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Müsliriegel

Von Lisa Fischer
Aktualisiert am 07. Sep. 2021
© Unsplash/ Hayley Maxwell
© Unsplash/ Hayley Maxwell

Wenn der kleine Hunger kommt, sind sie ein absoluter Favorit: Müsliriegel. Doch viele Formen der kleinen Leckereien sind absolute Kalorienfallen und liefern nicht wirklich viele Nährstoffe. Was Sie bei Müsliriegeln beachten sollten, erfahren Sie hier.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über Müsliriegel wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  2. Unsere liebsten Müsliriegel-Rezepte
  3. Wie gesund sind eigentlich Müsliriegel?
  4. Einkaufs- und Küchentipps
    1. Einkauf
    2. Lagerung
  5. Zubereitungstipps für Müsliriegel
  6. FAQ – die häufigsten Fragen
    1. Welches Öl soll für die Zubereitung von Müsliriegeln verwendet werden?
    2. Wie lange sollen Müsliriegel gebacken werden?

Das sollten Sie über Müsliriegel wissen

Sie gibt sie in unterschiedlichster Form – mit Früchten, mit Schokolade oder einfach nur in Form von gepufftem Getreide. Wer die leckeren Energielieferanten erfunden hat, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Laut dem amerikanischen Landwirt Herrick Kimbal stammt es von ihm, Müsli in Form eines Riegels zu pressen. Doch ein weiterer, aus Amerika stammender Erfinder, wird in diesem Zusammenhang erwähnt.

Die Lebensmittelindustrie hat bis heute zahlreiche Varianten von Müsliriegeln auf den Markt gebracht. Einige enthalten jedoch einen großen Anteil an Zucker. Denn für das „Zusammenkleben“ der Riegel verwenden viele Hersteller Zuckersirup. Daher ist es wichtig, immer die Zutatenliste im Blick zu haben. Am einfachsten ist es natürlich, Sie stellen sich ihre eigenen Müsliriegel her und wissen so ganz genau, was in ihnen steckt.

Herkunft

Das eigentliche Müsli ist eine verhältnismäßig alte Erfindung. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat der Ernährungsreformer Maximilian Bircher-Benner das bis heute bekannte Bircher-Müsli erfunden. Dieses besteht zu großen Teilen aus Haferflocken und weiteren Getreideprodukten sowie Trockenobst. Bircher-Benner galt als großer Verfechter der Vollwerternährung, weshalb er auf einen hohen Anteil an Ballaststoffen in seine „Apfeldiätspeise“, wie er sie nannte, integriert hat.

Der Müsliriegel ist also daher nur eine Erweiterung der Erfindung des Ernährungsreformers. Ob bei Kindern oder Erwachsenen – bis heute hat sich dieser Snack bewährt und erfreut sich so mancher Beliebtheit.

Saison

Müsliriegel sind das ganze Jahr im Einzelhandel erhältlich.

Geschmack

Geschmacklich sind sowohl bei der gekauften als auch bei selbstgemachten Müsliriegeln keinerlei Grenzen gesetzt. Von nussig über schokoladig bis hin zu fruchtigen Bestandteilen: Müsliriegel gibt es in den verschiedensten Geschmacksformen und -varianten.

Unsere liebsten Müsliriegel-Rezepte

Wie gesund sind eigentlich Müsliriegel?

Die Menge der Nähr- und Inhaltsstoffe kommt maßgeblich auf die Zubereitung beziehungsweise das Herstellungsverfahren an. Daher gibt es aus ernährungsphysiologischer Sicht deutliche Unterschiede, was den Gesundheitswert eines Müsliriegels betrifft. Enthält der Müsliriegel einen hohen Anteil an Getreide wie Haferflocken und Nüssen, so enthält er mehr Nährstoffe. Vor allem Haferflocken, welche oftmals die Grundzutat darstellt, liefern viele wichtige Inhaltsstoffe. So bieten sie einen recht hohen Gehalt an Proteinen sowie Ballaststoffen. Beide Substanzen sorgen für eine langanhaltende Sättigung. Außerdem steckt in Haferflocken reichlich Folsäure. Zudem konnte nachgewiesen werden, dass Haferflocken eine positive Wirkung auf den Lipid- und Cholesterol-Stoffwechsel haben (1).

Achten Sie vor allem auf einen hohen Nussanteil. Nüsse sind wahre Nährstoffwunder. Walnüsse beispielsweise bieten eine ganze Reihe an essenziellen Nährstoffen und gesundheitlichen Vorteilen (2). Auch enthaltene Trockenfrüchte versorgen uns mit wichtigen Nährstoffen wie verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen. Getrocknete Aprikosen liefern beispielsweise einen hohen Anteil an Kalium sowie Magnesium und Calcium in geringeren Mengen.

