungsstörungen, zur Blutreinigung und zum sanften Entwässern bei Flüssigkeitsansammlungen im Körper ein.
  • ...tut Schwangeren besonders gut: Die Folsäure in Rucola ist auch der Grund, warum Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch das leckere Kraut öfter essen sollten: Dieses B-Vitamin hilft nämlich dabei, Missbildungen im Mutterleib zu verhindern, da es die Zellteilung vorantreibt und zum Beispiel für die Blutbildung unentbehrlich ist.
  • ...wirkt antibiotisch: Die in Rucola reichlich enthaltenen ätherischen Senföle, sogenannte Glucosinolate, hemmen das Wachstum verschiedener Bakterien, Viren und Pilze. Sie sind für die feine Schärfe verantwortlich.
  • ...hat eine gute CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Rucola gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...enthält Nitrate: Für Babys und Kleinkinder ist Rucola nicht nur zu scharf. Auch der oft hohe Gehalt an Nitrat in Rucola ist ein Problem, denn der Körper kann daraus schädliche Stoffe bilden. Für Menschen mit Herzproblem dagegen kann Nitrat sogar gut sein, denn es erweitert die Blutgefäße.
  • ...schmeckt manchmal bitter: Am besten verwendet man Rucola möglichst jung, wenn er noch kleine Blätter und zarte Stiele hat: Ältere, große Blätter können einen unangenehm bitteren Geschmack annehmen.

 

Das sollten Sie über Rucola wissen

Wenn Deutschland einen Gemüse-Superstar suchen würde, hätte Rucola erstklassige Chancen, ganz oben auf dem Treppchen zu landen. Keine Frage, Rucola gehört zu den kulinarischen Aufsteigern der letzten 20 Jahre und geht ohne Übertreibung als Trendkraut durch. Das aromatische Blattgemüse hat sich einen festen Platz in den Feinschmeckerherzen erobert.

Rauke, wie Rucola hierzulande auch genannt wird, bekommt man im Bund oder verpackt in durchsichtigen Kunststoffschalen. Meistens handelt es sich um Rucola aus der Zucht beziehungsweise um sogenannte Gartenrauke. Die Wilde Rauke, die an besonders schmalen, dunkelgrünen Blättern zu erkennen ist, schmeckt intensiver, ist aber seltener zu bekommen.

Herkunft

Ursprünglich stammt Rucola aus dem südlichen Mitteleuropa und den Mittelmeerländern. Schon im alten Rom ließ man sich Rucola schmecken und bis heute liegt eines der weltweiten Hauptanbaugebiete in Italien. Aber sogar in Ägypten, im Sudan und in Indien kennt und schätzt man die Rauke schon seit vielen Jahrhunderten. Bei uns wächst sie ebenfalls, auf dem Freiland allerdings nur in den milderen Regionen im Süden Deutschlands.

Saison

Mittlerweile bekommen wir, dank des Anbaus unter Glas, Rucola zu jeder Jahreszeit im Supermarkt oder im Gemüseladen. Normalerweise ist frischer Rucola ist von Mai bis Oktober erhältlich. Besonders aromatisch schmeckt das Kraut allerdings, wenn es im Sommer richtig Sonne tanken konnte.

Geschmack

Dank der reichlich enthaltenen Senföle überzeugt Rucola mit einem sehr intensiven, würzig-herben und leicht scharfen Geschmack.

Unsere liebsten Rucola-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Rucola-Rezepten

Wie gesund ist eigentlich Rucola?

In der mittelalterlichen Pflanzenheilkunde hatte Rucola als Mittel zum Entwässern und zur Förderung der Verdauung einen festen Platz. Je älter die Rucolapflanze ist, desto mehr Bitterstoffe enthält sie. Diese sind hervorragende Appetitzügler und unterstützen die Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit.

Bei den alten Germanen galt die Rauke sogar als Potenzmittel. Aber auch moderne Ernährungsmediziner raten prinzipiell zu Rucola, denn die darin enthaltenen Senföle und Nährwerte geben dem Kraut nicht nur seinen intensiven Geschmack, sie sorgen vor allem auch dafür, dass Rucola insgesamt eine heilsame Wirkung hat. In Tierversuchen konnte man sogar krebshemmende Effekte nachweisen.

Besonders reich ist Rucola außerdem an Folsäure. Das Vitamin aus der B-Gruppe kann unter anderem Herz-Kreislauferkrankungen und Demenz vorbeugen. Folsäure ist vor allem auch für Frauen, die sich ein Kind wünschen oder bereits schwanger sind, günstig, da das Vitamin nachweislich dabei hilft, Missbildungen beim Ungeborenen zu verhindern.

Das vorhandene Betacarotin ist nicht nur für den Zellschutz hilfreich. Als Vorstufe des Vitamin A profitieren vor allem die Haut und die Schleimhäute vom Pflanzenfarbstoff. Die wohlschmeckenden Salatblätter sind außerdem ein guter pflanzlicher Calciumlieferant. Der Mineralstoff hält Nervenzellen sowie Muskeln fit und ist ein wichtiger Baustoff für starke Knochen.

Vor einigen Jahren machte die Entdeckung eines Rucola-Fans Furore, der zwischen den Raukeblättern auch einen Stängel des giftigen Kreuz- oder Greiskrauts entdeckte (1). Tatsächlich sind die beiden Kräuter rein äußerlich leicht zu verwechseln. Gefahr besteht aber dennoch kaum, denn zum einen wird Rucola spätestens seit dieser unangenehmen Entdeckung strenger kontrolliert und zum anderen schmeckt das giftige Kreuzkraut extrem unangenehm, sodass man es kaum versehentlich mitisst.

Nährwerte von Rucola pro 100 Gramm  
Kalorien 28
Eiweiß 2,7 g
Fett 0,7 g
Kohlenhydrate 1,9 g
Ballaststoffe 1,6 g

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Einkaufs- und Küchentipps für Rucola

Einkauf

Achten Sie darauf, dass die Blätter von Rucola schön grün und saftig aussehen und bevorzugen Sie kleine Blätter, denn große Rucolablätter können leicht zäh und bitter schmecken. Legen Sie Rucola wie andere Kräuter immer ganz oben in Korb oder Tüte, denn die empfindlichen Blätter sind schnell zerdrückt.

Bekommen tut man das Gemüse in jedem gut sortierten Lebensmittelladen sowie auf dem Wochenmarkt.

Lagerung

Rucola welkt ziemlich rasch, darum sollten Sie ihn möglichst schnell zubereiten. Notfalls hält sich Rucola 1-2 Tage im Kühlschrank, wenn Sie ihn in einem Gefrierbeutel verpacken oder ihn lose im Gemüsefach mit einem feuchten Tuch bedecken. Alternativ können Sie die Stielenden in ein Wasserglas stellen.

Vorbereitung

Sortieren Sie gelb verfärbte und angewelkte Blätter aus. Die restliche Rauke beziehungsweise den restlichen Rucola sollten Sie am besten in einer Schüssel mit frischem Wasser vorsichtig, aber gründlich waschen. Anschließend trocken schütteln und in der Salatschleuder entwässern. Grobe Stiele entfernen und große Blätter in kleine Stücke zupfen oder schneiden, dann lassen sie sich angenehmer verspeisen. Wie einfach das alles geht, zeigt Ihnen Starköchin Cornelia Poletto in unserem Kochschulvideo.

Das Nitrat aus dem Rucola kann im Körper zu schädlichem Nitrit umgewandelt werden. Dieses sammelt sich häufig in den Blattstielen, welche Sie vor dem Verzehr besser entfernen sollten. Der Nitratgehalt des Salats kann außerdem reduziert werden, indem der Rucola kurz blanchiert wird. Aber Achtung: Die Blätter werden schnell matschig.

Zubereitungstipps für Rucola

Ob Spaghetti, Pizza, Salat, Suppe, Gemüsegericht oder Gratin – Rucola passt fast immer und zu beinahe allem. Im italienischen Restaurant wird das gesunde Kraut zum Beispiel mit Penne, Schafskäse, Schinken und Pinienkernen serviert oder als Topping für eine Pizza verwendet, die zum Beispiel ganz klassisch mit Tomaten und Mozzarella belegt ist. Gern wird im Restaurant auch Risotto mit Champignons und Käse gereicht, das mit Rucola-Salat serviert wird. 

Selbst vitaminreiche Drinks kann man daraus zaubern und die Kombi mit Quark oder Frischkäse garantiert ebenfalls Genuss der pikanten Art. Echte Fans lieben Rucola fast pur, nur mit etwas Zitrone und Rapsöl oder auf italienische Art mit Balsamico und Olivenöl angemacht. Aber auch in Kombination mit anderen Blattsalaten ist Rucola eine Delikatesse. Unbedingt probieren sollten Rucola-Fans auch Pesto, das kinderleicht zubereitet werden kann.

FAQs – die häufigsten Fragen

Wann kommt der Rucola auf die Pizza?

Da das Kraut schnell matschig wird und der frische Geschmack so besser erhalten bleibt, wird die Pizza erst nach dem Backen mit Rucola garniert. Wer mag, kann eine Pizza mit Tomate-Mozzarella mit Rucola-Topping noch mit etwas cremigen Balsamico beträufeln.

Was heißt Rucola verlesen?

Vor der Verwendung sollte Rucola gründlich verlesen werden, das heißt, dass gelbe, welke oder sonstig andersartige Blätter, die nicht mitgegessen werden sollen, aussortiert werden.

Wie kann der bittere Geschmack neutralisiert werden?

Für einen milderen Rucola-Geschmack können Sie die Blätter vor der Verwendung kurz unter lauwarmes Wasser halten, oder sie für ein warmes Gericht kurz vor Ende mit in den Topf geben.

 
Ganz früher auch schon bei uns in Deutschland als Rauke bekannt, dann aber irgendwann als "Arme-Leute-Kraut" aus der Mode gekommen.... ... und gottseidank gibt es die wichtige Video-Anleitung zum Putzen von Rucola, man wüßte ja sonst gar nicht, was man täte ;-)!
 
Rukola wächst in meinem Garten in rauhen Mengen zum Nulltarif. Ich muss keine Plastikschalen aus dem Supermarkt mit diesem Gemüse kaufen und meinen Geldbeutel leer und den Müll voll machen ....
 
Ja, was denn nun?? Gesund oder die Menge macht das Gift? Danke aus Porta Westfalica für eine beruhigende Antwort! Hubert Brauner
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Hallo Herr Brauner, Rucola an sich ist nicht giftig. Vor einigen Jahren wurde in einem Rucolasalat ein Stängel des giftigen Kreuz- oder Greiskrauts entdeckt. Dieses Kreuz- oder Greiskraut ist tatsächlich giftig. Viele Grüße von EAT SMARTER
 
Sind zur Zeit auf Krk,werden Heute zum Fisch eine grosse Schüssel Rucola aus unserem Garten zubereiten

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