Zusammenfassend gesagt, kommt es primär darauf an, welche Zutaten der Müsliriegel enthält. Achten Sie vor allem auf einen hohen Getreide- und Nussanteil, so steht einer umfassenden Nährstoffversorgung nichts im Wege. 

In der nachfolgenden Tabelle finden Sie die Nährwerte für 100 Gramm Müsliriegel (3)

NÄHRWERTE VON MÜSLIRIEGEL PRO 100 GRAMM   
Kalorien  387 kcal
Fett 19,33 g
Eweiß  8,33 g
Kohlenhydrate  42,24 g
Ballaststoffe 4,90 g

Einkaufs- und Küchentipps

Einkauf

Damit Sie bei der Auswahl im Supermarkt nicht in die Kalorienfalle tappen, gibt es einige Dinge zu beachten. Zunächst ist es wichtig, sich die Zutatenliste genauer anzusehen. Ein Kaloriengehalt von etwa 400 Kilokalorien pro 100 Gramm ist jedoch deutlich zu viel. Vor allem Fett- und Zuckeranteil fallen hier ins Gewicht.

Zum Vergleich: Selbstgemachte Müsliriegel haben in etwa zwischen 140 und 250 Kalorien pro 100 Gramm. Auch hier sind natürlich je nach verwendeten Zutaten nach oben keine Grenzen gesetzt.

Zudem kann der Ballaststoffanteil ein guter Indikator sein. Denn durch einen hohen Anteil dieser Stoffe kann von einem längeren Sättigungsgefühl ausgegangen werden. Der handelsübliche Müsliriegel liegt in etwa bei 3,5 Gramm pro 100 Gramm. Kichererbsen haben beispielsweise rund 21 Gramm Ballaststoffe je 100 Gramm.

Lagerung

Gekaufte Müsliriegel lagern Sie am besten kühl und trocken. Die übliche Raumtemperatur ist hierfür aber optimal geeignet. Selbst hergestellte Müsliriegel halten sich vor allem in luftdichten Dosen oder Gläsern lange. So trocknen sie nicht aus und bleiben schön weich und trotzdem knusprig. Die selbstgemachten Snacks können circa zwei Wochen aufbewahrt werden.

Zubereitungstipps für Müsliriegel

Zunächst kommt es darauf an, was Ihnen besonders gut schmeckt. Eher fruchtig oder doch schokoladig mit viel Vollkorn? Im zweiten Schritt sind natürlich auch die Inhaltsstoffe und somit der Gesundheitswert wichtig. Daher kann es von Vorteil sein, sich im Vorhinein Gedanken über die gewünschten Zutaten zu machen. Haferflocken sind wahrscheinlich die gängigste Zutat und punkten vor allem mit einem hohen Proteinanteil und geben eine besonders kräftige Note. Als Crunch-Effekt eignen sich insbesondere Nüsse und Kerne, die sehr gut mit Trockenfrüchten harmonieren und zudem noch Vitamine liefern.

Zum Zusammenhalten sind Honig oder auch Nussmus perfekt. Hierdurch kann Zucker (Sirup) ersetzt werden, der in der Industrie sowohl für die optimale Konsistenz als auch für die Süße verwendet wird.

Sonst gilt es zu beachten, dass die Masse nicht zu locker wird, da sie sonst auseinanderfallen kann. Sollte dies der Fall sein, geben Sie etwas mehr Honig oder Nussmus hinzu. Trockenfrüchte sollten beispielsweise nicht zu groß geschnitten sein, da auch sonst die Masse nicht zusammenhält.

Für das Backen an sich ist die Verwendung von Backpapier wichtig, um ein Kleben am Blech oder der Form zu vermeiden. Wenn Sie die Müsliriegel noch kleiner haben möchten, können Sie auf die bereits ausgebreitete Masse ein weiteres Backpapier legen – mit einem Brettchen oder den Händen lässt sich die Mischung noch mehr festigen. Außerdem müssen die Müsliriegel direkt nach dem Backen (kurzes Auskühlen) geschnitten werden, da sie sonst aushärten und brechen.

FAQ – die häufigsten Fragen

Welches Öl soll für die Zubereitung von Müsliriegeln verwendet werden?

Nicht nur Honig oder Nussmus kann den Riegel zusammenhalten, sondern auch Öl oder Butter (in flüssiger Form). Hierfür eignet sich vor allem geschmacksneutrales Öl wie Sonnenblumen- oder Rapsöl, aber auch Kokosöl.

Wie lange sollen Müsliriegel gebacken werden?

Dies hängt maßgeblich von den enthaltenen Zutaten ab. Bestehen die Riegel hauptsächlich aus Getreide und Nüssen, so benötigen sie mehr Zeit im Backofen, da dieses sich mit dem „Klebstoff“ verbinden muss. Sind in Ihren Riegeln viele „feuchte“ Zutaten wie Trockenfrüchte enthalten, so wird die Backzeit geringer. Diese variiert daher zwischen 15 und 25 Minuten.

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